Architektur Stammtisch · Folge 9

Folge 09 - Junge Generation (mit Architektur-Studentin Frida Voelkel)

Datum: 2025-02-14 · Dauer: 00:35:34 · alle Folgen
Folge 09 - Junge Generation (mit Architektur-Studentin Frida Voelkel) - Cover

Show-Notes

Nachhaltigkeit, Architektur und die Zukunft des Bauens - in dieser Folge sprechen wir zum zweiten Mal mit einer Architekturstudentin über ihre Visionen und Ideen für eine nachhaltige und emotionsgeladene Architektur. Wir tauchen ein in die Themen Nachhaltigkeit, KI und die Rolle der Architekten der Zukunft und hören, wie sich die Ansichten und Erwartungen der jüngeren Generation von denen der älteren unterscheiden. Ein spannender und inspirierender Gespräch, das Dich zum Nachdenken anregen und Dich auf die Zukunft des Bauens vorbereiten soll.


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Volltranskript · 6.534 Wörter · automatisch via Whisper.cpp transkribiert

Herzlich willkommen zum Architekturstammtisch. Heute sprechen wir erneut mit der Architekturstudentin Frieda, die uns ihre frischen Perspektiven und Ideen für die Zukunft des Bauens teilt. Wir werden uns auf eine Reise begeben, die uns von der Nachhaltigkeit über die Rolle der KI bis hin zu den Emotionen, die wir in unsere Gebäude legen, führt. Ein Gespräch, das dich zum Nachdenken anregt und dich auf die Zukunft des Bauens vorbereitet.

Also, lasst uns loslegen. Herzlich willkommen bei RT Architektur. Durch Semesterferien hat es Frieda direkt in die zweite Folge wieder geschafft. Richtig, vielen, vielen Dank, dass das so kurzfristig geklappt hat.

Dann können wir nämlich nahtlos weitermachen. Ja, schön, dass du wieder da bist. Ja, vielen Dank, dass ich noch mal da sein darf. Genau, es hat jetzt echt gut gepasst.

Ja, also wir waren ja einfach noch nicht fertig. Also wir waren irgendwie beim Studium angekommen. Ich hatte auch gehofft, dass wir viel mehr noch andere Sachen besprechen. Und dann nutzen wir die Chance direkt und machen gleich Folge zwei.

Da müssen die Hörer jetzt durch. Wir sind letztes Mal stehen geblieben bei Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit im Studium. Und da wollte ich eigentlich direkt einsteigen wieder, weil mich das natürlich super interessiert.

Wir hatten auch über die Generation gesprochen, dass ihr das natürlich jetzt viel mehr einfordern müsst und auch tut. Man sieht es draußen in der Politik, aber es geht bis runter ins Studium. Finde ich ganz, ganz toll. Aber beschreib doch mal, was ist denn Nachhaltigkeit für dich heute?

Ja, das ist eine spannende Frage. Ich finde, das kann man ganz vielseitig beantworten. Also einmal natürlich Baustoffe irgendwie die Nachhaltigkeit, aber gleichzeitig irgendwie auch die multifunktionale Nutzung oder die auf die längerfristig gesehene Nutzung. Dass man nicht irgendwie hier jetzt ein Haus baut und sagt, okay, das ist jetzt für die Familie so zugeschnitten, genau so kann es nur funktionieren.

Und in 20 Jahren ändert sich da was und das Haus wird wieder abgerissen oder es muss wieder irgendwie komplett umgebaut werden. Das sehe ich auf jeden Fall auch als Nachhaltigkeit. Dass man da einfach das ein bisschen flexibler plant. Auf jeden Fall in die Richtung.

Aber auch Nachhaltigkeit. Okay, wie kann ich nachhaltig den Raum so verändern, dass er so funktioniert, wie ich also auf längere Sicht einfach gesehen. Und raus aus dem Bausektor, also wenn man jetzt einfach mal Architektur verlässt und quasi auch dein Studium verlässt und auch was du dann später machen willst. Grundsätzlich Nachhaltigkeit.

Also beschreib mal, ich finde das super spannend jetzt, dass jemand da sitzt, der wirklich sagt, okay, Nachhaltigkeit ist für mich jetzt wirklich ein Thema. Und generell merkt man, das hattest du ja in der letzten Folge auch gesagt, merkt man in der Uni auch, dass das einfach gefordert wird. Und ich weiß einfach bei mir im Studium, und das ist, glaube ich, dann der richtige Vergleich, war es eine Randnotiz. Wirklich, ja, okay, wenn du nachhaltig machen willst, dann mach mal einen Holzbau, dann sieht das jeder.

Das ist so, dann war es aber auch genug. Und mich würde jetzt einfach interessieren, so dein Aspekt, auch wirklich Architektur mal verlassen, so wie wichtig, wo berührt dich Nachhaltigkeit ständig? Also wie gehst du in deinem Alltag damit um? Und warum ist das für dich jetzt so wichtig geworden?

Oder ist für dich so wichtig verankert? Ja, ich glaube, ich gehöre einfach einer Generation an, für die das von klein auf Thema war, auf Nachhaltigkeit zu achten. So bei uns war ganz klar immer nicht irgendwelche, ja, nicht verschwenderisch sonst was. Ich glaube, das ist einfach die Generation.

So Fridays for Future hat glaube ich auch ganz, ganz viel ausgelöst überall, weil wir einfach jetzt diese Folgen direkt mitbekommen in unserer Generation. Und das jetzt auch wirklich sehen. Ich glaube, dass es, dass es früher nochmal ganz anders war, wenn man, ja, ja, also das, das glaube ich schon, dass ich das da immer wieder sehe. Und ja, auch, also, ja, ich kann jetzt nicht genau sagen, wo ich das immer wieder sehe in meinem Alltag.

Ich glaube, es begleitet einen so die ganze Zeit über. Es ist so tief verankert, dass man einfach sagt, man lebt ja. Also auch das muss man glaube ich vielen Leuten erzählen, also mir nicht, aber ich kenne halt viele, die dann eben auch sagen, eben die noch auf dem Aspekt sind. Mensch, Nachhaltigkeit, ja, ist ein Trend und muss man eben.

Ich glaube, man muss denen schon vermitteln, dass das kein, kein Trend ist, keine Mode-Erscheinung, sondern tatsächlich so tief in einem verankert ist und ein Bewusstsein dafür, also eher ein Bewusstsein ist, was entwickelt worden ist. Ich vergleiche das immer so ein bisschen mit, sagt man ja auch mal von älteren Generationen, die zum Beispiel einen Krieg miterlebt haben, die sind sehr, sehr sparsam. Die können auch nichts dagegen tun. Das ist in denen so verankert.

Die haben ein so ein sparsames Bewusstsein. Und ich glaube, genauso ist das mit den Generationen jetzt. Bei dir viel mehr noch als bei mir. Aber bei mir ist es auch schon sehr ausgeprägt.

Und deswegen kann ich mir vorstellen, wie das dann in deiner Generation ist, wie ausgeprägt das ist, dass es einfach ein Bewusstsein ist, was da ist, was im Moment einfach bedient wird. Und deswegen ist das auch kein "Oh ja, da muss ich mich umstellen", sondern es ist einfach ein Leben danach. Und mich würde einfach interessieren, ist dir das jetzt schon ausreichend, ist so schwer zu formulieren, aber ist das so ausreichend im Moment gewürdigt? Also ist dein Bewusstsein, dein Handeln gedeckt?

Oder ist es eher so, dass du sagst, eigentlich ist alles noch so hinterher. Also es ist eigentlich noch nicht, ich bin noch nicht da angekommen. Ich nehme jetzt wieder das Beispiel sparsam. Oma und Opa sind so sparsam, aber alle anderen nicht.

Sondern die sind so die Exoten. Also merkst du schon, dass das irgendwie auch in der Gesellschaft angekommen ist? Und ist das in der Politik angekommen zu diesen Themen? Ich glaube schon, dass sich sehr viel verändert.

Ich glaube, es reicht auf jeden Fall noch nicht. Das merke ich auf jeden Fall, dass man schon ab und zu denkt, oh Gott, wieso das denn jetzt? Das würde doch niemand normales mehr machen. Was für uns einfach eine Selbstverständlichkeit ist, das glaube ich, in einer anderen Generation nochmal ganz anders angesehen.

Das habe ich auf jeden Fall. Ich glaube aber auch, dass das ganz viel mit dem zu tun hat. Ich bin jetzt unter meinen Leuten sozusagen. Ich bekomme meine Generation mit.

Von dem her, da kann ich sagen, es ist allen ganz klar und alle, alle, ja. Ist der Aspekt natürlich noch nicht so da, klar. Aber trotzdem spannend zu hören, weil es einfach genau das Thema ist. Also ich glaube auch, dass da noch lange nicht genug gemacht wird.

Also ich kann ja einfach nur recap, ich bin im Berufsleben und ich sehe das und ich verfolge Politik. Also selbst für mein Bewusstsein, wo ich jetzt erst mal sage, vielleicht ist das noch gar nicht so ausgeprägt wie deins, mir reicht es noch lange nicht. Also das muss einfach noch viel, viel mehr. So das "Foreign Fridays for Future".

Es gibt auch bei Instagram glaube ich eine Bewegung, die heißt "Nennt sich Architekt for Future". Das ist so derselbe Ableger und kümmert sich so ein bisschen um den Bausektor. Größe gehen raus. Ich habe auch dort eine Podcast-Anfrage laufen.

Hat sich aber leider noch keiner gemeldet. Ich hoffe, der Wink mit dem Zaunfall ist angekommen. Also ich hätte auch die gerne hier auf dem Sofa. Weil ich einfach genau das Thema einfach auch gerne nochmal ganz, ganz intensiv beleuchten will, weil ich weiß einfach, das ist ein wichtiges Thema heute.

Und das kann uns auch, ich sage jetzt mal, keine KI abnehmen, keine Technik abnehmen. Das ist einfach, das Wichtige ist glaube ich und das Gute ist, eure Generation, meine ist so, das ist ein Bewusstsein drin. Das heißt, wir handeln schon automatisch danach und wollen eigentlich nur bedient werden. Viel, viel wichtiger ist es für die anderen Generationen, dass die sich eben umstellen müssen.

Die müssen sich umstellen. Das ist anders, wie bei Oma und Opa, die sparsam sind und alle sagen, ja gut, dann sind die halt sparsam, stört mich nicht. Ich habe Geld, ich gebe es aus. Das ist jetzt anders.

Ich glaube, jetzt diese Generationen müssen sich ändern, sonst ändert sich nichts. Und wenn wir sehen, in der Politik gibt es einfach leider nicht so viele junge Leute, die eben dieses Bewusstsein in die Politik mittragen, sondern es ist eher dann in der älteren Generation, die das Bewusstsein eben nicht haben, die sich, ein paar gibt es, die haben sich geändert. Klar, aber es sind eben, es ist für sie umständlich, weil es nicht automatisch ist, sondern eine Umstellung ist. Deswegen finde ich es gut und ich muss auch sagen, das muss viel, viel mehr gehört werden, dass das einfach rausgeht.

Wir müssen da einfach nachhaltiger sein. Und jetzt ist Nachhaltigkeit, du hast es vorhin beschrieben, natürlich so ein Riesenschwert, aber es ist eben genau diese Vielseitigkeit und es ist eben nicht nur bauen, es ist outdoor, es ist Nachhaltigkeit, es ist Zeit, es ist, macht etwas auf die Sicht Sinn, ja. Und ich sage auch immer, wir bewegen uns jetzt nicht, also wir bewegen uns zukunftsgerichtet nicht nachhaltig. Nicht nachhaltig, weil wir vielleicht nicht weniger Plastik benutzen, sondern einfach weil ich das Gefühl habe, dass so wie wir jetzt alle handeln, es für uns in Zukunft nicht ausreichend ist.

Und deswegen ist das schon nicht nachhaltig. Und das ist im Bausektor ganz genauso. Die Räume müssen genau das können. Langfristig, umnutzbar, genau das, was du beschrieben hast.

Denn das ist ein großer Trugschluss und ich bin froh, dass du schon soweit bist, dass du das mitbekommst, dass das eben auch anders ist. Es ist eben nicht nur der Baustoff. Also viele draußen, viele Hörer, die jetzt vielleicht nicht Studenten sind und auch Bauherrn, die denken immer, wenn sie Nachhaltigkeit hören, Holzbau wollte ich nicht. Hat damit überhaupt nichts zu tun.

Also wir haben gerade jetzt ein Projekt bei uns, was wir zertifizieren vom DGNB. Das ist gar kein Holzbau. Das kriegt trotzdem DGNB-Silber, DGNB-Zertifizierungsstelle für nachhaltiges Bauen. Das ist ein reiner Stahlbetonbau.

Auch der bekommt ein Nachhaltigkeitssiegel, weil er eben zu einem Baustoff nicht der beste ist. Aber in allen anderen Punkten. Der ist super umnutzbar. Der steht an einem ganz tollen Standort sozio-kulturell.

Es wurden sich Gedanken gemacht. Und das ist eben genauso wichtig und wird eben genauso bewertet. Wenn ich jetzt mal das Bewertungssystem DGNB nehme, der Baustoff macht nur 30 Prozent der Nachhaltigkeit, Gesamtbewertung aus. Und da sieht man mal, wo man ist.

Und wenn alle immer sagen, der Baustoff ist es, lange nicht. Es geht auch ohne. Es ist eben auch nicht das. Es ist nicht nur das Auto.

Es ist nicht nur der Bausekt. Es ist nicht nur der Baustoff. Und es ist auch nicht nur der Plastikmüll. Es ist einfach die Summe aller.

Und das ist das. Und wenn wir alle ein bisschen was machen, ich glaube, dann reicht es schon. Aber wir müssen eben alle ein bisschen machen. Und nicht immer alle auf andere schieben.

Ich meine, klar, China macht auch alles anders, aber irgendjemand muss anfangen. Und wenn die das Bewusstsein noch nicht haben, kommt das hoffentlich noch. Wir haben es hoffentlich schon, die jungen Leute. Und ich will halt einfach nicht ab.

Also ich, für meine Person, ich werde da immer relativ akribisch. Ich will da immer nicht abwarten, bis dann jemand wie du zum Beispiel in die Politik geht und sagt so, jetzt ändere ich das. Weil die Zeit haben wir einfach nicht. Ja, also genau, das Thema Nachhaltigkeit.

Ein Riesenthema werden wir hoffentlich, wenn dann Architektur for Future oder auch jemand anderes nachhaltig. Also genau, wir haben einen Gast schon auf jeden Fall in Zukunft, um da einfach mal vorzutiesern. Wir werden uns auf jeden Fall um nachhaltige Baustoffe unterhalten im Spezialsektor Modulbau. Ja, also da auch super spannend.

Bin ich mal gespannt, was der so erzählt. Da geht es dann wieder sehr speziell um den Baustoff. Wir werden denke ich mal auch mit unserer Mitarbeiterin vielleicht in der DGNB Consulting auch nochmal so einen Schwerpunkt generell Nachhaltigkeit machen. Das ist definitiv ein super wichtiges Thema, dass wir da einfach alle hören.

Ja, auf jeden Fall, vielseitig. Jetzt mal Nachhaltigkeit beiseite, so grundsätzlich Architektur. Wenn du mal so in die Zukunft guckst, was ist denn? Also was ist Architektur für dich?

Jetzt haben wir viel über Studium gesprochen, viel Erwartungshaltung an Studium. Aber so, wo ist deine Erwartungshaltung draußen? Also was ist Architektur für dich heute? Super schwer zu beantworten, ich weiß.

Aber wir haben uns geschworen, wir stellen jedem diese Frage, weil wir eben beweisen wollen, das ist für jeden etwas anderes. Deswegen du kannst nicht falsch antworten. Ja, ich finde, es ist eine riesengroße Frage, auf die man auch wahrscheinlich phasenweise ganz anders antworten kann. Aber für mich, ja, es ist irgendwie einfach das Gestalten von nachhaltigen emotionalen Räumen, die irgendwelche, ja, die Emotionen hervorrufen.

Das ist, ja, das ist wirklich, ja, wenn man sich das noch nicht so direkt gestellt hat, das ist wirklich eine sehr große Frage. Aber du bist nicht alleine. Also das ist eine sehr, sehr schwere Frage. Und deswegen, ich erlöse dich da auch.

Also man kann es eigentlich nicht beantworten, weil Architektur so viel ist. Und ich habe tatsächlich, also ich selber war mir schon bewusst, dass das vielseitig ist. Wir haben jetzt in dem Podcast in der ersten Staffel viel erlebt, wo wir einfach unterschiedliche Betrachtungsweisen auch innerhalb des Unternehmens und auch außerhalb betrachtet haben. Was ist denn Architektur heute eigentlich?

Und wir merken einfach das, wie du auch schon sagst, so phasenweise, also selbst wenn ich, wenn man mich heute fragt, gebe ich vielleicht morgen wieder eine andere Antwort. Weil es echt, es ist so viel im Wandel und es gibt da keine allgemeine Antwort drauf. Also deswegen war vielleicht fies von mir. Es war ein bisschen gemeine Frage.

Aber trotzdem glaube ich, wichtig ist mir zu hören, was du jetzt quasi aus dem Bauch heraus antwortest. Das hast du ja gemacht und das war gut. Weil wenn ich mal so zurückblicke in meine Anfangsstudienzeit, was ich geantwortet hätte, ich wurde ja auch gefragt, also wenn die Standardbewerbungsgespräche, was ist denn Architektur für dich heute? Sondern das ist so der Standardspruch.

Ja, und dann guckt man ja, man möchte ja und man hätte ja. Und ich glaube, meine Standardantwort damals war, ja man will ja einen Fußabdruck, seinen Fußabdruck hinterlassen. So. Ja, aber das ist genau die Zeit gewesen.

Und das ist genau die Zeit, von der habe ich mich immer mehr, auch im Studium, in meiner selbst, ich war im Studium Selbstfindungsphase, auch in der Selbstfindungsphase Architektur, die ja jeden Tag anders war, ist heute ganz anders. Definitiv. Weil eigentlich, ich will gar keinen Fußabdruck mehr hinterlassen. Das ist super, super, super merkwürdig.

Weil das war die Rangensweise und das war aber, ich würde jetzt behaupten, meine angelernte Sichtweise auf die Architektur, die ich vor dem Studium hatte. Deswegen, die habe ich auch nie, Gedanken nie verloren, weil ich genau dagegen immer die Antworten auch jetzt so ein bisschen gegenüber stellen will und auch meine eigene Antwort da gegenüber stellen will. Es ist genau das. Es ist, ich will heute gar keinen Fußabdruck mehr hinterlassen und wir, ich und ich, also unser Büro entwirft auch ganz anders jetzt.

Wir entwerfen von innen heraus, also wir, das ist ganz viele Architekten draußen, die entwerfen noch von außen, die sagen, Mensch, ich, das muss doch ein so und so Bauwerk werden, weil das ist ja mein Name und das muss so aussehen, das muss immer so aussehen. Das ist mir heute gar nicht mehr wichtig. Mir ist wichtig, dass die Funktion innen funktioniert, dass der Bauherr das Gefühl hat, das funktioniert und dann, das ist genau das, was wir auch in der letzten Folge im Studium haben, ich habe mich angefangen frei zu machen, frei zu machen und ich fange damit im Entwurf schon an. Also ich habe, mein Prozess war dann einfach länger, aber ich brauchte den anderen Prozess, um dort zu stehen, wo ich heute stehe und das ist genau das.

Also ich muss mich befreien von diesen Fesseln, von zu sagen, und das macht der andere Architekt ja auch, also der macht zwar seine äußere Gestalt, macht sein Bild und sagt, super, das ist mein Bauwerk, toll, aber er hat sich damit ja im Inneren wieder total eingeengt. Das verkauft er natürlich nicht nach draußen, weil er will ja sein Bauwerk auch verkaufen und wir gehen einfach komplett anders. Wir machen den Kern, machen die Funktion und ich sage immer, mein Bauherr, hier, wenn Sie hier sind, immer so dieses, ich übertreibe immer und versuche das immer bildlich darzustellen, aber wenn jetzt man sich vorstellt, man hat ein zweigeschossiges Haus und die Funktion schreibt mir vor, also die innere Funktion des Bauherrn, sein Tagesablauf etc., schreibt vor, dass das Schlafzimmer draußen dran gesetzt wird, wie so ein, ich sage jetzt mal, Ballon oder Pickel oder wie auch immer, dann ist das so. Ja und dann hat er, und jetzt komme ich eben genau dazu, der Bauherr setzt eigentlich seinen Fußabdruck, nicht ich.

Ich helfe ihm dabei, er setzt eigentlich seinen Fußabdruck und ich entscheide mit ihm zusammen und ich bin Consultant, ich berate ihn dahin, wie groß sein Fußabdruck ist, wie nachhaltig sein Fußabdruck ist. Das ist aber nicht mein Fußabdruck, das ist seiner. Und wenn er aus der Funktion heraus möchte, dass sein Schlafzimmer dort oben ist, dann kann ich durch mein Handwerkszeug eben das auch schön draußen machen, aber wichtig ist doch, dass die Funktion passt und dass er jedes Mal reingeht und genau das, was du sagtest, Emotionen hat und sagt, das funktioniert so klasse, es ist so toll, ich übertreibe jetzt wieder, dass die Kaffeemaschine neben dem Bett steht. Das ist toll, das brauche ich.

Jeder andere, der denkt, das macht man nicht, das geht nicht, wir hatten glaube ich in irgendeiner Staffel mal diese rote Tür, da hat man das schon so ein bisschen gemerkt, wo meine, wo ich auch sagte, Anfang Studium hat man gesagt, das geht gar nicht, du kannst doch nicht ein Haus bauen und einfach nur eine rote Tür. Heute bin ich so, wie ich das möchte, dann versuche ich ihm das zu ermöglichen, weil das ist sein Fußabdruck. Ich versuche ihm das dann mit meinen Handwerkszeugen irgendwie zu machen und sagen, okay, wenn die rote Tür, dann müsstest du vielleicht auch einen roten Prüfkasten, damit es in sich wieder stimmig ist oder du musst dir ein rotes Auto kaufen, damit das irgendwie wieder eine Symmetrie hat. Also so ist dann der Entwurf, aber ich werde ihm die rote Tür nicht ausreden, weil wenn die ihm wichtig ist, dann gehört die zu seiner Emotion und das ist und so entwerfen wir heute und das hat sich glaube ich grundlegend geändert und ich merke immer mehr, dass ich so, dass meine Generation oder ich persönlich, ich kann nicht für meine ganze Generation sprechen, aber ich persönlich so der erste bin, der das ins Rollen gebracht hat und bei euch kommt das jetzt von ganz alleine und das finde ich so toll, weil ich eigentlich dann auch gesagt habe, ich habe mich irgendwie in der richtigen Zeit selbstständig gemacht, weil am Ende irgendwann seid ihr fertig und ihr kommt und ihr nehmt das genauso an und ich brauche euch das nicht mehr erzählen, dass wir das so machen, sondern es kommt von euch von alleine schon raus und das finde ich ganz, ganz toll und deswegen ist das für mich total, total zu hören, dass du genau diese Denkensweise auch hast und dass du auch sag ich jetzt mal für deine Generation sprichst.

Du kannst natürlich auch nicht für alle sprechen, aber grundleg hast du das Gefühl, dass das eigentlich bei allen schon so angekommen ist und dass man heute eben nicht mehr monumental baut und sagt, guck mal ich kann, also ich sag mal so typisch Lübecker Kaufhäuser, möglichst große Showgiebel und wir sind ja und wir sind toll und tolle Architekten und das finde ich gut, weil mein Studium echt noch geprägt war von ja man muss ja und das war eben auch dieses, was ihr das in der letzten Folge glaube ich gesagt mit der HCU, wo man sagt ja man muss an der HCU stehen, man muss der Entwerfer sein, man will einen Stadion bauen, das war noch in meiner Zeit das Denken, man ist eigentlich nur, also man hofft, dass man einer der 5 Star Architekten wird aus seiner Zeit und das war in meiner Zeit noch so, als ich angefangen habe zu studieren, es hat sich aber in meinem Studium, also zumindest bei mir, ich kann nicht für alle sprechen, bei mir, so gewandelt, dass das überhaupt nicht mehr wichtig war. Es ist gut zu sehen, dass die Entwicklung dahin geht. Jetzt kannst du natürlich aus Berufsleben noch nicht viel sprechen, aber vielleicht kannst du ein bisschen aus dem Nähkässchen plaudern zu Hause. Handwerksbetrieb hattest du erzählt ja und jetzt ist das natürlich eine ganz andere Generation.

Was glaubst du ist so das also das größte Problem eben beim Generationswechsel heute, also dass man tatsächlich alt und jung zusammenarbeitet. Ist das genau der Twist, den man dann hat, dass einfach die, dass sich nicht einfach nur Zeiten ändern, sondern vielleicht ganze Ansichten? Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also gerade das mit diesem alt und jung, ich glaube, dass sich auch das Berufsleben allgemein so verändert hat, dass wir als jüngere Generation ganz andere Ansichten haben.

Es hat sich ja so, so viel getan, schon angefangen in der Hierarchie irgendwie im Berufsfeld und aber auch, ja, also es ist einfach, es sind so, so starke Gegensätze, dass ich, ich glaube, da liegt echt eine Schwierigkeit, das zusammenzuführen, dass irgendwie alle Beteiligten glücklich sind. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass die ältere Generation natürlich auf uns auch ein ganz anderes, einen anderen Blick hat und denen das natürlich auch schwerfällt, das so anzunehmen, wenn alles immer so gemacht wurde. Ich denke mal, das klassische Beispiel, das bin ich aus größeren Büros gegangen, machen wir es seit 30 Jahren so, warum soll ich das ändern? Aber witzig, es ist nicht unser Bewusstsein.

Ich habe mittlerweile wirklich wie so eine Art rote Tuch für mich entwickelt, dass ich sage, wenn ich das höre, dann ist es recht. Wenn ich das höre, dann ändere ich es erst recht, dann mache ich es genau anders. Also so ein bisschen, ich sage mal, so ein bisschen Pupateres-Verhalten. Aber es ist, es hat mir immer wieder gezeigt, wenn ich genau das aufsprengen, dann geht es mir am Ende viel, viel besser.

Und ich habe irgendwie das Gefühl, ich habe der Gesellschaft mehr was getan, als wenn ich einfach bei den alten Rhythmen geblieben bin. Ja, genau. Ich kann das gar nicht genau sagen, wie das bei mir zu Hause war, weil es einfach auch schon sehr lange her ist. Und ich glaube, ja, und ich glaube auch, dass es, ist jetzt blöd zu sagen, ich glaube, bei mir war es schon immer sehr, sehr frei.

Also es ist... denn wenn du zum Beispiel mit deinem Papa als Handwerker sprichst, redet ja viel, auch sage ich mal, ist es ja, wenn man das jetzt mal trennt, beruflich und privat. Natürlich unterhält sich mit deinem Papa wahrscheinlich auch über andere Sachen. Aber wenn man sich so beruflich unterhält, wenn du sagst, ich habe im Architekturstudium gelernt und das mache ich so und so. Und merkst du dann, also merkst du, dass da auch, dass die Ansichten da vielleicht total alt sind und sagt, oh, bleib bloß weg mit dem?

Oder hat dein Papa sich auch schon angepasst? Oder wie ist so da das Gefühl? Weil das ist ja schon echt eine große Generationsänderung. Ja, ja, auf jeden Fall.

Ich glaube schon, also mein Papa hat sich da schon sehr angepasst, würde ich sagen. Ja, doch finde ich auf jeden Fall. Deswegen fällt mir das auch so leicht, mit ihm darüber zu sprechen. Ich glaube, dass meine Schwester da auch schon gute Vorarbeitet geleistet hat, sozusagen, dass sie ihn schon mal darauf vorbereitet hat.

Aber ja, doch, es passt eigentlich schon viel. Klar kann man sich immer wieder austauschen. So hat man das früher gemacht, so macht man das aber heute gar nicht mehr. Und da würde ich aber schon sagen, dass mein Papa auf einem guten Stand ist, sozusagen.

Ja, aber natürlich gibt es immer wieder Neuigkeiten, die man dann, also ja. Ja klar, aber genau das ist ja das. Und deswegen sage ich ja, ich glaube, wenn man sich anpasst, dann funktioniert das auch. Also und wenn man das einfach offen betrachtet und nicht sich versperrt.

Und deswegen, schön, dass du das erzählst. Aber es ist halt einfach noch nicht bei allen angekommen. Es ist einfach, wenn man mit älteren, ich hatte ich hatte in unserem Vorgespräch mal von von was erzählt, wo wir in Hamburg waren, wo wir eben auch mit, sage ich mal, drei Architekten gesprochen haben, älterer Generation und wo ich sagte, also wie belebend das war, dass da eine junge Studentin saß und aus ihrer Sichtweise erzählt hatte, wo ich wirklich, ich hatte, ich hatte dir das ja gesagt. Ich sagte, ich wäre eingeschlafen ohne die, weil es einfach, es war immer dasselbe.

Und man kann wirklich die Kassetten Recorder, es ist immer das, was ich immer höre. Und es ist auch das, was mir in der Uni beigebracht wurde oder zumindest nicht beigebracht wurde, aktiv, aber passiv. So dieses klassische, ich mach mal was, guck, wie es wird. Und dann verkaufe ich hinterher meinen Entwurf mit möglichst vielen Phrasen, wo ich sage, das hat doch mit Entwerfen nichts zu tun.

Und ich verkaufe doch nicht hinterher etwas, sondern doch, ich muss doch vorher genau das, was du sagtest, eine Emotion dort reinlegen. Ich finde es ganz toll, dass du das Wort genommen hast, weil es genau das ist. Und das ist auch genau das, was wir unseren Bauherrn vermitteln. Für mich ist wichtig, dass er, der Bauherr hat eine Emotion, die versuchen wir zu transferieren in was Bautechnisches und versuchen dann, wenn wir das Bautechnische ihm wieder zeigen, genau die gleiche Emotion wieder zu hervorzunehmen.

Genau das habe ich gemeint. So und das, das ist glaube ich, Emotion ist glaube ich genau das Richtige. Und ich will jetzt nicht behaupten, dass das ältere Architektur emotionslos ist. Aber es ist vielleicht nicht unsere Emotion und auch nicht die Emotion der Bauherrn heute.

Und ich merke, ich habe ja nicht nur junge Bauherrn, sondern ich habe alte. Und lustigerweise das gegenüber funktioniert richtig gut. Also das ist wirklich so, wo ich sage, die sind froh, dass sie jetzt jemand so versteht und nicht mehr dieses, also ich muss tatsächlich viel abbauen, viel Klischee abbauen. Also ich habe viele Bauherrn hier, die zu einem Architekten kommen, die eigentlich das Bild haben von jemandem im Rollkragen, der jetzt das Bauwerk des Architekten vorstellt und die hoffen, hoffentlich passe ich da rein.

Ich weiß nicht, vielleicht hast du auch auf der Internetseite mal bei uns geguckt. Wir haben auch nicht alle Bauvorhaben bei uns ausgestellt, weil ich einfach, ich möchte dem Bauherrn gar nicht suggerieren, dass er sich ein Haus aussuchen kann und sagt, also ich habe zum Beispiel von einer anderen Architektin auch bei Instagram, die hatte mal so einen Leitfaden gemacht für Bauherrn. Was sie denn, sie sollen sich mal Architekturbüros angucken und ob das deren Stil passt. Wo ich sage, das ist eigentlich genau der falsche Weg.

Denn ich suche mir den Architekten ja nicht aus, weil der mein Stil trifft, sondern ich brauche dann den Architekten aufgrund der Emotionen. So und wenn ich einen Bauherrn habe, mit dem ich mich hier gut verstehe, dann passt das auch. Und dann werde ich ihn verstehen und er versteht mich. Und deswegen ist es so, ich glaube wir brauchen, die brauchen nicht unseren Stil rausfinden, weil den Stil werden wir nicht, also es wird so bunt gemischt sein, weil ja wir den Stil eigentlich, das Bauherrn versuchen zu lesen als Emotionen.

Das hast du echt gut gesagt, weil das ist es genau. Das genau das ist es, dass wir heute eher Emotionsgeladen, also eher Emotionsarbeit machen und was ich dir eigentlich damit sagen wollte, die älteren Bauherrn nehmen das an. Also wenn die hier sind, nehmen die es an. Sie sind froh, dass das jemand tut und nicht ihn aufdiktiert, sie muss jetzt aber das und das ist der Stil und das musst du jetzt heute so tun.

Und das merke ich, dass wir Jungen schon gehört werden, wenn wir es denn richtig verkaufen. So und das finde ich dann immer schade, wenn man dann nach draußen geht und es aber auf anderer Stelle wieder nicht gehört wird. Deswegen würde ich mir das so wünschen, also gerade für eure Generation, wenn ihr das einfordert, dass ihr genauso gehört werdet, wie jetzt Bauherrn, die zu uns kommen, die sagen, oh endlich versteht mich jemand. Dann hatte ich noch ein Thema und zwar hatten wir auch da im Studium darüber schon gesprochen, da hattest du gesagt KI geht langsam los.

Wo glaubst du, muss KI enden, also jetzt beruflich in der Architektur und wo muss KI definitiv besser werden, weil du einfach sagst, pass auf, das muss irgendwie gemacht werden, also wie stehst du dazu? Das ist eine schwierige Frage, aber gleichzeitig eine sehr sehr spannende Frage, vor allem weil es ja immer, also es ist ja aktuell, extrem aktuell im Moment und es ist ja auch die Frage, okay wie viel machen wir am Ende noch oder was macht KI am Ende? Wir wissen ja nicht, wie das alles in 20 Jahren aussieht und da denke ich aber im Moment ist sie noch lange, lange nicht auf dem Stand sozusagen, weil es einfach, also es ist halt ja wie eine Schale, die irgendwo draufgesetzt wird, die aber also gar keine Individualität in sich trägt und auch ja, also nur wenig angepasst werden kann, finde ich und das glaube ich ist so die Schwierigkeit im Moment. Hast du das Gefühl, also auch das ist so eine Frage, die ich eigentlich, muss ich mir auf mein Zettel schreiben, müsste ich eigentlich auch in jeder Podcast-Folge fragen, weil auch dort genau das Generationsthema wieder switcht.

Ich finde deine Antwort total spannend, weil ich habe jetzt natürlich mit vielen, ich sag mal, meine Generation aufwärts gesprochen, eher aufwärts und die haben eine ganz andere Haltung zu KI. Also die haben tatsächlich, die so sagen, ist mir unheimlich, stopp, lieber nicht, ja und du machst eher den Eindruck, total offen dem gegenüber zu sein. Ich bin selber auch so, ich bin auch super offen dafür, es muss irgendwo irgendwann mal eine Grenze auch geben, klar, aber ich sehe das eher so auch in dieser Entwicklung, wenn man sich heute mal anguckt, wie man damals über die E-Mail gesprochen hat und übers Handy, alle haben es verteufelt und am Ende heute kann man es gar nicht mehr wegdenken und wenn man heute die Leute fragt, ja natürlich schreibe ich eine E-Mail und ich glaube, da geht die KI auch hin. Ich denke mir so, warum soll ich davor jetzt Angst haben?

Angst schränkt mich wieder ein, macht mich nicht frei, sondern man muss einfach überlegen, wie nutzt man das und wie du schon richtig sagst, ich denke auch Individualität, wer da einfach noch mal angebracht, das auch einfach zu individualisieren, wo ich sage, also wo für mich jetzt, wenn ich beruflich mal da drauf, ich hoffe nicht, dass KI uns, ich sage jetzt mal, das Leben wieder schwer macht als Architekt, also ich bin kein Mensch, der sagt, es löst irgendjemand ab, sondern es fordert einen nur heraus, anders zu denken und sich wieder frei zu machen und zu sagen, okay, wenn das jetzt einfach ist, dann muss ich da wieder drauf aufsetzen. Ich denke mir nur, ich sage jetzt mal in den falschen Händen, wenn ich jetzt überlege, wie viel Arbeit ich geleistet habe, um Bauherren zu zeigen, wie wir jetzt hantieren, Funktionalität, Entwurf, ich möchte nicht, dass Bauherren geblendet werden, wenn es jetzt, ich sage jetzt mal, übertrieben, ein Bauherr gibt, was weiß ich, bei einem KI-Programm ein, Mensch, ich habe das und das, also schreibt seine Lebensgeschichte auf und dann kommt ein Grundriss dabei raus, sage ich jetzt mal, so ganz übertrieben KI in fünf Jahren, zehn Jahren, ja, so und kommt ein Grundriss dabei raus und der Bauherr sagt, okay, fertig, so, dann gibt dann andere KI ein, bitte sag mir mal alle Formulare Bauamt und dann frage ich mich, was machen wir dann, also ich will nicht, ich glaube nicht, dass wir abgemeldet sind, ich glaube nur, wir müssen dann anders aufsetzen, wir müssen umdenken, wir müssen überlegen, denn am Ende sind wir Dienstleister und helfen dem Bauherr und wenn er jetzt mit einer Grundriss-Idee kommt von KI, dann können wir vielleicht darauf aufsetzen, vielleicht genau das, was du sagst, also die KI wird es glaube ich nicht schaffen, sie wird es technisch betrachten, technisch runter eins und null, okay, zu dir würde der Grundriss am meisten passen, aber wo ist die Emotion, das ist glaube ich das und da müssen wir glaube ich hin, dass wir weiterhin unseren Schwerpunkt darauf setzen, bekommt er weiterhin die Emotionen, es wird wahrscheinlich 50 Prozent geben sagen, finde ich ganz cool, aber wir müssen trotzdem weiter die Emotionen verkaufen, das ist glaube ich das, was wir tun müssen, weil das kann mit KI nicht können, das glaube ich einfach, also ich will nicht sagen, also nichts ist unmöglich, das ist bestimmt, aber Emotionen werden sie nicht hervorrufen können, sie werden es kommerziell machen können, ich denke viele Probleme werden so Musterhäuser haben, die einfach sagen, okay, jetzt kann die Schublade auch jemand anderes aufmachen, okay, gut und wir müssen uns einfach eher dann in dem Emotionsübersetzer verstehen und sagen, okay, dann komm mit deinem Grundriss und jetzt belegen wir diesen Grundriss mit Emotionen, ob es über Interieur ist, ob es um Funktionalität geht, das ist genau das, deswegen das wäre jetzt so meine nächste Frage, so der Twist zwischen Funktionalität und Ästhetik, wäre nochmal so ein Thema, wo ich sage, das kann sich beißen, kann sich ergänzen, wie stehst du dazu? Ich glaube, das kann sich ganz toll verbinden und ergänzen auch, also klar kommt immer darauf an, was man jetzt sucht, aber an sich glaube ich nicht, dass sich das gegenseitig ausschließt. Also du würdest auch, und das ist jetzt ja genau das, wo wir so ein bisschen hingeritten sind hier in dem Podcast, ich glaube, also ich glaube, dass sich, ich sag jetzt mal 10, 15 Jahre, viel Funktionalität durch Ästhetik ausgeschlossen hat.

Ja. Ja, so, also man hat Vorrang Ästhetik und die Funktionalität ist hinten runter gefallen. So, jetzt ist die Frage, schaffen wir das in unserer Generation, die Waage zu halten oder wird es irgendwann dazu kommen, dass wir es genau umgedreht machen, dass wir sagen, egal, Hauptsache es funktioniert. Also ich denke jetzt mal so ganz übertrieben, wenn man jetzt mal in andere Länder fährt, ich sag mal Afrika, Mexiko, das sind ja alles teilweise auch keine schönen Häuser, aber ich würde behaupten, die sind zu 100 Prozent funktional.

Die haben genau das gebaut, was sie brauchen. So, kommen wir da auch irgendwo hin oder bleiben wir aus deiner Sicht immer so ein bisschen auch in der Ästhetik? Ich glaube, ich glaube, wir müssen immer in einer gewissen Ästhetik bleiben. Einfach, ja, weil wir, weil wir einem Kunden was verkaufen müssen sozusagen.

Ich glaube, das gehört schon immer dazu. Erwartet, es wird glaube ich erwartet. Ja genau, es wird erwartet und ich glaube aber auch, das merke ich jetzt bei mir, dass viele auch den Drang haben, ästhetisch was Ansprechendes zu erschaffen sozusagen. Also ich glaube, das ist, es gehört fast zusammen irgendwie.

Also ich glaube tatsächlich, das ist ja genau das, also ich hätte die gleiche Meinung wie du, also ich glaube, wir kommen nie in die 100 Prozent Funktionalität. Wir wollen so dicht wie möglich ran, werden aber immer Abstriche hoffentlich nicht viele machen, aber wir werden immer aus der, also ich glaube, das Non-Pos Ultra wäre 100 Prozent Funktionalität mit der bestmöglichen Ästhetik. Ich glaube, dann sind wir echt gut, weil ich glaube und das ist so mein Thema, wo ich sage, nehme ich dich wieder beim Wort, Emotion kriege ich nicht nur durch Funktionalität, sondern eben genau durch das Funktionalität, es funktioniert und sieht auch noch schick aus und damit rühre ich ja Emotionen. Also ein schönes Bild, ich sage mal, Gemütlichkeit ist ja, ist ja Ästhetik.

Ich kann jetzt nicht nur, weil jemand sagt, reicht mir ein Brett, dann kann ich darauf schlafen, das ist Funktional. Es darf auch gemütlich sein, es darf auch schön sein. Ich glaube, dann fühlt man sich ja auch wohl. Ich meine, nicht umsonst schmückt man einen Tannenbaum.

Also dann kann man ja sonst auch einfach hinstellen, das wäre Funktional. Man schmückt ihn ja für die Ästhetik und ich glaube, ich glaube auch, dass wir, dass wir da die Waage halten müssen. Ja, ich glaube, wir kommen langsam schon wieder zum Ende. Die Zeit ist schon wieder rum.

Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich, dass du dabei warst. Dieses Jahr ist tatsächlich gästemäßig relativ voll, aber ich würde dich gerne weiter im Studium begleiten. Vielleicht kriegen wir das dann im nächsten Jahr nochmal hin, dann hast du quasi nochmal wieder zwei Semester weiter. Ich weiß nicht, wann fängt der Master an?

Siebtes Semester? Nee, nach dem Siebten. Also das Siebte ist sozusagen Bachelor und dann sind nochmal drei Semester Master. Genau, dann sind wir so kurz vorm Ende des Bachelors, vielleicht kommst du dann nochmal her.

Können wir mal gucken. Auch da wieder, dann kann man vielleicht mal eine Folge neben die andere legen. Vielleicht hat sich deine Sichtweise zeugliche Tätur nochmal wieder verändert, zur Ästhetik nochmal verändert. Ich werde dir sicherlich eins, zwei, drei Fragen, die gleichen nochmal stellen, wenn du Lust hast.

Also es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht und genau dafür sind wir angetreten, dass wir einfach jetzt mal mit Gästen reden, auch mal andere Meinungen hören. Wie gesagt, ich lerne super gern dazu und das ist genau das, was dieser Austausch stattfindet. Und tatsächlich, dir ein Riesenkompliment, ich fühle mich sehr bestätigt in dem, was wir im Moment tun. Obwohl ich jetzt durchaus vielleicht eine halbe Generation mehr habe auf dem Buckel als du, aber ich fühle mich bestätigt, dass wir genau jetzt in der Zeit sind, was wir jetzt tun, was wir machen, weil das genau das ist, was du jetzt quasi ohne Vorbereitung geantwortet hast.

Vielen Dank dafür. Danke schön auch. Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck. [Siehe Video von "Berlin" in der Videobeschreibung]

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