Architektur Stammtisch · Folge 10

Folge 10 - Fördermöglichkeiten (mit Finanzberater Torben Struck)

Datum: 2025-02-28 · Dauer: 00:36:40 · alle Folgen
Folge 10 - Fördermöglichkeiten (mit Finanzberater Torben Struck) - Cover

Show-Notes

Immer auf dem neuesten Stand in der Förderlandschaft? Wir sprechen mit Torben, Finanzberater und Immobilienbegleiter, über die aktuellen Trends und Veränderungen in der Förderlandschaft. Von KfW-Krediten bis hin zu Sanierungsfahrplänen - wir klären auf, was wirklich wichtig ist und wie Sie als Bauherr oder Immobilienbesitzer davon profitieren können. Ein informativer und unterhaltsamer Podcast für alle, die sich für Immobilien und Finanzen interessieren!


Torben Struck: finanzberatung-struck.de

Bauherren Sprechstunde buchen: calendly.com (oder digital)

Unsere Website: rtarchitektur.com

Volltranskript · 7.728 Wörter · automatisch via Whisper.cpp transkribiert

Willkommen zum Architekturstammtisch. Heute sprechen wir mit Torben, Finanzberater und Immobilienbegleiter mit 16 Jahren Erfahrung. Er gibt uns einen Blick in die aktuelle Förderlandschaft und teilt seine Expertise mit uns. In dieser Folge sprechen wir unter anderem über die Zukunft der KfW-Kredite, die Herausforderungen der Sanierung und die Veränderungen der Förderlandschaft.

Torben wird uns durch die komplexe Welt der Förderprogramme führen und uns zeigen, wie wir als Bauherrn und Immobilienbesitzer davon profitieren können. Also hör rein, viel Spaß! Ja, herzlich willkommen bei RT Architektur hier bei uns in unseren Räumen. Wir haben heute ein relativ spannendes Thema.

Wir haben Torben eingeladen. Torben ist Finanzberater, Immobilienbegleiter und sitzt auch bei uns hier im Büro einmal die Woche zur Bauherrnsprechstunde und die nutzen wir direkt und sagen, weißt du was Torben, komm zu uns im Podcast und erzähl uns einfach direkt, was ist gerade der heiße Shit draußen in der Förderlandschaft. Ja, moin erstmal auch von mir. Vielen Dank, dass ich da sein darf.

Ich bin ja begeisterter Zuhörer schon und freue mich, dass ich jetzt auch mal hier mein Senf dazugeben kann quasi. Sehr schön. Genau, also welche Trends oder Veränderungen siehst du denn derzeit in der Förderlandschaft? Also was gibt es gerade, was ist da?

Also was bei allen Banken und auch bei allen Fördermöglichkeiten natürlich immer im Vordergrund steht ist aktuell Energie. Also energetische Maßnahmen, Nachhaltigkeit, das sind die Themen, das sind auch die Themen, die den Kunden interessieren. Die Bauherren gucken da drauf, was sind die Folgekosten an Immobilie und so weiter und das merkt man ganz stark. Also die Banken sind da auch im Bereich der Rabattierung unterwegs, wenn man eben besonders energieeffizient baut und so weiter und das ist so das, was uns als Immobilienmitglieder, Finanzierungsberater gerade so umtreibt.

Green, alles green. Also bei der Bank heißt alles green jetzt. Okay, es heißt alles green. Aber wird denn tatsächlich Nachhaltigkeit, also energetische Sanierung ist ja das eine, also da können wir natürlich auch lange drüber sprechen, was ist wirklich am Ende energetisch, was ist nachhaltig, was ist eher energetisch, was ist eher nachhaltig, aber weil du sagst, das hat alles zu den green Stempel und den grün Stempel, werden solche Zertifikate wirklich von den Banken abgefordert oder ist das eigentlich nur so ein green washing, weil man sagt, du hast die Heizung ausgetauscht und damit ist das ganze Ding super ökologisch?

Also es ist tatsächlich so, dass man mittlerweile bei jeder Finanzierung einen Energieausweis mit einreichen muss, einen auch noch gültigen, wieder eine Überraschung, aber er muss auch noch gültig sein, ob es nun im Neubau ist, im Bestand oder eben bei einer Sanierung dann passiert und die Banken sind verpflichtet ihr Portfolio grüner zu bekommen, nenn ich es mal, also bessere Energieeffizienzklassen zu haben und deswegen sind die da sehr stark interessiert und machen auch sehr viel in Sachen Modernisierung, besondere Kredite dafür und so weiter. Also die Banken sind da schon, doch die prüfen das schon, gucken sich das schon auch an. Genau, jetzt können wir aus meiner Zeit sprechen, als ich damals mein Kredit gemacht haben, da war ja die KfW Bank relativ, also die Investitionsbank relativ stark am Markt, ist glaube ich nichts anderes als KfW Kredite, KfW 55, KfW 40, KfW 40 plus, das waren so die drei gängigen großen Kredite und großen Förderungen, die waren ja wirklich groß, also ich glaube bei KfW 40 plus waren es 15.000 Euro, die man bekommen hat, selbst das Baukindergeld, was es damals gab, war von der KfW, also es war ja alles irgendwie KfW gesteuert, ist das heute noch so oder ist das? Also tatsächlich sind die Förderungen, die es aktuell noch gibt, kommen auch im Kreditbereich von der KfW, es hat sich ein bisschen eingedampft, möchte ich mal sagen, es gibt nicht mehr ganz so viele Sachen, es gibt das Wohneigentumsprogramm, was ich halt immer bekomme, wenn ich für mich selber Eigentum baue oder kaufe, relativ einfach, gibt es keine Anforderungen, nur dass es eben selbst genutzt sein muss, dann gibt es eben das energetische Bauen, also die Kredite, die eben für besonders klimafreundliche Gebäude dann sind, da gibt es ja verschiedene Abstufungen, die ich dann habe, klimafreundlicher Neubau nach BEG und so weiter, und dann hört es aber so langsam auch schon auf, es gibt jetzt relativ neu das Wohneigentum für Familien, wenn sich Familien dazu entschließen zu bauen, gibt es eben die Möglichkeit, wenn das Einkommen stimmt, es muss mindestens ein Kind im Haushalt sein, dann gibt es da einen günstigen Kredit und ganz neu gibt es jetzt das KfW "Jung kauft alt", heißt das dann, was eben bedeutet, ich kaufe mehr als junge Familie, auch da brauche ich wieder mindestens ein Kind im Haushalt und ich darf nicht über bestimmte Einkommensgrenzen kommen, eine Immobilie, die in G oder H im Energieeffizienzstandard ist, und saniere die tatsächlich komplett zum Effizienzhaus.

Dann kriege ich auch einen wirklich guten Kredit. Das ist ja echt selten, also die Konstellation ist ja wirklich so so h-Nadel-scharf geschrieben, also hast du so einen, also jetzt mal, also jetzt ist der relativ neu, aber hast du so einen Kredit schon vergeben? Also wir haben schon ein, zwei Kunden gehabt, die zumindest da reingepasst hätten, was so die, was das Einkommen angeht, auch das ist relativ niedrig, mit einem Kind darf man 90.000 Euro zu versteuerndes Einkommen, okay, ist, wir sind ja nun hier im übrigen Hamburger Raum, da muss man schon sagen, Immobilien kosten ja hier vielleicht auch ein bisschen mehr, Sanierungen noch dazu, dann muss ich schon gucken, kann ich mir mit dem zu versteuernden Einkommen überhaupt dann die Finanzierung leisten, es gibt aber natürlich Fälle, gerade wenn jemand in Elternzeit war, dann ist natürlich das zu versteuernde Einkommen ein bisschen kleiner und dann kann ich natürlich schon diese Grenze hinbekommen, aber es ist dann meist direkt an dieser Sanierung dann gescheitert, weil einfach der Aufwand viel zu hoch ist, die KfW hat eine Zeitvorgabe, man muss das innerhalb von viereinhalb Jahren machen, keiner weiß warum es jetzt 54 Monate sind, warum die, also warum die 56, genau, warum konnten die das nicht haben, sie haben gesagt 54 Monate sind das, dann müsste das fertig haben, dann muss es nachgewiesen werden, so richtig klar ist leider auch noch nicht, was passiert, wenn ich das nicht gemacht habe, also wenn die KfW nach viereinhalb Jahren kommt und sagt, du hast nicht saniert, wird der Kreditrück abgewickelt, muss ich eine Strafe zahlen, das ist alles noch so ein bisschen, genau, also halten sich noch viele Banken auch von fern, muss man sagen, aber jetzt wenn du sagst, die haben zwar gehaltlich da reingepasst, ich habe es jetzt eher aus dem Blick als Architekt baulich gesehen, also ich denke mir so, also eine junge Familie, die jetzt ein Kind hat, ich sag mal die Einkommensgrenze hat, kauft wirklich ein altes Haus, mir geht es gar nicht darum, dass sie ein altes Haus kaufen, davon gibt es relativ viele tatsächlich, habe ich auch immer wieder, aber von GH auf Effizienzhaus umbauen, also das ist schon, also das hat mit Liebhaberei schon nichts mehr zu tun, das ist schon wirklich, das ist echt massiv Arbeit und da reichen auch, ich sage jetzt mal, egal welches Haus ich nehme, 200.000 Euro nicht aus, ja also das ist einfach echt viel Kohle, die ich dann nehmen muss, um dieses Haus auf den Effizienzhaus Standard zu bekommen, ich würde fast behaupten, ohne jetzt genau durchgerechnet zu haben, da ist ein Neubau fast billiger. Das kommt im Endeffekt wahrscheinlich darauf.

Und das ist so, also das sind ja dann wirklich, dann habe ich wieder eine Einschränkung, das sind dann wieder junge Familien, die kein Grundstück finden, die zwar ein altes Haus finden, aber dann eigentlich mehr Geld aufnehmen müssen, um eben genau da reinzupassen. Also ich werde jetzt wieder ein bisschen politisch, irgendwie so ein bisschen an der Bevölkerung vorbei gefördert, würde ich behaupten, oder? Ja, so ein bisschen fragen wir uns das auch, oder auch die Banken merkt man das ehrlicherweise auch, die Bank nimmt ja die KfW darin und leitet sie an den Kunden durch quasi, und ganz viele bieten das erst mal gar nicht an, weil sie sagen, ist die Nachfrage gar nicht da dafür, machen wir nicht, und uns ist das alles zu unsicher. Und ja, das ist so ein bisschen, muss man sagen, an dem, was ich mir so vorstelle, an dem Bedarf vorbei.

Also das war, das muss ich ja tatsächlich wirklich sagen, das ist ja, ich finde diese Einschränkung einfach super schwierig. Also dass man natürlich, ich sag mal, Familien unterstützt und dass man Geringverdiener unterstützt, okay, aber sie dann am Ende so einzuschränken, also ich sag mal wieder nach oben hin einzuschränken, du hast zwar wenig verdient und du bist auch eine junge Familie, aber jetzt musst du richtig Geld in der Hand nehmen, damit du überhaupt ein bisschen Geld bekommst, echt schwierig. Also da waren die, ich sag mal jetzt die alten KfW-Kredite, KfW 40 Plus, KfW 40, durchaus, ich sag zwar mehr Gießkanne, aber durchaus irgendwie klar, weil ich hab, ich bau neu und hab einen gewissen Standard erreicht und der wird dann gefördert. Also das war sehr ehrlich fand ich, also da hat man wenig Probleme gehabt und ich fand das Baukindergeld war auch echt ehrlich, da gab es irgendwie, ich sag immer wie damals ein Politiker immer sagte, du musst auf den Bierdeckel passen.

Also wenn das zu kompliziert wird, dann reilt es ja auch keiner mehr. Ich fand diese alten Förderungen waren einfach so, die waren so ehrlich einfach. Die waren, da hieß es quasi, Baukindergeld glaube ich war erste Immobilie oder erstes Wohneigentum, ein Kind und ich glaube eine Einkommensgrenze, die hast du mit einem Kind auch nicht geschafft. Also das war alles irgendwie super ehrlich und KfW war auch am Ende so, du baust neu, okay, dann erreichst du den Standard, das bestätigt dir jemand, dann kriegst du das Geld und das war, ich fand das war von allen verständlich.

Ich finde die Förderung heute tatsächlich, ich verstehe sie nicht mehr. Nein, es ist aktuell wirklich schwierig, muss man sagen. Also auch ich jetzt als Immobilienmitglieder-Definitionsberater sitze auch jedes Mal, wenn ein Kunde kommt und denke so, jetzt musst du aber einmal, also sonst, ich sag mal zu der Zeit, die du jetzt auch gerade beschrieben hast, da weiß ich das aus dem Kopf. Genau.

So, da wusste ich alle Anforderungen, da weißt du dies. Mittlerweile ist es so, dass ich mir dann nebenbei eben die Seite der Kaffee aufmache und einfach nochmal genau nachgucke und sage, hier sind es 90.000 Euro zu versteuerndes Einkommen, dann gibt es andere Programme, da ist das wieder anders und das ist leider sehr kompliziert geworden, finde ich auch. Und ich als Immobilienmitglieder, ich habe jeden Tag damit zu tun und du als Retek genauso und werden wir beide schon das nicht verstehen, dann. Ja und wie soll es dann der Wohneigentum verstehen?

Also das ist so, finde ich so, ich finde es so schade, weil es wäre so einfach aus meiner Sicht, wenn man denn fördern will. Das ist immer so ein bisschen, was ich so ein bisschen, ich sage jetzt mal, böswillig da reininterpretiere. Vielleicht will man auch gar nicht fördern und macht es so kompliziert, dass es am Ende eh keiner hinbekommt. Und dann sagt man, ich habe es doch angeboten, so salopp, wenn es keiner nimmt, dann nimmt es halt keiner.

Also ich finde es echt schwierig. Aber deswegen, weil ich ja gerade auch von diesen Trends und Veränderungen spreche, ich glaube Veränderung ist so das Hauptwort. Also weil ich glaube nichts, wenn ich mir überlege, wie lange es diese KfW-Kredite gab und wie sich seit es die nicht mehr gibt, die sind ja irgendwann mal einfach über Nacht ausgelaufen, weil es kein Geld mehr gab, wie sich seit dieser Zeit diese Förderlandschaft verändert. Also ich habe manchmal das Gefühl, wöchentlich, bis heute mal wieder das, dann kommt hier mal wieder da was.

Es kommt auch leider immer mit sehr, sehr kurzer Frist. Also wir kriegen von der KfW eine Info, wir haben ein neues Programm, gibt es ab übermorgen. Dann sind wir natürlich als Baufinanzierungspartner die ersten, wo die Kunden hingehen und sagen, Mensch hier, ich habe gehört, da ist was, sagen sie mal was dazu. Das heißt, man muss dann natürlich schon fit sein, alles gut.

Spätestens in dem Fall, wo ich dann bei der Bank anrufe, sagen die, IT-technisch sind wir noch gar nicht so weit, dass du das hier einreichen kannst. Wir sind froh, dass wir das letzte gerade verarbeitet haben. Und das war früher auch besser. Ich bin gerade im Immobiliensektor, der ja eh, also von Grund auf einfach zäh ist, weil das einfach, es geht um mehr Summen.

Es wird länger geprüft. Es ist ja nicht ein Handykredit, den ich quasi an der Kasse abschließen kann, sondern es ist einfach, es dauert einen Moment. Ein Haus baut sich auch nicht über Nacht. Also auch das waren ja viele, das hat man damals ja auch, das fand ich auch bei den alten KfW-Krediten einfacher.

Auch heute so, ich habe ganz oft, wir betreuen ja auch noch Nachhaltigkeit, wo mich dann Bauherren fragen, hier QNG, welchen Stand nehmen wir denn jetzt? Auch da ist die Veränderung super stark. Wo man sagt, ganz ehrlich, es ist egal, wenn ich frage, es kann mir keiner sagen. Wir, wir als Fachleute, die dann einfach sagen, wir müssen uns absichern, ich mache es zum Beispiel so, dass wenn der, bei diesen QNG-Geschichten jetzt zum Beispiel, das nie klar, wann denn Antragstellung ist.

Also man kann den Antrag ja auch relativ spät stellen. So jetzt ist das Problem, welchen Stand des QNGs nehme ich? Denn der hat sich auch allerhalbe, ja ändert der sich, da muss man mal ein bisschen mehr Anforderungen. Ich mache für uns hier im Büro immer ab meiner Auftragserteilung.

Dann fixiere ich den und sage, das ist jetzt mein Stand nachdem ich arbeite. Wenn sich die Anforderungen erhöhen, ist es leider nicht mein Problem. Ich werde den Bauern natürlich darüber informieren, aber es gibt ja einfach, und das weißt du ja auch, im Bau einfach unverschiebliche Sachen. Wenn sich irgendwas im Rohbau ändert, wenn der Rohbau steht, Feierabend, dann hat sich das erledigt.

Und wenn dann irgendjemand aus der Förderlandschaft sagt, ja aber jetzt müssen wir nach dem und dem Standard bauen, schwierig. Also es ist super schwer, finde ich. Also da ist einfach, aus meiner Sicht, die nett gemeinte Veränderung ist zu schnelllebig für den Bausektor. Das ist einfach, macht für mich keinen Sinn.

Also ich finde lieber ein Programm, was mehr Gießkanne ist, wo man sagt, okay und das ist klar für alle verständlich, entweder passe ich da rein und passe da nicht rein. Also ich finde auch, dass man das aufhört, aus meiner Sicht, jetzt kommen wir wieder in das Nachhaltigkeitsthema, Neubau vielleicht nicht mehr so stark zu fördern, eher Sanierung zu fördern, finde ich ja grundsätzlich richtig. Ich meine, keiner kriegt draußen mehr irgendwie noch ein Neubaugrundstück, das ist irgendwie, das ist kaum, entweder kaum bezahlbar oder das gibt es hier einfach nicht. Natürlich kann ich dann Sanierung fördern, aber ich meine, jetzt mal ganz ehrlich, dann soll der Staat irgendwie aus meiner Sicht die Maklerprovision übernehmen oder die, die, die, die, die hier, na wie heißt die Steuern noch hier, die Grunderwerbsteuer.

Wenn ich mir das nämlich angucke, ich habe mir damals auch mal eine Sanierung gerechnet, wenn ich mir überlege, was ich bei einem Kauf an Grunderwerbsteuer zahle, das muss man jetzt einmal für die Hörer, normalerweise kaufe ich ein Grundstück, beim Neubau kaufe ich ein Grundstück, das Grundstück kostet vielleicht 100.000 Euro. Dann ziehe ich die Erschließungskosten ab, dann bin ich irgendwo bei 60.000 Euro. Auf diese 60.000 Euro zahle ich Grunderwerbsteuer. So, wenn ich ein fertiges Haus kaufe, das kostet vielleicht 350.000 Euro, dann zahle ich auf 350.000 Euro Grunderwerbsteuer.

Sorry, da wäre für mich, das wäre so ein Thema wieder, fördert doch das. Erlasset diese doch. Entschließt heute natürlich an der Spitze des ganzen 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer, das Gebiet. Und da ist wahrscheinlich auch schon das Problem, das ist natürlich Ländersache und die Förderung kommt vom Bund.

Aber ja, das wäre zum Beispiel auch ganz, ganz viel Finanzierung, ein Knackpunkt, wo man wirklich sagt, Eigenkapital, es ist mittlerweile bei den Immobilienpreisen so, das reicht nicht mehr für die ganzen Kaufnehmkosten. Und die Leute haben nicht wenig Eigenkapital, es ist einfach diese Kosten so immens hoch, wie du schon sagst. Die Grunderwerbsteuer, da kommt noch ein Markplatz vielleicht dazu, auf jeden Fall noch ein Notar- Grundbuchamt. Da ist man ganz schnell in wirklich hohen Summen, wo man eigentlich sagen würde, damit kannst du locker ein Haus bauen.

Oder das ist in Ordnung, wenn man so viel Eigenkapital hat. Das ist weg an dem Tag, wo ich den Vertrag unter schreibe, ist das verpufft quasi, das Eigenkapital. Ja und jetzt, wenn ich mir die Nachhaltigkeitsförderung auch angucke, Q&G, wenn ich mir angucke, was ich für Angebote schreibe und was da, also im Kleinen, bei den Großprojekten lohnt sich das wieder, weil ich einfach, man muss sich vorstellen, bei den Nachhaltigkeitsthemen, ich mach immer die gleiche Arbeit. Ob das für ein Einfamilienhaus ist oder für eine große Schule, es ist die gleiche Arbeit.

Ich prüfe die Baustoffe, ich prüfe, ob das alles Nachhaltigkeit ist. Für mich ist die Größe egal, für mich ist es eher die zeitliche Dienstleistung und über die Jahre kostet es natürlich ein bisschen mehr. Aber wenn ich es auf ein Quadratmeter runterrechne, auf das Projekt runterrechne, ist es grundsätzlich fast die gleichen Kosten. Ist natürlich dann für ein Einfamilienhaus, der dann meint, der müsse Q&G machen, da frage ich mich, auch da ist wieder die Förderung aus meiner Sicht wieder nicht angepasst genug, wo ich mir denke, ja, aber dann kriegt er Förderung, wenn er das macht.

Die nehme ich aber eben wieder weg. Also macht das gar keinen Sinn. Also im Moment kommt kein Einfamilienhaus zu mir und sagt, mach mal Q&G, weil es sich einfach nicht lohnt im Moment. Genau, das ist einfach zu doll und kann nur noch spatzen, wie gesagt.

Ja, aber man will ja nachhaltig. Also ich hatte ganz früher, das war schon zu KfW-Zeiten, habe ich auch immer gesagt, naja, man müsste doch im Bausektor am Ende irgendwie, man redet ja immer über CO2-Preise, aber wir haben den Energieausweis. Wir können genau sagen, Mensch, das Haus kostet mich, wir klassifizieren das sogar in G, H, A, A+, damals ja A+, heute ist es A+, ich weiß nicht, was es heute ist, C oder sowas, aber man hat das ja wie bei einer Waschmaschine, dass man es einfach versteht. Und da steht ja auch ein Primärenergiebedarf.

Warum kann mein Haus nicht einfach einen CO2 ausweisen? Das ist das Einfachste. Und dann einfach auch wieder dazu sagen, alles klar, erreichst du, wie jetzt auch in der Förderlandschaft, von G zu A oder wenn du A erreichst, kriegst du die und die Förderung und A erreichst du nur, wenn du maximal so und so viel CO2 imitierst. Und jetzt muss man mal überlegen, bei einem, und jetzt kommt nämlich wieder das, bei einem Bestand imitiere ich ja gar nicht so viel CO2, weil das steht schon.

Und bei einem Neubau imitiere ich ganz, ganz viel CO2. Also alleine über diese Geschichte habe ich schon super viel gefördert und das wäre so einfach. Also deswegen sage ich immer, gefühlt ist es im Moment so, man will eigentlich gar nicht fördern. Ja, den Eindruck kann man haben auf jeden Fall, ja.

Also das ist, es gibt ein neues Programm jetzt für den klimafreundlichen Neubau im Niedrigpreissegment, heißt das so schön. Auch ein schöner Name erstmal. Klingt, will ja schon mal keiner haben, wenn der Niedrigpreis steht, denkt man schon so. Da stimmt doch was nicht.

Aber da werden auch so stramme Vorgaben gemacht an die, nachher an die Baukosten, auch an die Anzahl der Zimmer pro Quadratmeter der gesamten Wohnfläche müssen so und so viel Zimmer sein. Das ist auch schon so ein bisschen, ich finde das gut, dass man, dass man nicht mehr diese, diese alte K4-55-Förderung, sage ich mal, da ist 153 energieeffizient gebaut. Mithilgungszuschuss gab es da ja sogar noch in den Darlehen. Da hat man ja was gefördert, was eigentlich auch Stand der Technik war.

Also da hat eigentlich niemand das nicht gebaut. Wenn neu gebaut hast, warst du aufgrund der ENF eigentlich schon so, dass du gesagt hast, das muss ich bauen. Und dass dann der Staat dann noch sagt, das bezuschussen wir noch, okay, das sehe ich ein, dass man das irgendwann kippt. So das finde ich auch eine richtige und gute Sache, ob man das jetzt von innerhalb von, keine Ahnung, zwei Stunden machen muss und alle Kunden, die noch damit rechnen, wirklich nicht mal mehr die Chance haben, ihren Antrag noch zu stellen.

Also es waren auch bei mir einige Kunden betroffen, wo wir wirklich gerechnet haben. Dann soll das Richtung Antrag gehen. Wir hatten auf die KfW-Bestedigung gewartet, wollten einreichen und dann sagt die KfW, das ist ein Programm, den wir nie gehabt haben. Das gibt es nicht mehr.

Also war bei mir tatsächlich auch so, wir hatten einen Bauherrn, genau in der Zeit, den haben wir immer gegängelt, pass mal auf, der war ein bisschen flefrig und hat immer gesagt, du musst deinen KfW-Antrag stellen, stell ihn, stell ihn, stell ihn, stell ihn, stell ihn, stell ihn. So, hat er immer nicht gemacht, bis ich irgendwann mal ihn Samstagabend angerufen habe. Ich habe gesagt, du kommst morgen zu mir ins Büro und das war wirklich die einzigste Ausnahme, dass ich mal sonntags wirklich gearbeitet habe. Ich habe gesagt, du kommst morgens ins Büro und wir machen das zusammen.

Es ist wichtig, dass du jetzt das tust. Wir haben sonntags den KfW-Kredit eingereicht, Montagmorgen kam die Nachricht, ab jetzt gibt es keinen, der dankt mir heute noch dafür. Ja, das kann ich mir vorstellen. Ja, das war auch dann nicht ohne, weil es ging direkt um zwei Wohnungen, da war ja dann pro Wohneinheit, das war echt viel Geld, also da ging es irgendwie um 60.000 Euro, das war schon nicht ohne.

Eine große Investorenfinanzierung ist dadurch quasi geplatzt, weil wir 36 Wohneinheiten geplant, 36 mal den Tilgungszuschluss, das ist schon nicht wenig. Und ja, dann hat sich das eben, das hat sich quasi geschlossen, es steht noch nicht das Haus. Ja, ist echt, also das ist, also wie gesagt, da ist glaube ich viel möglich. Was wäre so dein Förderwunsch, was, also wenn jetzt, ich sag mal, wir stehen ja kurz davor, eine neue Bundesregierung zu bekommen, was wäre so, was wäre so deine Idee, wo du sagst so, das wäre so, damit würdest du, du kennst ja jetzt deine Kunden 16 Jahre lang, also was wäre so, wo du sagst, Mensch, da würde, da würde sich mal richtig wieder was bewegen.

Genau, also was war sicherlich, was ganz viele von den, ich sag mal, älteren Zuhörern noch kennen, so was wie eine Eigenheimzulage gab es ja mal. Die Zeiten habe ich noch so halb bei der Sparkasse damals noch mitgemacht, wo ich ja dann gelernt und gearbeitet habe. Aber einfach eine verbindliche, eine Verbindlichkeit in der Förderung, dass man wirklich weiß, wie du es eben beschrieben hast, ich erreiche den Standard, fertig, ich kriege die Förderung und nicht, ich muss noch das einkommen und dann gibt es noch Freibeträge für dieses Kind, das erste und für das zweite gibt es nächsten Freibetrag, das mache ich zu kompliziert für die Kunden. Das ist für uns Berater schon so, dass wir wirklich nachgucken müssen, machen wir auch, es gehört ja auch dazu, aber der Kunde muss draußen auch schon verstehen, was, was kann ich eigentlich für eine Förderung bekommen und einfach, dass man sich da wieder darauf verlassen kann.

Es gab sehr viele Förderungen, die waren angekündigt, dann sind sie doch nicht gekommen, dann wurden sie ganz anders gestaltet, dass man sowas hat und irgendwas, was auch wirklich alle, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, wenn man sagt, das möchte ich gefördert haben, die dann wirklich alle auch einschließen. Also was ist mit kinderlosen Familien so, warum ist mein Haus, ich habe auch keine Kinder, ist mein Haus jetzt, hat das jetzt mehr CO2, weniger nachhaltig, weil ich keine Kinder habe, ich weiß nicht. Wir hätten keinen Anspruch auf diese, auf diese Förderung und das sind so Sachen, die verstehe ich da nicht so ganz. Also da muss es ein bisschen einfacher und vor allem aber finde ich verbindlicher, verbindlicher werden in dem ganzen.

Also du sagst auch, also du kommst lieber mit einem Kunden, also du kommst lieber, du kommst besser zurecht mit einem Kunden, der zu dir kommt, sagt die Förderung hätte ich gerne, ich weiß, dass ich da reinpasst, bitte prüft das mal. Ist für mich auch immer super einfach, weil ich einfach sage, der Kunde muss schon verstehen, welche Förderung zu ihm passt und welche nicht und dann bist du natürlich dabei und prüft das nochmal, aber der Kunde kommt ja mittlerweile zu uns und sagt, was gibt es denn? Ja genau. Und das ist eigentlich, das ist zu wenig.

Ja, also das, ich arbeite im Förderbereich immer viel mit der Investitionsbank zusammen hier in Schleswig-Holstein, die hat eben diesen Vorteil, dass sie sich dann im Grunde, wo hinter die andere Bank im Zweifel einträgt und so und dass man da dir KfW darlegt oder auch andere Förderprodukte von denen bekommt. Und das, also das kennen nicht alle Kunden, sage ich mal, aber zumindest sollte der Kunde ungefähr wissen, wo passe ich vielleicht rein, das sehe ich genauso. Also ich habe es auch häufig, dass Leute sagen, ich will meine Fenster tausche ich alle selber aus, ich brauche hier mal so eine KfW-Förderung. Ja, wenn du die selber alle austauschst, ohne Einbindung an die Energieberater.

Ja da kommen wir zum guten Thema. Das ist ja jetzt nochmal so ein bisschen was ganz anderes. Also wir haben jetzt viel über KfW und über so dieses Bundes, also Bundesförderung, das andere ist auch eine Bundesförderung, aber so über dieses klassische, was man so kennt, ich will ein Haus bauen, da gibt es da irgendwie eine Förderung, ja. Aber es hat ja bei der Sanierung tatsächlich ein bisschen was gegeben.

Man hat quasi aus meiner Sicht so ein bisschen versucht, diese Einzelförderlandschaft, wo man sagt, kriege ich jetzt noch was für die Heizung, kriege ich noch was für die Fenster oder nicht. Aus meiner Sicht, man muss auch mal was Positives sagen, so ein bisschen zusammengepackt. Ich komme aber auch zum Wehrmutstropfen, weil es können nicht viele. Also man hat quasi eigentlich den Energieberatern draußen gesagt, so die haben sich zeitlang immer nur darum gekümmert, was die Neubauten denn für Dämmungen haben müssen und die KfW-Kredite bedient und gesagt, ja der hat das so eingehalten und die werden jetzt sehr baukonstruktiv gefordert und ich kenne halt viele Energieberater, die sagen, sorry, da bin ich raus, das schaffe ich nicht.

Ich merke es eigentlich gar nicht mal, weil ich so viel mit den Energieberatern zu tun habe, sondern eher mit den Kunden, die jetzt zu mir kommen, die sagen, oh, ein Glück habt ihr. Also wir haben ausgebildete Energieberater, die aber eigentlich gelernter Architekten sind, die wir hier im Büro zu Energieberatern ausgebildet haben, um einfach genau das abzudecken. Weil wir haben hier Kunden, ich nehme immer so ein bestes Beispiel, der hat gesagt, ich habe ein Haus gekauft, 100 Quadratmeter, die reichen mir aber nicht, ich möchte anbauen. Ich war bei einem Energieberater und gesagt, kann ich nicht, geht in mein Programm nicht.

Ich sagte, ja kann der auch nicht, weil der kann ja nicht den Anbau planen. Also der kann entweder in sein Programm eingeben, das ist es, sanieren wir und die kamen wirklich mit der Aussage, der Energieberater sagte, saniert doch erstmal fertig und dann geht es zum Architekten und baust an. Wo ich sagte, ja das macht ja gar keinen Sinn, dann hast du eine Wand saniert, die du gar nicht sanieren musst und das hat uns so ein bisschen dazu geführt, eben das zu machen und dass wir uns da auch mehr einlernen und gucken, was wir da tun müssen. Und ich finde, der positive Punkt ist, dass man da was gemacht hat, denn über diesen, da hast du ja gerade gesprochen, diesen Sanierungsfahrplan, ist es ja möglich, sich ganz viele Einzelmaßnahmen, ich sag mal in Gänze, als Förderung zu sichern.

Zwar immer als Einzelmaßnahme trotzdem noch, also wenn ich die Fenster dann nicht mache, kriege ich auch nicht die Förderung. Aber ich kann quasi frühzeitig mir mal so ein, der Name sagt es ja, Sanierungsfahrplan aufstellen lassen, das machen wir hier auch im Büro und kann dann überlegen, welche Maßnahmen muss ich denn tun, welche Maßnahmen brauche ich nicht machen und welche Maßnahmen sind dann gefördert. Und wenn so ein Sanierungsfahrplan, also diese Einzelmaßnahmen sind auch draußen so gefördert, ja, aber dieser Sanierungsfahrplan fasst das erst mal zusammen und tatsächlich, wenn das einer von unseren Energieberatern macht, ist selbst die Energieberatung, ich glaube irgendwie mit 6, 7, 800 Euro auch förderfähig. Also man bekommt dann sogar noch vom Staat Geld, dass man einen Energieberater genommen hat, der einem das einfach mal zusammengestellt hat, weil auch der Staat da verstanden hat, ich muss irgendeiner mal managen, da kannst du nicht irgendwie mal heute mal Fenster austauschen, morgen mal eine Photovoltaikanlage machen und dann auffallen, ach, das Dach wollte ich auch machen.

So und das genau, das ist halt häufig auch passiert bei den Energieberatern, die es einfach gesagt haben, ja, dann machen wir das halt so, wie du meinst, dann mal hier, mal da, mal so. Das kann halt auch ein Privater nicht. Und deswegen, das finde ich tatsächlich gar nicht schlecht, aber die Förderungen sind eben auch nicht die großen Förderungen, die man mal gewohnt war. Nein, nein, nein, man hat ja, also ich habe auch, wenn Kunden kommen und sagen, wir wollen bei uns sanieren und haben uns vorgenommen, keine Ahnung, wir wollen die Fenster austauschen oder was du sagst oder wir wollen eine Fassade, was machen wir.

Dann ist auch immer mein Rat, holt euch einen guten Energieberater, der mit euch einen individuellen Sanierungsverband macht, weil einfach die, man hat dann alles mal gesehen, erst mal weiß man, was habe ich vielleicht noch für Baustellen so im Objekt. Ich habe einen Fachmann, der da drauf guckt, wie du sagst, häufig war es so, der Schornsteinfegermeister hat noch kurz einen Energieausweis, das kriege ich hin und so ein KfW-Bestedigung, ja, das kann ich auch unterschreiben. Die haben auch alle, fachlich sind die auch alle gut, das will ich auch gar nicht sagen. Es war auch zu der Zeit, als viel neu gebaut wurde, hat das auch genau gereicht, die haben genau in den Markt gepasst und die haben es auch abgedeckt.

Ich glaube, hätten wir die alle nicht gehabt, wären die Förderung auch nicht durchgegangen, weil so viel Energieberater gab es ja gar nicht. Die wirklich fachlich, das brauchte man beim Neubau ja auch nicht, der kann da ein bisschen sein Programm rumtüdeln und sagen, ja, mach mal ein 15er Dämmung an die Außenfassade, das wird schon passen und die Fenster gucke ich mir auch an und Schornsteinfegermeister, ich bin sowieso draußen, weil ich den Schornstein machen muss. Das war schon okay, also man will die gar nicht, aber für eine Altbausanierung reicht es dann eben nicht mehr, weil man eben Aufstockung überlegen muss, Anbauen überlegen muss, macht es technisch Sinn, eine Sohlenunterdämmung zu machen, das ist einfach was ganz anderes. Ja genau, das ist eben auch mein Tipp, lasst euch das einmal rechnen, wie du ja sagst, du kriegst einen Fahrplan, du musst nicht alle Maßnahmen darin machen, das ist ja kein verbindlicher, so muss es sein, sonst wird es nichts, man kann sich eine einzelne Maßnahme raussuchen, aber ich erhöhe mir schon automatisch meine Fördermöglichkeiten, weil ich natürlich mit so einem ISFP, Individualinsernierungsfahrplan, dann eben schon gleich andere Grenzen, andere Wertgrenzen habe und gleich mehr Förderung bekomme, würde ich immer empfehlen, das zu machen.

Ja und vor allem, was ich einfach herausgefunden habe, es gibt mir oder besser den Bauherrn, aber dem Bauherrn gibt es einfach eine gewisse Sicherheit, weil das ist ja genau das, was wir gerade am Anfang besprochen haben, uns ist ja gar nicht klar, wenn wir heute was machen, ob wir das morgen noch gefördert bekommen und das darf man einfach nicht verkennen, ist dieser Sanierungsfahrplan aufgestellt und eingereicht, dann steht einem diese Förderung, also da muss schon viel passieren, dass irgendeiner wegen der Regierung sagt, nö, machen wir jetzt auch gar nicht mehr, aber man bekommt am Ende von der BAFA am Ende wirklich den Bescheid, ok, dieser Sanierungsfahrplan ist förderfähig und du bekommst, wenn du diese Einzelmaßnahme nachweist, auch die gewisse Förderung, also man bekommt eine relativ hohe Sicherheit, um quasi, ich sag mal acht Jahre lang sein Haus zu sanieren, das finde ich sehr sehr charmant in einer Zeit, wo es ja sehr viel Veränderung ist und wo man eben diese Sicherheit nicht hat, nur ist es eben wieder so fachspezifisch, dass es der Laie nicht weiß, ja, also ich hab selten jemanden, der zu mir kommt und sagt, ich hätte gerne ISFP, ich hab eher Leute, ich hab ein altes Haus gekauft, was ist denn möglich, wieder diese Tür mit und ich sag, du weißt was, ich komm raus, ich guck mir das an, wir messen das mal auf und dann mach ich dir erstmal und das mach ich jetzt immer mit unseren Energieberatern, wir machen erstmal einen ISFP, ich sag und dann ist es für dich, das ist gut investiertes Geld, das sind je nach Größe zwischen 1800 und 3500 Euro ISFP, dann weißt du aber, was dein Gebäude am Ende die nächsten acht Jahre zu tun hat und kannst dann eben auch mit dir als Finanzberater überlegen, nimmst du das auf, hast sogar, ich sag mal, eine Art Finanzierungsplan theoretisch, weil du brauchst ja nicht 300.000 Euro heute, sondern du brauchst heute 50, du brauchst nächstes Jahr 100 und übernächstes Jahr nochmal 50, das ist ja auch sehr individuell und gut und am Ende ja, jedes Jahr, wo ich mehr Geld habe, bezahle ich auch mehr Zinsen, also das ist ja wahrscheinlich bei dir ein Modell, was man durchaus fahren kann. Ja, auf jeden Fall, also das ist genau der Punkt, dass man eben sagen kann, ich weiß, was kommt da auf mich zu, ich mach das häufig auch mit Kunden, die kommen und sich eben für alte Objekte interessieren und sagen, das machen wir uns dann irgendwie schick, mit denen rechne ich schon mal, ich kann auch über die, also es gibt Kaffeesanierungsrechner, den haben die sogar auf ihrer Homepage, der ist zwar sehr einfach, aber er hilft schon mal, dass man zumindest dann schon mal rausfinden kann, was kommt da vielleicht noch alles, wenn die Kunden sehen, ich muss die Heizung austauschen, aber dann, was kommt da noch alles an Summen und sowas, das ist ja wichtig, dass ich weiß, auf was lasse ich mich da ein, im Zweifel mache ich die Bäder neu und sage, wenn ich da eingezogen bin, sonst gucken wir mal und dann kommt der Klassiker, dann kommt irgendein Freund und sagt, oh, es muss unbedingt, also du musst eine Photovoltaikanlage aufs Dach haben, dann baut ihm dann wirklich einer eine Photovoltaikanlage aufs Dach und dann geht er zum Architekten und sagt, das würde ich gerne anbauen und ich sage ja, eine Dachsanierung wäre schon nicht schlecht und dann reißt du die ganze Photovoltaikanlage wieder runter, weil sich am Anfang einfach keiner das Gesamtprojekt angeguckt, das kann am Ende tatsächlich nur ein Architekt, das kann kein Schauschnerfeger, das kann auch kein Dachdecker, die werden immer nur ihr Gewerk angucken, deswegen, das ist super schwierig und das bringt mich eigentlich zu dem, warum du eigentlich auch hier sitzt, weil es hatte ich am Anfang einmal gesagt, wir machen Bauherrnsprechstunde hier immer Donnerstags, das heißt, wir nutzen ja schon dieses enge Verhältnis, wo wir einfach sagen, okay, du hast oft Bauherren, die sagen, ich weiß noch gar nicht, was ich machen will, aber ich wollte mal gucken, wie viel Geld ich habe und dann, sobald du das Wort Sanierung hörst, ah, hier, da sind die Fachleute, lass mal gucken, was hast du denn da überhaupt und wie sieht eben genau dieser Fahrplan aus, machen wir einen Fahrplan, gibt es schon einen und ich genauso, wo dann Leute zu mir kommen und sagen, ich habe ganz viele auch, wir hätten gerne Kaufberatungen, wir wissen nicht, ob wir das kaufen sollen, weiß ich nicht, da ist dieses, ich nenne das immer so, tote Zeit, weil man nicht weiß, will ich das, habe ich genug Geld dafür und da finde ich, ergänzen wir uns super und können den Bauherren hier eigentlich in einem Büro super mitnehmen und super einfangen und der Brauch am Ende nur hierher kommen und es fühlt sich nicht ganz so alleine, weil es ist echt eine schwere Zeit, finde ich, also als Bauherr, ich habe das selber durchgemacht und das, ich habe nur neu gebaut, ich stelle mir das in der Altbau, also in einem Kauf noch mal viel, viel extremer vor, weil am Ende gibt es keinen, der sagt, ich kaufe mir das und sage, nee, das war ein Jahr und dann ziehe ich es ein, sondern viele kommen ja und sagen, oh, das muss jetzt, also wie man es so ein bisschen aus dem Fernsehen kennt, Schnäppchenhäuser, muss jetzt auch in zwei Wochen fertig, ja, so und dann das Geld muss schnell da sein, Architekt, mach mal ganz schnell und da settele ich hier auch immer ganz viel und sage, weißt du was, ruhig, so einen Kauf machst du auch nicht über Nacht, wie lange ist das Ding denn schon am Markt, ach so, das läuft schon ein halbes Jahr am Markt, dann hast du auch noch ein halbes Jahr Zeit, das nimmt dir keiner weg im Moment, ja, also lass uns erstmal auch ganz viele, ich habe gerade gestern einen gehabt, dem habe ich dann erstmal noch gesagt, du weißt was, schick mal einen unabhängigen Gutachter hin, das sind auch 1000 Euro gut investiertes Geld für dich, weil häufig wird ja auch gemacht, der Verkäufer hat schon einen Gutachter durchgeschickt, ja, da weiß man, also ich will jetzt keinen, aber am Ende ist es nicht deiner, ja, also der hat am Ende zwar auch einen Gutachten geschrieben, aber so ein Gutachten ist immer eine Betrachtungsweise, von wem betrachte ich was und was wird betrachtet und wenn er deinen Kauf betrachten soll, dann wird er das anders betrachten, als wenn er einen Verkauf betrachtet, ja, also das ist einfach ganz normal, das empfehle ich hier auch immer allen und das zweite ist dann sofort, sag ich, weißt du was, so und jetzt gehen wir das mal durch, wir haben hier auch ein relativ transparentes, bei uns bezahlt man das nach Quadratmeter, so ein ISFP, wir messen das ganze Gebäude komplett auf, weil das ist ja bei den Alten häufig gerade bei Energiestandard H, da gibt es nicht mal mehr einen Plan, da gibt es gar nichts mehr, das muss man gekauft wie gesehen, ja, das heißt wir machen dann auch erstmal ein ISFP, das heißt ich sag mal jetzt im Schnitt, investiert man mal 4000 Euro, bevor man etwas kauft, weiß dann aber einerseits mit dir, wie sieht meine Finanzierung aus, wie sieht meine Fördermöglichkeit aus, was mache ich wann und wie läuft es und das, ich glaube diese Sicherheit müssen wir den Kunden wieder geben, das Gefühl müssen wir den Kunden geben, dass das da ist und darum sitzen wir eigentlich immer Donnerstags in ein Büro, um uns einerseits eben genau über diese komische Förderlandschaft auszutauschen und andererseits heute mal einen Podcast zu machen, um die Leute draußen zu informieren, aber auch am Ende um hier Bauherren quasi wirklich zu betreuen, die zu uns kommen, ich weiß du hast heute Nachmittag tatsächlich noch einen Termin mit einem Bauherren von uns, ja und das wird gut angenommen und das ist am Ende genau das Thema, glaube ich, was wir brauchen, dieses Abholen des Bauherrens in der, ich sag mal unklaren und unsicheren Welt da draußen, irgendwie so eine Art sicheres Zuhause zu gehen und sagen, wenn du hierher kommst, kannst du mal durchatmen, kriegst einen Kaffee, ein Wasser, und dann kümmern wir uns mal drum und geben dir eigentlich eher ein sicheres Gefühl, wenn du wieder nach Hause gehst, als ein, noch so ein Scharlata-Art, noch so einer, der erzählt noch was, nein das ist ja genau auch der Grund warum, das ist für alle Seiten besser, es ist für uns beide genauso gut, du weißt, was ist für ein Budget, ich weiß gleich, ist das realistisch, was der Kunde davor hat, kommt das von den Summen hier hin, welche Fördermöglichkeiten könnte man erreichen, was nicht und so weiter, das ist schon echt gut, das ist gut und für den Kunden, das spart einfach auch Zeit, also muss man ehrlich sagen und ist viel verbindlicher. So, mir hat das viel Spaß gemacht, ein Abschluss noch, so was ganz persönliches, was war so dein beeindruckendstes, also dein beeindruckendsten, ich sag erst mal Finanzierung oder dein beeindruckender Bau, den du finanziert hast, wo du sagst, das war schon so ein Ding, da guckst du immer wieder zurück, deine 16 Jahre, die du das jetzt schon machst. Ja, das ist eine gute Frage, also es gibt so ein paar Objekte, an denen ich regelmäßig vorbeifahre, weil sie einfach auf dem Weg liegen und dann ist es schon irgendwie, ich will fast sagen cool, wenn man durch den Straßenpferd denkt, das habe ich finanziert und das habe ich finanziert.

In Erinnerung behalte ich, wir hatten vor einigen Jahren bei mir im Nachbardorf in Heidekamp ein Baugebiet mit boomerlich 25 Plätzen oder so was und ich hatte das große Glück, ich habe acht Häuser da finanziert und das war natürlich schon irgendwie schon beeindruckend und wenn ich da ins Baugebiet komme, dann kennen mich halt viele Leute noch so und sagen, das ist doch hier der Typ, der die Kohle hier rangebracht hat, so nach dem Motto, das ist schon cool. Ansonsten habe ich viele so, ich habe mal jemanden gehabt, der hat einen alten Resthof gekauft, fand ich auch beeindruckend, hätte ich mich nie im Leben rangetraut, wäre gar nicht mein Fall so. Also selber als Käufer? Ja genau, also würde ich nicht machen, weil ich aber auch handwerklich, also mit Malen ist dann auch vorbei, würde ich sagen und der hat das komplett so schön, die beiden haben sich das so toll gemacht und haben da nun die Fährde mit drin, wie sie sich das dann auch mal so vorstellen, aber das ist einfach wirklich ein ganz tolles Objekt geworden, ist und da bin ich auch gerne noch mal da, da fahre ich auch gerne mal hin und wenn ich eigentlich gar nichts will, fahre da einfach mal rum und das sind so beeindruckende Fälle, finde ich oder wo ich immer noch mal so dran denke.

Also ich hatte mir mal vorgenommen, ganz am Anfang muss ich sagen, habe ich gedacht, ich mache von jedem Foto ein Haus, von jedem Haus ein Foto so rum, was ich finanziert habe. Aber das sind zu viele wahrscheinlich. Aber es hat sich dann irgendwann auch gelassen und außerdem habe ich dann gedacht, irgendwann denken die auch, du bist ein bisschen bekloppt, hier willst du irgendwie Fotos von den Häusern sammeln. Ja, bei Cloudspiker wäre das ein Vorjahr.

Genau, genau, es sind ja doch ein paar und aber ich finde das irgendwie, ich finde das halt schön, deswegen mag ich diesen Job auch so und es geht dir wahrscheinlich eh nicht, man begleitet die Leute auf dem Weg ins, die machen das ja alle nicht, weil sie es müssen, sondern ich will, ich möchte ein Haus haben, ich möchte da wohnen. Aber so toll, wie du das erzählst, weil mir geht es eigentlich genauso und das, wir hatten es gestern gerade so oder nicht gestern, aber die Tage über auch immer wieder so im Recap, so gerade Anfang des Jahres guckt man ja auch immer so ein bisschen so, wie waren denn so die anderen Jahre und so, das macht man ja automatisch und da kommt mir auch immer wieder so, wo man sagt, man fährt eigentlich dran vorbei und sagt nicht, ach cool, das Haus, sondern, also das mache ich auch als Architekt gar nicht, sondern mir geht es genau wie dir. Und ich denke, oh das war ein tolles Bauherrenpaar oder Bauherren und das war schön zu sehen, dass die so glücklich sind da jetzt, dass das genau so in Erfüllung gegangen ist und gerade bei dir, die, also ich begleite die ja dann, ich sag mal, für mich ist es gewohnter, weil ich sie ja von Anfang bis Ende begleite, bis sie wirklich einziehen. Bei dir ist es ja eher so, dass du, wie du schon sagst, du schaffst so ein bisschen das Geld ran und freust dich dann eigentlich daran, dass das Geld, das du rangeschafft hast, eigentlich zu dem gemacht hat, was sie jetzt glücklich macht und dass das irgendwie für die immer noch passt und für dich glaube ich die beste Bestätigung, dass sie da auch immer noch wohnen.

Also wo du sagst, die Finanzierung hat gepasst, die reicht immer noch, sie sind immer noch glücklich, sie haben sich nicht übernommen, das sind ja auch alles Themen, die grüßen noch, grüßen noch, ist eigentlich was für ein Stein hier, genau. Schön. Das ist gut. Ja, ich glaube diese Thematik Förderlandschaft Veränderung, ich glaube wir werden hier noch öfter sitzen und einfach mal darüber debattieren, was denn gerade so da ist, wir warten jetzt mal was die Bundesregierung so macht, vielleicht kommt da mal was, vielleicht wird es auch noch schlimmer, mal gucken, wer weiß, aber ich danke dir erstmal, vielen Dank, dass du hier warst und wir sehen uns immer wieder Donnerstags.

Machen wir das. Tschüss, tschüss. Jo, tschüss. Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck.

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