
Show-Notes
Eine gemeinsame Folge von Kittybob Bauinfotainment & dem RT Architekturstammtisch.
Bauen im Bestand ist längst mehr als ein Trend, es ist eine Haltung. In dieser Folge sprechen wir, Janine Kohnen, Architektin und Host von Kittybob Bauinfotainment Robert Tischer über die vielen Facetten des nachhaltigen Planens und Bauens – und darüber, warum das Thema so viel komplexer (und spannender!) ist, als viele denken.
Wir tauschen uns aus über unsere ersten Sanierungsprojekte. Über Baustellen, auf denen vieles anders lief als geplant, über Herausforderungen im Bestand, unerwartete Wendungen und die kleinen Aha-Momente, die uns bis heute begleiten.
Ein großes Thema ist unsere Empathie für Gebäude: Wie wir als Architekturschaffende lernen, die Substanz zu verstehen, Potenziale zu erkennen und zu respektieren, was schon da ist. Denn nachhaltiges Bauen bedeutet nicht nur, ökologische Baustoffe zu verwenden, sondern vor allem, Gebäude als Ressourcen zu begreifen – energetisch, kulturell und emotional.
Wir sprechen darüber, was Nachhaltigkeit wirklich umfasst: Von grauer Energie über Flächenverbrauch, Baukultur und soziale Verantwortung bis hin zu alltäglichen Planungsentscheidungen, die oft mehr bewirken als jede Zertifizierung.
Natürlich geht es auch um unsere Erfahrungen mit Genehmigungsbehörden – über den Balanceakt zwischen Paragrafen, Realität und gesundem Menschenverstand. Mal treffen wir auf verständnisvolle, lösungsorientierte Ansprechpartner, mal auf strenge Regelhüter, bei denen jeder Paragraph zählt.
Gemeinsam stellen wir fest: Nachhaltigkeit ist kein Regelwerk, sondern ein Prozess aus Wissen, Haltung und Dialog – mit Bauherrschaft, Fachplanenden, Behörden, Fachhandwerkerschaft und der gebauten Umwelt selbst.
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Eine gemeinsame Folge von Kittybob Bau-Infotainment und dem RT-Architekturstammtisch. Bauen im Bestand ist längst mehr als ein Trend, es ist eine Haltung. In dieser Folge sprechen wir Janine Conan, Architektin und Host von Kittybob Bau-Infotainment und Robert Tischer ebenfalls Architekt, über die vielen Facetten des nachhaltigen Planens und Bauens und darüber, warum das Thema so viel komplexer und spannender ist, als viele denken. Wir tauschen uns aus über unsere ersten Sanierungsprojekte, über Baustellen, auf denen vieles anders lief als geplant, über Herausforderungen im Bestand, unerwartete Wendungen und die kleinen Aha-Momente, die uns bis heute begleiten.
Ein großes Thema ist unsere Empathie für Gebäude, wie wir als Architekturschaffende lernen, die Substanz zu verstehen, Potenziale zu erkennen und zu respektieren, was schon da ist. Denn nachhaltiges Bauen bedeutet nicht nur ökologische Baustoffe zu verwenden, sondern vor allem Gebäude als Ressourcen zu begreifen – energetisch, kulturell und emotional. Wir sprechen darüber, was Nachhaltigkeit wirklich umfasst. Von grauer Energie über Flächenverbrauch, Baukultur und soziale Verantwortung bis hin zu alltäglichen Planungsentscheidungen, die oft mehr bewirken als jede Zertifizierung.
Natürlich geht es auch um unsere Erfahrungen mit Genehmigungsbehörden über den Balanceakt zwischen Paragrafen, Realität und gesundem Menschenverstand. Mal treffen wir auf verständnisvolle, lösungsorientierte Ansprechpartner, mal auf strenge Regelhüter, bei denen jeder Paragraf zählt. Gemeinsam stellen wir fest, Nachhaltigkeit ist kein Regelwerk, sondern ein Prozess aus Wissen, Haltung und Dialog mit Bauherrschaft, Fachplanendin, Behörden, Fachhandwerkerschaft und der gebauten Umwelt selbst. Hallo und herzlich willkommen zu Kittybop Bau-Infotainment zusammen mit dem RT-Architektur-Stammtisch-Podcast von meinem Architekturkollegen Robert Tischer, der auch heute natürlich zu Gast ist.
Robert ist neben seiner Tätigkeit als Architekt auch zertifizierter DGNB ESG-Manager, Auditor und Konsultant sowie BNB-Berater, also für nachhaltiges Bauen. Und da das ja noch nicht genug ist, wurde er sogar 2024 vom Deutschen Innovationsinstitut als Unternehmer der Zukunft ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch, lieber Robert. Und wir sprechen heute über ein Thema, das uns beide beruflich sehr bewegt.
Und das ist nämlich auch ein Thema für die Zukunft oder auch generell für jetzt für die Gegenwart. Und es wird halt immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und zwar ist das das Thema ja nachhaltiges Bauen, Bauen im Bestand, Bestandspläne. Ja, und was es eigentlich bedeutet, nachhaltig zu bauen, warum das Sanieren von Bestandsgebäuden inzwischen schon wichtiger ist als Neubau und welche Tools und Denkweisen wir als Architekturschaffende halt brauchen, um auch unsere Bauherrschaft richtig zu beraten.
Das sind quasi so unsere Themen. Aber jetzt erst mal, Robert, herzlich Willkommen in unserem Architekturstammtisch "Kittybob meets RT". Ja, genau. Vielen Dank für deine erneute Einladung.
Bin ich gerne bei gewohnt. Ich fand die letzte Unterhaltung schon total zielführend, hilfreich, auch, ich glaube, für draußen ganz, ganz toll. Du machst da ja auch, du hast es, glaube ich, im letzten Podcast gesagt, "One Woman Show". Genau, "One Woman Show". "One Woman Show".
Nee, nee, finde ich tatsächlich beeindruckend. Und ich finde es toll, dass es eben Leute da draußen gibt, tatsächlich mit denselben, unabhängig davon. Ich meine, wir haben uns ja jetzt nicht synchronisiert, sondern tatsächlich, wir haben uns gefunden und stellen fest, dass wir ganz schön viele Parallelen haben und am Ende tatsächlich auch dieselben, zumindest im weitesten Sinne dieselben Ansichten. Und das finde ich tatsächlich sehr, sehr bereichernd.
Ja, auch weil wir beide so unterschiedlich gerade beruflich aufgestellt sind. Ich bin frisch selbstständig seit Herbst letzten Jahres, bin halt noch die "One Woman Show". Du hast auch mal so als "One Man Show" begonnen, hast aber jetzt ein unfassbar großes tolles Team, hast dich perfekt aufgestellt. Da haben wir schon gesagt, da müssen wir auch nochmal eine separate Folge zu machen.
Aber die Folge, die du gerade angeteasert hast, da geht es um ganzheitliche Architektur. Die Folge, die geht dieser so ein bisschen voraus. Und von daher, die verlinken wir euch am besten auch in den Show Notes, wenn ihr da nochmal reinhören wollt. Genau, und jetzt wollen wir uns ja mal so ein bisschen über Sanierung austauschen.
Was war früher, was ist heute? Individuelle Sanierungsfahrpläne sind auch alles so Themen, die da reinbringen. Viele stehen auch so ein bisschen vor dem Punkt, ja, abreißen oder lieber sanieren. Das ist halt auch so was ganz Schwieriges, weil du halt einfach irgendwie immer im Hinterkopf hast, so unsere Ressourcen sind einfach begrenzt auf diesem Planeten.
Man muss halt schauen, mit dem, was da schon gebaut wurde, wie bekomme ich da möglichst meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Bedarfe untergebracht? Oder ist es wirklich tatsächlich so durch, dass man dann auch sagt, okay, ein Abriss macht jetzt auch Sinn? Also das sind alles so Themen, mit denen wir uns tagtäglich beschäftigen müssen. Auch immer in der Hoffnung, dass wir die richtige Entscheidung zusammen mit unserer Bauherrschaft getroffen haben, weil jetzt endlich Hellseher sind wir ja auch nicht.
Aber um jetzt mal direkt rein zu starten, erinnerst du dich noch so an dein erstes Sanierungsprojekt? Ja, ich glaube, das vergisst man auch nicht. Das ist so, ich finde das nochmal eine andere Verantwortung als Neubau tatsächlich. Also auch an den ersten Neubau erinnert man sich, aber es ist so gerade in seiner Selbstständigkeit schon nochmal eine Herausforderung mehr, weil einfach ganz andere Einflüsse auf dich einprasseln als bei einem Neubau.
Bei einem Neubau ist man so für sich. Man hat ganz viel erarbeitet mit seiner Bauherrschaft und dann kommen so die nächsten Meilensteine. Jetzt bringt man es mal auf Papier und irgendwann geht man zum Bauamt, freut sich, dass die Baugenehmigung kommt. Und auch Mensch, das Bauamt sagt sogar auch, das ist toll.
Dann geht man in die Ausführungsplanung und dann kommt so der erste emotionale Schritt. So jetzt bist du auf dem leeren Grundstück und jetzt kommt der Bagger und es geht wirklich los. Aber er hat einen langen Vorlauf. Bei so einer Sanierung geht es relativ ad hoc los.
Das heißt, man ist da, man muss sich um die Gegebenheiten. Man hat meistens ein Haus völlig zugebaut, zu gerummelt, vielleicht weil man da Jahre dran drin gelebt hat. Es wurde gekauft, vielleicht ist es auch ein Messi-Haus. Also meins war jetzt keins, aber ich weiß, das war von einem älteren Ehepaar.
Die haben noch drin gewohnt, haben es aber, wollten es verkaufen und die Verkäufer kamen zu mir und haben mich dann eben gefragt. Also ich habe es bewohnt gesehen und es war, also man muss viel dann so gläserne Blicke haben und man sagt, okay, den Schrank muss man sich jetzt wegdenken. Ja, man kriegt einen eingerichteten Eindruck so und als junger Architekt denkt man so. Es ist echt gruselig und man muss das einfach alles im Kopf schon ausblenden und sagen, ah, das geht alles.
Also man muss sich wirklich so einen nackten, kernsanierten Rohbau schon vorstellen, mit man einfach frei ist in seiner Denke und überlegt. Okay, also viel hilft dann auch, dass man sagt, okay, man zettelt sich, man macht mal eine Bestandsaufnahme. Guckt mal, was man hat, man hier für Substanzen und geht dann wirklich über den Plan wieder da rein, über ich, was geht denn eigentlich? Also ich erinnere mich tatsächlich sehr, sehr stark daran, weil es eben auch direkt eine Komplettsanierung war und nicht so Frickelkram.
Aber es hat Spaß gemacht und ich muss auch dazu sagen, ich hatte dort eine sehr dankenswerte Bauherrnschaft, die tatsächlich echt viel Vertrauen in mich gesetzt haben, die ich dann natürlich mit Design und Qualität wieder zurückgegeben habe. Aber da hätte ich da jetzt in dem Punkt Sanierung schon ganz, ganz schwer für mich. Also das erste und dann hätte ich noch eine schwere Bauherrnschaft gehabt, dann wäre es tatsächlich schiefgelaufen. Aber da war vieles, was wir dann vor Ort einfach auch nochmal geklärt haben und geguckt haben.
Also sie waren sehr, sehr nachsichtig und dankbar mit mir in meinem ersten Sanierungsobjekt. Aber auch das wieder, wir hatten es glaube ich in einer anderen Folge auch, es war wieder so Bauleitung. Also man hat viel in so einem Sanierungsobjekt gelernt, was einem ein Neubau niemals geben wird. Also viele Detailpunkte nochmal gesehen und sagt ach so, so hat man dann doch 1940 das dann aufgesetzt.
Hätte ich so nicht gedacht, aber okay. Oder Reste fix, alle möglichen Mauerwerksarten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, aber es ist echt sehr, sehr, hat sehr, sehr auf mich eingeprasselt. Und man hat echt verstanden, warum es wichtig ist, dass da ein Architekt sitzt.
Weil einfach dieses Zusammenspiel von allen, wann brauche ich wen, wen brauche ich jetzt, warum brauche ich den jetzt am Anfang. Nehmen wir so Klassiker, warum tausche ich jetzt nicht schon den Boden, wenn nachher das Dach noch gemacht wird. Also einfach da auch sich einen Plan überlegt, wie geht das, wo fange ich an, was macht am meisten Sinn. Und ich war auch froh, das war mein ich dankbar auch an die Bauherrnschaft.
Ich hatte tatsächlich für die gesamte Sanierung dann in der Baustelle ein halbes Jahr auch Zeit. Also ich habe jetzt mittlerweile Sanierungsobjekte, da kommt der Bauherr um die Ecke und sagt, der will die Hälfte schon bewohnen. Und die andere Hälfte muss ich machen, also so ein bisschen im laufenden Betrieb. Trau ich mir heute ohne Probleme zu, gar kein Problem.
Hätte mir das in meinem ersten Sanierungsobjekt passiert, wäre es in die Hose gegangen. Weil einfach ich gar nicht den Überblick hatte, wo ist jetzt noch was und welche Fenster tausche ich, das kommt dann. Jetzt kam dann alles mit der Erfahrung. Und jedes Haus ist ja auch wieder so eigen.
Also da musst du ja auch immer viel improvisieren. Genau. Ja, das war das war so das. Und da kann ich mich noch sehr, sehr genau dran erinnern.
Mein schönstes Sanierungsprojekt war, also es gibt ja immer so welche, die einen so schön in Erinnerung bleiben. Das war bauen im Außenbereich, eine große Hofanlage. Und das war ein Kornspeicher Fachwerk mit, wo die Gefache dann auch mit Ziegelsteinen sichtbar sind. Und da hatten wir halt Ensemble Schutz.
Wir mussten in der Kubatur bleiben, aber es waren halt auch viel zu niedrige Decken. Und da habe ich dann Haus in Haus gebaut. Und da haben wir dann aber auch das Fachwerk saniert, haben auch sichtbare Eichenbalkendecken da reingeparkt. Also es war total schön, richtig muckelig ist das geworden.
Und wir haben dann auch aus den Teilen, die wir rausgeholt haben, weil da ja dann auch von 1800 Schlag mich tot die alten Balken und so drin waren. Die haben meine Bauherren dann auch wieder aufbereitet, um dafür für innen dann wieder Dinge herzustellen. Oder dann haben wir halt auch innen ein sichtbares Fachwerk zwischen Wohnen und Essen einfach aufgebaut und integriert, weil es so zum Typ halt passte. Statisch war es eigentlich nicht relevant, aber das war auch so richtig schön.
Und dann hatten wir auch mal die Baubesprechung unter der großen Linde abends und so. Das war richtig schön. Das war immer eher so Urlaub und auch da eine ganz, ganz tolle Bauherrschaft. Also da sieht man einfach immer, wie wichtig auch so dieser Teamgedanke einfach ist, dass du dich so miteinander, dass du ein vertrauensvolles Verhältnis hast, dass das alles super funktioniert.
Also da kriege ich schon wieder Gänsehaut, wenn ich an das denke. Wenn du daran denkst, genau, das habe ich tatsächlich auch eine wichtige Frage. Hast du auch? Also ich habe ich durchfahre in so einem Bau immer so unterschiedliche, unterschiedliche Phasen.
Es wird im Bau immer so ein Punkt geben, wo ich denke, hoffentlich ist das bald zu Ende. Und dann kommt aber irgendwann der Punkt, wo ich merke, das ist dann auch so in den Abnahmen, im Ausbau, wo man die Materialitäten dann hat, wo man denkt, oh Mist, ist bald zu Ende. Dann haben so, also ich kann das auch in Bildern beschreiben, diese Momente, wo ich sage, ich habe keine Lust mehr, ich kann es nicht mehr sehen. Das sind dann so Momente, wo was nicht ineinander greift, wo man so denkt, Mist, jetzt müsste ich hier wieder nachsteuern, da nachsteuern.
Es ist wirklich anstrengend und wirklich kräftezehrend, das zu machen, dass man auch froh, wenn es dann irgendwie zu Ende ist. Und ich finde, wenn so die Ausbauten kommen und so der Plan aufgeht, wo man so merkt, man braucht eigentlich nichts mehr dafür tun. Es ist alles läuft jetzt, jetzt läuft alles. Man kommt noch zu den Abnahmen, es läuft auch.
Und dann will man ja eigentlich dieses laufende Rad nicht plötzlich weggeben, sondern man denkt, so kommt es jetzt zu Ende. Jetzt läuft es doch gerade, jetzt ist es super. Hast du das auch? Ja, also mein ehemaliger Arbeitskollege, der hatte das einmal ganz gut beschrieben, weil der hat überwiegend Bauleitung gemacht.
Der sagte immer Sympathiekurve, also wenn Bauantrag eingereicht wurde, Sympathiekurve ganz oben, weil alle sind glücklich, großer Schritt getan, Genehmigung ist da. Und dann geht es ja immer an die Kosten und an den Stress, dann sackt die Sympathiekurve ab. Also ich habe das auch, dass ich, das sind gefühlt für mich immer so meine Kinder, so die Bausteine und ich kann die am Ende schlecht abgeben, weil ich irgendwie gefühlt jeden Stein da kenne und ich ja das auch mal im Kopf hatte und ich die ersten Skizzen habe. Also manchmal schenke ich den Bauherren sogar auch die ersten Skizzen dann noch, dass sie so sehen, wie war so der Entstehungsprozess vom Haus.
Weil ich mache jetzt natürlich viel für private Bauherren, weil das so von meiner Konenarchitekturgröße ganz gut passt, dass ich das sehr gut gehändelt bekomme. Und ich kenne aber auch diese Phasen, deswegen sage ich ja immer Hassliebe, wo ich denke nicht schon wieder und dann gehst du jetzt ans Telefon um 17.05 Uhr oder nicht. Und dann klar, dann irgendwann sind diese, aber dieses Gefühl, deswegen sehe ich das auch als Berufung und nicht einfach nur ein Job um Geld zu verdienen. So dieses, wie ich dann Gänsehaut kriege, wie mein Herzchen klopft, wenn diese Häuser dann fertig sind oder ich auch immer wieder dran vorbeifahre und dann auch immer noch zum Geburtstag Grillen eingeladen bin, das ist einfach toll, weil man so weiß, man hat denen so das Zuhause geschaffen.
Ja, so geht es mir auch tatsächlich. Und auch da, wir hatten in der letzten Folge ja damit aufgehört, wo wir sagten, warum ist unser Berufsbild so ein bisschen anders. Und ich glaube, wir erfahren auch anders. Also ich erfreue mich daran, dass die Bauherrnschaft sich erfreut und mich quasi, genau wie du sagst, mich nochmal zum Grillen einlädt oder sagt, Mensch, weißt du was, komm nochmal her.
Also das war mir gar nicht so bewusst, dass du das so smart gelöst hast mit dem mit dem mit dem Gang hier und so. Das gibt mir viel mehr als wie vielleicht meine Vorgänger dann rumfahren und sagen Ja, das ist das ist wieder so einer und das ist wieder hier was weiß ich, Müllarchitektur und guck mal, das ist doch hier. Also die fahren dann um und haben sich so Visitenkarten hingebaut und das das bin ich nicht mehr. Also da war ich auch noch nie.
Und das ist glaube ich, das ändert sich gerade. Und deswegen haben wir da glaube ich die richtigen Schritte ins Berufsfeld. Aber ja, also geht mir genauso. Also ich habe da sehr, sehr viele Emotionen dann auch.
Und man geht ja diese emotionale Reise. Und das ist eben, ich denke mir, ich stelle mir so immer vor, ich habe auch zwei kleine Kinder. Ich stelle mir so vor, wenn dann meine Kinder irgendwann mal ausziehen. Genauso.
Und mir denke so. Und jetzt ist es okay. Jetzt ist es anders. Ja, ja, und das haben wir beim Neubau und Bestandsobjekten.
Also egal, wo es irgendwie um die gebaute Umwelt geht, da hängt halt unser Herzblut rein. Und ich finde viel mehr in Sanierungsobjekten. Ja, ja, du hast diesen Vorher-Nachher Effekt halt viel krasser. Ja, und ich glaube, also ich glaube tatsächlich, dass man sich mit einem Sanierungsobjekt noch mehr beschäftigt.
Es ist auch viel mehr in einem drin als so ein Neubau. Neubau ist eher so für sich dieses Thema. Man nimmt diese Steps so mit und jetzt wird es gebaut und es ist genauso fertig. Also da ist so dieser, dieser Aha-Effekt, wie du schon sagst, da ist nur der da.
Ja, ich habe es ja so geplant. Natürlich ist es so geworden, wie ich es geplant habe. Beim Sanierungsobjekt kann ich es am ersten Tag nicht im Kopf haben, wie es später wird, weil es einfach so viele Unwegbarkeiten gibt. Und man hat, man geht fast dieselbe Reise wie der Bauherr, nur baufachlich.
Und ich glaube, also ich habe die Emotionen bei Sanierungsobjekten viel, viel stärker am Ende als bei Neubau. Ja, ja, doch, das stimmt auch. Deswegen, das sind halt die, die dann im Kopf bleiben, weil man halt so diese ganze Geschichte noch im Kopf hat. Also die Häuser, da hat sich ja auch einer mal Gedanken gemacht.
Also ich habe mal einen Begriff dazu gelesen, den finde ich unheimlich schön, goldene Energie. Also diese ganze Geschichte, die das Haus miterlebt hat, der erste Architekt, die erste Architektin, die das geplant hat, die erste Bauherrschaft, die Handwerker, die Epoche, in dem das entstanden ist. Welche gesellschaftlichen Strukturen waren da? Und diesen Begriff goldene Energie finde ich total toll.
Also dass man das damit halt dann auch wieder wertschätzt, das an die neuen Bedürfnisse anpasst. Aber ich finde, man darf trotzdem auch noch die alte Geschichte ablesen. Ja, das finde ich auch. Also es ist immer, das versuche ich auch immer.
Also ich habe ganz viele, wie gesagt in Hamburg habe ich mal eine Villa umgebaut. Das war auch so aus der, was ist das, mit Epochen bin ich immer relativ schwer. In Architekturgeschichte war ich auch nicht gut. Baugeschichte eine Eins.
Ja, das ist sehr gut. Da bist du da zumindest schon mal, haben wir da keine Parallele. Nein, also auch da war, war so aus der Zeit, also und da habe ich im Abriss einen alten Brandschutzplan gefunden. Also da haben wir eine Treppe abgerissen und da haben wir irgendwie in diesem Treppen, da haben wir irgendwie, da haben wir so ein Schild einbetoniert, das haben wir rausgenommen.
Und in diesem Wohnhaus habe ich dann quasi dieses, dieses Element in den Eingang, in den Glaskasten gepackt, um einfach da nochmal wirklich also zu zeigen. Also da sah man dann den alten Grundriss noch drin, weil so einen Brandschutzplan kennt man ja und der war auch schon ganz vergilbt. Also solche Sachen mache ich auch gerne oder ich habe tatsächlich auch schon mal, das haben wir dann tatsächlich nicht durchgeführt, weil das Bauvorhaben dann gestorben ist. Aber gerade dann in dieser Corona Zeit, wo dann Finanzen runtergefallen sind, hatten wir aber in der Planung den alten Handlauf.
Das war für mich relativ, also für mich wahrscheinlich fast emotionaler als für den Bauherren. Aber ich fand, das Haus hatte ganz viel Geschichte. Das war ein altes, im Zweiten Weltkrieg war das ein Haus von jüdischen Flüchtlingen, die ganz viele Wohnungen versteckt haben, die man so nicht gesehen hat. Und ich fand halt diese Geste zu sagen, diesen Handlauf haben so viele Menschen berührt, die auch Leid erfahren haben, aber auch irgendwie wieder Gutes, weil sie haben sich ja versteckt.
Also für mich war dieser Handlauf auf einmal und es poppte so hoch, also ich bin da jetzt nicht irgendwie total esoterisch unterwegs, poppte für mich so hoch, wo ich mir denke, okay, dieses Haus hat so viel Geschichte und dieser Handlauf war so präsent, den wollten wir aufarbeiten und in eins zu eins wieder einarbeiten in die Treppe. Und der Bauherr ging da auch mit, sagte, ja, das findet er gut. Er sagt es natürlich auch, er ist jetzt auch nicht so esoterisch, muss man natürlich allen Leuten erzählen, aber er findet die Geste gut, dass man einfach sagt, das Haus hat Geschichte und wir machen so viel in diesem Haus. Und er findet immer so einen Ankerpunkt, fand er auch gut, dass er sagt, okay, hier an dem Punkt wird die Geschichte wieder klar.
Genau und deswegen, da sind wir auch wieder bei dem Thema aus der letzten Folge Empathie. Also dafür müssen wir, da hat man dann auch so ein Gefühl für, man liest die Räume, man liest das Gebäude. Ich habe ja, also mit meinem Mann, wir haben denkmalgeschütztes Fachwerkhaus und wir haben zum Beispiel das Treppenhaus zurück restauriert. Das Haus ist von 1862 so in dem Dreh und unser Treppenhaus war mit scheußlichsten hellblauen Gruselteppich belegt und schäbiger vanillefarbener Tapete tapeziert.
Das war so plüschig, das sah so scheiße aus und das haben wir wirklich über ein Jahr lang in 800 Arbeitsstunden neben unseren Hauptjobs zurück restauriert auf die alten Dielen, wo dann, weil es in 90ern mal ein paar Jahre leer stand, auch sogar noch so Wurmlöcher drin sind. Aber das gehört dazu, das sieht hammermäßig aus mit der neuen Lasur. Es stört mich überhaupt nicht, dass das auch mal quietscht, wenn ich über unseren Boden laufe und unsere Sachbearbeiterin vom Denkmalschutz, die war auch begeistert, weil sie sagte, hey super, ihr habt da ein Herz für. Ich kann euch jetzt immer als Beispielprojekt nehmen, wenn irgendwie Bauherrn sagen, ach so alte Dielen will ich aber auch nicht aufarbeiten, weil es hat und da gehst du dann auch in mein Büro hoch.
Also das heißt, das ist jetzt so für mich natürlich auch total schön, immer so als dann so Bauherrn zu zeigen oder so. Und ich habe so ein bisschen, deswegen komme ich darüber jetzt auch so näher noch an unser Thema dran, so sanieren früher versus heute. Also ich finde, dass man auch in den vergangenen Jahrzehnten unheimlich viele Bausünden betrieben hat, weil man irgendwie vom Stil vieles abgerissen, überbaut hat, keine Ahnung. Die schönsten Holz, die in irgend so einen gammeligen PVC Linolium belacht drüber geklatscht hat.
Und irgendwie finde ich, haben wir viel mehr jetzt inzwischen das Gespür, das so zurückzuholen oder wie siehst du das? Ja, aber auch wieder wie im letzten Podcast, der Zeit geschuldet glaube ich. Wir hatten Zeit, wo sehr viel neu gebaut wurde, das ist einfach so. Da wurde viel Ästhetik reingelegt und das Alte war eher funktional.
Das heißt, wer sich einen Neubau leisten konnte, ist in den Neubau gegangen, weil es war ja einfach und es war ja auch Glück gegangen und gäbe, dass man einen Neubau erstmal gut findet. Sanierungsobjekte teile ich dann immer so in Liebhabergeschichten. Es gab auch früher schon tolle Sanierung, gar keine Frage, aber der Großteil war einfach und ich bin jetzt wieder, was weiß ich, Fernsehenschnäppchenhäuser, was weiß ich, man sieht was im Fernsehen auch, das kann ich auch und ich habe hier nur wenig Geld und dann wird es aber eher ein Funktionsbau als eine Liebhaberei. Und dann hole ich mir halt günstigen PVC und denke mir, gut, die Deals liegen da noch, aber auch da, wie wir ja auch am Anfang eingeteasert haben, ich brauche dafür Fachleute, weil es einfach nicht einfach ist, wirklich dann gedanklich schon an alle Details zu denken, wissen, mache ich da jetzt dies, mache ich das, kann ich die alten Deals aufarbeiten, was will ich danach machen, muss ich irgendwo Lüftungen einziehen etc.
Also ich kann nur von einem ganz tollen Projekt erzählen, was wir nicht gebaut haben, was ich mir angeguckt habe in Hamburg, den Carlsen Verlag, ganz, ganz tolles Sanierungsobjekt. Ich glaube, hätte ich mir das damals angeguckt, hätte ich nicht gedacht, dass man das daraus machen kann und ich habe nun schon viel gesehen. Wirklich eine ganz, ganz tolle Arbeitsstätte, der Carlsen Verlag ist da komplett mit seinem ganzen Team da drin, muss man mal vielleicht googeln, ist ein ganz, ganz tolles Sanierungsprojekt und zeigt eigentlich, was möglich ist heute, wenn man eben wirklich detailgenau auch an Sachen achtet. Also Randschutz kann man auch versteckt machen, muss man nicht offensichtlich machen, man kann ganz viele Sachen wieder hervorholen und das ist das, was ich damals in dem anderen Podcast auch gesagt hatte.
Ich glaube, wir haben jetzt ein Gespür für Ästhetik und dadurch, dass Neubauten immer rarer werden, weil der Platz und es einfach viel zu teuer wird, kommen jetzt wieder Sanierung in den Fokus und wir kommen wieder mehr ins Spiel als Fachleute und können eben dann dem Bauherr noch sagen, du kannst es auch ästhetisch, also um jetzt wieder ein praktisches Beispiel runterzubrechen. Ich hatte ein Bauherr, ein paar hier sitzen, die hatten sich ein Haus gekauft, typisches Siedlerhaus hier in Lübeck, über die 100 Jahre, wie es besteht, 100 mal angebaut, also wirklich ein Sammelsorium von Antworten, immer mal wieder durchgenehmigt. Historisch gewachsen. Historisch gewachsen, aber natürlich durch eine schlechte Zeit gewachsen.
Die 60er Jahre waren wir drin, also substanziell nicht so wirklich der Knaller, aber grundsätzlich war deren Ansinn, was die stört, ist, dass man das ablesen kann im Haus, hier ein Treppenversprung, da ein Treppenversprung und das haben wir runtergebrochen und da muss man auch überlegen, da kam der Bauherr selbst nicht drauf. Da muss man sich vorstellen, vorne steht quasi so ein großes Haus und hinten ist es so ein bisschen über, wie so ein großes L langgebaut und ich habe einfach gesagt, lass doch hinten den Anbau begradigen. Einmal komplett als einen großen Anbau und dann kannst du die Geschichte auch wieder lesen und sagen, du hast dein Siedlerhaus, das ist die Geschichte, das ist das Haus und dann hast du einen großen Anbau und denen dann quasi die Höhenversprünge alle eingleichen und du hast nur einen Höhenversprung, nämlich vom Siedlerhaus in den neuen Anbau. Und durch die neuen Fassaden hast du eben auch das Gefühl, es ist jetzt neu und einmal wirklich ganzheitlich gedacht und ganzheitlich gerade gezogen und in sich stimmig.
Und der Bauherr ist nach Hause gegangen und hat gesagt, Mensch, wirklich muss man überlegen, er hat gesagt, das kostet aber vielleicht zu viel, ich sage, wieso? Wir reden tatsächlich über fünf Meter Außenwand, die du unten nicht hast und der Rest ist alles, wenn du es nicht machen würdest, nur Frickelkram, was am Ende viel teurer ist, als wenn wir einmal hier fünf Meter Außenwand neu machen und du hast einen großen neuen Raum. Und dann hat sich ganz viele Probleme dann für ihn gelöst. Er wollte aufwendig im Dachraum mit Gaube noch ein Gästezimmer schaffen, was wir jetzt gar nicht mehr mussten.
Die Gaube konnten wir weglassen, den Dachraum haben wir so gelassen und konnten eben Gästezimmer alles auf ebener Erde herstellen. Also ein ganz, ganz tolles Projekt, wo ich mir denke, genau da ist der Fachmann gefragt. Die Ideen, wir haben einfach viel, viel mehr gesehen. Es geht einfach darum, wir können einfach, wir haben viel mehr gesehen, wir wissen viel mehr, was ist möglich, was ist nicht möglich, wenn ich mir selber Gedanken mache.
Genau und wir haben halt dieses Vorstellungsvermögen ja dann auch. Jetzt habe ich ja gerade schon in der Vorstellung über deine Person erzählt, welche ganzen Zusatzqualifikation du auch hast, dass du auch sehr spezialisiert bist für nachhaltiges Bauen, für energieeffizientes Bauen. Jetzt begegnet mir das ja auch als Energieeffizienz Expertin bei den Bestandsobjekten, dass wir natürlich aktuell, also Podcastaufnahme ist jetzt hier Juni 2025. Muss man ja immer so ein bisschen im Hinterkopf behalten, was sich wieder so ändert.
Ich finde die Anforderungen an die Energieeffizienz schon extrem hoch, weil ich zum Beispiel mit den Objekten, mit denen ich im Moment zu tun habe. Das bedeutet immer, dass ich die Dachstühle aufdoppeln muss, dass ich Verstärkungsbohlen reinbringen muss, um diese ganzen, wenn ich jetzt nach Einzelmaßnahmen irgendwie saniere. Also mein Credo ist immer klar, ich mache das, weil es ja nach Gesetz ist und weil es Förderungen gibt. Aber ich bin da immer so ein bisschen mit mir im Clinch, weil ich immer denke, ist das nicht eigentlich too much, was gefördert wird, weil wir reden auch über Ressourcen.
Nur, dass irgendwie eine zweite Nachkommastelle stimmt oder wie ist da so deine Erfahrung mit oder deine Meinung? Jetzt hast du ja in deiner großen Frage ganz viele Fragen gestellt, also Qualifikation würde ich gar nicht als Zusatzqualifikation werten. Es ist auf dem Papier natürlich Zusatzqualifikation, aber um da mal das rum zu machen, bei uns im Büro bekommt jeder diese Zusatzqualifikation. Also das setzt sich einfach voraus, dass das jeder macht, weil ich einfach grundsätzlich, also nicht den Auditor, aber zumindest den Consultant in DGNB Nachhaltigkeit, weil ich einfach sage, es gehört für mich zur ganzheitlichen Architektur dazu.
Also wenn ich ein Verständnis für Nachhaltigkeit habe, dann bin ich hier in dem Büro einfach falsch. Denn ich hatte ja auch am Anfang Podcast schon gesagt, es geht nicht nur um die Ressourcen, es geht nicht nur um die Baustoffe, es geht um, um einfach zu verstehen, worum geht es eigentlich. Und wie gesagt, wir haben ganz viele Beispielprojekte, wo wir einfach auch sagen können, das Projekt ist nachhaltig, auch wenn ich kein Holz verbaut habe und wenn ich mich irgendwie nicht um eine teure Heizung gekümmert habe, sondern einfach, weil ich die Nachnutzung so effizient und so nachhaltig aufgebaut habe. Klassisches Beispiel, wir haben ein Projekt zertifiziert, das ist eine Produktionsstätte für einen Rüstungsunternehmer.
Würde ich jetzt erstmal sagen, ist jetzt nicht so das klassische nachhaltige Projekt, das ist ein ganz normaler Stahlbetons-Gelettbau. Der kriegt aber ein Siegel, den Silber von der DGNB, weil er so bestechend, also weil einfach in den Punktzahlen die Ressourcen natürlich auch passen. Also wir nutzen natürlich Recyclingbeton etc., das sind so gewisse Sachen, die muss man machen. Aber ganz viel Wert wurde dort in diesem Zertifikat auch gelegt für die Nachnutzung, denn die Produktion hat ganz klar festgelegt in der Konzeption, wir machen das hier nur zehn Jahre.
Und danach, wir haben hier eine Studie in dem Ort laufen, wir brauchen in zehn Jahren mindestens 150 Büroplätze. Dann bei wir einfach hier den und den Standort da und da und dort ist quasi das Konzept in der Planung schon so gelaufen, dass nach den zehn Jahren Produktion jetzt schon alles vorgerüstet wird dafür, dass nach dieser Produktion eben auch dort die Nachnutzung geregelt und geplant und am Ende soweit wie möglich umgesetzt wurde. Und das ist eben aus meiner Sicht auch ein nachhaltiger Aspekt, so das ist zur Nachhaltigkeit. Aber jetzt muss ich kurz überlegen deine Frage zur Sanierung.
Ja, ob das nicht im Moment alles so ein bisschen zu sehr übertrieben ist, was die U-Werte angeht. Natürlich sind das Zahlen, gebe ich dir vollkommen recht und natürlich müssten die eigentlich schwammig sein. Ich würde aber gar nicht behaupten, dass die Sanierungen in den absoluten Zahlen jetzt unbedingt zu hoch gegriffen sind, sondern ich würde einfach mal ganz klassisch behaupten, die Förderlandschaft momentan ist einfach zu kompliziert. Es ist aber viel zu kompliziert, dass da irgendjemand durchblick und selbst unsere Experten, unsere Energieeffizienzspenden aus unserem Büro sagen, also wenn ich nicht alle zwei Wochen mir irgendwie ein Newsletter von der BAFA hol, dann bin ich raus.
Also jetzt ein klassisches Beispiel, wir nehmen jetzt gerade im Juni auf. Wir dürfen keine Neubauten mehr mit KfW 40 begleiten, also eine EZB schreiben bei der KfW und beantragen, wenn wir nicht noch eine Zusatzqualifikation machen. Das erzählt aber keiner. Das haben wir zufällig auf der BAFA Seite gesehen, dass wir jetzt noch mal eine LCA-Analyse machen müssen, also einen Lehrgang dafür.
Das Witzige ist, die LCA-Analyse wird in keinem dieser Prozesse überhaupt gefordert. Das wird einfach nur das der Haken, dass wir diese Zusatzqualifikation haben. Und jetzt kommt der ganz große Clou, wir hätten diese Zusatzqualifikation schon in unserem Büro, denn ich als Auditor und als ESG-Manager darf ja eine LCA-Analyse machen. Das zählt aber nicht, sondern das muss ein Lehrgang der DNA gewesen sein.
Das ist ganz schwierig, das ist einfach super kompliziert. Ich sehe nämlich noch nach den Zeiten zurück, wo es bei der KfW relativ einfach war, mit KfW 75, KfW 40, KfW 40 Plus auf Wiedersehen. Du kriegst dein Geld und du kriegst deinen Zuschuss. Das war so einfach, das passte alles auf den Bierdeckel.
Und du hattest deine U-Werte, die du einhalten musstest im Neubau, klasse. Ich habe damals schon gesagt, das muss es für Sanierung auch geben. Ich sehe den Ansatz nur rein an U-Werten, also wenn man jetzt mal nach meiner persönlichen Meinung fragt, nicht den richtigen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist aus meiner Sicht nicht ganzheitlich gedacht.
Sondern aus meiner Sicht müsste es eigentlich eine Kombination aus Mindestwärmeschutz sein und aber auch einen CO2-Fußabdruck. Über diesen CO2-Fußabdruck, wenn man mal ein bisschen in der DGmb unterwegs war, kann ich sehr viel abbilden. Wenn ich einfach ganz klar deklarieren kann, was ist drin, was ist draußen. Und jetzt kann ich mir ganz gut vorstellen, dass auch in der globalen Welt, auch in dem Zusammenhang, was wird denn überhaupt gefördert, ein Neubau oder eine Sanierung.
Ich einfach sagen kann, ok, wenn du sanierst und so und so viel Substanz im Gebäude lässt, bekommst du einen CO2-Vorschuss, keine Ahnung, ich nehme jetzt irgendeine Zahl von 100. Damit kann ich mir in der Sanierung dann aber auch gewisse CO2-Geschichten leisten. Wenn jetzt mal, was weiß ich, vielleicht eine blöde Dämmung, weil ich eben so viel Vorschuss gegenüber einem Neubau habe, weil eine Sanierung grundsätzlich nachhaltiger ist. Und so einen Ansatz würde ich mir gerne von der Politik wünschen, um einfach das wieder einfach zu machen.
Ganz einfach, klar verständlich für jeden, ich gehe auf eine Seite, dort stehen meine Förderungen, ich muss nicht da und nur in der Kombination funktioniert. Das ist ja schlimmer als irgendwie bei einem deutschen Autohersteller ein Auto zu bestellen. Von daher glaube ich nicht, ich würde nicht in die absoluten Zahlen gehen, ich finde es schon gerechtfertigt. Es funktioniert nicht für jedes Projekt, da gebe ich Aufbriefe und Siege, ich denke an so ein altes Fachwerkhaus, wenn ich das draußen dämmen muss, dann muss ich es aufwendig von innen machen.
Da denke ich wieder an ganz viele Details, die nicht funktionieren, klar wird es geben. Aber ich sage mal, für 80 Prozent der Sanierungsobjekte, die gerade draußen sind, geht es. Und da gehen die Aufbau und die absoluten Zahlen, aber für mich ist es eben nicht ganzheitlich genug, damit ist uns in der Nachhaltigkeit und in der Sanierung grundsätzlich nicht geholfen, sondern im Moment passt man nur die Heizung an den Grundwärmeschutz an. Das ist so das große Ganze.
Ja genau, und dass es halt wieder individueller auf die Gebäude passt, weil das sind ja jetzt Angaben, die dann irgendwie so "one size fits for all" über alle Projekte in Deutschland gezogen werden. Anstatt dass man irgendwie mal überlegt, eher so ein Leitplankenmodell, okay, in dem und den Bereichen kann ich mich irgendwie bewegen, passt es individuell auf mein Gebäude an. Weil auch das, was ich dann in mein Bestandsgebäude investiere an Sanierung, je nachdem, wo ich in Deutschland mein Grundstück habe, kriege ich das eigentlich gar nicht mehr wieder raus, wenn es jetzt wieder in so anderen Ballungsgebieten ist. Also deswegen, das ist schon so ein bisschen schwierig, aber ich fand gerade ganz gut, weil du hattest das sofort automatisch nochmal klargestellt.
Jetzt unsere Baubranche weiß das, hoffen wir mal, dass die das wissen, aber so manche Bauherren wissen das vielleicht nicht. Nachhaltigkeit hat jetzt nicht immer nur was mit "ich benutze Holz" oder Holzfaserdämmung zu tun, sondern Nachhaltigkeit ist ein Riesenbegriff. Also dazu gehört halt auch, dass ich klar aus bestehenden Gebäuden wieder was mache. Nutzungsänderung ist nachhaltiges Bauen, dass ich einen Dachgeschoss ausbaue, dass ich, wenn ich neu baue, auch vielleicht so eine gute, flexible Grundrestruktur habe, dass das mit kleinen Maßnahmen an neue Bedürfnisse angepasst werden kann.
Also das ist ja ein Riesenschuh, der das eigentlich ist, weil man erst immer denkt, es sind nur irgendwie ökologische Baustoffe. Das ist viel, viel weiter. Also ein bisschen dazu, dass man einfach sagt, okay, genau, umbauten, dass wenn wir jetzt mal wirklich beim Bauen bleiben, umbauten, macht es einfach. Ich habe in der TGA, also in der Haustechnik genug Reserven, dass ich nachträglich dann auch Entwicklungssprünge mitmachen kann, ohne groß umzubauen.
Nehmen wir jetzt immer die Klassiker, ich habe aus den 60er Jahren Hochhaus, da ist einfach kein Platz mehr im Schacht. Und ich muss jetzt noch aufwendig Internetkabel und sowas ziehen, geht alles nicht. Das heißt, ich muss einen neuen Schacht bauen. Das wird alles jetzt in der Nachhaltigkeit mit betrachtet.
Aber es geht noch viel weiter, ganz weit weg vom Bauen. Es geht darum, wo steht das überhaupt? Wird es dort überhaupt gefragt? Wie ist die Infrastruktur rundherum?
Ich nehme jetzt mal als einfaches Beispiel, ich setze mitten auf die Wiese, ganz weit weg, rundherum ist gar nichts und ich setze da einen siebengeschosser Wohnungsbau hin. Das würde in der Nachhaltigkeit sehr, sehr schlecht bewertet werden. Den brauche ich da nicht. Rundherum ist kein Einkaufen, rundherum ist keine Kinderbetreuung, rundherum sind keine Ärzte.
Was sollen die da? Also auch soziokulturell ist das nicht nachhaltig. Selbst wenn sich dort Leute ansiedeln, dort ist nichts. Das heißt, das Gebäude zum Standpunkt des fertigen Bauens ist nicht nachhaltig.
Sondern ich brauche, der Bedarf ist da, also die Infrastruktur ist da. Also auch das damit wird so ein bisschen gefördert, dass man eben auch Lückenbebauung macht. Dass man sagt, okay, man geht in gegebenen Infrastrukturen. Da kriege ich ganz viele tolle, also ganz viele Punkte in der Nachhaltigkeitsbewertung, dass ich dann etwas baue, was vielleicht dort noch nicht da ist, aber die Infrastruktur rundherum nutzt.
Busverbindung, öffentlicher Nahverkehr. Es geht bis dahin, dass ich für mein Gebiet, wenn ich tatsächlich mir Gebiete sogar fördern lasse oder auch zertifizieren lasse, gibt es vielleicht auch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept. Wie ist Carsharing? Bis hin zu wie ist meine Dachfläche begrünt?
Hab ich Urban Garding oder habe ich einen Garten oben? Wie ist das mit Photovoltaik? Wie gehe ich überhaupt mit der Natur um? Hab ich Bäume gefällt für irgendwas?
Also auch da wird darauf geachtet, wenn ich neue Bäume pflanze, sind die invasiv oder sind die nicht invasiv? Da rede ich gar nicht über Bauen, sondern da rede ich wirklich alles drum herum, wird damit betrachtet und zu einer relativ hohen Gewichtung. Also das Bauwerk selber, habe ich ja gerade gesagt, wenn wir den Baustoff nehmen, sind maximal 30 Prozent der Gesamtbewertung. Also wir haben 70 Prozent andere Aspekte.
Ja, ja und deswegen, man hört da halt auch raus, dass einfach unsere gebaute Umwelt, also der Bestand wirklich mit so die größte Ressource ist, dass das wirklich auch die Zukunft der Architektur ist, dass man da dann halt, das hast du ja gerade auch angesprochen, die Nachverdichtung noch mit auf dem Schirm hat und dann halt diese Mischung aus grauer Energie, die schon da ist, also das Gebaute und der goldenen Energie, die wir ja gerade reingeteasert haben, sollten wir auch irgendwie als Folgentitel vielleicht nehmen. Ich überlege gerade, es hört sich irgendwie richtig schön an, ein schöner Begriff. Siehst du denn jetzt im Bestand eher eine Herausforderung oder auch gestalterische Chance? Also irgendwie ist es ja von allem was, ne?
Es ist von allem was, was uns eben, und ich glaube, da sprechen wir jetzt vielleicht für die Leute, die sich auch schon viel damit beschäftigt haben. Was eben nicht passieren darf, ist, dass wir uns, ich sag mal Luxussanieren. Also das hat am Ende auch nichts mit, also aus meiner Sicht. Ich glaube, im Punktesystem müsste ich das jetzt genau bewerten, ob das wirklich schlechter oder besser dasteht, das kann ich so genau gar nicht sagen.
Aber rein von meinem eigenen Mindset ist es halt, wenn ich überlege, ich nehme jetzt mal so einen, was weiß ich, einen Wohnblock in Berlin. Da wohnen jetzt keine Ahnung, 120 Leute drin, der wird jetzt komplett leer gezogen, wird saniert, und am Ende kommen da nur Mesonet-Wohnungen rein, die sich dann irgendwie... Keiner leisten kann. 120, die da gewohnt haben, können jetzt nur noch 20 drin wohnen. Dafür ist aber komplett saniert und Luxus.
Das hat für mich mit Nachhaltigkeit nichts zu tun, weil die anderen 100 Leute ja hin. Das ist so ein bisschen, also das darf uns nicht passieren in der Sanierung, ganz, ganz klar. Ich finde, es muss tatsächlich immer sehr projektspezifisch sein. Ich habe gar nichts gegen Aufstockung tatsächlich, weil ich einfach sage, das ist auch eine Art der Nachverdichtung ohne Platzverschwendung.
Ganz klar, also viele Bauern kommen auch zu mir, die sagen über die Sanierung, Mensch, wie sieht es denn aus mit einer Aufstockung? Ich will gar nicht anbauen, ich will gar keine Fläche mehr weiter versiegeln, sondern ich möchte einfach mein Dach aufstocken, geht das? Da muss behördlich viel passieren, weil da oft ja schon die Grenzen ausgereizt sind. Wo ich mir denke, ok, da muss man irgendwie auch da den Leuten die Chance geben zu sagen, ok, bei einer nachhaltigen Nachverdichtung, bei einer Aufstockung ist es eben ausnahmsweise auch möglich, einen Geschoss draufzusetzen.
Weil das habe ich auch bei zwei Bauvorhaben gehabt, da hat das Bauern gesagt, nee, Anbau geht, aber Aufstockung nicht. Das ist dein Ernst, du möchtest lieber versiegelte Fläche haben als ein Dach, was eh schon da ist, noch aufgestockt. Also ich habe es selbst so nicht verstanden, weil es war weder davor noch dahinter irgendwie eine Sichtbeeinträchtigung oder irgendwas, es war wirklich auch im Außenbereich. Es war auch immer mal ganz gesagt, nee, also geht nicht, maximalen Anbau.
Das ist dann immer schwierig finde ich, also da muss auch viel passieren. Das ist so eher die Herausforderung, dass eben alle mitkommen bei unseren Ideen, die wir so haben. Und ich glaube, es ist viel, viel Ideologie dabei, also viel Mindset dabei, was wollen wir, wohin wollen wir. Und auch da ist wieder die Wahl des richtigen Architekten, spricht er die Sprache.
Also bis hin zu da, ich kenne eine Architektin, die haben wir auch im Podcast gehabt aus Zürich, die ist da sehr esoterisch tatsächlich sogar unterwegs. Genau, das ist quasi Architektur und Tour. Genau, die Caro, die war auch schon mal bei mir im Podcast, genau. Auch die Ansätze finde ich total berechtigt und gut, weil ich einfach sage, okay, auch dafür gibt es Leute, die das wirklich wollen.
Und ich finde, dafür muss es jemand geben, der das dann auch umsetzt und versteht. Deswegen, das ist eigentlich so das beste Beispiel, gar nicht zu sagen, die macht das aber alles doof und ich mache das alles richtig oder der. Sondern ich finde Ansätze von ihr ganz, ganz toll, würde ich tatsächlich vielleicht sogar auch übernehmen. Ich würde aber jetzt bei mir in meiner Bauherrnschaft nicht so weit gehen, das auch so weit zu treiben.
Aber ich finde einfach daran sieht man, das ist eigentlich so das beste Beispiel, um wieder aus der Situation zu gehen und zu sagen, guck mal von außen drauf. Es gibt den Bauherrn, es gibt den Architekten für den jeweiligen Bauherrn. Und wenn jemand sagt, ich möchte aber gerne so esoterisch etwas machen, dann bin ich nicht der richtige Architekt, auch wenn dir vielleicht meine Architektur gefällt bisher gebaut habe. Deswegen ist es so wichtig, geh ins Vertrauen, guck, spricht er deine Sprache und ist es das, was du willst, auch von deinem Mindset.
Also fangt an, euch zu synchronisieren und wie gesagt, auch ich gehe auf Bauherrn zu und sage Mensch, ja, dann machen wir das so. Wäre jetzt nicht mein erster Ansatz gewesen, aber ich finde den Ansatz okay. Auch das ist eben wie du vorhin auch sagtest Planungsteam, gemeinsam wachsen und auch gemeinsam lernen und bloß auch immer. Das ist ganz wichtig, dann auch du hattest ja am Anfang auch gesagt, wir müssen auch mal reden, vielleicht deine nächsten Schritte.
Auch das ist so immer auch Resümee danach ziehen und gar nicht so was hätte ich besser machen können, sondern tatsächlich was lerne ich aus dem? Was kann ich wieder besser, also was kann ich unternehmerisch besser machen? Was hat mir das Projekt gezeigt? Das ist ganz, ganz wichtig, um da auch weiterzugehen, um sein eigenes Mindset immer wieder zu schärfen und zu überlegen.
Denn ich stehe ja heute nicht mit meinem Nachhaltigkeitsdecken da, weil ich von Anfang an so geboren bin, sondern weil ich es mir quasi immer wieder geschärft habe und immer wieder überlegt habe. Wo will ich stehen? Wo sollten wir stehen? Und auch da, ich bin da nicht absolut.
Wenn mir morgen jemand mich vom Gegenteil überzeugt, bin ich da auch auf dem Führer und sage, ja, vielleicht hast du recht, vielleicht ist es anders. Aber von wegen Mindset, ich finde, da müssen aber auch die Genehmigungsbehörden mal so langsam nachziehen. Also hier bei uns in der Gegend, je nachdem, wo ich eine Nutzungsänderung oder dies oder das einreiche. Die einen sind total bürgernah, es funktioniert ohne Probleme.
Bei den anderen diskutiert man sich ein Ei außer Hose oder es wird so. Also ich habe so das Gefühl, dass viele überhaupt sich nicht mehr trauen, Entscheidungen zu treffen oder das auch nicht mehr können. Und das sind auch so Thematiken, wo uns dann die Hände gebunden sind, weil letztendlich haben so Genehmigungsbehörden, die haben auch immer noch einen Gestaltungsspielraum. Und das sind auch so Dinge, finde ich, wo man auch viel Energie aufbringen muss, die dann auch von so Sachen zu überzeugen oder weil die dann sagen, ja, hier war als Anbau nie ein Flachdach in der Gegend.
Nee, das lassen wir nicht zu. Wir wollen dann ein geneigtes Dach drauf haben. Und auf einmal sieht es irgendwie in seiner Gesamtheit als Gebäudestruktur gar nicht mehr gut aus. Also da wünsche ich mir auch einfach mehr so ein bisschen Bewegung und nicht mehr so Starrsinn irgendwie.
Das habe ich aber tatsächlich, um da auch wieder eine Unabhängigkeit von uns aufzutun, das habe ich aufgegeben. Tatsächlich auch für mich festgestellt. Das habe ich mir auch vor zwei, drei Jahren auch noch gewünscht, mehr viel mehr, weil ich auch das genauso gesehen habe wie du. Wo ich sagte Ja, also dass die Behörde hat in der aktuellen Rechtsprechung einen Gestaltungsauftrag.
Ich glaube auch, das ist so ein bisschen zeitgebunden durch diese ganzen Neubauten B-Pläne frühzeitig den Gestaltung so reglementiert. Also wir haben hier bei uns in der Gegend B-Pläne. Da würde ich als Architekt nie anbieten, weil er kann ja als Fertighaus anbieten. Weil es steht alles vom Klinker über die Dachform über die Fenster, wo die stehen.
Also das steht im B-Plan, wie das Haus aussieht. Also komplett so. Und das da ist dann so. Da ging die Baubehörde lange Zeit hin.
Und jetzt habe ich eben in Sanierungsobjekten Leute da sitzen. Die sind nur noch Verwaltungsangestellte, gar kein Held rum. Da gibt es auch. Das sollen die auch machen.
Ich bin nur weg davon, dass ich den quasi von denen erwarte, dass sie einen Gestaltungsanspruch haben, sondern ich habe das jetzt wieder umgemünzt. Auch Lernprozess. Ich habe es auf mich wieder umgewälzt. Ich habe gesagt Nein, ich habe den Gestaltungsanspruch.
Ich muss das umsetzen und ich muss jetzt noch eine Sprache mehr sprechen als die Gefühle in Bauzeichnung, in Handwerkersprache. Also ich habe ja immer mal in meinem Podcast damals auch gesagt, ich bin eigentlich Dolmetscher und ich spreche eigentlich mindestens 20 Sprachen. Also nicht wirkliche Sprachen, also jugoslawisch und so. Das muss man auch irgendwann können.
Aber grundsätzlich Sprachen Emotionen in Papier bringen, Papier in Handwerkerdeutsch, Handwerkerdeutsch oder auch Papier in Angebote, in Buchhalter. Und so habe ich eine Sprache mehr gelernt. Ich muss es einfach verwaltungsrechtlich für mich übersetzen können und ich muss verstehen, wie arbeiten die und ich muss es am Ende so gestalterisch umplanen bei mir oder generell von vornherein schon so planen. Dass ich deren Belange abdecke.
Und wenn es am Ende wie du sagst Flachdach nicht geht, dann reiht sich das so lange aus, dass es verwaltungstechnisch noch funktioniert und bei denen verwaltungstechnisch durchgeht. Den Anspruch habe ich seit zwei Jahren, vielleicht drei Jahren. Da gab es dann einen so Knackpunkt, wo ich sagte, ich höre auf jetzt mit, weil ich habe mich wirklich tot diskutiert mit denen. Weil ich wie gesagt, es kann noch nicht sein, da drüben sitzt eine Architektin, ich hier ist ein Architekt, es kann noch nicht sein, dass wir unterschiedliche Sprachen sprechen, aber es ist so.
Ein Beispiel kann ich dir jetzt noch eben mitgeben um dieses Verwaltungsthema. Ich habe jetzt von einem anderen Bauvorhaben einen Bauantrag gestellt. Dort habe ich ein Schreiben bekommen mit der Ankündigung der Ablehnung des Bauantrags. Ach, Ankündigung, okay.
Ich habe das und dann stand da unten das ganze Verwaltungsdeutschen, was ja heute auch keiner mehr versteht, selbst wir nicht. Und wenn wir doch Widerspruch einlegen wollen, blablabla. So, bei Automatismus war, verstehe ich nicht, Widerspruch, bitte sofort. So, da habe ich Widerspruch eingelegt und habe vier Wochen nichts gehört.
Dann habe ich wieder ein Schreiben gehabt, zwei, die nach vier Seiten lang. Dass der Widerspruch nicht anerkannt wird. Quintessenz daraus ist, die Begründung, warum der Widerspruch nicht rechtens ist. Er hätte gar nicht gestellt werden dürfen, weil ein Widerspruch nach Verwaltungsordnung blablabla nur gestellt werden kann, wenn ein Verwaltungsakt dem vorgegangen ist.
Dieser Verwaltungsakt hat aber noch gar nicht stattgefunden, weil der Ablehnungsbescheid ja noch gar nicht rausgeschickt wurde. Ach, weil es nur angekündigt wurde, aber der eigentliche Bescheid. Genau an dem Punkt sind wir. Und mit so jemanden muss ich über einen Gestaltungsauftrag besprechen.
Ich höre auf damit. Ich lasse es, das war es. Ich muss Verwaltungsdeutsch sprechen und muss meinen Gestaltungsanspruch in Behördendeutsch, in Verwaltungsdeutsch übersetzen. Ich muss dazu sagen, an alle Fachkollegen draußen nutzt dafür JGPT.
Was besseres gibt, wird behaupten, in fünf Jahren gibt es keine Verwaltung mehr, weil JGPT die Verwaltung komplett auflöst. Also dafür nutze ich das auch ganz viel und ich muss damit sagen, ich fahre damit viel, viel besser. Kennst du das, kennst du Asterix und Obelix, das Haus, was Bekloppte macht? Ja, genau, das kenne ich.
Das ist ein super Bild dafür, aber es ist genau das. Ich habe halt aufgehört zu laufen, sondern ich trete aus dem Haus, ich gucke, wie arbeitet das Haus und sage dann, okay, bitte sehr. Bis hin dazu, dass ich mir die aktuellsten Bauvorschriften aus NRW geholt habe, jetzt habe ich eine Gemeinde, die hat eigene Bauvorschriften und beharrt darauf, eigene Bauformulare, die beharrt darauf, die Bauformulare zu nutzen. Ich muss sagen, in welcher Rechtsprechung steht das, dass eine Gemeinde eigene Bauformulare benutzt.
Es gibt eine Landesbauordnung und da stehen die Bauformulare drin. Das heißt, ich habe eine Landesbauordnung und ziehe sie mir da raus. Wenn wir jetzt anfangen, dass jede Gemeinde eigene Formulare macht und wenn ich die daneben nehme, dann ist eine Zeile anders. Also ist es euer Ernst?
Also auch da muss die Politik ganz viel machen. Aber ich glaube, jetzt schweife ich ab. Grundsätzlich würde ich dir da widersprechen, ich nehme das nicht mehr ab. Ich möchte von denen keinen Gestaltungsanspruch mehr haben, sondern den mache ich, würde ich mir auf und ich muss es übersetzen für die.
Anders geht es nicht. Wo ich noch mal kurz reinhaken will, bevor ich noch auf den Sanierungsfahrplan mit dir eingehe. Ich hatte das jetzt auch gemerkt, ich hatte ja so eine ganz komplexe Nutzungsänderung. Und es ist ja auch in Deutschland so, wenn du bauen im Bestand machst und halt dann eine Nutzungsänderung wie nach so nach dem Motto Dachgeschoss wurde illegal ausgebaut, jetzt gekauft.
Jetzt müssen wir das nach legalisieren auf ein Zweifamilienhaus oder so was. Die Formulare sind alle ausgelegt wie für Neubau. Das ist zum Kotzen so. Also jedenfalls in NRW ist das so.
Und das sind dann auch immer so Punkte, wenn ich das. Jetzt bin ich meistens immer ein bisschen zu verkopft. Dann frage ich mich mal, okay, was kreuzt sich jetzt hier an? Dies und das.
Und meine Bauherren sind erst mal so verwirrt, weil die ganzen Formulierungen vom Amt dann so zurückkommen, als würden sie neu bauen. Da ist sogar auch die, was ist das immer, Baugb oder da gibt es doch mal dieses eine Schreiben, wo sie sich dann immer anmelden müssen, was auch so ein Automatismus ist, obwohl du gar nichts machst. Du legalisierst nur nach. Also ich finde, das sind alles noch so alte Leichen, so Halbtote, die man so mitschleppt, weil das noch aus diesen Zeiten kommt, wo wir unheimlich viel neu gebaut haben.
Und auch da müsste mal so eine Arbeitserleichterung sein. Oder wenn du für so jetzt hatte ich irgendwann mal bei einem Bauantrag, einen ganz kleinen Bauantrag, da fehlte dann irgendwas. Und dann formulieren, dass sie immer wegen schwerwiegender Mängel ist, das und das nachzureichen. Dann denkst du, du hast einen Hund überfahren.
Ja, also so ist das formuliert, weil irgendwie ein Kreuzchen fehlt oder so. Ja, um da auch wieder Tipps draußen an die Architekturkollegen zu geben. Also was ich frühzeitig mache, ist ja, ich hatte immer, also wir stellen quasi unsere Leistungen immer erst mal vor. Also wenn ich neue Bauherren habe, gehe ich gar nicht in die Fachberatung, sondern stelle eigentlich unsere Arbeitsweise vor, wie wir arbeiten.
Das ist dann so ein bisschen getrennt von Neubau zu Sanierung und zu Sanierungsfahrplan. Und in dieser Präsentation gehen wir ja durch die einzelnen Phasen. Können wir dann auch nochmal in unserem nächsten Meeting mal machen, wenn ich dir so ein bisschen erzähle, wie wir arbeiten und was wir machen. Wir haben zum Beispiel auch die Leistungsphasen so ein bisschen runtergebrochen, um sie einfacher verständlich zu machen.
Und wenn wir dann tatsächlich in die Genehmigungsphase kommen, ist mein Anfangsbeispiel immer, verabschiedet euch davon, dass diese Genehmigung in einem Zuge durchgeht. Die Verwaltung wird immer etwas finden, um das einzubauen. Ich fange mittlerweile schon an, bewusst etwas in den Bauantrag einzubauen, damit sie mir das ankreiden. Etwas anderes, weil sie werden immer etwas finden, weil, und ich sage dir, das ist wieder Fehler im System.
Es hat irgendwann mal stattgefunden, früher gab es ja ein Recht, wenn du den Bauantrag eingereicht hast, ab Einreichungsdatum muss der bearbeitet werden. Das war ganz klar festgeschrieben und das hat sich irgendwann in der Verwaltungsvorschrift so geändert, dass man einfach durch den Zusatz bei vollständiger Einreichung zählt die Frist. Und diese Vollständigkeit erzählts nicht du dir selbst, sondern das erzählt das Bauamt dir. Und deswegen, ich weiß nicht, wie sie es machen, ich würde da gerne mal Mäuschen spielen, ob da, wenn ein Bauantrag kommt, die so, weißt du, diese Spielwürfel, wo was drauf steht, ob sie dann einfach würfeln.
Die 10 Sachen schreiben sie dir dann da rein und das klingt wirklich so, wie du es sagst. Und deswegen, das sage ich, ich bereite die Bauherren von Anfang an davor, ihr kriegt ein Schreiben, da standen Sachen drin wie, der abgegebene Bauantrag ist mangelhaft. Weil, und dann bliesst du das mal durch, ja, weil die noch eine zweiten Lage planen wollten, der in der Bauernutzungsverordnung aber gar nicht gefordert ist, weil sie es besser verstehen würden. Und dann nimmst du das auseinander und eigentlich geht es um nichts, ja, nur darum, dass sie Sachen gefunden haben, die sie irgendwie vielleicht dann doch noch brauchen.
Nehmen die da eine Gebühr für, weil hier das Bauamt hat auch Nachreichung, jede Nachreichung kostet Geld. Nein, das ist ärgerlich, also bei mir übernehmen die Bauherren das meistens, weil ich denen von Anfang an schon sage, der wird nicht perfekt kommen, aber es geht gar nicht um die Gebühr, sondern eher darum, dass sie Zeit schinden, weil man dann ja wieder zwei Wochen hat. Ich kann dir aber ein bestes Beispiel geben, wir haben ein Modulhaus, das waren zwei Häuser, die in unterschiedlichen Gemeinden, aber in derselben Landesbauordnung gebaut worden sind. Dort haben wir quasi in zwei Gemeinden den gleichen Bauantrag zur gleichen Zeit eingereicht, das war auch einmalig, weil das hast du ja sonst nie.
Bei dem einen kam er zurück mit einer Nachforderung, bei dem anderen kam er zurück mit zwei Seiten Nachforderungen. Dann fragt der im Landesbauordnung, wie das geht. Ich habe, das gute war, die hatten eine Oberbaubehörde, dort habe ich den Chef angerufen, habe ihm genau dieses Beispiel genannt und habe gesagt, wie kann das sein? Geht gar nicht so, das habe ich wirklich beschwert und dann kam die ganz freche Antwort, das ist Sachbearbeiter abhängig.
Wenn der eine Sachbearbeiter das eine noch braucht, um das zu verstehen, dann braucht er nur das eine, wenn der andere Sachbearbeiter zehn Sachen braucht, um es zu verstehen, dann ist das so. Ich sage, in welcher Rechtsverordnung steht das? Es gibt eine ganz klare Ordnung, was abzugeben ist. Wollt er sich nicht darauf einlassen, er sagt, das ist Sachbearbeiter.
Und das ist genau das Argument, was ich meinen Bauern mitgebe, es ist am Ende Sachbearbeiter orientiert. Wenn du einen Doofen hast, der da sitzt, der ganz viel braucht, dann wird er ganz viel finden, was du nicht abgegeben hast und dann wird er das nachordnen, auch wenn es nicht nötig ist. Und das ist bei Neubau und Bestand. Und egal, welche Gebäudeklasse, ob Sonderbau oder sonstiges, es gilt über alle durch.
Ich muss gerade mal so durchatmen, weil ich mich jetzt so mit aufgeregt habe, wie das immer so mit den Behörden ist. Aber dann nehmen wir jetzt nochmal zum Abschluss ein Thema, was wir beide ja auch sehr gut finden und was wir beide auch mit unserem Büro anbieten, weil wir ja auch die Energieeffizienz und Sanierung natürlich auch dann gut erst mal durchdenken, strukturieren wollen, was sinnig ist. Dafür ist natürlich der individuelle Sanierungsfahrplan da, wird natürlich auch gefördert. Magst du uns den mal eben kurz erklären, was dahinter steckt?
Genau, also du kannst natürlich in der Förderlandschaft alles als Einzelmaßnahme machen, also eine Heizung ist förderfähig, ein Dach ist förderfähig. Und der Gesetzgeber hat aber gesagt, pass mal auf, wenn du dir einen Fachmann suchst, der dir eine ganzheitliche, der Ansatz finde ich total klasse, eine ganzheitliche Architektursanierung dir plant, also innerhalb eines wirklich Sanierungsfahrplans. Und der heißt natürlich individuell, weil er nur auf dich geschrieben ist, dann bekommst du zusätzlich Förderung, du bekommst einmal natürlich die Förderung für den Sanierungsfahrplan, für die Fachberatung, aber du bekommst auch höhere Fördersätze für die jeweiligen einzelnen eingereichten Maßnahmen. So, in diesem Sanierungsfahrplan, der funktioniert dann aber nur, wenn du das auch ganzheitlich wirklich am Ende sanierst.
So, wenn du quasi dann sagst, ach, ich mach doch nur das Dach, dann bist du dann trotzdem nur in den Einzelmaßnahmen, hast aber, und ich finde mal ganz wichtig, also wir machen es zum Beispiel so, dass alle Sanierungen, die bei uns kommen, grundsätzlich habe ich so ein bisschen immer mit der Angst der Bauherren gespielt, weil sie natürlich sagten, der große Faktor ist immer, ich weiß gar nicht, was das alles kostet. Ich sage, ich kenne deinen Bauvorhaben ja noch gar nicht, woher soll ich das wissen? Das wollen wir gerne wissen. Ich sage, weißt du, was wir machen?
Wir schalten mal einen Sanierungsfahrplan vor, da lerne ich dein Gebäude kennen, da lerne ich deine Technik kennen und wir haben zumindest schon mal eine Kostennote des Hauptkreditors. Sanierung, technische Sanierung, wie Dämmung etc., das, was du überhaupt erstmal machen musst. Genau, eine Kosteneinschätzung, dass man erstmal schon mal, das ist auch rechtlich, ist das auch definiert, dass sich das natürlich dann auch immer noch verändern kann, weil letztendlich wissen wir das erst, wenn alle Rechnungen bezahlt sind. Das sowieso, genau.
In diesem Punkt lernen wir den Bauern natürlich auch kennen, dann kann ich, meistens mache ich es dann so, dass ich am Ende des Sanierungsfahrplans ihm natürlich den Sanierungsfahrplan vorstellen kann und sagen kann, das kostet das ungefähr, das kostet das und wir haben das eigentlich immer, also wir arbeiten viel mit BKI. Das heißt, wir haben das BKI hinterlegt, was das dann so kostet, Baukostenindex, da hast du auch, ja sehr gut, zeigst du mir gerade, sehr gut, haben wir auch, machen wir immer BKI hinterlegt, aber auch da immer nur als Einschätzung wirklich ganz grob, dass man ungefähr mal eine Hausnote hat und dann wird der auch ungefähr ganz grob von mir noch seine Umbausachen kriegen, die sie dann wahrscheinlich noch, der will noch eine neue Treppe haben, weil die alt ist, das kriegt er dann auch nochmal onBlock und dann hat er so eine erste Einschätzung, mache ich das oder mache ich es nicht. nicht. So, dann gehe ich erst in die Huawei, biete ihm die Architektenleistung an und lasse dann den Energieberater parallel mitlaufen über den Prozentsatz. Hab dann aber einen fertigen Sanierungsfahrplan, der wird dann eingereicht, der wird genehmigt und an diesem Sanierungsfahrplan können wir uns dann immer die Maßnahmen quasi wie wir wollen rauspicken und sagen heute machen wir das Dach, morgen machen wir das, da muss man immer so ein bisschen gucken, das haben wir jetzt gerade gelernt, auch das hat sich geändert, sind so die Förderdeckel, du kannst leider, und das ist auch schade, das muss sich ändern, wenn wir tatsächlich Bauherren haben, die massiv sanieren wollen, wollen sie ja nicht über das 8 Jahre machen, sondern wollen es vielleicht in einem oder zwei Jahren machen, die Förderungen sind grundsätzlich gedeckelt.
Das heißt, wenn ich jetzt überlege, ich will 400.000 Euro in mein Haus stecken, mal als Beispiel, und will das Kern sanieren und komplett sanieren, dann bekomme ich nur einen Bruchteil von dem quasi gefördert, als wenn jemand diese 400.000 Euro über fünf Jahre in das Haus steckt. Richtig. Das ist das reiche, eigentlich ist das erste Ergebnis viel besser, weil ich habe es viel früher fertig, wird aber nicht gleicherhand gefördert, weil ab einer gewissen Fördersumme pro Jahr Schluss ist. Das finde ich schade, muss sich ändern, ändert sich aber im Moment nicht.
Genau, das ist nämlich schade, weil wenn du dann halt so viel auch sanierst, dass du irgendwie über KfW das dann machen kannst, sind aber trotzdem diese Tilgungszuschüsse nicht so attraktiv, wie wenn du eigentlich diese ganzen förderfähigen Kosten über die Jahre zusammenzählst, und mit dem individuellen Sanierungsfahrplan kriegst du halt immer noch mal mehr Prozentpunkte als ohne. Also deswegen macht das Sinn, und ich habe es jetzt auch viel bei meinen Projekten, die jetzt kommen, dass ich das auch mit angeboten habe und auch mit mache, weil dadurch ich lerne das Gebäude kennen, ich habe eine Grundlagenermittlung, ich mache mir sowieso dann meine Bestandspläne passend, und das ist auch wieder, sind wir wieder bei dem Thema ganzheitlicher, und man kann es halt viel besser begleiten. Ich habe mir eine Schnittstelle gespart, weil man muss auch aufpassen, nicht jeder Energieeffizienzexperte hat den Wissens- und Fachhintergrund wie wir, mit Architektur, Bauingenieurwesen, Baubranche. Ich will jetzt hier keine irgendwie beleidigen, aber da gibt es auch manche, die das irgendwie dann so noch als Zubrot gemacht haben, und mit denen habe ich keinen Bock mich fachlich auseinanderzusetzen, weil ich weiß, wie es läuft.
Als Tipp für dich und auch für draußen die anderen Architekten, die genau dasselbe System fahren. Wir hatten auch die ersten Bauherren hier, die sagten, Mensch, ich war aber hier bei dem Energieberater, der nimmt die Hälfte dafür. Dann sag ich, geh zu dem, ich kann nicht die Hälfte machen, weil, und es ist genau dasselbe Thema, hier sitzen studierte Architekten, die das ganze Wissen einbringen, die das ganze Wissen auch in den Sanierungsfahrplan bringen. Wir denken Bodenbelege schon mit, wir denken dein weiteres Gebäude mit, das wird auch da wieder kein schlecht machen.
Der Schornsteinfeger, der das als Zusatzqualifikation hat, nicht denken, der denkt an seinen Kamin und an seinen Schornstein und wird dich energetisch bestimmt auch gut beraten, aber der bringt das ganze Fachwissen nicht mit. Das bezahlst du hier mit, wenn du das nicht möchtest, dann geh gerne zum Schornsteinfeger und gib uns den fertigen Sanierungsfahrplan und wir sehen uns in der Architektur wieder, gar kein Problem. Wenn du das aber möchtest, dann bleib hier. Dann musst du aber leider den Mehrpreis bezahlen, dafür hast du es dann aber ganzheitlich und wir können jetzt schon reagieren und sind eben in der ganzheitlichen Architektur unterwegs.
Ja, jetzt habe ich nämlich auch viel besser dann danach verstanden, was meine Prüfer sagten, weil ich hatte das mit eins abgeschlossen, weil ich die natürlich in der mündlichen Prüfung bei Baukonstruktion, diese ganzen Sachen, das ist mein Part, da konnte ich das alles, weil wir mussten auch als Arbeit einen individuellen Sanierungsfahrplan machen und das konnte ich alles von einer Pike auf erklären mit den Zusammenhängen und das war so niedlich, da hatten sie dann zu mir gesagt, ja also sie Frau Kohn, können wir ohne Bedenken auf die Menschheit loslassen, sie wissen ja wovon sie erzählen und das hatte mich dann so gefreut, weil ja das tut einem dann selber ja auch nochmal gut. Ja, also deswegen irgendwie schließt sich so ein bisschen der Kreis mit unserer vorherigen Folge, mit ganzheitlicher Architektur, da gehört natürlich auch dann die Energieeffizienz, goldene Energie, graue Energie, Bauen im Bestand zu, also deswegen, diese Folgen, die passen wirklich ganz gut zusammen und ich verlinke auf alle Fälle nochmal oder wir beide ja in unseren Podcasts, in den Show Notes nochmal die Kontaktdaten zu uns, auch die andere Folge und ja, vielen Dank Robert, dass wir uns auch über das Thema ausgetauscht haben, also wie gesagt, ich glaube, das werden auch nicht die letzten Folgen sein. Wollte ich auch gerade sagen, vielen Dank, dass das so reibungslos funktioniert hat, war super, ich glaube auch nicht, dass das die letzten Folgen waren, ich glaube, da haben wir noch ganz viel und wie gesagt, ich helfe dir gerne, wenn du dann auch da weitere Schritte gehen möchtest, können wir auch begleiten, wie gesagt, wir haben ja ganz viel schon erlebt und ich glaube ganz viel und das ist so auch der Abschluss, glaube ich, der Folge, man merkt, auch da wieder ganzheitliche Architektur gesehen, im Berufsfeldarchitektur, auch da als Tipp draußen, vernetzt euch, tauscht aus, ihr lernt draußen hundertmal mehr als an eurem kleinen Mikrokosmos, geht raus, lernt aus Fehlern anderer, tauscht euch aus und das glaube ich, das können wir auch gerne machen, wie gesagt, wir haben jetzt hier nicht so viele Fachwerkhäuser, aber ich denke mal, bei Fachwerk würde ich auch dich anrufen, du hast wahrscheinlich mehr gesehen als ich und wie gesagt, wir können da gerne auch noch mal eine Folge machen, wie wir gearbeitet haben, was wir so viele Schritte durchgegangen sind, um ja heute zu stehen, wo wir stehen, gar kein Problem. Genau, weil gerade dieser Austausch ist total wichtig, das habe ich jetzt auch in der Selbstständigkeit gelernt, wo ich auch wirklich ganz tolle Leute oder auch Kolleginnen kennengelernt habe, wo man einfach merkt, so wir haben jetzt alle eigentlich die gleichen Probleme oder so die gleichen Steps, Challenges, was so ansteht und deswegen ich freue mich auch total, dass wir uns auch über diese Podcast Instagram Bubble dann kennengelernt haben, weil dadurch entstehen halt dann wieder so spannende Dinge und das hat mich total gefreut, deswegen vielen vielen Dank.
Ja, das war Kitty Bob Bau Infotainment zusammen mit dem Architekturstammtisch von Robert Tischer und abonniert gerne unsere Podcast, bewertet uns, empfiehlt sie weiter, in unserem ganzen Podcast steckt viel Arbeit, viel Liebe, das machen wir alles immer noch so neben unserem Hauptjob, weil uns einfach die Themen am Herzen liegen und es uns wichtig ist, dass wir Kollegen Impulse geben, dass die den Austausch mitkriegen, dass auch Bauherrschaft immer mehr so in die Architektur reingenommen wird, mehr versteht über diese ganzen Themen und von daher, wenn man dann alles ganzheitlich angeht, wird am Ende alles gut. Eure Kitty Bob. Ja, ich habe da gar nichts hinzuzufügen, das war klasse, das Einzige, was ich wirklich da auch nochmal unterstreichen kann, wir nehmen dafür überhaupt kein Geld, wir kriegen dafür kein Geld, da ist keine Produktplatzierung wie vielleicht bei anderen, wir machen das wirklich von Herzen aus, weil wir einfach das Gefühl haben, das ist ein Medium, was gehört wird und ich glaube, wir haben noch ganz viel, was man hören kann und ich finde gerade der Austausch ist so wichtig. Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck.
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