
Show-Notes
Der Beginn von Staffel 2: Architektur-Studentin Frida Voelkel im Gespräch: Erfahrungen, Einsichten und Visionen für die Zukunft der Architektur. Ein Blick hinter die Kulissen des Studiums und die Herausforderungen der Baukonstruktion, Nachhaltigkeit und KI in der Architektur.
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Willkommen bei der zweiten Staffel vom Architekturstammtisch. Heute sprechen wir mit Frieda Vökel, Architekturstudentin im dritten Semester an der TH Lübeck. Sie teilt ihre Erfahrungen und Einsichten über das Studium, Nachhaltigkeit und die Zukunft der Architektur. Ein spannendes Gespräch über die Menschen, die die Architektur von morgen gestalten werden.
Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck. Herzlich willkommen bei RT Architektur. Neue Staffel, neue Folge "Jetzt mit Gästen". Hallo Frieda.
Schön, dass du hergekommen bist. Wir sind jetzt Ende Januar. Weihnachten ist vorbei, die Ferien sind vorbei. Wir haben den Podcast so gestaltet, dass jetzt endlich Gäste dabei sind.
Wir freuen uns ganz doll. Wir hatten den Studenten damals als ersten auf der Liste und somit ist auch die erste Folge ganz dir gewidmet. Schön, dass du da bist. Aber vielleicht stellst du dich kurz vor.
Ja, vielen Dank schon mal. Genau, ich bin Frieda. Ich bin jetzt im dritten Semester und studiere hier in Lübeck Architektur. Genau, ich komme ursprünglich aus Neustadt und bin jetzt fürs Studium sozusagen hergezogen.
Ja, genau und fühle mich hier auch sehr wohl. Ja, und darf jetzt hier dabei sein. Da freue ich mich sehr drüber. Vielen Dank.
Ja, schön. Wie gesagt, es ist total unüblich, das hatten wir ja in der ersten Staffel schon, dass Architekten grundsätzlich Podcasts machen, dann auch solche Formate. Ich bin echt froh, dass du gesagt hast, ja Mensch, habe ich Bock drauf, mache ich. Ganz, ganz toll.
Jetzt sagst du, du kommst aus Neustadt. Genau. Was hat dich dazu bewegt, Architektur zu studieren? Ja, das fing eigentlich schon ganz früh an.
Also meine Eltern sind beide im Baubereich tätig gewesen. Meine Mama war selber Architektin und mein Papa ist Zimmermann und hatte auch eine eigene Firma und so kam das von Anfang an sozusagen mit. Ich war schon früher mit auf der Baustelle, das alles direkt kennengelernt. Ich habe auch eine ältere Schwester, die studiert auch Architektur, die ist jetzt Master hier in Lübeck und ja, als es dann bei mir Richtung Abi in die Richtung ging, was man jetzt machen möchte, war eigentlich relativ schnell klar, okay, wo liegen meine Stärken, wo möchte ich hin, was sind meine Interessen und ja, das war ganz schnell deutlich.
Also total familiär geprägt. Ja, total. Also es sind echt ganz viele Unterschiede. Also manche sagen auch, Mensch, es ist irgendwie, war nichts anderes übrig und manchen ist es wirklich so familiär geprägt wie bei dir.
Also blieb ja nichts anderes übrig, als Architektur zu studieren, wenn man genau das macht wie die Schwester und die, wie die Mutter. Meine Schwester geht jetzt langsam in die Richtung und dann macht jetzt Master. Genau, genau. Okay, schön.
Genau. Und die ist aber auch hier in Lübeck und das ist ja, also das ist eine super Verbindung. Ich habe das auch, das habe ich tatsächlich noch nie gehört, dass quasi zwei Schwestern jetzt nicht zeitgleich, aber durchaus ja beide gleichzeitig studieren, die eine im dritten, die andere im Master. Finde ich super spannend.
Also kann man da viel mitnehmen? Total, total. Also einerseits von der Hochschule irgendwie, dass sie mir schon mal so ein paar Tipps geben konnte oder auch sagen konnte, wie läuft es, wie ist es. Es ist die richtige Hochschule für mich.
Das war auf jeden Fall schon mal eine ganz große Hilfe und aber auch jetzt, also wenn ich jetzt irgendwelche Abgaben habe, wo ich mir nicht ganz sicher bin, passt es so, weil sie auch die ganzen Professoren, Professorinnen alle schon kennt. Das ist auf jeden Fall eine große Hilfe, weil es ja ändert sich natürlich auch viel, auch schnell, aber ja, doch. Aber viel Input vorher bekommen, aber natürlich auch den großen, den großen Twist, dass man natürlich sagt, man hat natürlich sehr viel schon in Schubladen, weil die Erfahrung, die deine Schwester gemacht hat, die konntest du ja jetzt erstmal nicht machen, weil du sie ja schon vorher gehört hattest. Also das ist ja nicht vieles zum ersten Mal, sondern ja vieles schon, ach, das habe ich schon gehört, ach ja, das kenne ich schon.
Also hat sich das auch so bestätigt oder hast du einen ganz anderen Eindruck dann bekommen? Schon so ein bisschen, wobei man auch sagen muss, also dadurch, dass wir sind sieben Jahre auseinander und ich habe schon das Gefühl, dass also die Projekte sind ganz andere und von daher ist es eigentlich, ich glaube, ich mache meine, also ich muss meine Erfahrung auch trotzdem selber machen, auch wenn man es mal gehört hat, das ist nicht, nicht dasselbe sozusagen. Ja, sind wir auch schon mittendrin, also das ist quasi, finde ich auch, also wir haben in der ersten Staffel auch immer so rausgekitzelt, es ist tatsächlich und ich finde es total spannend, weil wir haben jetzt den direkten Vergleich mit deiner Schwester und dir und merken schon, selbst das, Eindrücke sind andere und Architektur ist dann auch wieder anders, selbst am dritten Semester, haben wir tatsächlich festgestellt, dass Architektur wirklich, egal wem man fragt, es ist keine Schubladen, es ist immer anders, es ist immer anders zu deuten, anders wahrzunehmen und selbst solche klassischen Sachen wie, ach ja, es ist ein Studium, es ist alles gleich nach Lehrplan, selbst das ist anders. Ja, total, total, also das merke ich auf jeden Fall und teilweise haben wir auch ganz unterschiedliche Ansichten, also es ist wirklich, wie man dann auch im Studium selber noch mal geprägt wird von den Leuten um einen herum, das ist, ja, das fällt wirklich auf.
Ja toll, also das finde ich, also wie gesagt, das ist echt ein gutes, ein guter Starter quasi, weil ich das wirklich, das zeigt mir sehr viel, dass das, was ich schon denke und das, was wir alle so immer dachten, jetzt auch in der ersten Staffel und generell bewahrheitet das eigentlich. Besseres als zwei Schwestern, die studieren und sieben Jahre auseinander sind, aber sieben Jahre sind ja nicht, also studiummäßig sind es ja nicht sieben Jahre, sondern das sind ja... Nee, nee, genau, also studiummäßig sind es nicht so viele, sie hat vorher noch, ich glaube, ein Jahr, ja, ein Jahr hat sie noch Bauingenieurwesen studiert, genau und hat aber, glaube ich, auch zwischen Bachelor und Master noch mal ein bisschen Pause gehabt. Aber trotzdem sind die Ansichten da so unterschiedlich und das finde ich, also wie gesagt, ich finde das total spannend, weil das eben genau Architektur ausmacht, aus meiner Sicht, also das ist einfach super unterschiedlich und egal wie man fragt, es einfach anders ist.
Jetzt habe ich mich natürlich auf den Termin heute zumindest geringfügig so vorbereitet, dass wir ja auch viel darüber sprechen wollten, was war mein Studium und was ist heute deins. Jetzt haben wir natürlich noch viel dichter zusammen und das ist auch schon unterschiedlich, deine Schwester und du, aber tatsächlich, jetzt erzähl doch mal, drittes Semester, was sind so jetzt gefühlt deine größten Herausforderungen? Die größten Herausforderungen ist immer noch die Technik, immer neue Programme, in die man sich reinarbeitet, das ist wirklich am Anfang, es kommt ja immer mehr dazu sozusagen. Vom Grund auf sind die alle ähnlich aufgebaut, aber trotzdem dieses Reinkommen, diese Zeit, sich zu nehmen, das ist auf jeden Fall eine sehr große Herausforderung.
Welche Programme habt ihr jetzt gerade so? Also ich sage jetzt mal für die Hörer, die quasi im nächsten Semester anfangen, die sagen, oh Mensch, auf was kann ich denn jetzt schon runterladen, was kann ich mir denn schon angucken, was ist jetzt so die Programme, die jetzt irgendwie so state-of-the-art sind, womit man jetzt arbeitet? Also wir haben im zweiten Semester ganz viel Rectorworks mitbekommen in Workshops und damit arbeiten eigentlich auch die meisten Leute bei uns im Semester. Dann die ganz normale, also Photoshop und so weiter, das ist aber, also wenn man da mit frisch anfängt sozusagen, ist das echt viel auf einmal, genau.
Jetzt kommen auch so Lumion und so dazu, so eine Menge Sachen. Davon bin ich, also da bin ich jetzt noch nicht so drin sozusagen, aber das kommt dann auch dazu. Ja, solche Sachen. Was ist tatsächlich so, also wir haben tatsächlich, eine unserer nächsten Folgen wird tatsächlich nochmal sehr geprägt von KI.
Macht das schon viel aus in der Uni? Also merkt man schon, dass das ankommt in der Uni? Also einerseits natürlich, jetzt hören vielleicht hoffentlich keine Professuren zu, aber einerseits für sich als Student zum Nutzen, aber auch tatsächlich, was mich super interessieren würde, ob es tatsächlich in der Uni auch schon einfach angenommen wird, auch eben von der Professur und eben von einem Lehr, dass man sagt, ja komm, dann nutzt es, aber dann nehmen wir die Zeit, wo ihr sonst, ich sage jetzt mal ganz übertrieben, aufwendig Modelle gebaut habt, nutzen wir jetzt und machen einfach andere Sachen, die genauso also drauf aufsetzen. Also wird das schon angenommen oder noch gar nicht?
Ich finde noch nicht so viel. Also ich, nee eigentlich gar nicht. Ich habe ein paar Module, in denen wir das nutzen können und dürfen und denen wir das dann aber zeigen müssen oder kennzeichnen müssen, dass wir das genutzt haben, aber in den wenigsten wird das irgendwie schon thematisiert. Wir, wir Studenten, ich bekomme das ja mit, Kommilitonen, wir nutzen das ziemlich viel, jetzt nicht direkt für, für komplette Venomings oder sonst was, sondern einfach irgendwelche Fragen, Hilfestellungen und so weiter, dafür da nutzen wir das Ganze.
Dann müssen wir tatsächlich auch im Büro schon, also das einfach als Vergleich. Das ist so lustig, weil du hast Lumion gesagt, das war so mein erstes, das war lustig. Das ist so, muss ich das jetzt vorstellen wie KI bei euch, wo man sagt, okay der Lehrer, der Professor weiß noch nicht so richtig, wie es geht. Ich weiß schon, wie es geht, geil, jetzt kommt da was raus und so war Lumion damals bei mir im Studium.
Also wir haben quasi, Renderings wurden eigentlich nie erwartet, also wenn jemand das toll zeichnen konnte, reichte das in der Regel. Wer Renderings konnte, das war schon echt nicht schlecht, aber man wusste auch, das war echt aufwendig, weil einfach damals gab es irgendwie Cinema 4D und es gab irgendwie 3D Studio Max, da brauchte man echt. Also es ist wie Photoshop, wenn man das voll beherrschen muss und da muss man richtig rein. Das heißt, man muss es ja auch in 3D bauen, das war damals ja auch schon schwierig.
Und Lumion war so das erste Programm, was das heute ja noch viel besser als damals, aber das hat das so alles abgenommen und keiner kannte das. Ich hatte das auch dann durch Zufall entdeckt und dachte, Mensch cool, das nutze ich mal, habe dann ein 3D-Modell eingespielt, die Materialitäten waren alle top. Also ich musste mich nicht aufwendig um Glas oder um Milch oder um irgendwas anderes kümmern, was echt aufwendig ist zu produzieren als Oberfläche, wenn man so Renderings macht. Die Studenten, die zuhören, wissen, was ich meine.
Das ist super aufwendig und das war da alles vorgegeben und ich konnte sofort Materialien belegen und ich hatte sofort ein richtig tolles Rendering, konnte Videos machen und wenn man jetzt über Architektursprache spricht, man kann eben durch ein Rendering oder durch ein Video viel mehr Architektur transportieren, dem Gegenüber in der Präsentation, dafür haben wir es ja gemacht, als zu erklären. Das ist, das kann man gar nicht transportieren. Das war der Twist, Lumion gibt es heute noch, aber Lumion war am Ende war bei mir so das, was KI bei euch heute ist im Studium so, es hat noch keiner so richtig gecheckt, wie es funktioniert. Das würde ich schon sagen, dass es aktuell mit KI so ist auf jeden Fall und ich weiß nicht direkt, wie es bei den Professorinnen ist, ob die sich wirklich schon beschäftigen damit, aber wir merken das gerade noch nicht so wirklich.
Aber wie gesagt, es nimmt super viel ab. Also wir haben jetzt auch Sachen, Fragen, also ich bin da ja auch immer bei jedem Input dankbar und mittlerweile denkt man, das ist so schnelllebig. Wenn ich heute dachte, jetzt weiß ich es, kommt nächste Woche einer um dir gesagt, weißt du das schon? Ich sage, nein, weiß ich auch nicht, das ist ja krass.
Das ist schon toll, aber man merkt auch schnell die Grenzen, deswegen das, was du erzählt hattest mit ganze Modelle, Rendern. Also aus meiner Sicht, ich habe noch nichts gesehen, was das wirklich kann so gut, dass ich sage, ja, das spiegelt das wieder, was ich wollte. Aber ich glaube eben, diese Arbeit und das ist glaube ich das, was ihr auch als Studenten, glaube ich, habt ganz viel, ich sage dazu immer Schwarzbrotarbeit, also ist immer so viel, man muss so viel machen, so viel aufbereiten und so viel und ich glaube, da kann KI echt gut unterstützen, sodass ihr den Kopf frei habt, um wirklich das Wesentliche zu machen, wirklich das Modell am Ende wirklich sauber zu bauen, eben vielleicht auch die Zeit zu nutzen, wirklich ein Rendering auch zu lernen, Materialien zu verstehen, anstatt immer damit beschäftigt zu sein, irgendwie dieses Schwarzbrot zu machen. Und das ist, glaube ich, da habt ihr jetzt echt einen guten Vorteil, dass KI eben noch nicht die Bandbreite hat, weil das hat mich einfach interessiert, weil wenn es irgendwann der Punkt ist, glaube ich, dass Studenten, also dass Professoren checken oder auch die Uni checkt, was geht, dann wird aus meiner Sicht, glaube ich, wird das Niveau so angehoben, dass ich dann erst wieder anfangen, Schwarzbrot zu produzieren und das andere einfach von Standard vorausgesetzt wird und das wird dann schwierig.
Deswegen habt ihr jetzt, glaube ich, den großen Vorteil, deswegen super interessant, dass es da einfach schon super viele Tools auch gibt, die euch helfen, finde ich super. Und sonst, also wie gesagt Technik, klar und fachmäßig, wo ist da so die größte Herausforderung jetzt im dritten Semester? Fachmäßig, also vom Modul her oder von den, also von den Kenntnissen sozusagen? Ja fachlich, also genau, also nicht Kenntnisse, Kenntnisse hat grundlegend, glaube ich, kein Student, sondern es geht darum, dass die Kenntnisse erlernen, sondern tatsächlich fachlich, also wo ist jetzt so der Schwerpunkt einerseits?
Ich glaube, so Schwerpunkt wird ja in der Baukonstruktion gemacht, wo sitzt man gerade und im Entwurf und dann kommen halt immer so Fächer dazu, die man sagt, jetzt im dritten Semester, das nervt richtig. Ja, also das ist alles, klar gibt es irgendwie Module, die einem besser gefallen und die einem besser liegen als andere, das ist natürlich so, wir haben im Moment zum Beispiel Baummanagement, irgendwelche Rechnungen rauf und runter, also das ist ganz normal, glaube ich, da muss man, glaube ich, einfach durch so, das gehört dazu und da nimmt man trotzdem total viel mit, das erbringt manchmal auch Spaß, aber in manchen Situationen ist es einfach, also ja, dauert es auch einfach wirklich, aber ich glaube, das ist auch bei jedem unterschiedlich, also es gibt bestimmt Leute, denen das besser liegt und denen das besser liegt, das ist ganz individuell. Architektur ja auch so breit, ne, also klar, Entwurf und Gestaltung und so, das ist der einen liegt mehr Gestaltung, dem anderen mehr Entwurf und dem anderen wieder mehr Baukonstruktion, das schon. Welches Thema habt ihr jetzt gerade in Baukonstruktion?
Das ist uns tatsächlich freigestellt, also wir haben, wir hatten im zweiten Semester eigentlich Massivbau, da war ich jetzt so die Ausnahme, sozusagen, ich, ja, hab ein Holzrahmenbau gemacht, genau, im ersten Semester war es auch noch ganz, ganz frei, da haben wir, ja, wenig Richtung Konstruktion gemacht, sondern eher das Entwurfliche, genau, und jetzt im dritten Semester ist es freigestellt, also jeder, jeder plant irgendwie mit den Materialien, die er möchte, es ist, wir haben ein festes Projekt, was, also wir planen Kaffee im Stadtpark hier in Lübeck, und da ist, also es ist halt individuell auf den Entwurf dann, was, ja. Okay, ja, weil das wäre jetzt so mal das erste, wo man mal so kontra, also ich müsste jetzt auch lügen, wie lange das bei mir her ist mit Studium, aber es ist schon, also zehn Jahre auf jeden Fall, das ist schon ein Unterschied, also wir hatten tatsächlich, Baukonstruktiv war so, deswegen frag dich extra da rein, wir hatten tatsächlich eine relativ rote Linie, also wir einfach sagen, das ist so die Thematik, die sich so in der Baukonstruktion erweitert, also ich glaube, ich muss jetzt, wie im ersten Semester weiß ich es gar nicht so ganz genau, das war eher so Findungsphase, und mal hier Bleistift gerade halten, und wie macht man denn, und ich kann mich gut an, also auch da, ich finde es total spannend, weil bei mir war es zum Beispiel so, bei Gestalten, ich hatte immer gedacht, ich kann nicht zeichnen, also zeichnen im Sinne von gestalterisch zeichnen, das lag mir nie, was ich aber im Studium festgestellt habe, da würde jetzt meine nächste Frage auch hingehen, was ich im Studium festgestellt habe war, wenn man mir das Werkzeug zeigt, also zeigt, wie ich etwas tue, auf einmal merke ich, ach so, ja dann geht das, also so bestes Beispiel war für mich Perspektiven zeichnen, so das habe ich immer vor meinem Studium, wenn ich mal irgendwie was Perspektive zeichne, sehr technisch gemacht, hier am Fluchtpunkt, so wie man es in der Schule gelernt hat, lineal und dann, aber mir fehlte die Transformation, also das Gesehene aufs Blatt Papier zu bringen, und ich weiß nicht, ob das heute noch mitgemacht wird, da geht es immer, wenn man auf einem Platz sitzt, kann man immer seinen Bleistift mit ausgestrecktem Arm halten, und dann immer die Maße nehmen, und als ich das gemacht habe, und mir wirklich Zeit dafür genommen habe, auf einmal war mein Bild so exakt gut, weil die Proportionen passen, und durch die Proportionen auf dem Bild, ist das Bild einfach schöner und reeller gewesen, als wie, ich habe es mir irgendwie ausgedacht, und das war so ein prägendes Beispiel, wo ich gemerkt habe, wenn mir jemand zeigt, wie etwas geht, also das Handwerkzeug legt, dann kann ich es auf einmal, ist das heute auch noch so? Ja, auf jeden Fall, ich glaube, deswegen ist es tatsächlich auch konstruktiv so freigestellt sozusagen, aneignen kann man sich das immer irgendwie, also das Konstruktive, ich glaube dieses Entwurfliche ist irgendwie so ein bisschen die Schwierigkeit, wie geht man daran, was möchte man betonen, was möchte man überhaupt erreichen sozusagen mit seinem Raum? Finde ich super spannend, weil das ist genau anders als bei uns, also man hat bei uns sehr sehr viel Wert auf konstruktiv gelegt, deswegen sage ich, das war so der rote Faden, ich glaube, das erste Semester war so eine Findungsphase, aber das zweite Semester war dann so klassisch, zweischaliges Mauerwerk, wie sehen da die Anschlüsse aus, Attica, Troph Detail, also Satteldach, dann war drittes Semester bei uns Holzbau, ganz klar, also war so Holzrahmbau, Holzmassivbau, das haben wir dann gehabt und viertes Semester war dann, muss ich noch mal überlegen, weiß ich jetzt gar nicht mehr genau, aber fünftes Semester war erst bei uns, wo wir sagen, jetzt können wir uns das aussuchen, also ich finde beide Herangehensweisen irgendwie wichtig und gut, ich finde aber auch toll, dass man einfach so frei ist im Moment und das aneignet, weil das waren auch zum Beispiel meine Schwierigkeiten, wo ich einfach sage, eine Baukonstruktion, genau das, was du jetzt sagtest und was ihr im Studium jetzt habt, ist ja kein auswendig lernen, so ich kann ein zweischaliges Mauerwerk nicht, es gibt nicht ein Detail dafür, sondern es gibt ja unterschiedlichste Arten und ich finde gut, dass man euch das beibringt, dass man sagt, mach doch den Entwurf und kümmere dich dann um die Baukonstruktion, weil ich habe relativ schnell gemerkt, dadurch, dass ich sehr technisch bin, ich habe mich dann sehr an der Baukonstruktion festgehalten und gesagt, okay, ich habe es jetzt baukonstruktiv gelöst und mein Entwurf muss eigentlich darauf reagieren und das war sehr, sehr schwierig und wurde mir auch immer wieder vorgehalten, immer positiv, aber es wurde immer gesagt, naja, dein Entwurf, den kann man ja bauen, ja, aber dafür sind wir ja ange- aber ich wusste natürlich umgekehrt, was sie damit meinen, ich war gar nicht so frei und konnte entwerfen, so ich sag mal so, den fliegenden Parkplatz und mich dann danach kümmern, wie ich das denn dann gründe, ich habe mich erst um die Gründung gekümmert, okay, mach erst mal ein Fundament und dann können wir überlegen, was habe ich denn, das hat mich sehr eingeschränkt in meinen Entwürfen immer, man darf nur beides nicht aus den Augen lassen, also ich glaube, das Gleichgewicht ist so wichtig.
Ja, genau, genau, da habe ich auch gerade so ein bisschen die Schwierigkeit, dass ich einfach jetzt im dritten Semester immer noch merke, wo, also da hakt es dann irgendwie immer noch in der Baukonstruktion und dass ich mir immer noch nicht sicher bin, okay, wie darf ich das jetzt, geht das jetzt so, funktioniert das so, aber ich glaube, das kommt auch einfach dann mit der Übung, also. Ja, genau und was ich, also das kann ich dir nur mitgeben, was ich echt so über die Zeit, ich finde es zwar wichtig, konstruktiv zu, also man Detail zu sehen, wie man grundsätzlich was löst, ganz, ganz wichtig, aber genau richtig, am Ende gibt es für alles irgendwie ein Detail und das kann man sich auch aneignen und am Ende wird man dann auch im Büro relativ schnell ernüchternd feststellen, das machen wir auch nicht anders, hat man irgendwann auch seinen Standard gefunden und versucht, diesen Standard auch zu machen und ist eigentlich beim Entwurf immer dann nur an einem Detail dran, wo man sagt, okay, das löse ich jetzt mal, aber man löst nicht alle Details, weil das schafft man gar nicht, aber ich glaube, am Ende, egal was man in der Baukonstruktion, im Studium jetzt, nur im Studium konstruktiv versucht zu lösen, am Ende schränken ein nachher im echten Leben so viel Sachen ein, wie DIN-Norm etc., die man jetzt alle gar nicht beachten muss, wo man sich denkt, warum lerne ich das Detail jetzt? Das macht keinen Sinn, weil sobald ich es ein bisschen abwandle, habe ich wieder mit der DIN-Norm zu tun, die kenne ich gar nicht, deswegen, ich glaube, der Weg, den du jetzt gehst, ist, glaube ich, aus meiner Sicht der Richtige, auch wenn ich mich da eigentlich gar nicht werten will, weil ich glaube, ich bin auch am Ende irgendwie groß geworden, aber ich glaube, der Weg ist der Richtige, also sich frei zu machen, wirklich zu sagen, ich entwerfe und fange dann an, zu reduzieren und zu sagen, okay, das geht dann nicht oder ich finde dafür eine andere Lösung, als von vornherein sich einzuschränken und dann nicht weiterzukommen in den Entwurf. Also ich merke das jetzt einfach in anderen Punkten, nicht bei der Architektur, aber wir hatten ja in dem anderen Podcast auch über das Unternehmen gesprochen und ich merke einfach, je freier man sich macht, desto eher kommt man damit klar, etwas zu reduzieren, als wenn man sich vorher Schranken gebaut hat und gesagt, okay, da kann ich nicht rüber und dann gehe ich woanders hin und sehe aber gar nicht, was dahinter ist.
Ja, genau, auf jeden Fall. Ich muss auch sagen, mir gefällt das total gut so. Ich bin auch echt froh darüber, dass es bei uns jetzt so ist. Ich glaube, das ist nicht in jedem Semester so.
Okay. Ja, genau, aber also wir fahren eigentlich alle ganz gut damit, deswegen. Wieso generell das Klima jetzt in der Uni, also ich kann da auch von mir noch mal berichten, aber wieso generell dein Eindruck, ist das eher, also wird man da gut angenommen? Gibt es da viel, also Kommunitoren untereinander Arbeit oder ist das sehr, wir haben ja auch, ich sage mal, das böse Wort Corona ja auch hinter uns, also ist das alles so ein bisschen zurückgezogen und merkt man das auch noch in der Uni.
Wieso das Leben da jetzt an der Uni so als Student? Ja, ja. Ja, ich, also jetzt innerhalb des Semesters, würde ich sagen, ich bin von Anfang an dabei. Wir haben eine sehr gute Bindung, würde ich sagen.
Es funktioniert echt, echt gut. Und auch so von Corona, finde ich, merkt man nicht mehr so viel. Jetzt zum Beispiel außerhalb von dem, ja von der Uni sozusagen, finde ich schon irgendwie, dass es, die Veranstaltungen werden irgendwie nicht mehr so viel besucht. Also jetzt wieder das Beispiel von meiner Schwester, die hatten irgendwie Veranstaltungen, die wir heute gar nicht mehr haben, weil die über Corona einfach weggefallen sind.
Auch noch mal witzig, also genau da ist der Corona, ja, genau, genau. Und ja, es haben auch so, also zum Beispiel, was ja noch so ein Punkt war, ich weiß jetzt nicht, ob das direkt was zu der Frage, also was mit der Frage zu tun hat. Wir hatten ja kein, also wir sind nicht mit dem NC an die Hochschule gegangen, sondern wir hatten ja einen Eignungstest. Ja, das hab ich tatsächlich durch unseren jetzt neuen Werkstudenten festgestellt, der ja jetzt gerade in diesem Auswahlprozess war, der auch gesagt hat, das gibt jetzt einen Eignungstest.
Also ich wüsste jetzt noch nicht mal, bei uns gab es noch nicht mal einen NC, also als ich kam. Also es war tatsächlich so, man hat zwar geguckt, passt das so notentechnisch und so und es gab natürlich, man wurde immer gesagt, naja, es werden nur die Besten genommen, aber ich würde jetzt mal behaupten, ich meine, wenn sie 30 nehmen und sich 25 bewerben, müssen sie alle nehmen. Also so war es ein bisschen bei uns. Dann weiß ich, habe ich das mitbekommen, am Ende meiner Zeit war dann irgendwann auch dieses NC-Thema, also waren wahrscheinlich genug da, hat man das über Noten gemacht und das ist jetzt komplett weg?
Genau, es ist komplett weg. Also es ist nur noch, genau, man hat online, kann man sich irgendwie bewerben und dann gibt es eine Aufgabe, das ist auch immer unterschiedlich, die reicht man dann auch online, also digital ein und dann wird man noch mal in die zweite Stufe eingeladen, ist dann noch mal so ein Präsenztest und noch mal ein Gespräch und dann bekommst du irgendwie Bescheid, ob das passt und das, also ich fand das total super, mir hat das total gut gefallen. Ja, das ist ja totaler Aufwand, also wenn man überlegt, das ist ja von Verwaltung, ich gucke mir eine Zahl, also von gar nichts bis, ich gucke mir eine Zahl an, passt die Zahl ja oder nein, bis hin zu einem wirklichen Auswahlverfahren, was ja echt, das ist ja anspruchsvoll, also schon zeitlich, also für die gegenüberliegende Stelle, wo man sagt, okay, man muss sich damit beschäftigen, man muss eine Aufgabe machen, man muss die Aufgabe werten, das ist ja schon echt viel, aber das bedeutet ja, also aus meiner Sicht, die Qualität der Studenten, würde ich jetzt mal behaupten, ohne das jetzt nachvollziehen zu können, muss damit ja steigen, automatisch. Ja, genau und das Gefühl hatte ich auch und das spannt jetzt wieder den Bogen rüber sozusagen, in dem Sinne finde ich, es ist ja, gefällt mir, wie wir da aufgenommen wurden sozusagen, dass es einfach individuell auch bewertet wurde und jetzt also NC sagt heute nichts mehr aus, es machen so viele Leute ab, es geht so viel von der Schule aus, also das ist, genau deswegen, ja, finde ich, das finde ich total gut und auch so, ich finde, wir haben zu unseren Professorinnen ein sehr gutes oder ja doch ein sehr angenehmes Verhältnis, es ist jetzt niemand dabei, wo ich sagen würde, oh Gott, den kann ich gar nicht ab, das also überhaupt nicht, es ist alles auf wirklich ner netten, ja, netten tollen Ebene, das ist, ja, da habe ich, da war ich total überrascht und begeistert von, jetzt von, also vom Schritt her von der Schule, ja, das, ja, das klingt total toll, weil ich, also genau das war mein Gefühl, als ich studiert habe nicht, sind meine Voraussetzungen ein bisschen andere gewesen, also ich bin nicht der klassische Student, sondern ich hatte irgendwie schon gearbeitet und musste, wollte das so schnell wie möglich machen, das heißt, es war jetzt auch nicht die Zeit zum Freunde finden, sondern eher zum ich schnell studieren, merkt man ganz schnell, dann, wenn man in Regelstudienzeit studiert, werden die Leute immer weniger, das ist dann einfach so, aber trotzdem kann ich die Parallelen ziehen und kann durchaus feststellen, also wir haben schon mehr, ich sage jetzt mal, ich weiß nicht, was ich studieren will, Studenten gehabt, ja, und das bei so einem Auswahlverfahren habe ich das nicht und ich glaube, wenn ich in meinem Studium mehr gehabt hätte, die das wirklich wollten, also sagen, ich studiere Architektur, weil ich das wirklich will und ich stelle mich diesem Auswahlverfahren, ich glaube, dann wäre auch mein Studium anders gewesen, weil man sich anders hätte austauschen können, also ich, also ich hatte ganz viele, weiß ich noch, Hamburger Studenten, die einfach nur in Lübeck studiert haben, um einen Wartesemester NC, schießt mich tot, zu überbrücken, um an der HCU angenommen zu werden, das weiß ich noch, das waren super anstrengende Studenten für mich, also Kommilitonen, weil ich einfach sage, die haben eigentlich keine Lust hier, die wollen eigentlich gar nicht hier, dann kann ich mich noch an eine erinnern, die war so, die war total niedergeschlagen noch, weil sie sich eigentlich an der Kunsthochschule in Berlin beworben hat, eine Absage hat und das jetzt so die Notlösung war, wenn ich mir angucke, waren bestimmt 50 Prozent meiner Kommilitonen, ich meine, 35 Leute, die Hälfte davon, wenn man die so gefragt hat, war das alles so zweite Wahl und das hat man gemerkt, das hat die Qualität des Studiums und was ich gut finde, was du jetzt auch gesagt hast, ist so, dass ihr auch ein gutes Verhältnis mit den Professoren haben und das, wenn man, also wenn man das einfach mal hintereinander weg, man sagt, okay, man 50 Prozent der Klasse des Semesters hat eigentlich gar keinen Bock, das spiegelt auch beim Professor wieder und damit hat man einfach auch nicht das Verhältnis mit den Professoren, was man vielleicht gerne hätte, deswegen glaube ich schon, dass das im Vergleich zu meinem Studium, glaube ich, tausendmal angenehmer ist, heute zu studieren, also wenn man das wirklich will, mit dem Umfeld als wie damals, gar keine Frage und das merkst du jetzt auch schon im Vergleich zu deiner Schwester, also ist das in ihrem Semester auch so?
Da weiß ich gar nicht genau, ehrlich gesagt, jetzt zu den Leuten, zu denen ich Kontakt habe aus höheren Semestern, die sind, die sind alle total motiviert und begeistert. Ja, das kann ich gar nicht genau sagen, ehrlich gesagt. Es ist wirklich, weiß ich nicht, ich merke das aber jetzt also wirklich mit dieser Schwelle, dass man diesen Eignungstest erst mal machen muss. Das ist schon viel wert, ne?
Ja, auf jeden Fall. Ja, das glaube ich, dass das viel gemacht hat in der Uni, ist gut, soll aber hoffentlich ja nicht abschrecken, dass ich nicht noch mehr auch bewerben, also ich hoffe ja, der ist machbar. Ich glaube, deswegen sage ich, also wir haben hier auch so das Credo, ich nehme auch immer viel in die Angst, wenn sie sich dann auch hier bewerben, mir sind Noten auch sowas von egal, weil mir geht es genau darum, was wir hier gerade so ein bisschen rausgekitzelt haben, geht es um die innere Einstellung und hat jemand schon so dieses, hat jemand schon verstanden, dass er das wirklich machen will, das ist jetzt einmal im Studium, klar, aber weitertransformiert ist es für mich in der Arbeit ganz ganz wichtig, dass wenn jemand wirklich angekommen ist, sagt ich weiß jetzt, was ich will, ich habe mich vielleicht auch schon ausprobiert, ich war schon in acht Büros zum Beispiel, das ist für mich erst mal kein Hinderungsgrund, warum warst du in acht Büros, bleib doch in einem, ist für mich erst mal gut, wenn er jetzt aber mir oder sie mir das Gefühl gibt, jetzt weiß ich, was ich will, das ist jetzt wirklich, jetzt bin ich angekommen und das merkt man relativ schnell, dann ist das für mich viel mehr wert als irgendwelche Noten, weil das eben genau das dann auch ausmacht, wenn wir hier miteinander sind, das Miteinander, weil ich dann einfach ein anderes Gefühl habe, du studierst ja wahrscheinlich auch ganz anders, weil das Miteinander ganz anders ist, also für mich war Uni immer so, ich hab geguckt, muss ich da hin, Pflichtveranstaltung, nein, oh der Professor hat schon online, das wäre jetzt gleich meine nächste Frage, hat schon online angeboten, oh ich bleib zu Hause, weil für mich war Uni wirklich nur Pflichtveranstaltung, es war nicht, so ich hab das bei mir immer darauf geschoben, ich war auch anders, weil ich halt einfach anders studiert hab, es gab bestimmt welche, die haben Uni auch als ihr Wohnzimmer gesehen, bestimmt, aber ich hätte glaube ich, das mehr angenommen, wenn es mehr wäre wie bei dir, dieses, die wollen das wirklich alle und man tauscht sich aus und das war bei uns kaum tatsächlich, genau aber gibt's, also jetzt wäre jetzt meine Frage gewesen, gibt es, hat sich das ein bisschen verändert, so dieses Remote, jetzt auch gerade nach der Corona, ist das beigeblieben oder hat man das wieder runtergefahren? Teils, teils, also ich finde es kommt sehr auf die Module an, manche Professorinnen machen das, manche nicht, wir haben das zum Beispiel in einem Modul, es gibt die Vorlesungen vor Ort, die werden aber alle aufgezeichnet und auch nochmal im Lernraum, heißt das bei uns, hochgeladen sozusagen und das ist schon ganz angenehm, sich das nochmal angucken zu können oder gerade auch wenn man mal krank war oder so, dass man wirklich alles nochmal hat, genau und sonst, ja nee, es ist eigentlich vieles auch vor Ort, ich finde manche Gespräche oder so, falls nochmal irgendwas dazwischen kommt, ist dann auch digital, aber nee, das meiste ist eigentlich vor Ort, das finde ich aber auch angenehm, also ich finde, mir fällt es viel leichter irgendwo wirklich hinzufahren, da was zu machen.
Das ist vielleicht auch ein Teil der Strategie, weil ich auch, das war natürlich gut für mich, ich gehe da eh nicht so gerne hin, aber am Ende hat es das auch nicht befördert, dass man eben, ich glaube auch, das ist auch bei vielen Arbeiten so, ich glaube manchmal muss man auch gezwungen werden, miteinander zu tun, also ich will jetzt nicht politisch werden, aber es ist in der Politik ja auch nicht anders, ich meine, man kann sich manche Sachen nicht aussuchen, man muss manchmal miteinander etwas versuchen zu erreichen und ich glaube dann merkt man erst, ach Mensch, macht ja doch Spaß und wenn man eben, deswegen will ich das gar nicht schlecht werden, wenn wenig remote gemacht wird. Wir hier im Büro leben das auch so, dass ich eigentlich an die eigene, an das eigene Wollen appelliere, hier zu sein, weil ich hier einfach tausendmal mehr mitbekommen, tausendmal mehr Emotionen wahrnehme, weiß, ach Mensch, dem anderen geht es heute nicht so gut, dem nehme ich jetzt was ab oder, oder, oder, als dauerhaft remote zu arbeiten, was man heute glaube ich auch könnte, aber dann geht halt so viel verloren. Ja, auf jeden Fall. Wir sind schon relativ weit am Ende unserer Folge, wir haben, ich habe jetzt noch eine Frage, weil das mir quasi im Büro hier so ein bisschen auch, also wir sind ja sehr, sehr nachhaltig aufgestellt, ist das tatsächlich auch mittlerweile ein Thema an der TH, ich hole noch mal kurz ein bisschen aus, also in Süddeutschland ist das völlig gang und gäbe, Nachhaltigkeit, deswegen ich weiß nicht, wer alles zuhört, wenn das nur Leute aus Schleswig-Holstein sind, werden sie mich jetzt verstehen, wenn Leute aus Süddeutschland sind, werden sie wahrscheinlich gleich einen Schock kriegen, hier in Schleswig-Holstein ist das einfach null angekommen, also gar nicht, also wir ringen im Moment mit Aufträgen, wo wirklich öffentliche Hände zu uns kommen und sagen, wir finden keinen, also es ist wirklich ganz, ganz doll, dass es hier einfach auch erstens keine Büros gibt, die das wirklich, ich sag mal, im Kleinen machen, also wir haben in Hamburg natürlich große Büros, die Nachhaltigkeit machen, wir haben hier in Lübeck auch eins MNP, Grüße gehen raus, falls Sie es hören, die machen natürlich auch große Nachhaltigkeitsprojekte, aber wir haben ja nicht nur Großprojekte und ich weiß halt, Nachhaltigkeit rein kalkulatorisch lohnt sich echt erst, wenn es richtig groß ist und wir haben uns halt eben aufgestellt, wir würden halt alles, also wir machen so ein bisschen alles, was nicht groß ist, so, aber das muss auch irgendwann machen und das merkt man, das wird angenommen, aber eben nicht in letzter Konsequenz, also viele haben das Thema noch nicht irgendwie drauf, jetzt hoffe ich natürlich, dass es in der Uni zumindest einerseits von euch Studenten eingefordert wird, weil einfach wir oder ihr, ihr mehr als ich die Generation seid, wo ich einfach sage, die haben ein Auge da drauf, die wollen das, das Ding geht es irgendwie auch um deren eigene Zukunft, das ist bei mir schon verankert, ich hoffe dann bei euch noch viel mehr, dass ihr das einfordert und die Frage ist, ist es tatsächlich in der Uni auch schon so angekommen, dass das immer ein Teil ist, also um das abzuschließen, damit du die Frage dann auch beantworten kannst, es ist ja mittlerweile tatsächlich ja sogar ein Grundrecht, ja, auf Nachhaltigkeit, auf so und aus meiner Sicht, wenn es ein Grundrecht ist, dann kann ich in keinem Aspekt, auch in der Uni, in keinem Aspekt das außen vor lassen, das ist wie, ich muss auf einem Papier zeichnen, dann muss ich auf einem Papier zeichnen, also und wenn ich etwas entwerfe, dann muss ich zumindest einmal geprüft haben, wie nach, nicht ob es 100 Prozent, aber wie nachhaltig es ist, wird das gemacht?
Also an sich wird da schon glaube ich sehr stark drauf geachtet, auch von den Studenten her, Studenten, das ist doch, das merkt man schon, vor allem auch die Generation einfach, also wir wollen es auch, man merkt das alle, alle wollen das irgendwie, es ist jetzt niemand, der irgendwie sagt so, ja hier, ist mir total egal, das gibt es eigentlich gar nicht, wir haben, also ja auch vom Information, also vom Inhalt her, habe ich schon das Gefühl, dass es auch mehr wird, dass man mehr über nachhaltige Baustoffe zum Beispiel lernt, über ja, baufysik technisch, also solche Sachen auf jeden Fall, ich würde jetzt aber nicht sagen, dass es immer, also dass alle Entwürfe noch mal geprüft werden oder dass über, also klar, schaut man, wie ist die Nachhaltigkeit hier und so, aber es ist jetzt nicht, dass man, ja das ist irgendwie wichtig, also schon Bestandteil, aber jetzt nicht essenziell glaube ich. Okay, das, für die Thematik soll das reichen, würde mich jetzt aber zu der Überleitung führen, ich würde dich liebend gerne noch mal zu einem Podcast einladen, weil ich glaube, es haben wir viel über Studium geredet, ich merke, du hast echt tolle Ansichten und viele Ansichten, die weit in die Architektur hineingehen und eben auch Nachhaltigkeit, deswegen möchte ich fragen, ob du noch mal wiederkommst, dass wir irgendwie da drüber noch mal quatschen können, dass wir irgendwie da auch den Austausch haben, denn wie gesagt, wie ich ja schon eingangs oder generell sage, ich finde immer junge Leute, ihr habt einfach, ihr habt ein Wort und ihr müsst was sagen, weil es ist einfach, wie auch in der Uni, ihr müsst es einfordern, so und nur wenn ihr einfordert, dann kommt auch was und das ist so, und wir wollen die Plattform nutzen, um eben genau das auch eben einzufordern und zu gucken. Also, würdest du noch mal kommen? Ja, sehr gerne.
Schön, dann bis bald. Ja, bis bald. Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck.
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