
Show-Notes
Hören Sie sich an, wie...
- ...ein Architekt seine größte Herausforderung überwindet
- ...ein Bauherr seine Erwartungen an ein Architekturbüro kommuniziert
- ...ein Team von Experten ihre Erfahrungen teilt, um Ihnen zu helfen, Ihre Träume zu verwirklichen
- ...unser Gastgeber von seiner Zeit auf einem U-Boot erzählt und wie er von dort zur Architektur kam (Spoiler: Es war nicht wegen der engen Räume!)
Volltranskript · 6.821 Wörter · automatisch via Whisper.cpp transkribiert
Willkommen beim Architekturstammtisch von RT-Architektur. Heute mit der zweiten Podcast-Folge. Wir begrüßen den Gastgeber Robert Tischer und erneut unseren Gast JB. Unter anderem geht es um neue Förderungen für private Bauherren und U-Boote.
Also schnappt euch euren Glühwein oder Punsch und macht euch bereit für den Architekturstammtisch. Zum Wohl! Herzlich willkommen bei RT-Architektur in unseren Räumen. Wir haben es vor zwei Wochen schon angekündigt.
JB ist wieder bei uns. Wie hat es Ihnen die Folge dieses Mal gefallen? Ich fand sie schon deutlich besser. Weil sie dabei war? *lachen* Ja, sage ich jetzt nichts dazu.
Naja, besser als KI-Stimme, ne? Ja, natürlich. Also deswegen, VisaV ist immer gut. Deswegen auch Stammtisch und nicht Stamm-Meeting-Raum oder Stamm-Vico.
Heutzutage ist ja Videokonferenz in aller Munde. Ja, aber ich fand es echt gut. Aber natürlich noch ausbaufähig. Das war ja unser Ziel beim letzten Mal.
Wir haben ja nur einen Punkt klären können. Da komme ich gerade zum ersten Punkt. Also, wir haben den Jingle ausprobiert. Ich hoffe, er gefällt.
Ist natürlich nicht völlig ernst zu nehmen, aber irgendwas brauchen wir. Und es ist Oktober. Jetzt mittlerweile ist es schon wieder November. Wäre jetzt meine Frage.
Bleiben wir beim Oktoberfest? Nee, ich würde auf jeden Fall jetzt irgendwie schon... Also im Supermarkt gibt es jetzt schon den Christstollen, die Weihnachtsmänner. Ja, aber fällt Ihnen was ein, was gleich ist wie Oktoberfest?
Weihnachtsmusik, Glocken, so Glocken. Was halten Sie von Weihnachtsmarkt? Ja. Leider gibt es noch keinen Geruchspodcast.
Sonst könnten wir noch Punsch machen. Aber wer weiß, vielleicht treffen wir uns beim nächsten Mal statt mit Wasser mit Punsch. Dann wird es noch lustiger. Ich bin gespannt.
Auf jeden Fall wird uns das einstimmen im nächsten Mal. Schön, ich freue mich drauf. Ich auch. Die Umfrage aus der allerersten Folge.
Tatsächlich habe ich dort eine Umfrage gestartet. Ich hatte nämlich in der zweiten Folge, also in unserer ersten Folge, in der Oktoberfest-Folge, habe ich tatsächlich nicht mehr mich dran erinnern können, dass ich dort auf Umfrage, also auch das, liebe Hörer. Es ist tatsächlich, also heutzutage ist alles so einfach gestrickt, dass manches sehr, sehr beiläufig funktioniert. Und wir haben da einfach aufgeklickt, Umfrage gemacht.
Es war also gar nicht schwierig, sonst wäre es in meinem Gedächtnis geblieben. Was ich da spannend fand, war ja glaube ich, was ist den wichtigsten beim Hausbau? Und da war individuelle Anfertigung am Ende oder individuelle Erstellung. Gut, es ist wahrscheinlich noch keine Marktstudie.
Ich glaube, sechs Leute von unseren Hörern haben mitgemacht. Finde ich aber super gut. Also ich finde, mitmachen, davon leben wir alle. Grundsätzlich muss ich tatsächlich sagen, die Abstimmung trifft trotzdem auf den Zeitgeist.
Also ich glaube, in der Abstimmung war es am Ende individuelle Gestaltung. Und das sehen wir hier immer wieder. Natürlich kommt der Bauherr vorrangig zu uns, weil er sagt, ich habe keine Idee mehr. Die anderen Ideen draußen finde ich alle doof und ich sehe mich nicht.
Aber das ist genau das, was wir auch in der letzten Folge gesprochen haben. Das ist genau dieser Entwurfsprozess, diese Konzeptphase, wie wir die auch nennen. Da können wir gerne im Detail in weiteren Podcast folgen. Gehe ich da definitiv drauf ein.
Was ich da auch spannend fände, dann wirklich auch mal, weil Thema Stammtisch, dann auch Gäste, Diskussionen, auch mit Bauherren. Also Gäste einladen und wirklich mit Gästen dann mal an einem Tisch sozusagen zu übersprechen. Das ist ein guter Punkt. Also haben wir tatsächlich noch gar nicht drüber nachgedacht, weil wir wollten ja eigentlich aus unserem Büro heraus erzählen.
Aber ich finde tatsächlich, das ist die Weiter-Transformierung des Stammtisches. Klar, ich wollte nicht allein am Tisch sitzen, haben Sie eigentlich recht. Oder mit Beteiligten, also irgendwie aus der Baubranche. Ja, wir hatten es in der ersten Folge.
Wahrscheinlich ist das Ihr Gedankengang, den Sie quasi weitergeführt haben. Ich habe es ja auch angekündigt. Wir wollen natürlich aus der Sichtweise des Handwerkers erzählen. Aber warum lassen wir nicht den Handwerker erzählen?
Warum lassen wir nicht den Studenten erzählen? Sie haben vollkommen recht. Klar, finde ich viel besser, als wenn ich im Vorwege in den Recherchen oder auch andere mir das herantrage. Mensch, das müssten Sie doch mal erzählen, weil das die Meinung der Studenten ist.
Ja, lassen Sie uns die herholen. Also ich habe tatsächlich, jetzt wo Sie das sagen, sofort Ideen. Also wir sind ja nun im Markt vernetzt. Also natürlich können wir Handwerker fragen, die das machen.
Wir haben gerade vor drei Wochen waren wir oder Teile von unserem Büro auf einer Veranstaltung eines Farbenherstellers, der tatsächlich sogar ein eigenes Internetradio entwickelt hat für seine Handwerkergruppe. Ich finde das total spannend. Ich habe mir das ganz lange erzählen lassen, wie da die Intention war. Aber die machen das genau dafür, weil sie dort eben auch für Handwerker etwas erzählen, was sonst vielleicht gar nicht ganz an die Handwerker herantritt, sondern meistens nur über die Geschäftsführer, die dann sagen, ja, kommt vorbei, erzählen wir etwas von neuen Farben.
Aber am Ende wollt ihr ja nur verkaufen. Aber grundsätzlich geht es darum oder ging es um Anwendungen etc. Also auch dort kann ich mir vorstellen, dass wir dort anfragen können, ob die nicht Lust haben, mit uns auch mal ein Podcast aufzunehmen. Genau zu dem Thema, warum macht ihr eigentlich ein Radio?
Also das ist ja gar nicht euer Thema. Und genau wie bei uns, warum machen wir eigentlich einen Podcast? Also das ist genau das gleiche Thema. Da finde ich viele Parallelen, ist aus der Baubranche.
Aber auch das, ich habe Ihnen ja in der ersten Folge schon erzählt, wie viel Schnittstellen wir eigentlich zu den jeweiligen Sachen haben. Ja bei Bauherrennetz, wenn ich so denke, könnte man irgendwie so den ganzen Prozess abdecken. Also wie finanziere ich überhaupt ein Haus? Und dann halt erstmal mit dem Finanzberater, also den mal reinholen, dann Energie, Förderung.
Wie macht man das? Also dann halt wirklich in jedem Baustein, jeden Abschnitt, der halt für einen Bauherren am Ende wichtig ist, dann die jeweiligen Leute auch mal wirklich an den Tisch holen, sodass am Ende die Leute, die dann den Podcast von Anfang bis Ende hören, vielleicht gar nicht mehr hier hinkommen müssen. Vollkommen richtig. Aber das Lustige ist, Sie sprechen jetzt über den Podcast.
Hier in unserer, ich nenne das jetzt Realität, in dem Büro machen wir genau das. Wir machen genau das. Der Bauherr kommt zu uns an den Tisch und wir gucken mit ihm gemeinsam, was hat er für einen Bedarf. Also der seltenste Bauherr kommt hier her und hat einen Rucksack voller Geld.
Sondern es wird immer bei den Summen um Finanzierung gehen, um bei Sanierung vielleicht weniger. Aber gerade wenn neu gebaut werden muss, geht das nicht ohne geliehenes, ohne fremdes Kapital. Das ist völlig normal. Aber in der Vergangenheit ist es halt einfach immer dazu gekommen, auch in anderen Architekturbüros ist es dazu gekommen, dass sie eben nicht über den Tellerrand geguckt haben und eben nicht die Schnittstellen bewusst waren.
Sondern der Architekt hat dann grundsätzlich immer gesagt, kümmer dich erstmal darum, gib ihm zum Finanzberater. Normalerweise ist das genau so. Also der Architekt möchte erstmal wissen, wie viel Geld hast du. Da sagt der Bauherr nichts.
Dann können wir auch nichts planen. Dann wird sich der Bauherr wahrscheinlich notgedrungen darum kümmern, um Geld. Das heißt, er geht irgendwo raus zu einem Finanzberater. Jetzt kennen wir die ganzen Abläufe.
Der Finanzberater wird den Bauherr fragen, wie viel Geld brauchst du denn? Und der Bauherr wird sagen, weiß ich nicht. Dann fragt der Bauherr, wer kann mir das denn sagen? Na ja, sie müssen schon wissen, was sie bauen wollen.
Was macht der Bauherr? Kommt wieder zum Architekt. Ich müsste wissen, wie viel Geld das Haus kostet. Dann fragt der Bauherr, was wollen wir denn bauen?
Ich weiß ja noch nicht, wie viel Geld ich bekomme. Und dieser Rattenschwanz ist jetzt sehr übertrieben, aber genau dieser zieht sich immer wieder durch. Und ich habe ganz viele Bauherren gehabt bei mir, die einfach dann bei mir saßen und völlig verzweifelt waren. Das ist ja gerade die Zeit auch, wo wir auch medial noch nicht so am Markt waren.
Wo wir einfach auch in erst vierter, fünfter, sechster Instanz dann auch irgendwann mal von den Bauherren angerufen worden sind. Aber wenn die Bauherren dann völlig verzweifelt bei uns saßen, war der Tenor immer der gleiche. Bitte schicken Sie mich nicht wieder weg. Und das haben wir hier uns im Büro auch ganz klar auf die Fahnen geschrieben, wo wir einfach gesagt haben, wir wollen Bauherren nicht mehr wegschicken, weil das ist das größte Problem, was es gibt.
Also wir wollen Bauherren hier aufnehmen. Wir wollen Bauherren mit uns, also zu uns an den Tisch setzen. Wir haben einen freien, also mittlerweile sind ja Finanzberater grundsätzlich draußen frei verfügbar. Nur ich denke mir so, warum muss ich den Bauherren wegschicken?
Warum hole ich nicht den Finanzberater, den wir gut kennen, der erstmal unabhängig ist, der berät ja nicht uns. Wir brauchen jetzt erstmal kein Geld, sondern den Bauherren, den holen wir hierher. Und dann klären wir zu dritt im Zweifel, was brauchst du von uns, lieber Finanzberater, was brauchst du vom Bauherren? Und dann wird man relativ schnell, und wir haben es in der Erfahrung erlebt, wird man relativ schnell zu einem Konsens kommen.
Nämlich so, ich muss noch nicht genau wissen, wie viel Geld es gibt. Der Bauherr muss noch nicht genau wissen, was genau gebaut wird. Der Finanzberater muss auch noch nicht genau wissen, was gebaut wird. Aber alle haben eine ungefähre Möglichkeit, sich quasi einen Konsens zu finden.
Also eine gemeinsame Schnittmenge, dass alle arbeiten können. Und dann findet das immer wieder im Prozess statt, und irgendwann wird der Finanzberater sagen, so. Ihr wollt, ihr wisst jetzt ungefähr, Quadratmeterzahl, ihr wisst ungefähr, was ihr braucht. Ich weiß ungefähr, was ich machen muss.
Der Bauherr kann dann mit dem Finanzberater das Ding festmachen und sagen, okay, das wird jetzt gebraucht. Und jetzt geht es eben um, und das hatten Sie vorhin ja auch gesagt, Förderberatung. Jeder Finanzberater bietet auch eine Förderberatung an. Das wäre jetzt tatsächlich, Sie können Gedanken lesen, das wäre jetzt direkt meine Frage gewesen.
Kann man direkt dann auch im Meeting selber dann über Förderung sprechen? Unbedingt. Ich habe jetzt gehört, endlich ist da wieder so eine nachhaltige Förderung rausgekommen in den letzten Wochen. Genau, das ist die klimafreundliche Förderung von der KfW für ein Neubaut, ein Niedrigpreissegment.
Das war dringend erforderlich, weil die Förderlandschaft war tatsächlich, jetzt sind wir wieder sehr politisch. Das wollte ich eigentlich nicht, aber wir kommen in Politik nicht drum herum. Also ich muss tatsächlich sagen, dass die Förderlandschaft im Moment, also die war sehr, sehr gut tatsächlich eine ganze Zeit lang. Da erinnern sich vielleicht viele noch dran, da ging es um KfW 55, KfW 40, KfW 40 Plus.
Alle, die das mal gehört haben, das war eine relativ gute Zeit, das war auch eine relativ gut geförderte Zeit. Da haben alle vom Bauboom gesprochen, Neubau sind wie Pilze. Also gerade für, ich sage gar nicht mal große Bauten, sondern tatsächlich Einfamilienhäuser sind da echt reihenweise wie Pilze aus der Erde gekommen. Das ist tatsächlich eingeschlafen jetzt im Moment, weil einfach die Fördergelder nicht mehr da waren.
Der Haushalt im Moment schwierig ist in der Politik. Ich bin froh, dass es die Förderung jetzt gibt, weil die tatsächlich ist immer noch nicht perfekt. Also da kann man ganz viel über Förderung auch noch machen. Also in der Förderlandschaft noch machen, um den Anreiz zu schaffen, zu sanieren oder eben auch zu fördern.
Aber da werden wir denke ich mal in weiteren Folgen auch noch viel tiefer drauf sprechen. Aber die aktuelle Förderung kann man jetzt mal als Beispiel einfach nehmen. Ich meine, da kriege ich 100.000 Euro von der KfW zu einem Zins. Und das muss man sich heute mal überlegen.
Das war damals, als noch dieser Bauboom war, auch noch viel, aber gerade in der heutigen Zeit zu 1,03%. Das ist echt viel. Und das Gute, was sie wirklich gemacht haben, ist sogar bis zu einer Laufzeit von 35 Jahren. Und das muss ich tatsächlich sagen, ist eine große Änderung, denn die KfW-Kredite damals hatten eine Maximalbindung von 10 Jahren.
Das heißt, man musste dann wieder umschulden, etc. Das geht auch alles. Und genau für solche Finanzbeispiele, ich will da gar nicht sehr ins Detail gehen, ist tatsächlich unser oder unser, der arbeitet ja nicht für mich, sondern der ist wirklich frei. Aber den, den wir immer holen, weil wir haben ein super Verhältnis, wir arbeiten teilweise sogar schon blind miteinander.
Der hat ein super Verhältnis auch mit Bauherren. Der kommt relativ schnell da auch rein, weil er das eben vom Geschäft her auch kann. Das ist immer ein ganz, ganz toller Prozess mit dem Bauherrn und dem Finanzberater zusammen. Das erst mal zu entwickeln.
Was wollen wir machen? Machen wir einen klimafreundlichen Neubau im Niedrigpreissegment? Machen wir vielleicht eine Sanierung? Machen wir, also was sind Fördermöglichkeiten bei Sanierungen?
Kommt jetzt so ein Sanierungsfahrplan dazu, der auch förderfähig ist? Also all solche Themen, es ist sehr, sehr vielschichtig und geht eigentlich nur in diesem Dreiklang. Was möchte der Bauherr? Was ist finanziell möglich?
Was ist baubarmöglich? Und wenn man da einen Konsens findet, ist das sehr, sehr gut. Und ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass vielleicht sogar einer der nächsten Gäste, wenn wir dann irgendwann mal tatsächlich, also ich überlege, einen Gast einzuladen und wirklich auch mal ein Fachthema zu machen, wäre tatsächlich auch jemanden wie unseren Finanzberater, den wir immer hier haben. Den müsste ich mal fragen, deswegen sage ich jetzt erst mal noch keinen Namen, ob er da auch wirklich Lust zu hat.
Aber so jemanden hole ich gerne an den Stammtisch. Vielleicht hat er ja den Podcast jetzt schon gehört, dann kann er sich mal melden. Das hoffe ich. Proaktiv.
Das hoffe ich, dann kann er sich gerne bei mir melden. Klar, also dann machen wir gerne Termin aus. Also ich finde das ein wichtiges Thema und gerade für Bauherren ist das einer der ersten Schritte. Und es ist für mich schon, also für mich, wenn ich mich in den Bauherren reinversetze, ich glaube schon der komplizierteste, weil gerade wie ich es vorhin erzählt habe, was mache ich denn zuerst?
Was war zuerst? Huhn oder Hände? Also das ist wirklich ganz, ganz schlimm. Ich will noch einen Punkt machen dazu in diesem Förderthema.
Es ist so vielschichtig und wir haben uns tatsächlich in unserem Büro eben auch darauf spezialisiert, vieles auch abzudecken. Jetzt sind wir, wie gesagt, keine Podcaster, keine Finanzberater. Das holen wir alles hierher. Also ganz klarer Disclaimer, auch wieder ab in die Show Notes.
Keine Finanzberatung. Genau, keine Finanzberatung und auch keine Werbung. Ähm, außer für uns selbst. Nein, also wir decken auch sämtliche Themen der Nachhaltigkeit ab.
Also wir haben hier im Hause, ich selbst bin DGNB Auditor. Wir haben noch eine Mitarbeiterin, die ist DGNB Consultant. Also wir haben das Thema Nachhaltigkeit hier abgedeckt. Ich bin am Ende auch eingetragener Berater für nachhaltiges Bauen im System BNB.
Wir haben eine Energieeffizienzexpertin hier tatsächlich bei uns auch angestellt. Das sind alles Themen, die wir hier schon von Haus aus abdecken, um einfach auch da wieder für den Bauherrn Schnittstellen zu reduzieren. Immer unter dem Motto, wir schicken hier keinen weg. Das ist für uns sehr, sehr wichtig, dass wir dem Bauherrn hier ein Gefühl von Heimat, von Wohnzimmer, von, ja, also einfach von, er muss nur hierher kommen.
Und dann wird ihm wirklich geholfen. Richtig stark, also dieses Zusammenspiel. Das würde mich auch nochmal interessieren, diese ganze Förderlandschaft. Also ich bin jetzt noch nicht in der Situation, dass ich morgen bauen möchte, aber ich habe es von anderen mitbekommen auf jeden Fall, dass es so viele unterschiedliche Förderungen gibt, mittlerweile so Zertifikate hier, Zertifikate dort.
Also da glaube ich mal nochmal so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, wäre mal ganz spannend. Ja, vor allem die plakativen Themen. Und ich glaube, dass der Finanzberater, also auch da können wir loslegen mit, was sind denn die häufigsten Fragen, die an den Finanzberater gestellt werden? Ich glaube, der wird das direkt synchronisieren, wie ich es gerade gemacht habe.
Wie viel Geld kriege ich denn? Also da wäre sicherlich auch sehr, sehr witzig, der Podcast. Kann man heute jetzt schon einen Kommentaren-Podcast unten reinschreiben? Fragen an den Finanzberater?
Das auf jeden Fall. Ich denke, also nutzt gerne die Kommentarfunktion, dann nutze ich den Punkt auch gleich. Drückt auf die Glocke, folgt uns, dann verpasst ihr keine Folge. Sie wirken ja schon so, als immer zur Mitte der Podcast-Folge erwähnen sie die Glocke.
Ach so, das könnte man zum System machen. Aus Marketing sich? Das kommt wirklich sehr geplant. Also auf den ist jetzt ganz zufällig.
Das ist es aber nicht. Sie kommen ja immer mit in die Kommentare. Ich bin das gar nicht. Ja, klar, also schreibt es gerne in die Kommentare, was am Ende die Fragen auch an so jemanden sind.
Ich kann mir auch vorstellen, wenn tatsächlich viele Fragen sind, ich denke mal, je mehr Fragen sind, desto häufiger klingelt das Telefon beim Finanzberater und bittet darum, komm endlich, wir brauchen dich hier als Gast, wir haben ganz viele Fragen. Oder bei Ihrer DGNB-Expertin. Ja auch, also für Nachhaltigkeit. Ja gut, die ist jetzt hier im Hause, die könnten wir tatsächlich auch dann mitfragen, dass wir tatsächlich auch mal so eine Mitarbeiter-Runde machen.
Das ist auch, denke ich auch. So ein Mitarbeiter-Stammtisch, das ist das auch. Weil Sie gerade Stammtisch reden. Also auch das, wir führen das nicht nur für draußen und machen das irgendwie hier groß zum Marketing, sondern wir machen auch das Büro so.
Also wir treffen uns hier jeden Freitag morgens und machen wirklich eine interne Runde. Jetzt denkt man sich, gut, das machen ganz viele, interne Runde. Schöne Powerpoint-Präsentation. Powerpoint-Präsentation, jeder erzählt aus dem Projekt und jetzt müssen wir, und bitte liebe Mitarbeiter, schreibt euch das bloß als Pause auf.
Ist jetzt nicht mein, also unser Ansatz hier im Büro, sondern ich finde gerade dieser Austausch, natürlich nutze ich diesen Austausch und diesen Stammtisch, dass wirklich alle Freitags zusammenkommen, um gewisse Grundsachen nochmal anzusprechen, um aber auch das Projekt oder nicht das Projekt, sondern das Team am Ende auch an dem Büro teilhaben zu lassen, was passiert eigentlich noch, wovon gar keiner was mitbekommt, sondern welcher Bauherr hat sich gemeldet, was haben wir gerade neu in der Akquise, was ist vielleicht auch verloren worden, weil wir gewisse Sachen vielleicht nicht gemacht haben. Wo ich dazu sagen muss, die letzten Teile haben wir gerade alle nicht verloren. Also wir sind im Moment sehr, sehr gut. Also tatsächlich überzeugen wir bei unseren Bauherren sehr stark mit dem, was wir tatsächlich auch hier präsentieren.
Also wenn Bauherren im Podcast sind, kommt zu uns. Also ihr könnt auf der Webseite, könnt ihr einen Termin buchen, ihr könnt uns auch anschreiben, wenn ihr tatsächlich schon sehr, sehr konkret seid, dann bekommt ihr von uns auch Terminbuchungsmöglichkeiten, die länger dauern, wo wir tatsächlich hier auch dann Präsentationen vorbereitet haben, wo wir erstmal auch unsere Arbeitsweise zeigen, damit sie ein Gefühl bekommen, wie arbeiten wir eigentlich. Aber das ist aktuell ja die Marktsituation ja eher so, dass Architekturberus Schwierigkeiten haben und ja, ich sag mal, denen es nicht ganz so gut geht, dann finde ich halt echt... Das stimmt, das kriegen wir auch wir mit, also das kriegen wir auch wir mit, ganz klar.
Aber jetzt gibt es zwei, vielleicht auch mehrere Möglichkeiten darauf zu reagieren. Man kann sich damit abfinden und sagen, gut, es ist jetzt so, es ist ja blöd, die gute Zeit wird schon noch kommen, aber ich ändere nichts. Aber man kann eben auch sagen, gut, wenn sich draußen alles ändert, muss ich auch irgendwas ändern. Und das tun wir, das haben wir über die Jahre jetzt auch gemacht.
Deswegen ist es ja genau das. Wir können nicht in den klassischen Architekturberuf gehen, wie er bisher war. Wir können uns nicht hinstellen und sagen, wir machen nur das Design, sondern wir gehen den Schritt mehr und wir überlegen den Schritt mehr, was wird jetzt gebraucht. Wir sind im Wandel der Zeit, das alles wird viel schneller.
Und ich kann eben den Bauherrn nicht wieder wegschicken, sondern ich muss tatsächlich sagen, komm hier her, wir kümmern uns, wir sind die Fachexperten, wir sind die Connection, wir bilden die ganzen Schnittstellen mit ab. Deswegen, wir bilden die Nachhaltigkeit mit ab, wir denken die Nachhaltigkeit mit, wir decken die Energieeffizienz mit ab. Das Einzige, wo bei mir so ein bisschen die Grenze ist, ich glaube nicht, dass ich jemals einen Statiker anstellen würde, liegt einfach daran, weil ein Statiker nochmal, also den kann man separieren, das ist gar kein Problem, weil ein Statiker, also ich glaube, ihr habt noch nie bei einem Statiker gesessen, das braucht man auch nicht, weil das machen wir dann vis-à-vis im Büro, den holen wir nicht hierher, aber viele Sachen gehen eben nur persönlich. Ein Finanzberater, den muss man einfach, den kann man nicht am Telefon machen, da geht es um so viel Geld, das geht nicht.
Und andere Sachen auch, und eine Energieeffizienzexperte geht auch nicht am Telefon, der muss mal zu Ihnen nach Hause kommen, der muss also bei Sanierungen, der muss sich das angucken, da muss einfach ein persönlicher Kontakt herstellen, deswegen haben wir gesagt, das nehmen wir bei uns mit ins Portfolio, das nehmen wir bei uns ins Programm. Wir sind jetzt gerade dabei, noch eine Mitarbeiterin auch für den Brandschutz auszubilden, wo wir einfach sagen, auch das wollen wir abdecken, das ist so dicht bei uns an der Architektur dran. Und da bildet ihr auch intern die Leute sogar damit aus dann. Also wir schicken sie natürlich auf zertifizierte Lehrgänge, aber wir lassen das zu, wir wollen hier die Brandschutzplanung mit anbieten für größere Sachen, um einfach die Schnittstelle zu minimieren, um nicht den Bauherrn wegzuschicken, so und jetzt gehen wir nochmal zum Brandschützer und gucken mal, ob der irgendwie ein tolles Angebot machen kann, das ist für den Bauherrn immer unangenehm, das ist einfach so, weil er denkt, jetzt muss ich das auch noch, das wusste ich ja vorher gar nicht, sondern es ist hier mit drin, es ist hier mit abgedeckt und wir können da beraten.
Und häufig sind es auch, manchmal, es gibt ja nicht eins oder null, manchmal ist das kleine bisschen, wir brauchen ein bisschen Brandschutz, ein bisschen Brandschutz suchen sie mal draußen auf dem Markt, ein bisschen Brandschutz, also entweder kriegen sie das komplette Paket oder sie kriegen gar nichts, weil die alle keine Zeit haben und für ein bisschen steht hier keiner auf. Und das ist das Thema, wo wir eben uns auch sehen, der Markt läuft ein bisschen an, es sind Bauherrn da und oft kommen Bauherrn, die sagen, ich brauche zwar das, aber ein bisschen noch davon, ein bisschen davon, ein bisschen davon und das bisschen bieten wir eben auch an. Aber wir bieten auch das große Ganze an, das ist auch keine Frage und wir würden auch am Ende nur Brandschutz machen, gar keine Frage. Aber wir waren beim Stammtisch eben noch stehen geblieben, wir treffen uns tatsächlich freitags jeden Tag und natürlich erzähle ich aus dem Büro, aus den ganzen Geschichten, aber ich lasse auch die Mitarbeiter, wir wollen dort eigentlich den nicht projektspezifischen Austausch, wie geht es dir privat?
Natürlich immer nur, wenn man es will, aber ich finde die Kultur mittlerweile, die wir am dem Stammtisch auch haben, freitags in der internen Runde, ist tatsächlich total locker jetzt. Also jeder erzählt. Eine Frage, gibt es da dann auch Bier? Natürlich, morgens um neun gibt es da noch kein Bier, aber… Wir sind ja nicht in Bayern.
Wir sind ja nicht in Bayern, stimmt, da kann man morgens um neun auf dem Oktoberfest geht schon richtig rum, da haben Sie recht. Ne, das machen wir nicht, also wir wollen danach natürlich noch arbeiten. Aber tatsächlich, das Büro stellt dann erstmal das Frühstück und die Brötchen, wir holen jede Woche Brötchen. Sodass wir einfach da in der lockeren Runde, Stammtischrunde sitzen und uns einfach auch aushalten.
Nicht aushalten, das tun wir wahrscheinlich auch, aber wir uns einfach austauschen, das wollte ich damit eigentlich sagen. Genau, aushalten tun wir uns definitiv auch. Ich finde es tatsächlich schön, weil man einerseits sich gegenseitig wertschätzen kann und andererseits aber auch versteht, warum es vielleicht einem anderen gerade besonders gut oder auch besonders schlecht geht. Manchmal ist zuhause was los, man muss da ja, man geht nicht ins Detail, aber man sagt, oh mein Mensch, geht es mir echt schlecht, Kinderbetreuung ist blöd, das ist doof, das.
Dann versteht man den Gegenüber viel, viel besser. Und wir haben einfach im Büro gesagt, wir wollen die Plattform dafür bieten, wir wollen einfach da sein. Und lustig, dieser Stammtisch, jetzt ohne mich, findet teilweise auch manchmal Mittags statt. Dann sitzen sie da und dann schnacken die und dann geht das los.
Ich finde es einfach gut zum Lockern. Und interne Runden über Projekte besprechen, die machen wir auf genug. Aber ich finde einfach, dieser regelmäßige Austausch miteinander, der wird hier einfach gelebt. Und das wird angenommen und das ist total toll.
Was mich jetzt noch interessiert, weil wir hatten jetzt viel über das Büro geredet, mich interessiert jetzt mal so die Geschichte hinter Ihnen, also wirklich die richtige Geschichte. Jetzt nicht so jetzt die letzten eins, zwei Jahre, sondern wie sind Sie überhaupt zur Architektur gekommen? Was haben Sie da vorgemacht? Gibt es da was zu erzählen?
Ja, tatsächlich. Also ich will da gar nicht weit ausschweifen. Aber am Ende kann man das in Hardfacts, glaube ich, relativ schnell runterbrechen. Tatsächlich habe ich, also ich würde jetzt mal nicht über meine Kindheit durchgehen, sondern wir fangen mal beim Schulabschluss an.
Also ich habe tatsächlich auf einem Gymnasium, bin ich auf einem Gymnasium gewesen und habe tatsächlich dann über meine Pubertät festgestellt, ob ich das jetzt hier noch 13 Jahre mache. Also ich hätte schulisch nicht unbedingt die großen Probleme. Aber ob ich das jetzt wirklich noch bis zu meinem, wie alt ist man im 13. Jahrgang?
Ich glaube 18, 19. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt noch zwei, drei, vier Jahre mache. Ich will auch irgendwie, also ich war immer, ich war tatsächlich wahrscheinlich da schon eher der Macher, als der lange Pläne schmieden und dann irgendwann wird das mal so. Sondern eher so, ich muss jetzt hier mal raus, ich muss hier irgendwie mal was machen.
Und habe dann relativ schnell gemerkt, ob ich jetzt bei der Realschule, also ob ich jetzt auf eine Realschule gehe oder auf ein Gymnasium meinen Abschluss mache, ist schon ein großer Unterschied. Und da ging es mir tatsächlich schon darum, gut, Schulzeugnis ist wichtig für eine Bewerbung. Ich glaube, ich gehe auf eine Realschule. Jetzt hatte ich das große Glück, dass meine Realschule direkt neben dem Gymnasium war.
Das heißt, ich musste nur eine Tür weiter rein gehen. Wo war das? In Saatrup tatsächlich, oben im Norddeutschland, das ist in Flensburg, also bei Flensburg. Das ist heute, glaube ich, eine Gemeinschaftsschule plus Gymnasium.
Ich glaube, Realschulen gibt es ja heute gar nicht mehr. Aber das war am Ende dann auch eine gute Entscheidung, weil man kann tatsächlich sagen, die Noten haben sich dann tatsächlich von gut nochmal auf sehr gut verbessert. Und ich musste nicht viel mehr dafür tun. Ich habe dann da ganz normal meinen Abschluss gemacht und habe dann die Chance genutzt.
Jetzt sind wir wieder ein bisschen politisch. Ich weiß gar nicht, jetzt müssen wir wieder alle abdecken. Ich weiß nicht, wie viel höher es tatsächlich gibt. Es wird wahrscheinlich auch Hörer geben, die können mit dem Wort nichts anfangen.
Es gab damals tatsächlich noch Wehrdienst. Man musste zur Bundeswehr als junger Mann. Ist aktuell ja auch offiziell nur ausgesetzt. Ist nur ausgesetzt tatsächlich, also wenn man politische Lage ein bisschen verfolgt.
Es ist ausgesetzt. Ich würde jetzt auch gerne politisch wieder werden und sagen, grundsätzlich finde ich das erst mal total gut, dass das ausgesetzt wird. Ich finde aber auch die Diskussion total offen zu sagen, wenn man es wieder einführt. Und ich bin tatsächlich dann der Mensch, wo ich sage, wenn man es wieder einführt.
Wir leben heute in der Zeit, wir sind im 21. Jahrhundert. Wir wollen alle Gleichberechtigung haben. Also ich finde, man kann den Wehrdienst eigentlich nur wieder einführen, wenn es am Ende für alle Geschlechter gleich gilt.
Also warum zieht man nur den Mann ein? Andersherum, warum sollte man nur eine Frau einziehen? Und es gibt Militär, die macht uns das vor. Es gibt ganz viel Militär, wo auch einfach Frauen auch mit eingezogen werden.
Ich finde, die Diskussion sollte man auf anderer Stelle führen. Aber das ist so meine Meinung dazu. Wie gesagt, die Zeit damals, damals wurden junge Männer eingezogen. Und da war die Idee, oder damals so, man musste werden.
Ich weiß gar nicht, wie der normale wäre. Ich glaube, das war so neun Monate damals. Und ich habe gesagt, neun Monate ist ja auch irgendwie, da weißt du heute nicht, was du machst. Und in neun Monaten auch immer noch nicht.
Aus der Bundeswehrheraus sich zu bewerben irgendwo ist auch nur super schwer, weil man irgendwie mit ganz vielen Sachen beschäftigt, aber nicht mit seiner Arbeitszukunft. Und ich habe dann gesagt, naja, was willst du denn eigentlich? Ich komme von der See, ich will irgendwie zur See fahren. Ich habe damals schon irgendwie ne Idee von mir, wo ich sagte, weißt du was?
Ach komm, ich bewert mich bei der Marine. Das ist total cool. Hab mich da auch damals schon nicht wie viele andere sich überall beworben bei der Marine, sondern ich habe da auch schon ziemlich klar gewusst, ich sag, wenn ich was machen will, dann will ich definitiv oben beim Kapitän auf der Brücke stehen. Ich möchte irgendwie was sehen, ich will was sehen von der Welt.
Und, kommt vielleicht dann hinterher als roter Faden da durchgezogen, ich will am Ende auch irgendwie beteiligt sein. Ja, also beteiligt des Großen Ganzen, aber auch maßgeblich beteiligt. So, und dann habe ich hin und her überlegt und habe gedacht, na, was könnte man denn machen? Und da habe ich mich für Navigation entschieden, so, weil das war so der Punkt, wo ich sehr, sehr dicht an den Offizieren, sehr, sehr dicht am Kapitän war und am Ende navigatorisch beraten habe, wo es denn hingeht.
Und war immer so auch ne Idee, wo ich sage, hm, okay, man weiß gar nicht, also der Kapitän kann am Ende auch nicht entscheiden, wir fahren da lang, sondern er muss mit mir sprechen, können wir da überhaupt lang fahren? Das war so die Idee dahinter. Dann habe ich mich dann da beworben und war dann tatsächlich erstmal, habe mich eingeschrieben für acht Jahre bei der Marine und habe acht Jahre Marine gemacht. Und dort auch verschiedene Wege gegangen von Boot über Schiff und am Ende tatsächlich war mir das dann auch zu langweilig, weil 2D auf der Karte fahren war irgendwie doof.
Ich habe es dann tatsächlich immer mal überlegt, das war eigentlich mein Urwunsch, glaube ich als Kind, ich wollte immer mal Pilot werden. So, für Fliegen, glaube ich, hat es dann irgendwie nicht gereicht. Ich wollte dann irgendwie bei der Marine gehen, dann irgendwie wahrscheinlich ging nur Hubschrauber. Ja, war dann immer so Hubschrauber, reichte dann auch nicht irgendwie, das war dann irgendwie gesundheitlich, irgendwas peripher sehen und so war dann irgendwie nicht.
Deswegen war das dann auch okay, aber 2D reichte mir dann nicht mehr, ich wollte irgendwie in die dritte Dimension und da fing mir ein, oh, U-Boot fahren, das habe ich auch noch nicht gemacht, das will ich auch machen. Bin dann tatsächlich dann noch drei, dreieinhalb Jahre U-Boot gefahren bei der Marine. Sind Sie da wirklich, haben Sie das U-Boot gesteuert? Ich habe immer noch Navigation fürs U-Boot gemacht, war neben dem Kapitän.
Das ist auf dem U-Boot dann ein bisschen einfacher als auf dem Schiff, weil da ist glaube ich jeder neben dem Kapitän, weil so viel mehr Platz hat man da auch nicht. Aber ja, bin dann U-Boot gefahren, ich habe eine Vermessungstechnikerlehre gemacht, das war auch noch mal eine Idee dahinter. Was bringt mir eigentlich hinterher? Also die Bundeswehr war damals sehr, sehr gut, heute weiß ich das tatsächlich nicht mehr, aber damals war es sehr, sehr gut.
Sie haben Leute, die lange bei der Bundeswehr waren, auch sehr, sehr geholfen damit in der zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung. Also man hat sich darum gekümmert, dass der Mensch nach den acht Jahren nicht verloren ist, sondern irgendwas vorweisen kann. Das war mir ja wichtig, hat mir mein Opa damals immer schon gesagt, Schule, Ausbildung, arbeiten. Und das war auch immer noch in meinem Kopf, ich sage, ich brauche eine Ausbildung.
Und die Bundeswehr hat mir zu der Zeit auch angeboten, parallel zur Bundeswehrzeit eine zivilberufliche Aus- und Weiterbildung zu machen, also eine richtige Ausbildung, wo andere jetzt drei Jahre für brauchen, habe ich zwei Jahre nebenbei, neben meinem Dienst, quasi eine Vermessungstechniker-Ausbildung gemacht. Das ist recht gut, weil die Bundeswehr stellt die Berufsschullehrer quasi, also man kriegt das sehr theoretisch eingebracht. Und dann hält man sich halt an die Prüfordnung des jeweiligen Landes und muss dann eben auch Praktikas machen, das mussten wir auch machen, da wurden wir dann freigestellt für die Zeit. Und den Rest mussten wir uns relativ sehr im Selbststudium auch beibringen, bis wir dann eben die Prüfung an der Industrie- und Handelskammer tatsächlich ablegen mussten.
Und das haben wir dann gemacht. Ich kann sich vorstellen, die Noten waren jetzt nicht berauschend, weil, ich sage mal, das ist uns alles irgendwie nebenbei gelaufen. Aber am Ende war es ein Abschluss, das war mir wichtig, ich habe einen Abschluss. Ich wusste auch, ich will am Ende wahrscheinlich nicht Vermessungstechniker am Ende machen, aus verschiedenen Gründen.
Aber es war für mich eine naheliegende Ausbildung, weil bis zu dem Zeitpunkt war immer noch, entweder wäre ich in der Bundeswehr geblieben als Offizier oder ich wäre tatsächlich draußen zur See gefahren. Das war immer so der Masterplan für die nächsten zehn Jahre. Was will ich in zehn Jahren? Und dann war das Ende der Bundeswehr gekommen.
Ich hatte dann tatsächlich überlegt, was mache ich jetzt? Ich habe dann meinen Kommandant damals, also der Chef, der Kapitän vom Schiff, vom U-Boot, hatte mich sehr dazu gedrängt, auch Offizier zu werden, weil er sagte, er sieht das Potenzial. Er hat mir tatsächlich sogar eine Empfehlung geschrieben, das ist ja sehr selten, dass man eine Empfehlung vom Kommandanten bekommt. Mit dieser Empfehlung wurde ich dann auch eingeladen in Köln bei der Offiziersprüfzentrale.
Und dort wurde ich auch geprüft. Dort hatte man aber leider keinen Studienplatz für mich. Das war einfach damals kapazitätstechnische Gründe. Ich war aber kurz vor dem Ausscheiden.
Das heißt, ich hätte einen brauchen müssen. Hat dann irgendwie nicht geklappt. Ich hatte die Eignung, konnte aber nicht studieren, war echt ärgerlich, aber ist egal. Und dann war für mich klar, okay, Plan B, ich war draußen zur See.
Und dann kam tatsächlich ein privater Einschnitt bei mir. Ich habe dann tatsächlich mit meiner Frau zusammen eine Familie gegründet. Und da werden wahrscheinlich vielleicht auch viele Höherer mitkriegen. Jetzt sind wir nämlich ein bisschen in dem Bereich Familie am Stammtisch.
Die werden auch merken, zu See fahren bedeutet tatsächlich drei Monate mindestens zu See fahren, einen Monat zu Hause. Also wirklich die riesengroßen Pötter. Naja, mein Ziel war tatsächlich damals, Kreuzfahrtschiff zu fahren. Das war wieder das Thema nahe am Menschen, etwas bewegen können.
Containerschiff konnte ich mir tatsächlich nie vorstellen. Das war mir zu einsam tatsächlich. Aber ich wollte tatsächlich, wie man das so kennt, vor dem Traumschiff. Ich wollte Kapitän im weißen Anzug werden und Kreuzfahrtschiff fahren.
Da wo andere Urlaub machen, da wollte ich arbeiten, da habe ich gesagt, damit kann ich die Schmerzen auch verbinden, dass man eben so lange weg ist, weil ich einfach an schönen Orten weg bin. Aber das Bild hat sich geändert mit der Familie. Also das war wirklich, als ich dann als mein Sohn sich angekündigt hat tatsächlich, habe ich gesagt, ich will für meinen Sohn da sein. Wenn ich nur weg bin, habe ich zwar meinen Traum erfüllt, aber irgendwie mein Sohn hat nichts von mir.
Und da habe ich tatsächlich das erste Mal überlegt, was mache ich jetzt? Ich würde es jetzt nicht Sinnkrise nennen, aber es war tatsächlich ein, mein 10-Jahresplan war dahin. Mein Plan B, es musste ein Plan C. Ich hatte nie einen Plan C.
Weil ich wusste Plan A geht immer und Plan B brauche ich nur im äußersten Notfall. Plan C hätte ich nie gebraucht. Plan C musste kommen. Und da habe ich tatsächlich überlegt, was mache ich.
Und da hat sich das in meinen ersten Zügen vielleicht erst mal gerecht, nur Realschule studieren, unmöglich. Also Fachhochschule nachmachen. Also es war wirklich, ich hätte echt den langen Weg gehen müssen. Und jetzt kommt vielleicht das erste Mal so richtig Glück mit dem Spiel.
Also das Thema Architektur hat mich tatsächlich immer schon, aber wahrscheinlich eben genau da, wo wir in den ersten Folgen drüber gesprochen haben, eher so dieses Schnittstellen. Was machen Häuser eigentlich mit einem? Und auch wieder das Thema, deswegen hatte ich das vorhin angesprochen, bei der Karte und bei dem Navigieren. Ich wollte etwas tun, was langfristig etwas macht, einen Fußabdruck hinterlässt.
Also ich wollte nichts, ich wollte jetzt nicht irgendwas Schnelles entwickeln, was sich schnell auf den Markt bringen und schnell wieder zu Ende ist. Und ich wollte etwas langfristig machen. Und es kam immer wieder und ich habe immer wieder Affinitäten dazu gehabt, Mensch, das Haus sieht toll aus. Und irgendwann kam tatsächlich meine Frau da drauf und sagte, du redest so viel von dem, mach doch mal Architektur.
Du hast doch, ich hätte damals nie damit gerechnet, dass ich wirklich gut entwerfen kann, dass ich zeichnen kann. Das war alles nicht, wo ich sage, ich habe schon immer irgendwie viel gezeichnet, sondern es war tatsächlich nur die Idee dazu bauen. Und ja, und das war tatsächlich der Punkt, wo ich mich um Studien gekümmert habe. Und ich gucke tatsächlich, sie gucken auch schon auf die Uhr, wir sind schon dann tatsächlich drüber.
Ich würde jetzt einen Punkt machen bei, wie ich noch ins Studium gekommen bin. Das ist aber ein krasser Cliffhanger hier. Wie ich ins Studium gekommen bin. Das erfahren wir dann in der nächsten Folge.
Das müssen wir in der nächsten Folge erfahren, weil das war tatsächlich nicht sehr spannend. Ohne Abiturabschluss studieren. Ohne Fachabi. Also ich habe mit Realschule meiner Ausbildung und meiner Bundeswehrzeit studieren dürfen.
Und das klären wir nächstes Mal. Aber ich habe eine unangenehme Frage. Wir haben wieder nichts geklärt über den Podcast. Kommen Sie in zwei Wochen wieder?
Ja, ich hatte gerade eine spontane Idee. Also ich meine, wenn nächstes Mal über Ihr Studium geredet wird, warum dann nicht einfach mit einem Studenten? Das ist ja schon in zwei Wochen. Ich weiß nicht, ob wir so schnell jemanden rankriegen.
Aber grundsätzlich. Ansonsten bin ich natürlich sehr gern wieder da. Sie sind herzlich eingeladen. Also wir haben, glaube ich, noch viele Punkte über den Podcast, den wir tatsächlich noch nicht so wirklich geklärt haben.
Ich würde tatsächlich gucken. Also was ich halt auf jeden Fall noch sagen wollte jetzt, bevor wir beenden. Also einmal in die Kommentare, mal Mutmaßung. Wie haben Sie es geschafft, zu studieren?
Sehr gut. Das mal so raten. Mal gucken, ob jemand draufkommt. Also wer da draufkommt, kann man ja, wenn jemand möchte, darf er seinen Namen dazu schreiben.
Dann würde ich den Podcast sogar nennen. Aber ich glaube es nicht, dass da jemand draufkommt, wie das geht. Ansonsten eine Sache noch. Also die Räumlichkeiten.
Das finde ich halt, also jetzt Thema Podcast. Ja, wir können es ja auflegen. Für die Hörer, die wissen ja gar nicht, wo wir sitzen. Wir sitzen gerade in meinem Büro.
Vielleicht drehen wir die Kamera mal. Naja, müssen wir nicht. Oder das Mikrofon. Das Mikrofon können wir ja nicht drehen.
Aber ich denke, wir werden auf Instagram, wird es wahrscheinlich immer mal auch Auszüge hiervon geben. Wer mir also folgen wollen bei Instagram, auch gerne bei Instagram folgen. Man will nicht sehen, wie der Rest aussieht. Denn das Büro sieht normalerweise so nicht aus.
Es ist jetzt sehr viel aufgebaut. Ist mir auch schon gekommen, weil sie natürlich, wenn wir jetzt hier jedes Mal alle zwei Wochen Podcast machen, kann ich erstmal mein Büro danach wieder aufräumen. Es war letztes Mal schon so ein Aufwand und jetzt heute wieder. Müssen wir tatsächlich mal, müssen wir mal überreden.
Also ich werde mir da mal Gedanken machen zum nächsten Mal. Okay, ich bin gespannt. Dann sehen wir uns in zwei Wochen. Ich freue mich.
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