Hallo bei RT Architektur. Wieder mal alle zwei Wochen grüßt das Murmeltier. Ja, wie fanden Sie denn jetzt die letzte Folge? Architekt und U-Boot. Ich fand sie total klasse. Also ich habe mir die angehört und ich habe tatsächlich sogar nach fünf Minuten vergessen, dass ich das selber bin. Also ich glaube, wir sind beim Podcast echt auf einem guten Weg. Ich hoffe, den Hörern gefällt es auch. Gebt gerne Feedback. Willkommen beim Architektur-Standtisch von RT Architektur. Heute erzählt Robert Tischer, wie er zur Architektur kam. Wir sprechen über das Podcast-Cover, das heutige Ansehen von Architekten und das neue Büro in Lübeck. Mit dabei Gast JB. Also schnappt euch einen Glühwein oder Punsch und macht dich bereit. Viel Spaß beim Zuhören. Letztes Mal, wir sind stehen geblieben. Studium. Ja, das war ein großer Teaser. Es gab viele Rückmeldungen. Hat jemand richtig getippt? Nein, es hat keiner richtig getippt. Habe ich auch nicht erwartet, denn es ist tatsächlich sehr, sehr viel Glück und Umstände, die dazu bewegt haben, dass ich studieren konnte. Wir sind damals stehen geblieben, dass wir nach Lübeck gezogen sind aufgrund des Studiums. Ich hatte aber eigentlich bis dahin, bis zum Umzug, also bis einschließlich des Umzugs noch vor, auch die Fachhochschule zu machen. Meine Bewerbung ist sogar rausgegangen an die Fachhochschule hier in Lübeck, das zu tun. Ich habe dann aber parallel, besser gesagt meine Frau hat parallel auch schon mal bei der Uni geschaut, was denn die Voraussetzungen sind, wie es denn geht. Und tatsächlich im ersten Eindruck, habe ich dann gesagt, naja, habe ich doch gesagt, ich brauche eine Fachhochschulreife. Ich weiß gar nicht, warum du guckst. Und meine Frau hat aber das Kleingedruckte gelesen, was man durchaus tun sollte. Im Kleingedruckten stand, wenn ich denn, und jetzt löse ich auf, einen Realschulabschluss habe mit einer Ausbildung an einer Industrie- und Handelskammer, einen Handwerks- oder ähnlichen Beruf und Vermessungstechniker zählt in diese Rubrik, plus eine Ausbildung bei der Bundeswehr mindestens unter Offizier, und das war ich, hätte ich die Möglichkeit zu studieren unter folgenden Voraussetzungen. Ich muss die ersten zwei Semester durchziehen, also ich muss alle Prüfungen schreiben, darf nichts schieben in die nächsten Semester, sondern ich muss innerhalb der ersten zwei Semester alles nach Regelstudienzeit ablegen unter dem Mantel eines Probestudiums, so nannte sich das damals, und wäre dann, wenn ich das schaffe, im dritten Semester offiziell matrikuliert und hätte dann tatsächlich den normalen Studentenstatus. Jetzt ist es so, mein Werdegang war bisher, ich war ja sowieso schon acht Jahre bei der Bundeswehr oder bei der Ballerine, und ich hatte eh nicht viel Zeit zu verlieren und ich wollte gar nicht Student, Student sein und einfach sagen, ich gucke mal, sondern es wollte das ja in Regelstudienzeit, mein Sohn hatte sich angekündigt, hat mir in der letzten Folge auch gesagt, das war für mich dann völlig machbar, und ich habe meine Bewerbung zurückgezogen für die Fachhochschule, genau, und habe mich dann tatsächlich im Studium beworben, und habe auch damals dann die Zusage bekommen, dieses Probestudium zu machen, es war ein bisschen hin und her, weil tatsächlich das Geschäftsimmer in der FH das auch noch nicht kannte, das war irgendeine Sonderregelung, die da mal dran stand, steht glaube ich heute gar nicht mehr drin, geht nicht mehr, war damals tatsächlich zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Und es war auch Zufall des Vermessungstechniker, dass sie das gemacht haben. Ja, es war ja kein Plan dahinter, sondern es war eine Ausbildung, die ich sage, die kann ich gut fürs Karten lesen, etc. gebrauchen. Also wie gesagt, es passte alles zusammen, ich glaube, ich war auch wahrscheinlich der Einzige, der genau diese Kriterien alle erfüllt hat, um dieses Probestudium zu machen, ich habe in meiner Studienzeit öfter mal gefragt, und wie bist du? Ja, ganz normal, Abitur, Fachhochschule, also keiner, den habe ich in meiner Zeit getroffen, der ein Probestudium hatte. Ich habe das dann tatsächlich auch in Regelstudienzeit durchgezogen, und habe dann, weil ich eh im Fluss war... Wie viele Semester waren das damals? Damals waren es sechs Semester Bachelor, ich habe tatsächlich in Regelstudienzeit das dann auch weiter gemacht, weil ich war im Flow, man kennt das ja, Studenten, die schieben dann im ersten Semester was gerade, die ersten zwei Semester sind sehr, sehr anstrengend, und man schiebt sehr, sehr viel dann auch in die weiteren Semester, und irgendwann kriegt man das nicht mehr aufgeholt, dadurch, dass ich eigentlich die Chance hatte, das nicht zu tun, hatte ich eigentlich nichts zum Aufschieben, und dann wurde es eigentlich auch immer einfacher, und ich habe dann den Fluss auch nicht abreißen lassen, und ich habe es dann tatsächlich auch in Regelstudienzeit studiert, hatte, glaube ich, einen kleinen Bonus dann bei den Noten, mir wurde die schlechteste Note dann aberkannt, was jetzt im Studium nicht schwer war, das war irgendwie, glaube ich, eine Drei, die habe ich dann nicht gekriegt, ich hatte dann irgendwie nur Zwei und Eins, das war tatsächlich eine glückliche Fügung, die mich dann dazu gebracht hat zu studieren. Das ist krasser Zufall auf jeden Fall, also dass genau das drin steht, also wie wahrscheinlich ist das? Sehr schön. Ansonsten wäre wahrscheinlich ein Jahr länger gegangen, die Fachhochschule? Nee, tatsächlich zwei, also ich hätte zwei ganze Jahre. Eine Abendschule, nicht eine Fachhochschule. Es war tatsächlich eine Vollzeitschule, die Bundeswehr hätte mich ja da auch unterstützt, geheitlich, hat sie im Studium ja auch, hat aber tatsächlich, hätte dann das ganze zwei Jahre gedauert, was in Studienzeit dann vier Semester sind. Okay. Also ich wäre fast fertig und hätte dann erst die Fachhochschule und hätte dann noch sechs Semester studieren müssen. Okay. Und jetzt kommt die nächste glückliche Fügung, ich war der letzte Jahrgang, der mit einem sechssemestrigen Bachelor kammefähig war, was für mich dann, da kommen wir vielleicht dann nachher, also in weiteren Podcast-Folgen noch zu, wie es denn überhaupt in mein Berufsleben eingestiegen bin. Kammefähig war, also sein ist, heißt genau konkret. Genau, für die Leute, die kein Architekt sind. Genau, also kammefähig bedeutet, ich würde quasi, also man darf ja immer den höchsten Titel tragen, das wäre bei einem Bachelor der Bachelor, bei einem Master der Master. Und die Berufsbezeichnung Architekt, ähnlich damals, ist ja auch Dippel Ink, ist ja auch eine Berufsbezeichnung, die ich dann ja nach meinem Diplom bekommen habe, der Architekt sitzt aber noch da drüber, das heißt, wenn man in der Kammer ist, darf man die Berufsbezeichnung Architekt führen. Das ist natürlich jeder Wunsch eines Architekten, das auch zu führen, heißt aber am Ende, man sagt ja trotzdem, ich bin von Beruf Architekt, aber in seiner Signatur schreibt man immer Architekt dazu und das darf man nur, wenn man in der Kammer ist, damit eben der Gegenüber weiß, okay, der kann auch was. In die Kammer kommt man nicht einfach so, also man muss dann auch Berufserfahrung nachweisen, den sechssemestrigen Studiengang nachweisen. Und ich war einer der Letzten, der das konnte mit den sechssemestrigen, danach wurde das angehoben, glaube ich, auf acht und die TH hat, hier in Lübeck hat dann den Semester auf sieben Semester nur gemacht, sodass man mit Bachelor eigentlich nicht mehr kammefähig war, sondern man musste den Master machen. Vielleicht können wir da in unserer Gästeliste, da komme ich eigentlich auch noch so ein kleiner Recap noch aus der letzten Folge, ich habe mir das tatsächlich auch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Ich finde es sehr, sehr gut, mal einen Studenten auch hier einzuladen und einfach mal berichten zu lassen, wie es das heute ist. Es ist nun echt schon ein paar Jahre her, wo ich studiert habe, sollten wir auf jeden Fall unsere Gästeliste aufnehmen, den wir auf jeden Fall einladen müssen, um eben auch solche Sachen mal zu besprechen. Also der Student hier in Lübeck ist quasi eigentlich gezwungen, den Master zu machen, das war ich damals nicht, wird dann aber auch tatsächlich jetzt beim Studium erstmal einen Cut machen. Ich habe das Studium in Regelzeit abgeschlossen und durfte dann quasi in die Berufswelt gehen oder meinen Master machen. Wer jetzt gut aufgepasst hat, könnte raushören, was für mich oder wer mich jetzt vielleicht schon ein paar Folgen kennt, weiß vielleicht schon, was ich gemacht habe. Aber das kläre ich dann hoffentlich in der nächsten Folge auf, weil wir dann tatsächlich weitergehen, was meine Person angeht. Dadurch, Sie haben den Abschluss DIPL INC sozusagen? Nein, den DIPL INC habe ich nicht, weil ich ja den Bachelor, also der DIPL INC ist... Wie war das damals? Ja, der DIPL INC ist ja, also ich habe ja schon Bachelor- und Masterstudiengänge gemacht, die sind ja glaub ich erfunden worden, um in Europa einen gleichen Standard zu haben. Der DIPL INC ist ja noch so eine, aus Deutschland quasi, ein Überbewerbs, das gibt ganz viele. Ich sage jetzt nochmal, es gibt auch welche in meinem Alter, die direkt Abitur gemacht haben und die hatten noch einen DIPL INC. Das war gerade in meinem Studienzeit so der Wechsel in der Architektur, den DIPL INC abzuschaffen und auch Bachelor und Master zu machen. Ich glaube, es gibt auch noch ein paar Unis, die das anbieten, aber man ist halt Europa nicht so weit aufgestellt. Also der DIPL INC ist halt sehr national, jetzt scheinen sich die Geister, können wir vielleicht auch nochmal mit dem Gast klären, der DIPL INC ist. Was jetzt auf dem Papier höherwertig ist, der Architekt, der Master, der DIPL INC, das ist glaube ich auch nochmal eine Folge für sich. Der Titelkampf sozusagen. Genau, der Titelkampf, aber grundsätzlich ist der DIPL INC dem Master gleich gesetzt, das war die Idee dahinter. Da bin ich sehr gespannt auf die nächste Folge, wenn ich da wieder zuhöre, wie es dann weitergeht. Was mich jetzt aber auch nochmal interessiert, weil wir haben ja jetzt schon viel über den Podcast gesprochen, wie man den aufbauen kann. Jetzt gibt es auch eine Gästeliste, also auch wenn jetzt Zuhörer vielleicht hören, gerne Wünsche äußern. Ja oder vielleicht ein Zuhörer dabei, der sagt, ich will auch noch was sagen, aber mich fragt immer nie einer, dann gerne zu uns und sagen. Oder falls die Bauministerin zuhört, dass man darüber… Darf auch gerne kommen, gerne. Genau, aber jetzt nochmal ganz konkret zum Podcast. Das Cover, das hat mich von Anfang an schon beschäftigt. Positiv oder negativ? Beidseitig. Also erstmal positiv ist mir aufgefallen, ich bin hängen geblieben, also so bin ich ja auch auf den Podcast gegangen, das Cover fällt auf. Und dann habe ich rangezoomt und habe dann so paar Personen entdeckt, die nicht ganz so realistisch aussehen. Mich dann gefragt, was hat das zu beteiligen? Ja, wir haben das Cover tatsächlich ähnlich wie unsere Einsprechstimme damals und auch in der Pilotfolge war das ja so, dass wir die Folge so gemacht haben, dass wir die Antwortfrage dann durch eine KI einsprechen lassen haben. Und das Cover ist heutzutage relativ einfach gemacht, auch mit KI generiert. Und wir haben dort der KI gewisse Randbedingungen gegeben, unter anderem Stammtisch, unter anderem Berufsgruppen. Also alles so, wie wir uns auch den Stammtisch vorstellen. Wenn man jetzt natürlich rangezoomt, sieht man auch, da ist wahrscheinlich auch ein Architekt, dort ist auch ein Bauarbeiter, dort sind aber auch vielleicht Studierende, andere Handwerker, Maler. Also das ist eben, er soll ein Portfolio an Berufsgruppen darstellen, wo wir sagen, alle sollen hier mit an den Tisch. Wir wollen mit allen über alles reden und eben genau, was wir in den anderen Folgen auch gesagt haben, diese Schnittstelle zur Architektur wollen wir beleuchten. Und zu diesem, dass sie hängen geblieben sind, ist genau das, was wir eigentlich erreichen wollten. Also eins dieser Facts, die wir in die KI gegeben haben, war tatsächlich nicht hängen bleiben, sondern auffallen. Ja, auffallen, vielleicht auch ein bisschen provokanter. Also wir haben die ersten Vorschläge, die wir bekommen haben, waren tatsächlich mir nicht provokant genug. Also ich wollte natürlich auffallen und jetzt kommt eine witzige Sache dazu. Ich habe tatsächlich meinen Sohn gefragt, der ja natürlich sehr, sehr, der wächst mit Medien auf, der kann Podcasts hoch und runter, der hört glaube ich auch eigene ganz viele Podcasts, die er hört. Ich habe tatsächlich gefragt unter sechs, sieben, acht verschiedenen Covers, welches er anklicken würde. Und er hat tatsächlich immer auf dieses Cover gezeigt und ich habe gesagt, dann nehmen wir das, weil ich genau das erreichen wollte. Ich wollte tatsächlich auch die Hörer erreichen, die vielleicht mit Architektur, die mit Stammtisch nichts anfangen konnten, die vielleicht auch unsere Werbung nicht sehen, sondern die einfach durch Spotify durchgehen und sagen, das ist aber interessant, da gucke ich mal rein. Das ist ja genau das, was bei Ihnen auch passiert ist, denn wir haben ja vorher auch noch keine Werbung gemacht und nichts, sondern Sie haben ja einfach die Podcastlandschaft sich angeguckt, haben Sie natürlich auch wegen Architektur vielleicht hängen geblieben, aber grundsätzlich auch wegen des auffallenden Podcasts, deswegen rote Farben, explosiv. Wir wollen natürlich auch da Kontroverse schaffen. Ist das Gebäude gut? Ist das Gebäude schlecht? Ist die Planung gut? Ist die Planung schlecht? Ist die Berufsgruppe, passt die zur Architektur oder nicht? Also das sind immer so Gegensätze und da war eben so dieser Tisch, der alles so ein bisschen, auch alte Strukturen aufsprengt. Das war auch diese Idee dahinter, das muss aufgesprengt werden. Also dieses ganze Altbacken und Hochtrabende musste einfach weg. Ja, was mich zu einer Frage bringt, also wir hatten ja eben schon darüber gesagt, Architekten, man braucht einen Titel, also das ist ja schon irgendwie so ein Berufsbild, was eingeschränkter ist. Also nicht eingeschränkter, sondern exklusiv. Also das kann nicht jeder machen, sondern man muss halt gewisse Voraussetzungen erfüllen, so wie jetzt ein Arzt oder eine Anwältin oder wer auch immer. Da gibt es ja auch dann irgendwie eine Kammer. Aber jetzt dann dazu auf der anderen Seite so dieses Cover, was ja dann wiederum sehr explosiv und provozierend ist, was mich so ein bisschen zu Frage bringt, wie angesehen sind Architekten heutzutage. Weil man ja dann doch schon sich ein bisschen distanziert vielleicht fühlt. Jetzt wiederum beim Cover oder jetzt so wie Sie mit dem Podcast rangehen, in eine ganz andere Richtung. Generell, dass Sie einen Podcast machen, ist ja sicherlich auch schon was Besonderes in der Branche. Wie sehen Sie aktuell oder heutzutage Architekt? Also ich sehe es sehr, sehr kontrovers, denn der Architekt befindet sich aus meiner Sicht gerade in einer Art Generationswechsel. Ich glaube, dass der Beruf Architekt ist, glaube ich, in der Gesellschaft draußen Glück, Würde und Fluch zugleich. Denn ich habe tatsächlich gestern eine, wie der Zufall das so will, eine Studie gesehen. Das war beim Scorn, ich glaube in einer Bauzeitschrift war das, dass eine Studie gemacht wurde bei 21.000 Befragten zwischen 18 und 35. Also eher der jüngeren Gesellschaft, genau sich mit dieser Frage beschäftigt haben. Ist das ein angesehener Beruf? Jetzt muss man natürlich ein bisschen differenzieren und ein bisschen überlegen, was ist angesehen? Für mich ist angesehen so ein bisschen, ist das Schwiegermut das Liebling? Oder Opa sagt immer, werde bloß Arzt. Jetzt hatten Sie das Beispiel Arzt gebracht und die Studie macht genau das. Oder geht zur Sparkasse. Werd Banker. Genau die Beispiele habe ich mir dann auch angeguckt, weil das kenne ich noch. Werd Arzt, Werd Banker, Anwalt. Da tauchte aber in meiner Zeit kein Architekt auf. Ein Architekt war in meiner Jugend so ein schwarzer Rollkragenpullover, Künstler. Da hauen Sie jetzt aber komplett in die Klischeeklasse. Es ist tatsächlich so, also wir werden denke ich mal, ich will das Thema gerne in der nächsten Folge nochmal mehr machen. Ich würde da gerne tatsächlich auch mal die Frage beleuchten, was ist Architektur? Also nicht der Architekt als Person, sondern was ist Architektur heute? Würde ich in der nächsten Folge nochmal ein bisschen intensiver drüber sprechen. Aber der Architekt als Beruf war ich bei der Studie hängen geblieben. Die Studie hat gesagt, bei den 21.000 Leuten, die befragt worden sind, eher in der unteren, also 18 bis 35, sehen tatsächlich den Architekten auf Platz zwei direkt nach Ärzten. Als angesehensten Beruf. Als angesehensten Beruf. Also ein Arzt bleibt immer noch mit 85 Prozent angesehen, also am angesehensten. Und der Architekt kommt mit 82 Prozent direkt danach und Anwälte noch danach. Und lustigerweise, ja und der Banker kommt recht am Ende. Also tatsächlich hat sich das super gewandelt, also auch in meinem Verständnis ist tatsächlich der Architekt total nach oben gerutscht. Hat mich sehr überrascht, dass der Architekt wirklich sehr, sehr angesehen ist. Ich glaube aber tatsächlich, das kann eben auch Fluch sein. Angesehen ist es jetzt das Angesehene, also ich würde mich gar nicht unbedingt neben einen Arzt stellen, denn ich habe auch viele Klischeevorurteile vielleicht gegenüber einem Arzt. Wo ich sage, Arzt, ich will jetzt die Klischees nicht bedienen. Aber die kennt jeder. Und weiß ich nicht, ob dieses Architekten-Beruf eben genau diese Klischees bedient und deswegen angesehen ist und dafür aber sehr abgehoben und sehr oberflächlich. Und das will ich ja gar nicht sein. Also ich als Architekt, sondern ich will ja eigentlich, ich will zwar ein attraktiver Beruf sein und ich möchte auch bei der jungen Bevölkerung draußen schon auch respektvoll behandelt werden. Und sagen, das ist ein anstrebender Beruf. Da wäre jetzt meine Frage nicht angesehen. Bedeutet das Angesehen im Sinne von, das wollen viele machen oder das können sich viele vorstellen, weil es ein guter Beruf ist oder? So differenziert hat die Studie tatsächlich nicht gefasst, sondern die haben tatsächlich das Wort genutzt, quasi angesehener Beruf. Also Respekt oder? Ja, gehe ich fest von aus. Deswegen ist dieses Wort angesehen. Und ich glaube, wir können das nächste Folge eher über das Thema "Was ist Architektur heute?" lösen, als über den Beruf selbst. Aber weil Sie gerade sagen, mit Ange- und Titel "Dip, Dippel, Ing, Master, Architekt", das ist tatsächlich sehr, sehr, je nachdem, wie man es betrachtet. Und es ist eben, man kann es eben, es ist Fluch und Segen zugleich. Eben, wenn man nur Klischees bedient, ist ein angesehener Beruf jetzt vielleicht auch nicht so toll. Aber wenn man es eben aus der Perspektive sieht und ich hoffe, dass es so ist, bei 18-Jährigen bis 35 ist es vielleicht auch das, da möchte ich gern hin. Ich glaube, viel, können wir auch gerne nochmal in einer anderen Folge, mache ich mir auf meine Merkliste, sind tatsächlich Filme und Serien. Ich glaube, "How I Met Your Mother" hat sehr, sehr viel für den Architektenberuf gemacht. Da ist ja der eine Protagonist Architekt. Jetzt kein Weltarchitekt, ich glaube, der will immer Hochhäuser bauen und kriegt es dann aber nicht. Aber er beleuchtet das, den Beruf Architekt in einem sehr attraktiven Licht, um es eben anderen wieder näher ranzubringen. Eine Frage noch dazu, wie nehmen Sie das persönlich wahr in der Umgebung? Total unterschiedlich. Es ist wirklich, wen man fragt, also in meinem Bekanntenkreis haben jetzt wenige mit Bauen zu tun. Da ist Architekt ein Beruf von vielen. In der Baubranche selbst auch wieder total kontrovers, also wenn man mit Bauingenieuren redet oder mit anderen, da ist das auf der gleichen Ebene und man ist der, der gestaltet und der vorgibt mit Handwerkern. Mit Bauingenieuren, ist das nur ein Klischee oder stimmt das, dass da so ein kleiner Clinch ist zwischen Architekten und Bauingenieuren? Also jetzt sei es branchenfremder. Ja, wie gesagt, das sind typische Klischees, mit denen können wir auch mal raufräumen, auch wieder Gästliste rausgepackt, Bauingenieur einladen, fragen. Es ist wirklich total unterschiedlich, wen man fragt und was der für Erfahrungen gemacht hat. Also wie gesagt, das anhand einer Person auszumachen, ist sehr, sehr schwer. Also würden Sie sagen, Architektur, es gibt ja Sachen, Berufe, Jobs, die sind einfach Berufe. Also meiner Meinung nach gibt es Jobs, ich werde es da keinen spezifischen nennen, aber wo man jetzt eher sagt, man macht es fürs Geld. Also jetzt beispielsweise Banker, ich habe in meiner damaligen Bankzeit wenig Menschen gesehen, die leidenschaftlich Bausparverträge verkauft haben, sondern die haben es dann eher, weil sie gut Geld verdient haben, gemacht. Und sehen Sie im Architekturjob eher das dann als Berufung oder dass man das machen sollte, wenn man sich dazu berufen fühlt oder ist es auch einfach ein Job? Mein Betrachtungswinkel und auch dem Leben, der hier im Büro ist, jeder soll und muss seinen Job als Berufung sehen, egal was ich tue. Der Banker ist nur gut in seinem Job oder der Arzt oder der Kassierer oder der Müllmann oder wer auch immer, wenn das für ihn nicht nur akzeptiert wird, sondern wenn es seine Berufung ist. Denn dann gebe ich automatisch 120% und auch wir hier im Büro versuchen einfach Leute dort einzusetzen, wo ich das Gefühl habe, das ist deren Berufung, da haben die Bock drauf, das ist richtig cool. Also ich kann nicht sagen, Architektur ist meine Berufung, also die Architektur ist auch so vielschichtig, ich kann nicht alles zu 120%. Aber es wird Bereiche geben und wenn ich die Leute dort einsetze, wo sie es können und das sehe ich auch in allen Berufsgruppen, deswegen gibt es für mich den Beruf "nur das Geld deswegen" ist eine Einstellungssache. Das heißt, es gibt bestimmt Leute, die machen einen Job "nur das Geld deswegen", dann haben sie vielleicht ihre Berufung noch nicht gefunden oder finden vielleicht keinen Job dafür oder oder oder. Aber ich glaube, jemand ist wirklich erst richtig gut und auch richtig glücklich und ausgeglichen, wenn er seinen Job zur Berufung machen kann oder andersrum, wenn er seine Berufung dann im Job ausüben kann. Also man sagt ja auch immer, mach dein Hobby zum Beruf. Also das kommt ja nicht irgendwo her, das ist ja tatsächlich einfach genau daher, mach das, was dir Spaß macht, wo du Bock drauf hast zu deinem Beruf und du hast ganz ganz einfach Geld zu verdienen. Das können wir auf jeden Fall auf die Liste auch nochmal schreiben, was da bei Ihnen zur Berufung geführt hat, würde ich gerne auch nochmal hören, sprechen, wenn ich einen Wunsch frei habe. Gern, kommt auf die Liste. Dann noch eine letzte Sache, wir sind in einem neuen Raum, wo sind wir hier eigentlich jetzt? Also letztes Mal waren wir ja in Ihrem Büro, also hört man jetzt, sieht man jetzt nicht auf Sportivfahren? Sieht man nicht, ich hoffe, man hört den Ton, der Ton ist gut. Ja, also ich fang einen Tick früher an, weil wir sitzen hier in Lübeck in einem Büro. Mein Ziel, also mein Wunsch war es immer auch, Lübecker Büro zu sein, weil Lübeck ist in aller Munde, ich meine, ich weiß nicht, wo die Hörer alle zuhören, aber vielleicht haben wir auch Hörer, die nicht nur regional hier rundrum sind, sondern vielleicht auch woanders her. Lübeck ist ein Begriff, Lübecker Weihnachtsmarkt, Lübecker Marzipan, also Lübeck kennt man einfach und wir haben tatsächlich damals in Rheinfeld gestartet, das ist jetzt nicht jeden Begriff. Ich merke das immer bei Messen, wenn ich mich vorgestellt habe, habe ich damals immer gesagt, ich bin Architekt in Rheinfeld, Nähe Hamburg. Rheinfeld ist aber deutlich dichter an Lübeck. Ich musste aber immer was dazu sagen, ich weiß nicht, ob Sie das kennen, aber man muss immer was dazu sagen, weil es kennt kein Mensch. Das war immer so schwierig und ich habe mir immer gewünscht, wir wohnen hier in Lübeck und wir sind hier in Lübeck und Umgebung und das muss ein Lübecker Büro werden. Das Problem habe ich jetzt nicht mehr. Gehe ich rum, sage ich, das ist RT Architektur aus Lübeck. Ah, aus Lübeck, weiß ich, wo es ist. Das war immer der Wunsch und ich habe immer gesucht und geguckt und es ist sehr, sehr schwer hier in Lübeck tatsächlich etwas zu finden. Jetzt werden wir in den nächsten Podcast auch tatsächlich ein bisschen gestalterischer, denn wir werden uns auch um Entwürfe kümmern und wie arbeiten wir. Also ich hoffe, das kommt dann im Podcast auch gut rüber, denn das ist wahrscheinlich das immer, wo wir am Anfang mal sagten, jetzt wird es sehr abgedroschen und sehr theoretisch, weil man eben im Podcast nichts sieht, aber wir müssen das glaube ich gut beschreiben. Und mein Ansinn war dann immer eben nicht irgendwo in einem Keller, denn am Ende will ich ja meinem Bauherrn auch etwas verkaufen und zwar Design und ich möchte meinem Bauherrn das Gefühl geben, kommt zu mir und sobald er bei mir ist, muss er automatisch das Gefühl bekommen, er weiß schon, was er macht. Das ist natürlich Luftschloss, am liebsten natürlich irgendwo Grüne Wiese selber gebaut und sagt, guck mal, das kann ich. Das ist dann irgendwie der Riesentempel und guck mal, überall ein Proberaum und irgendwie ein Musterraum und guck mal, das kann ich auch und das kann ich auch. Das ist natürlich völlig übertrieben, das geht nicht, aber trotzdem habe ich immer nach alten Objekten geguckt, die wir vielleicht sanieren können oder eben Neubauten. Ich habe eigentlich schon das Gefühl gehabt, Neubauten fast unmöglich in Lübeck, weil Neubauten werden hier tatsächlich, also Büro-Neubauten werden hier so gemacht, dass bevor der Bau überhaupt projektiert ist, sind die Mieter schon klar. Also erst wenn die Mieter alle klar sind, wird das Projekt projektiert, dann wird es geplant, gebaut und das heißt, bis man dann einziehen kann, vergehen auch nochmal irgendwie zwei, drei, vier Jahre und man muss aber schon einen Mietvertrag unterschreiben. Das war natürlich für uns damals auch unmöglich, ich kann doch jetzt nicht einen Mietvertrag unterschreiben in vier Jahren und nachher brauche ich die Größe an Büro gar nicht mehr und dann brauchst du viel größer oder viel kleiner, das können wir gar nicht machen. Also haben wir immer nach Sanierungsobjekten geguckt und wir haben tatsächlich dann über ein anderes Projekt, wo eine Maklerin, die uns kennt, vielleicht hört sie auch zu, die wird sich dann wiederfinden. Der hatte ich immer mal, mit der habe ich immer zu tun gehabt hier in Lübeck, auch ich habe selber ja gesucht, habe ihr das immer gesagt, ich suche und wir hatten dann über ein Projekt zu tun, wir sollten Physiotherapie-Praxis umbauen, da war sie auch Maklerin für die Fläche. Da ging es auch um die Projektierung, nimmt man die Fläche, kann man das umbauen und sie war auch da und da hatten wir wieder kurz engen Kontakt, ganz kurz und ich glaube zwei Tage später rief sie mich dann an und sagte, Mensch der Tische, Sie suchen doch. Ich sage, ich suche schon seit Ewigkeiten, aber ich weiß nicht, ich habe da was. Ich sage, naja, man kennt ja auch die Markler, dann kommen sie mit ihrem Portfolio und Makler-Kortage und ich sage, was ist es denn, naja, ich kann das so nicht digital rübergeben. Ich sage, warum? Ja, wir müssen uns das jetzt angucken, weil sonst muss ich es morgen offiziell wieder auf den Markt geben. Ich sage, oh, okay, gut, ich komme. Und dann sind wir hier in das Büro gekommen, dann war es eben Neubau von einer ehemaligen Mieterin, die ist quasi zwei Tage vor Einzug abgesprochen. Dementsprechend war es bezugsfertig, unmöglich in Lübeck was zu finden, sowas, bezugsfertig sofort zum Einziehen, zu einem adäquaten Preis in Top-Lage. Also wir sind hier an der Geniner Straße, das ist eigentlich die Aus- und Einfallstraße, von der Seite kommt, also alle Wege führen hier dran vorbei. Ich glaube, jeder, zumindest regional, der aus Lübeck kommt, ist schon mal durch die Geniner Straße fahren müssen, es geht einfach gar nicht anders. Jetzt haben wir gerade eine Baustelle hier vor der Tür, dass wir ein bisschen Umleitung fahren müssen, aber grundsätzlich ist das eine gute Lage, eine sehr gute Lage. Direkte Busanbindung, wir haben den Einzelhandel hier um die Ecke, also grundsätzlich eine gute Lage. Das Porsche-Zentrum auch? Genau, das Porsche-Zentrum ist auch nicht weit, kann man sich angucken. Wobei Sie kein Porsche-Fan sind, also wenn ich das, was ich vor der Tür gesehen habe, die sind eher Kategorie Nachhaltigkeit. Aber da kann man ja auch nochmal was machen. Das wird auch, glaube ich, nochmal eine ganze Podcast-Folge nachhaltigkeit. Genau, aber Sie haben ja gefragt, wo wir jetzt hier sitzen. Ich habe ja sehr weit ausgeholt. Ich habe mir tatsächlich Gedanken gemacht und habe mir das zu Herzen genommen, was Sie letztes Mal gesagt haben und natürlich auch ein rein logistisches Thema. Ich kann jetzt nach dieser Podcast-Folge direkt wieder arbeiten gehen und muss nicht erst noch aufwendig aufräumen, sondern wir nutzen tatsächlich gerade einen Raum, den ich in der nächsten Folge vorstelle. Weil das ist ein ganz spezieller Raum und der hat tatsächlich was mit unseren Bauherren zu tun. Und auch hier können wir gerne, wenn jemand erräte, was das für ein Raum ist, soll das hier in die Kommentare packen. Am besten auch noch die Glocke drücken und auf "Gefällt mir" klicken. Das war der Werbeblock. Das war der Werbeblock diesmal am Ende. Also ich kann außerhalb meiner Norm. Ja, nein, also gerne in die Kommentare. Welcher Raum ist es? Sie haben tatsächlich jetzt während der letzten Folge darüber geredet und jetzt direkt Konsequenzen rausgezogen. Grundsätzlich war die Idee des Raumes schon immer da. Wir hatten diesen Raum tatsächlich schon in der Idee, kann ich vielleicht auch kurz nächste Woche anschneiden, sonst würde ich es jetzt verraten. Wir waren auf einer Veranstaltung, hatten wir in der letzten Folge schon um dieses Farbenhersteller, das ging um neue Arbeitswelten. Und dort haben wir diesen Raum schon in unseren Köpfen gehabt und hatten gesagt, okay, das wollen wir langfristig, also wollen wir das auch etablieren, weil das für die Architektur und für das Architekturbüro was Neues ist. Einerseits für Mitarbeiter, aber andererseits auch für Bauherren. Aber ohne zu viel zu verraten, das werden wir dann in der nächsten Folge machen. Dann komme ich aber wieder zu einer unangenehmen Frage, die Sie wahrscheinlich schon fast kennen. Würden Sie in die nächste Folge nochmal kommen? Liebend gerne, wenn ich wieder dabei bin. Bis in zwei Wochen. Ich mich auch. Bis in zwei Wochen.