Architektur Stammtisch · Folge 5

Folge 05 - Wall of Fame

Datum: 2024-12-13 · Dauer: 00:42:55 · alle Folgen
Folge 05 - Wall of Fame - Cover

Show-Notes

In Folge 5 tauchen wir ein in die Philosophie von RT Architektur: Warum "Alles aus einer Hand" nicht nur eine Floskel ist, wie Energieberatung und Nachhaltigkeit Bauprojekte revolutionieren, und was es bedeutet, Architektur wirklich greifbar zu machen. 🌍💡

Ob Bauherr, Studierende oder Branchenprofi – hier bekommst du spannende Einblicke, praktische Tipps und ehrliche Diskussionen direkt aus dem Büroalltag. Lass dich inspirieren und erfahre, wie wir die Zukunft der Architektur gestalten! 🚀👷‍♀️

Volltranskript · 7.919 Wörter · automatisch via Whisper.cpp transkribiert

Es weihnachtet draußen sehr, es ist Mitte Dezember. Sind Sie schon in Weihnachtsstimmung? Waren Sie schon auf dem Weihnachtsmarkt? Tatsächlich ja.

Ich noch nicht, ich hab's noch nicht geschafft. Noch nicht? Nein. Da empfehle ich den Schrank in Lübeck.

Da gibt's ja ganz viele Weihnachtsmärkte hier. Lübeck ist ja tatsächlich auch bekannt für Weihnachtsmärkte. Da kommen deutschlandweit Touristen angefahren in Bussen. Klingt jetzt zwar gemütlich, aber auch eng.

Ja, das stimmt, aber es gehört zum Weihnachtsmarkt dazu. Dieses durch die Gassen schieben und am Ende dieses passive Gehen hergeschoben werden. Trinken Sie Ihren Klüwein lieber mit oder ohne Schuss? Sowohl als auch.

Mein Resümee der letzten Folge ist tatsächlich 'ne Frage. Wenn ich die draußen jemandem stelle, sie wird immer anders beantwortet. Ich glaube, das kann für unsere zukünftigen Gäste auch tatsächlich der Opener sein. Was ist für dich Architektur in drei Sätzen, vier Sätzen?

War tatsächlich auch für mich. Es ist jetzt meine Betrachtungsweise von Architektur. Aber das muss ich nicht draußen teilen. Es haben ganz viele unterschiedliche Wahrnehmungen von Architektur.

Aber das ist unter einfach Starten in unserem Podcast. Ja, okay, dann let's go. Herzlich willkommen beim Architektur-Stammtisch von RT Architektur. In dieser Folge sprechen wir über unsere Vision und Philosophie, die All-in-one-Lösungen für private Bauherren und darüber, wie wichtig es ist, Menschen im Team richtig einzusetzen.

Wir hinterfragen Micro-Management in der Branche, diskutieren, ob jeder Architekt auch ein guter Unternehmer sein kann und geben spannende Einblicke, wie wir bei RT Architektur am Unternehmen arbeiten. Bleibt dran, es lohnt sich. Herzlich willkommen bei RT Architektur, hier wieder in unseren Räumen. JB ist wieder dabei.

Was ich direkt gesehen habe, als ich in diesen neuen, wunderschönen Raum reingekommen bin, vielleicht zeigen wir das ja auch mal auf Instagram, wie der dann aussieht, vor allem mit dieser wunderschönen Couch, die jetzt hier überhaupt gar nicht zu sehen ist im Podcast. Da an der Wand draußen hier vor dem Raum waren so Urkunden. Also einmal die Auszeichnung "Unternehmer des Jahres" hieß sie, das habe ich gesehen, und auch Energieberatung. Da würde mich direkt mal interessieren, was bietet ihr da konkret an, was kann man darunter verstehen?

Energieberatung. Also grundsätzlich ist das unsere salopp gesagt "Wall of Fame". Dort haben wir hier im Büro eigentlich alles, was wir so können. Zumindest wofür es mal eine Urkunde gibt, wofür es mal eine Auszeichnung gibt, haben wir gesagt, hängen wir dort auf.

Und für mich auch ganz wichtig, auch die Errungenschaften und Anerkennung der Mitarbeiter hängen dort. Also wir haben es sicherlich gesehen, von einer Mitarbeitung von uns hängt dort zum Beispiel die DGmb-Consultant-Urkunde und eben auch die andere, eine Energieberater-Urkunde. Das ist für mich ganz, ganz wichtig. Gar nicht mal, weil ich sagen will, guck mal, was wir alles können, ist ein Gedanke klar als Team, aber auch andersrum, meine Mitarbeiter gehen auch dorthin und sagen, Mensch, habe ich geschafft.

Ich bin auch ein Teil dieses Büros und das ist nicht eben nur der Chef. Aber weil Sie darauf ansprochen, Energieberatung ist erst mal unüblich für ein Architekturbüro. Also die Branche draußen hat viele Energieberater, die nur das gemacht haben. Es gibt ganz viele Bauphysiker, die dann Energieberatung auch machen.

Und wir haben für uns einfach, wenn man die letzten Podcasts ja auch gehört hat, für uns war ganz wichtig, dass die Funktion im Mittelpunkt steht. Und ein Energieberater ist bestimmt sehr, sehr gut in seinem, was er tut als Energieberater. Nur die Baukultur heute und auch die Förderlandschaft heute braucht mehr Funktion. Also die Bauherren kommen zu uns und sagen, Mensch, ich möchte aufstocken, ich möchte das noch erweitern.

Und das ist dann für einen Energieberater relativ schwierig, also der nur Energieberatung macht, wenn er nicht die Architektur mitdenkt, weil er dann vielleicht Fassaden dämmt, die im späteren Architekturverständnis dann wieder aufgemacht werden, um einen Anbau zu bauen. Und da haben wir auch gesagt unter dem Motto, wir schicken Bauherren nicht wieder weg und sagen erst mal, wir lassen erst mal den Energieberater uns erzählen, was wir an Dämmstoffe nehmen sollen. Sondern haben auch gesagt, Mensch, warum bilden wir nicht hier Innenhaus jemanden Architekten aus, der am Ende Energieberatung macht? Und jetzt haben wir tatsächlich Stand heute sogar zwei Energieberater bei uns im Büro, die beide Architekten sind von Haus aus.

Also wenn jetzt Bauherren zuhören, kann es ihnen passieren, dass wenn sie mit einem Architekten reden, dass der aber auch Energieberater im Hintergrund ist. Andersrum viel vorteilhafter, sie wollen eigentlich einen Energieberater haben und sie bekommen eigentlich von Haus aus einen Architekten mit. Und das ist sehr, sehr positiv. Und wir merken auch, dass das positiv ist draußen am Markt.

Ganz kurz da zum Verständnis, normalerweise sind es ganz viele Energieberater, die einfach nur Energieberatung machen, man geht dahin, der empfiehlt dann, was man anpassen sollte, also aus Energieaspekten. Und danach ist man mit dieser Beratung alleine und... Also das ist jetzt sehr runtergebrochen. Könnt ihr natürlich auch wieder eine Stunde über einen Energieberater erzählen.

Das ist super wichtig, die Arbeit, die die tun. Denn sie sind am Ende die, die eben genau Energie beraten. Also von Erneuerung der Heizung über Dämmung. Also die ganze energetische, bei einer energetischen Sanierung, den ganzen Energieanteil hat der Energieberater unter sich und gibt eben normalerweise dem Architekten vor, mit dem und dem Dämmstoff habe ich gerechnet.

Aber nicht Marke und Firma, sondern eher Spezifikation. Also Wärmeleitgruppe 35, wenn es jetzt für die Fachleute draußen, Mineralwolle, Wärmeleitgruppe 35, dann weiß der Architekt, was er nehmen soll. Und dann weiß der Energieberater, wenn das auch so kommt, dann ist mein Haus in Ordnung. Und er muss am Ende, das ist eben nicht nur am Anfang, sondern er begleitet auch den Bau immer wieder, kontrolliert.

Und es kann mir auch mal Fragen geben wie, ach, man hat sich jetzt doch gegen dieses Dach entschieden und macht ein anderes, dann kommt vom Architekten immer, ja, müssen wir aber den Energieberater dazu befragen, ob das okay ist, ob das sein Gebäude noch so gerechnet werden kann. Jetzt gibt es ja draußen ganz viele Fördermöglichkeiten, Sanierungsfahrpläne, da werden wir ja in einem anderen Podcast noch mal in einer anderen Folge dann mit einem Gast auch vielleicht drüber sprechen, Baufinanzierung. Aber es gibt, wie gesagt, ganz viele Förderungen draußen und viele Sanierungsmaßnahmen werden aktuell auch gefördert. Und mit einem Sanierungsfahrplan, den wir eben auch hier mit unseren Energieberatern erstellen, sind halt die Fördermöglichkeiten noch größer.

Und wir können es auch dann als Architekten mit beleuchten und den Bauherren eben immer auch schon im Entwurf mitnehmen und sagen, ja, das macht Sinn. Also ein klassisches Beispiel ist jetzt so ein Thema. Der Energieberater würde jetzt sagen, das Dach muss saniert werden, aber der guckt sich ja nicht die Dachkonstruktion an, sondern der sagt, die Dachdämmung muss erneuert werden. Das ist für den wichtig.

Jetzt sagt er, aber Mensch, Photovoltaik wäre auch gut. Jetzt kann das alte Dach das aber gar nicht. Jetzt ist der Energieberater grundsätzlich nicht der, der für den Bauherren ein neues Dach plant. Der sagt einfach nur, ja, musst du dann halt mal den Statiker oder den Architekten fragen.

Bei uns ist es so, bei unseren Energieberatern, weil sie eben auch Architekten sind, sagen, ist das in dem Konzept, was wir uns ausgedacht haben, drin? Wollen wir das Dach wirklich komplett anfassen? Oder wollen wir wirklich nur Dämmung unters Dach machen? Dann können wir eben vielleicht keine Photovoltaik mit einrechnen, weil die Dachkonstruktion das nicht aushält.

Das können wir schon mitdenken, ohne den Bauherren wieder wegzuschicken. Das ist der Punkt Energieberatung, den wir einfach hier mitnehmen wollen. Weil wir sagen, wir wollen das ganzheitlich betrachten. Jetzt hatte ich draußen ja auch noch, hatte ich Ihnen ja gerade gesagt, eine Mitarbeiterin von uns ist DGNB-Consultant, kann wahrscheinlich draußen, außer jemand ist es selber, auch nicht viel mit anfangen, aber auf unserer Website sieht man das ja auch.

Es lag mit tatsächlich irgendwas, es wird häufiger genannt, bei Sanierungen und nachhaltigen Gebäuden, auch am Anfang Neubau. Das hatte ich schon mal erinnert. Es ist ja die deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, das ist eine private Gesellschaft. Ist aber die größte hier in ganz Europa, ist eine deutsche Organisation.

Hier aber europaweit? Ist aber europaweit, also das System der DGNB, Nachhaltigkeit, das muss man sich ein bisschen ausholen. Die DGNB hat ein System entwickelt, um Nachhaltigkeit, was ich grundsätzlich jetzt nicht damit fassen kann, hast du Holz gebaut oder Stein, sondern Nachhaltigkeit, da machen wir sicherlich auch noch mal einen extra Podcast von, ist ja viel weitstreckender, das ist sozio-kulturell, das ist der Standort, die Weiternutzung, die Flexibilität in der Nutzung. Der Baustoff ist nur ein Drittel dieses Bewertungssystems.

Viele denken, Nachhaltigkeit ist nur der Baustoff, das ist es gar nicht. Und da hat die DGNB ein Systemgeber, ein System entwickelt, wie man das bewerten kann, um es dann am Ende auch für den Endkonsumenten relativ einfach zu machen. Das ist dann einfach Silber, Bronze, Gold und Platin. Aber dahinter steckt halt eine große Bewertungsmatrix, um da hinzukommen.

Und diese DGNB ist so anerkannt, dass sie tatsächlich jetzt so auch schon europaweit, also in Dänemark kenne ich drei, vier Projekte, wo man die DGNB nimmt, als Systemgeber, weil es einfach funktioniert. Und weil Dänemark vielleicht kein eigenes hat. Also kann man sagen, dass es so das System, wenn es darum gehen soll, irgendwie Gebäude nachhaltigen. - Hier in Europa auf jeden Fall. In Amerika gibt es noch andere, es gibt auch noch ganz viele andere Systeme.

Aber hier in Europa hat sich das ziemlich durchgesetzt, tatsächlich DGNB, für den privaten Markt, ich nenne ganz bewusst privat. Denn die öffentliche Hand, also quasi Kommunen und der Bund selber, also das Land noch nicht, aber der Bund hat sich selbst aufdiktiert, gesagt, wir wollen alle Neubauten, die der Bund erstellt, müssen nachhaltig sein. Und da braucht man ja, wie es in Deutschland leider immer so ist, dann ein eigenes System, man kann ja dann nicht auf ein anderes System umgreifen, hat man dann auch entwickelt, das ist das BNB-System. Und das machen Sie auch, Lasse?

Haben Sie ja sicherlich draußen gesehen, machen wir auch. Weil ich sage, wir wollen Nachhaltigkeit natürlich für alle anbieten. Und ja, das sind auch superspannende Projekte, ist natürlich sehr bürokratisch alles, ein bisschen bürokratischer als die DGNB. Aber grundsätzlich sind es dieselben Aspekte, nur eine andere Bewertung, also eine andere Matrix dahinter.

Aber Nachhaltigkeit zu verstehen, ist ziemlich identisch, es gibt ganz viele feine Unterschiede, aber grundsätzlich der Nachhaltigkeit ist das ungefähr gleich. Genau, also das sind so die Sachen, die wir über die Architektur hinaus mitdenken und aus dem Grund mitdenken, weil es für uns eigentlich selbstverständlich ist. Also selbst wenn ich Nachhaltigkeit jetzt nicht als Systemgeber anbieten würde, würde ich trotzdem das Gebäude von heute nachhaltig denken. Und dann bin ich eben dran, auch dann das System mitzugeben, wenn es denn der Bauherr wünscht und sagt, nein, ich möchte auch außen zeigen, dass das nachhaltig ist.

Und da bekommt man auch von der DGNB eine Plakette fürs Haus, die ist dann silbergold, bronze Platin. Und da steht dann eben ausgezeichnet Nachhaltigkeit und dann die jeweilige... Ich bin gerade ein bisschen sprachlos vor Begeisterung, weil dann können sie ja wirklich konsequent die ganze Palette anbieten, von angefangen, reden wir jetzt davon, von einem sanierungswürdigen Haus, von einem Fahrplan aufzustellen, energiemäßig, bis hin dann zur architektonischen Planung, Umsetzung. Also wenn man zum Beispiel das Dach neu machen möchte und dann noch...

Bis hin zur Finanzierung. Bis hin zur Finanzierung. Alles in einem abgewickelt. Und dann hat man auch nicht mehrere Ansprechpartner und muss von Stelle zu Stelle.

Ist wahrscheinlich am Ende auch unter dem Strich kostengünstiger, weil Synergieeffekte und weil man dann eine Person da hat, die dann alles betreut. Vor allem für den Bauherrn ist das kostengünstiger. Und es ist einfach... Die Zeit ist heute so schnell lebig geworden und vieles ändert sich so schnell.

Und wenn man dann immer aufgehalten wird mit, ich muss mir da wieder einen Termin suchen und ich muss mir da einen Termin suchen, das haben wir einfach festgestellt auch von unseren Bauherren her, die schätzen das, die lieben das, dass sie hierher kommen und alles... Also es klingt immer blöd, alles aus einer Hand, weil das tun sie am Ende nicht. Am Ende haben wir auch einen ganz normalen Architektenvertrag mit denen und am Ende sind die die Auftraggeber für die Firmen. Aber wir helfen bei allem und wir sind am Ende...

Weiß nicht, ob man es am Ende so nennen will, aber wir sind am Ende Bau-Consultants. Ja, also wir konsulten den Bau. Also wir beraten in jedem Schritt und sagen nicht, das ist nicht unser Part, da musst du dir bitte jemand anderes suchen, sondern wenn wir es selbst abdecken können, machen wir das super gerne. Wenn wir es nicht abdecken können, schicken wir ihn aber nicht weg, sondern dann bleibt er hier und wir kümmern uns.

So, das ist so eher das Thema. Aber alles anbieten können wir nicht. Also wir werden jetzt hier nicht irgendwie noch Statiker ins Büro holen und wir werden auch jetzt nicht noch... Also ich sage niemals nie, aber grundsätzlich klar.

Und wir werden jetzt auch hier keine Baufirma aufmachen und das Haus auch noch fertig bauen. Dann bin ich ja am Ende genauso wie die draußen, den Markt gibt es schon. Nein, ich bin eher der, wo ich sage, Architektur soll wieder nahbar sein, Architektur soll greifbar sein und Architektur soll nicht irgendwas Staubiges, Komisches, nicht transparent genuges sein, sondern es soll so transparent sein, dass man einfach hier herkommt, sich wohlfühlt und sich eben beraten lässt in jedem einzelnen Punkt. Würden Sie sagen, das war mal so?

Also was verstehen Sie darunter Architektur staubig? Ist aus meiner Sicht, also bin ich jetzt sehr provokativ, aber es ist aus meiner Sicht in vielen Büros noch sehr staubig und alt. Liegt einfach, glaube ich, an vielen Punkten, hatte ich ja auch schon in den letzten Folgen auch gesagt, ist so ein bisschen, die Büros kommen teilweise aus einem fetten Markt. Da musste man sich nicht Gedanken machen, was man kriegt.

Da kam immer irgendwas rein und es war einfach auch alles groß und da wurde viel gebaut, Bauboom, wir haben alle gehört. Jetzt ist es aber eher so, dass es nicht mehr so ist, dass man wieder als Spezialmensch wahrgenommen wird und eigentlich nur noch im Notfall angerufen wird. Und das wollen wir ja nicht sein, sondern wir wollen ja am Ende die sein, die wirklich helfen und die am Ende auch früh mitkommen. Weil das ist ja auch, was ich festgestellt habe, die Bauern kommen relativ spät zu uns, wenn sie denn zu uns kommen.

Und dann ist vieles schon entschieden. Die waren schon bei einem Energieberater, der hat dann aber, wie ich gerade sagte, die Aufstockung gar nicht mitgedacht. Die kommt vielleicht teilweise schon mit einem Entwurf, aber der Architekt, der Letzte war doof, oder die Bauunternehmer, wo sie waren, war doof und die wollen das jetzt wirklich von einem Architekten. Dann sind die aber schon so festgefahren in ihren Sachen.

Da kann ich dann nicht mehr kommen mit, wollen wir das ganze Thema nicht auch nachhaltig, also nicht nur nachhaltig baustofftechnisch, was ich ja eben sagte, sondern auch für euch nachhaltig, langfristig planen. Dann fängt man wieder von vorne an und ich sage den Bauern dann in solchen Momenten, wer hätte denn nicht früher gekommen, das hätten wir alles viel kostengünstiger, wie sie es eben auch sagten, mit viel mehr Synergieeffekte, alles von Anfang an lösen können und wir beraten das. Ich habe ganz viele Bauern auch, die sagen, oh, ich würde gern sanieren. Dann gucke ich mir das an und denke, wollen wir nicht erst mal einen Sanierungsfahrplan vorschieben, dann habt ihr tatsächlich Chance, das auch alles fördern zu lassen.

Ach, das wusste ich gar, das hat mir auch gar keiner erzählt. Dafür kommt, und allein aus dem Synergieeffekt macht es eigentlich super Sinn, solche Sachen einfach auch schon mitzuhaben, die Fachexperten hier zu haben, auch wenn wir am Ende nicht jeder alles können hier, aber wir haben immer alle im Büro, die irgendwie eine Fachexpertise haben, dass wir das einfach mit anbieten können und die Fachleute einfach am kurzen Draht haben und auch hier haben, wenn dann solche Fragen aufkommen, die dann einfach mitkommen können und sagen können, berat mal, Consulting, das ist ganz, ganz wichtig. Und wie gesagt, ich selbst, deswegen wir hatten vorhin nur über unsere Mitarbeiterin, Consulting gesprochen, ich selbst bin eben DGNB Auditor. Also ich habe beim DGNB eigentlich alle Ausbildungen gemacht, die man machen kann, also ich bin Consultant gewesen, jetzt Auditor, bin auch ESG-Manager, also das heißt quasi der Betrieb wird jetzt auch, also Betriebe von Gebäuden werden mittlerweile auch zertifiziert, also man kann sich von einem großen, ich sage jetzt mal so eine Firma, die hier so sind, so Schwartauer, Niederegger, die könnten jetzt quasi zu mir kommen und sagen, ich würde gern meinen Betrieb, also wir wollen nichts bauen, aber wir wollen unseren Betrieb nachhaltig aufstellen.

Das ist dann die Aufgabe eines ESG-Managers, der das dann quasi unter Nachhaltigkeitskriterien und EU-Normen dann aufstellt und dann sind sie quasi im Betrieb ESG-konform und das wird dann eben gemanagt und auch zertifiziert tatsächlich. Und eben, was ich vorhin sagte eben auch, Berater für nachhaltiges Bauen im System BNB, also wir können eben auch öffentliche Gebäude nachhaltig zertifizieren. Sprich am Ende alles, also von Privatbau über öffentliche Bauten, aber auch Industriebau, Geschäftshäuser. Alles, was zertifiziert werden kann, können wir zertifizieren.

Okay, ja wow, ich bin begeistert. Also da öffnet sich eine ganz neue Welt für mich. Also wir hatten ja relativ in den ersten Folgen drüber gesprochen, über diese unterschiedlichen Vernetzungen von Themen, aber da dachte ich, okay, im Bau an sich, im Architektur an sich, aber da kommen ja immer mehr Punkte rechts und links dazu, die ja ideal sich zusammen ergänzen und was man dann hier im Wohnzimmer besprechen kann, wo wir jetzt ja auch gerade sitzen. Was mich ja zur nächsten Frage bringt, so das Team an sich, die Philosophie vom Büro, da würde ich gern heute mal ein bisschen drüber sprechen.

Einerseits, wer ist so im Team? Und andererseits, was ist die Philosophie allgemein? Ihre Philosophie? Naja, meine ist es grundsätzlich nicht, aber klar, ich bin der Philosophiegeber, aber grundsätzlich funktioniert Philosophie ja dann nur gelebt, wenn es alle auch leben und die Philosophie annehmen.

Ich würde mit einem Cliffhanger anfangen und dann beschreiben, ich habe tatsächlich gerade gestern ein Bewerbungsgespräch hier gehabt, was positiv war, also dieser potenzielle Mitarbeiter hat auch schon zugesagt. Und das Witzige ist, der ist tatsächlich über den Podcast gekommen. Also das, was er schon gehört hat, hat ihn einfach so bewegt und so ins Grübeln gebracht, dass das, was er im Moment auf seiner Arbeit hat, hat er gesagt, was, es gibt auch was anderes da draußen? Cool, das gucke ich mir an.

Und dann war er eben hier, auch hier gerade, wo wir jetzt sitzen, haben wir das Bewerbungsgespräch gemacht. Und das war so locker und das war so toll. Und der Mitarbeiter war auch so toll, dass wir eigentlich sofort zueinander gefunden haben. Und das meine ich eben mit Philosophie.

Also er kennt meine Philosophie, also unsere Philosophie, die wir geben, die wir zur Verfügung stellen. Und dieser Mensch nimmt quasi diese Philosophie auch auf und an. Und kommt nicht und sagt, ja, wäre ein Kompromiss hier zu arbeiten, aber es geht. Da ist, glaube ich, schon noch Voraussetzung, dass man auch selber ähnliche Werte, ähnliche Philosophie hat.

Ja, man muss genau auf demselben Standpunkt sein. Sonst macht das, sonst hat man zu viele Reibungspunkte. Also ich glaube, wir können nichts aufdoktrinieren und wir können auch nicht irgendwas vorgeben und sagen, das muss so. Sondern wir können es am Ende nur als Idee geben und als Chance geben und sagen, das wäre die Chance, wenn man hier arbeitet, das zu tun.

Und der Gegenpart muss das annehmen, wie in einer guten Beziehung auch. Also da funktioniert es auch nicht. Wenn zwei unterschiedlich völlig voneinander, dann wird das nie gehen. Sondern es muss immer miteinander funktionieren.

Und das sehen wir uns ein bisschen als Philosophiegeber. Und die Mitarbeiter sind dann die Philosophienehmer, die das dann annehmen und sagen, es ist so toll, es ist so gut. Und das war eben genau das Beispiel, das hat man da gespürt. Das war einfach, der war völlig überzeugt davon, hierher zu kommen, weil er von dieser Philosophie überzeugt ist, die er bisher mitbekommen hat, dass das einfach anders ist, als was er bisher mitbekommen hat.

Und würden Sie da sagen, dass dann die Mitarbeiter selber auch in sich das schon tragen müssen? Oder ist eigentlich nur Voraussetzung, dass man offen dafür ist für eine gewisse Philosophie? Weil wenn ich jetzt zum Beispiel daran denke, junge Mitarbeitende, die studieren oder vom Studium kommen, die haben ja sicherlich noch keine große Philosophie entwickelt. So, die haben Kenntnisse.

Vielleicht haben die hier und da schon mal ein Praktikum gemacht, aber haben wahrscheinlich noch nicht eine großartige Philosophie entwickelt. Ist sehr vielschichtig tatsächlich, ich glaube, beides geht. Junge Absolventen gehen auf jeden Fall, weil sie noch... Das klingt jetzt blöd formbar.

Also, sie kommen mit sehr viel Idealismus, was, ich sag mal, in unserer Philosophie, die wir geben, sehr gut reinpasst. Also, wir sind eben auch Leute, die hier gerne auch neue Sachen annehmen. Man merkt das ja. Also, wir überlegen Energieberatung, aus eigener Cool-Idee machen wir, ja.

Wir haben jetzt ein anderes Beispiel. Ich hatte überlegt, Mensch, wie machen wir denn irgendwie Aufmaße einfacher? Jetzt haben wir uns einen Laser besorgt und machen in Zukunft Laser-Aufmaße. Da hab ich was hinten stehen sehen, auf so einem Stativ.

Genau, das sind Laser-Aufmaße. Gehen wir auch noch mal bestimmt in einem extra Podcast, wie ist die Aufmaß-Situation heute, wie gehen Architekten? Aber wir sind da für alles neue offen, für neue Inputs. Für, ich hab jetzt tatsächlich einen Gast in der Akquise für unseren Podcast, mit dem wir tatsächlich hauptsächlich über Social Media und KI in der Architektur sprechen werden.

Also, auch das sind alles neue Inputs. Und da ist natürlich ein Student, Absolvent, super empfänglich für solche neuen, idealen Sachen. Auch das braucht ein Team, also diese neuen Inputs. Andersrum brauchen wir aber auch Erfahrungswerte.

Erfahrungen, wo wir einfach sagen, okay, wenn du das zehnmal so erlebt hast, dann ist da ja was dran. Das kann man spicken mit neuen Ideellen, aber trotzdem braucht man so ein bisschen diese Leitplanken oben und unten. Ich sag mal, der Ideale, da hab ich jetzt so rausgefunden, der Ideale, der hier herkommt, der das sofort annehmen kann. Also, ich sag jetzt mal, den ich gerade beschrieben hab, der mit Erfahrung, der braucht, glaub ich, relativ lange, sich da reinzuholen, dass er sich ständig wandelt, der braucht eigentlich normalerweise so seine alten Strukturen, der kennt das so, hab ich schon zehnmal gemacht, klappt auch ein elftes Mal.

Haben wir aber trotzdem Platz für, und da sind wir auch offen. Ich sag mal, der ideelle Mitarbeiter ist eigentlich der, der kommt, also der, der das auch die Philosophie versteht, ist der, der schon es anders erlebt hat. Also, so der Junge mit Ideellen, sag ich jetzt mal, so ein Werdegang, war vielleicht ein, zwei Jahre in einem Büro, wo er dachte, Mensch, da will ich jetzt aber so richtig aufgehen, hat vielleicht auch ganz viele Sachen versprochen bekommen, was ja alles geht. Oft ist es ja, dass es dann auch gespickt mit ganz vielen eigenen Fantasien und wo es denn hingeht, und dann kommt halt die bittere Realität, und dann ist das irgendwie doch nicht alles, was glänzt, und dann ist es eben, wie ich sagte, vielleicht auch ein Büro, wo es alles noch ein bisschen staubig ist, wo vielleicht auch mehr Erfahrungsträger sitzen, wo es ewig dauert, um da auch hinzukommen, wo am Ende mit Erfahrung geprahlt wird, und Junge kriegen dann nicht so die Chance, gehört zu werden.

Inputs, neue, sind dann auch eher schwierig, weil man sagt, ach, das machen wir seit, so der Klassiker machen wir seit 30 Jahren, so was soll ich jetzt ändern, das meine ich somit staubig. Und wenn ich dann so ein, zwei Jahre, und das ist genau der Charakter, ein, zwei Jahre nicht gehört werde, nicht wahrgenommen werde, vielleicht auch in meinen Ideellen gebremst werde, dann gibt es unterschiedlichste Charaktere, manche ordnen sich dann unter und sagen, vielleicht ist es dann einfach so, weil sie es vielleicht auch nicht anders hören und kennen, deswegen wollen wir ja auch den Podcast machen, dass man einfach sieht, ähnlich wie der andere Mitarbeiter sagt, ach, da gibt es ja doch was, was zu mir passt. Und dieser Mitarbeiter hört das vielleicht, sieht das vielleicht, und wird irgendwann an den Punkt kommen, dass er unzufrieden ist. Und diese Unzufriedenheit, die münzt sich um in, ich möchte was anderes, ich möchte was Neues, ich möchte vielleicht genau das, was wir geben, und dann kann er es auch annehmen, weil er es anders schon erlebt hat.

Also eine gewisse Empfängnisbereitschaft. Genau, also drei Mitarbeiter von uns, würde ich das Profil genau so unterschreiben, die das genau so erlebt haben. Und dann gibt es wahrscheinlich auch noch Menschen, die am Ende in jedem Beruf, die dann aber irgendwann sagen, ich, dann halt nicht verbittert werden, dann sich irgendwie unterordnend nicht mehr beteiligen, aber dann einfach nur noch irgendwie auf einem Niveau funktionieren. Ich weiß nicht, ob das in der letzten oder vorletzten Folge war, wo wir über Berufe gesprochen haben, ich glaube, da haben Sie die Frage gestellt, ob es welche gibt, die das einfach nur das Geld deswegen machen.

Also solche vielleicht dann schon, aber sie geben dann nicht mehr 100%. Und das ist eben auch eine unserer Philosophien, wenn jemand das so annimmt, diese Philosophie, dann sind wir auch diejenigen, die die Menschen dann in den jeweiligen Fachgebieten, auch wo ich das Gefühl habe, Mensch, da mache ich 120%, ohne mich anzustrengen, da setzen wir die Leute ein. Da wollen wir hin, dass die Leute dort arbeiten, weil sie dann eben glücklich sind, von alleine 120% geben, ohne dass man da drücken muss und sagen muss, ja, zur Architektur gehört, aber von Anfang bis Ende. Wenn das in dem Charakter nicht möglich ist, weil er vielleicht, sei das wieder ein gutes Beispiel, was jeder wahrscheinlich kennt, also die aus der Architektur kommt, das ist ein Top-Entwerfer, der hat Ideen, den kann ich nachts um 3 aufwecken, der hat die beste Idee für das Ding.

Ja, den muss ich doch nicht auf die Baustelle schicken. Nur weil Architektur nun mal alles dazugehört. Oder der muss den Bauantrag doch nicht machen, das ist doch Quatsch. Und dann habe ich vielleicht jemanden, der sagt, oh, ich komme vielleicht aus der Behörde, ich kenne das alles mit den ganzen Behördensprachen, aber so hier dieses Ganze Malen und Zeichnen und hier irgendwie Zahlen und Rechnungsprüfungen, das ist alles nicht so meins.

Ja, der kann bei mir hier Bauanträge machen. Da gibt er 120%, weil er das kann, weil er da Bock drauf hat. Und weil er merkt, dass ich ihn dort einsetze, wo er seine Stärken sieht. So, und das ist dann auch wieder so ein Geben und Nehmen.

Heißt nicht, dass hier nicht auch jemand mal was macht, was irgendwie unangenehm ist, aber ich habe da nicht die Erwartung, dass der Mensch da drüben 100% gibt, weil ich weiß, das ist irgendwie nicht sein Stärken, das ist kein guter Entwerfer, der hat da auch nicht so viel Lust zu. Aber es geht nun mal gerade nicht anders. Aber da merken wieder beide, ich bei ihm, oder ihr und sie bei mir, wir haben nicht die 100%-ige Erwartungshaltung zueinander, weil wir uns ausgesprochen haben und wissen, das ist jetzt nicht so meins. Aber ich mache es trotzdem.

Das ist dann wieder so gegenseitige Wertschätzung. Und das ist eben auch Philosophie in unserem Büro. Was ich nicht verstehe, das ist doch eigentlich so schlüssig. Warum wird dann da so viel von oben herab diktiert?

Weil letztendlich funktioniert, genau, weil am Ende hat das doch nur für alle Vorteile, wenn man das genau so lebt. Ich glaube, das ist auch wieder unterschiedlicher Natur. Ich kann wieder nur aus meinen Erfahrungen berichten, die ich selbst in Büros gemacht habe. Oft ist es...

Also hatten Sie auch die negativen Erfahrungen vielleicht gemacht? Ja, ich hatte die genauso gemacht. Das ist ja auch am Ende Punkte, warum ich sage, ich möchte das in Zukunft nicht so machen. Das ist auch, warum ich vielleicht zu dem Philosophiegeber geworden bin und nicht zu dem auf Regeln, auf Setzer gekommen bin, sondern eher zu dem, ich gebe Angebote, das kann man so machen.

Müssen Sie aber auch nicht. Und ich glaube, dass das unterschiedlicher Natur ist, ganz klar. Aber ein Punkt kann zum Beispiel sein, Kontrollverlust. Also Angst davor zu haben, Kontrolle abzugeben.

Das ist ganz häufig der Punkt. Man sagt, ich muss überall noch mit drin sein. Also wenn ich das nicht mache, dann läuft das nicht. Da habe ich immer ein gutes Mantra in mir gehabt, da werden wir Unternehmertum ja auch nochmal drüber sprechen.

So ein gutes Mantra gehabt, wo ich einfach sage, ganz ehrlich, dein Unternehmen funktioniert erst, wenn du als Chef nicht mehr gebraucht bist. Dann funktioniert dein Unternehmen und das ist mein Mantra. So, wenn ich mich überall einmischen muss, dann läuft in meiner Firma irgendwas falsch. Solche Phasen gibt es, ganz klar.

Aber dann weiß ich, ich muss genau an diesen Phasen daran arbeiten, dass es nicht so ist und das ist eben dieses stetische Wandel. Da muss ich Sachen automatisieren. Dann muss ich vielleicht auch für manche Sachen Regeln aufsetzen, damit das in Zukunft einfach funktioniert. Denn ich habe als Chef eigentlich die einzige Aufgabe ist, mich selbst abzuschaffen.

Das ist eigentlich meine Aufgabe. Leute so effektiv einzusetzen, dass ich selbst das nicht tun muss. Und dass ich am Ende nur, ich sage jetzt mal Marionettenspieler bin und sage, der muss jetzt aber heute da, der muss da. Weil der einzelne Mitarbeiter, das große Ganze im Büro natürlich nie, der kann ja nicht sagen, ach, lieber Chef, Sie müssen aber jetzt mal den dahinsetzen.

Das ist ja nicht deren Aufgabe. Aber wenn ich jetzt anfange, immer überall noch Projektarbeit zu machen und zu sagen, ja, dann komm, ich mach das eben, dann kann ich das doppelt so schnell. Bestimmt kann ich das. Aber das ist nicht die Lösung.

Genau, vielleicht deswegen funktioniert es dann auch nicht. Weil dadurch, dass Sie dann eben die Zeit haben, den Freiraum haben, haben Sie Zeit, die Philosophie zu entwickeln und dann eben auch zu gucken, welche Mitarbeiterinnen haben welche Stärken. Wo können Sie diese Stärken halt auch einsetzen? In derselben Philosophie ist es nicht im Unternehmen arbeiten, sondern am.

Und das ist für mich schon von Anfang an in diesem Unternehmen das Thema, wo ich sage, ich will am Unternehmen arbeiten und nicht im. So, das ist für mich ganz, ganz wichtig. Und das sage ich mir ganz, ganz oft. Und das führt mich dann auch immer dazu, mich wieder zurückzunehmen und zu sagen, nein, das mache ich jetzt nicht.

Ich kümmere mich darum, dass es gemacht wird und dass es möglichst effektiv gemacht wird, unter anderem jetzt auch mit dem Laser. Oft war es dann so, dass dann Mitarbeiter raus sind. Dann kamen sie wieder, dann fehlt den Maß, was völlig natürlich ist. Wo ich dann sage, ich bin rausgefahren, habe ich das Maß aber gemacht.

Und so ist es vielleicht dann in alten Büros so, wo ich denke, oh ja, und dann ärgert man sich. Und dann sagt man, dann mache ich es nächstes Mal lieber selber. Und schon steht der Chef draußen und misst auf. Ist doof.

Also, dran finden, was können wir ändern, was können wir machen. Also, das System so einfach machen, dass ich einfach rausfahre mit dem Laser. Ich habe alle Maße, ob ich sie brauche oder nicht. Und dann komme ich wieder nach Hause und ich kann quasi zeichnen und in jeder Leistungsphase zeichnen.

Das Maß, was ich brauche, ist dann in der Datei des Lasers drin. Also, am Unternehmen gearbeitet. - Großartig. Okay. Ja, jetzt kommen wir von so einem großen philosophischen Thema.

Fand ich wirklich mega spannend. Dann, aber jetzt mag ich doch über den Laser kurz reden. Ich will eine Sache noch vorher. - Ja. Denn wir sind ja, also ich...

Man selber erfindet sich ja auch teilweise immer wieder neu. Als Büro oder als Person? - Nee, als Person. Denn am Ende ist es ja alles nur Ideen. Und man bekommt ja auch jetzt nicht unbedingt jeden Tag Feedback darüber und sagt, Mensch, ja, toll, Herr Chef, dass du das so machst.

Das kommt ja nicht. Sondern es wird ja, wenn das Büro funktioniert, muss das dann dank genug sein. Und wir sind tatsächlich Anfang des Jahres, rückwirkend fürs Jahr davor, mit dieser Idee des Büros, also ich als Person, ausgezeichnet worden, was mir tatsächlich noch mal so den Schwung gebracht hat, zu sagen, ja, es ist genau richtig so, wie wir es machen. Es war eine Idee, und die Idee wurde sofort gesehen und honoriert.

Wir sind quasi für '24, also aus '23, für '24 ausgezeichnet, oder ich als Unternehmer des Jahres. Da gibt es unterschiedliche Kriterien, kurz am Markt. Also es ist jetzt nicht ein Unternehmer, ich bin ja jetzt nicht irgendwie Deutsche Bahn oder so, wo man sagt, ja, der muss lange und viele zahlen. Sondern es ist eher so, die Idee des Unternehmens, nachhaltig, langfristig, aber kurz am Markt.

Also noch nicht lang am Markt. Das waren alles so die Kriterien, die da reinpassten, und da sind wir ausgezeichnet worden. Also ich als Unternehmer des Jahres, was mir echt noch mal Schub gebracht hat, um diese Idee auch einfach weiterzutragen und zu sagen, ja, das ist genau richtig, genau da muss es jetzt hingehen. Aber zum Laser, genau.

Was ist die Frage? Dazu noch ganz kurz, ich finde es großartig, dass Sie da ein Leuchttürm dann sind in der Branche und sagen, okay, ich möchte jetzt da ein positives Beispiel so rein. Weil ich jetzt als Branchenfremder würde jetzt mal trotzdem sagen, auch nach den Gesprächen, die wir jetzt schon hatten, was die Branche auf jeden Fall braucht. Die Branche braucht das, und das ist auch das Lustige, andere Branchen machen es ja vor.

Es ist ja nicht so, dass ich nachts aufwache und sage, ich habe eine neue Idee, sondern ich lasse mich natürlich auch beraten und ich gucke auch mir Unternehmen an, die gut funktionieren und nehmen so das Beste davon mit. Unabhängig jetzt von der Branche. Genau, von der Branche. Aber wie Sie genau sagen, gerade unsere Branche braucht das, weil gerade unsere Branche gefühlt genau diese Staubigkeit noch hat, wo diese Angebote nicht gemacht werden.

Ich meine, klar, bestes Beispiel ist Google, New Work. Hatten wir glaube ich auch mal erzählt, wo diese Bürowelten zu Besuch waren. Das sind alles Firmen, die leben das alles schon vor. In einem anderen Extrem, klar.

Da ist dann die Kunst, das aufs eigene Unternehmen zu... Vielleicht ist es auch ein Ding, dass sich viele Architekturbüros und Inhaber von Architekturbüros sich nicht so sehr als Unternehmer sehen. Ich glaube auch. Ist der nächste Punkt, den ich gebracht hätte nach der Angst des Kontrollverlustes, wäre das nächste Thema.

Sieht sich eigentlich der Architekt, Geschäftsführer, Inhaber des Büros wirklich als Unternehmer? Oder bräuchte er eigentlich einen Geschäftsführer? Oder bräuchte er eigentlich einen Unternehmer als Geschäftsführer, damit er als, was weiß ich, Senior-Architekt wirklich die große Architekturbubble dann führen kann, damit er eben seine Entwürfe, seine... Ich glaube, das ist auch ganz viel so in der Branche.

Aber damit stoßen wir vielleicht in so ein ganz großes Nest, dass sich dann auf einmal Menschen mit 60 hinterfragen, "Oh, bin ich doch vielleicht eher der Künstler, der kreiert und bin gar nicht der Menschenführer?" Weil es sind ja unterschiedliche Dinge. Und das ist ja auch vollkommen fein, wenn man das für sich versteht. Das sind meine Qualitäten, das oder das sind meine Qualitäten. Das ist ja überhaupt gar nicht wertend oder sonst was.

Sondern es sind ja am Ende wirklich, mache ich das, was mir liegt und was ich auch wirklich will. Weil auch das ist ja sicherlich, wenn jemand gerne entwirft, das, was Sie eben gesagt hatten, jemand, der entwirft, ist vielleicht nicht so gut dann auf dem Bau. Aber genauso ist er vielleicht auch jemand, der ein Architekturbüro oder diese Traumvorstellung hat, ein Architekturbüro zu gründen, aber vielleicht gar nicht Team führen kann oder vielleicht gar nicht ein Unternehmen führen kann. Ich glaube tatsächlich, dass viele Architekten da draußen ein Unternehmen gegründet haben, weil der Markt, das hat funktioniert, das kam alles von alleine.

Die waren nie gezwungen, Unternehmer zu sein, sondern das lief. Die Leute kamen, man hat dann irgendwann mal, und das ist ja genau das Problem, es gibt keine Strukturen im Büro, wenig Strukturen, das wird dann immer verkauft als, wir sind ja flache Hierarchien, ist immer so das klassische Wort, wo man dann immer denkt, okay, für mich wäre das schon so eine Red Flag. Noch mal, wir haben ja auch flache Hierarchien, aber wenn ich damit werbe, dann weiß ich, irgendwas ist in meinem Beruf vielleicht gar nicht so richtig, weil ich muss es ja auch leben. Und es gibt gewisse Strukturen, es gibt Projektleiter, die einfach, und es ist einfach am Unternehmen dran, dass der Chef nicht vom letzten Zeichner den Strich kennt.

Das ist einfach normal. Das sind nicht unbedingt Hierarchien im Sinne von, der muss dem und dem und dem und so was sagen, sondern es geht einfach darum, um Aufgaben zu teilen, abzugeben und zu sagen, ich habe hier einen Zeichner, dem vertraue ich. Das sind auch Hierarchien. Ich muss nicht mehr den Strich kontrollieren, den der Zeichner macht.

Sondern das macht vielleicht der Projektleiter stichprobenartig. Der Projektleiter sagt, die Zeichnung ist okay. Und ich vertraue meinem Projektleiter und sage, wenn die Zeichnung geht, dann laufe ich zum Bauherrn und sage hier, deine Zeichnung ist okay. Es gibt ja auch Unternehmen, die eher nach so Aufgabenverteilung einfach verteilt sind, wo es nicht dann wirklich Leitungsebenen gibt, sondern halt dann, wie Sie gesagt haben, Projektleitung.

Dann gibt es dieses Projekt, dann leitet die Person. Es gibt dieses Projekt, ganz neue Formen. Ja, also wie gesagt, das funktioniert auch in anderen Büros tatsächlich. Aber ich glaube tatsächlich, es steht und fällt mit dem Unternehmertum.

Ist es wirklich ein Unternehmen, arbeite ich an meinem Unternehmen und dann arbeite ich automatisch auch an meinen Mitarbeitern? Oder ist es einfach nur, bin ich Architekt, bin ich Inhaber, habe ich gegründet, steht mein Name vorne dran und dann ist das Thema durch? Das ist glaube ich ganz, ganz viel draußen auf dem Markt. Und das ist das, wo wir uns vielleicht dann auch unterscheiden, wo wir uns dann auch eben wie arbeiten am Unternehmen und überlegen, was geht, was könnten wir noch, wo stehen wir deswegen, vielleicht auch Podcasts.

Also wir sind einfach da, probieren einen uns einfach mal aus. Ja, wow, sehr viel in dieser Folge. Ich gucke auf die Uhr, also ich hatte eigentlich noch paar Themen, aber ich glaube, das schaffen wir jetzt gar nicht mehr. Bei irgendwas wollten Sie zum Laser noch wissen?

Ja, wenn Sie noch Zeit haben. Für den Laser habe ich noch Zeit. Okay, ja, weil ich habe da jetzt gesehen, da war so ein Stativ und dann da oben so eine große Fassung drauf. Sie hatten eben gesagt, damit kann man jetzt Häuser auslasern.

Also einerseits, was kann dieses Gerät überhaupt und wofür ist es da? Genau, also das ist ein LIDAR Laser. Also der arbeitet mit LIDAR Laserstrahlen und dieser Laser kann eben, viele kennen das vielleicht von ihrem Staubsauger, der funktioniert grundsätzlich auch so. Also diese Staubsaugerroboter, die funktionieren auch so, zwar nur in der Horizontalen.

Die messen den Raum auch mit LIDAR ab und dann sieht man so eine Punktwolke auf seiner App und dann sieht man, ach, da war der Staubsauger schon und dann kann er sich im Raum orientieren. Das funktioniert im großen Stile auch in diesem Laser. Der macht das eben nur 3D, also in alles, in alle Himmelsrichtungen. Und der kann eben Räume genauso vermessen.

Und je mehr Punkte ich in diesem Raum quasi vermesse mit diesen Entfernungsmessern, mit diesen LIDAR Laserstrahlen, desto genauer kann ich am Ende Sachen messen und kriege eine Punktwolke. Ich sage jetzt mal, wenn ich jetzt mal hier so im Raum hingucke, wenn ich den aufmesse, kann ich ihn am Ende genau aus dem Regal sagen, wo welches Buch steht, weil er so genau die Punkte abmisst. Und ich könnte dann in meinem Entwurf quasi eigentlich das Regal eins zu eins nachbauen. - Digital dann darauf zugreifen? - Genau. Die Punktwolke lade ich in unser Zeichenprogramm und die Punktwolke wird dann von unseren Konstrukteuren, von unseren Architekten, Zeichnern, werden die dann einfach eins zu eins in der jeweiligen Leistungsphase.

Also in Leistungsphase zwei brauche ich jetzt erst mal nur Wände und ein bisschen Löcher und ein bisschen Fenster. Auch in der Energieberatung erst mal nur das. Aber wenn es dann weitergeht in die Sanierung und vielleicht aufwändige Scheunen, Balkenlagen, Durchbiegungen von Balken, das kann der alles erfassen. Und ich habe dann alles hier bei mir und muss nicht für jeden Balken, für jede Balkenlage, die dann irgendwie das Foto falsch ist oder die Messreihe komisch war, habe ich die Möglichkeit, da immer darauf zurückzugreifen.

Das ist so die Grundvoraussetzung. Vielleicht können wir noch mal irgendwann ein Instagram-Video von machen, wie das denn funktioniert. - Ich dachte hier auch schon ein paar Tutorials, weil ich glaube, das interessiert auch andere. Jetzt auch vor allem in Architekturbüros zuhören. Großartige Technik.

Wie hat man es früher gemacht? Oder jetzt zuvor? - Klassisch ist ja ganz früher mit Zollstock. Ich weiß, ich bin so auch noch groß geworden, Zollstock ganz normal. Dann kamen irgendwann die Laser-Messwerkzeuge hier, die man so auch im Baumarkt aufzieht. - So Entfernungsmesser.

So dass man eben nicht mehr den Zollstock irgendwie ausmessen muss. Aber am Ende... - Dann ist es ein riesen Sprung. Sie müssen sich ja mal den vorstellen. Wenn Sie jetzt in dem Raum stehen, mal die Möbel alle raus.

Also wirklich nur die nackten Wände. Dann muss ich den Laserscanner an jede Wand halten, muss die Tür ausmessen mit dem Zollstock vielleicht, muss die Höhe der Decke ausmessen. Und mit dem Laser jetzt bei so einem einfachen Raum, den stelle ich hier einmal rein. Der braucht drei Minuten und ist fertig.

Und ich habe alle. Ich habe die Steckdose, ich habe den Schalter, ich habe einen Fernseher, ich habe das Regal, ich habe alles mitgenommen. Das ist schon ein Riesensprung. Und dann aber, wenn ich jetzt denke, so ein Kuppelhaus oder ein Dach mit Strähnen und Balken... - Das ist unmöglich aufzunehmen.

Also wenn ich jetzt ein Haus habe mit einer runden Decke, wie soll ich das aufnehmen? Also das kann ich nicht nur so abtasten mit Laserstreien. Sonst wäre das ziemlich aufwendig. Dann denke ich mir, wie hat man das früher gemacht?

Also das ist ja jetzt wahrscheinlich... - Aufwendig. Eine Aufnahme von so einem komplizierten Raum oder ich sage mal jetzt von der Kirche z.B. Da habe ich Wochen mit zu tun. Also wenn ich bis in die Leistungsphase 5 gehen will, habe ich Wochen damit beschäftigt.

Jetzt, für so eine Kirche, würde ich jetzt behaupten, mit innen und außen, ein Tag. Das ist schon ein Unterschied. - Wow, beeindruckt. Genau, jetzt wollte ich aber auch noch einen Teaser loswerden. Denn es ist ja eigentlich schon die letzte Folge, offizielle letzte Folge dieses Jahr.

Ja. - Ich habe mir aber überlegt, ich werde ein Spezial machen, ein Podcast-Spezial. Um einfach, soll natürlich auch wieder, wie unser Podcast auch, vielleicht ein bisschen zum Nachdenken, ein bisschen was Lustiges. Also ich habe mir da eine Weihnachtsgeschichte ausgedacht, um einfach mal Danke zu sagen. Und die werde ich dann am 24.

Kommt die raus und werde die dann quasi zum Heiligen Abend verlesen. Und vielleicht hört ihr jemand am 24. häufig, ich kenne das noch aus meiner Kindheit, Jugend, war sowieso tatsächlich ein bisschen langweiliger Tag, kochen beschäftigt, gerne Podcast nebenbei hören, Weihnachtsgeschichte hören, Plätzchen backen, nochmal vorbereiten, die letzten Sachen, den Podcast hören und dann sich auf Weihnachten einstimmen. Oder abends statt der Weihnachtsgeschichte vorm Tannenbaum, bevor es die Geschenke gibt, ihre Geschichte. - Wenn das wirklich einer macht, dann komme ich zu dem auch nach Hause und lese die Geschichte vor. Das wäre natürlich ein Knaller.

Ja, aber es ist tatsächlich, das Jahr ist rum. Das ist, so schnell ging es. Jetzt habe ich aber auf meinem Zettel tatsächlich, müssen wir eigentlich noch eine Sache klären. Da sind Sie dran, das weiß ich.

Das wäre der neue Jingle. Weil wir können nächstes Jahr natürlich nicht mehr mit Weihnacht Jingle starten. - Das stimmt. - Aber Sie sind da dran. - Es ist ein anderer Jingle. Sie hätten mir gefragt, ob ich das machen kann. Und ich habe da schon so ein paar Ideen.

Ich habe ja jetzt auch schon, falls die Hörer das jetzt noch nicht gewusst haben, jetzt ja auch schon so ein bisschen hier und da meine Finger im Spiegel gehabt. Bei der Musik zumindest. Ja, ich würde mal sagen, lasst euch überraschen, was da kommt. - Gut. - Dann bin ich auch gespannt auf Ihr Feedback. - Ja, also ich sage jetzt mal, für die Hörer wünsche ich jetzt noch nicht frohe Weihnachten, weil das werde ich dann am Heiligen Abend hoffentlich live machen. Ich hoffe, es hören auch ganz viele.

Und nicht dann erst im neuen Jahr, dann ist es zu spät. - Mich haben Sie auf jeden Fall. - Sehr schön. Aber Ihnen, Sie sehe ich heute das letzte Mal vor Weihnachten. Ich weiß, wir haben auf dem Zettel noch eine Sache. Ich würde Sie gerne zumindest soweit haben.

Wir haben noch eine Sache, die wir klären müssen im Podcast. Und ich würde tatsächlich, das ist jetzt natürlich noch fast ein Monat hin, ein paar Feiertage dazwischen. Ich würde Sie gerne noch mal zum Abschluss dieser Staffel tatsächlich. - Ist das die vorletzte Folge? - Ich habe es leider jetzt rausgehauen. Es ist quasi die vorletzte Folge für die Staffel. - Okay. - Aber keine Angst, wir machen weiter. - Haben Sie einen Plan? - Ich habe einen Plan.

Wir machen weiter. Ich habe ja schon gesagt, ich bin in der Akquise bei Gästen. Es sieht gut aus. Und das wird echt, das werden Knallergäste.

Und dementsprechend haben wir jetzt echt, wir hatten das ja am Anfang gesagt, wir wollen den Podcast dann auch enden lassen, wenn Gäste kommen. Und dementsprechend ist es echt die vorletzte Folge. Und unsere Liste ist auch abgearbeitet. Wir haben jetzt noch eine Sache, die wir klären wollen.

Das machen wir in der nächsten Folge, im neuen Jahr, auf Takt. Ich freue mich. - Ich mich auch. - Und hoffe jetzt einfach, ohne dass ich Sie gefragt habe, Sie kommen. - Ich bin dabei, auf jeden Fall. - Ich freue mich. Es war mir eine Riesenfreude dieses Jahr, also einerseits Sie kennenzulernen und auch Teil dieses Podcasts zu sein auf einmal. - Schön. - Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten. - Ich auch, und Ihnen auch. - Danke, genau. SWISS TXT AG / Access Services Daniela Zacheo - 2021

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