Willkommen zu einer ganz besonderen Folge im Architektur-Stammtisch. Diesmal eine Friends Edition. Kittybop Bau-Infotainment trifft auf den Architektur-Stammtisch. Zwei Architektinnen, zwei Podcasts, ein Thema. Ganzheitliche Architektur. Janine und Robert sprechen offen und praxisnah über die Verantwortung von Architekt*innen, Kommunikation im Bauprozess, Planungstiefe, typische Fehlerquellen und warum Architektur mehr ist als ein schöner Entwurf. Ein Gespräch voller Denkanstöße, ehrlicher Einblicke und konkreter Tipps. Für Fachleute und Bauherrinnen gleichermaßen. Jetzt geht's los. Herzlich willkommen zu Kittybop Bau-Infotainment und zusammen mit dem Podcast Architektur-Stammtisch. Mein Name ist Janine Kohn, ich bin Architektin und Host von Kittybop Bau-Infotainment. Und heute habe ich mir einen sehr spannenden Gast eingeladen, und zwar habe ich Robert Tischer an meiner Seite. Er ist ebenfalls Architekt, also ein Kollege von mir und ein Podcastkollege, weil er hostet den Architektur-Stammtisch. Ja, und Robert und ich sind, wie viele unserer Kollegen und Kolleginnen, auch der Meinung, dass Architektur natürlich mehr ist als einfach nur schöne Fassaden und bunte Renderings. Ja, und in dieser Folge sprechen wir also über ein Thema, das unserer Meinung oft viel zu kurz kommt. Und das Thema umfasst aber gleichzeitig alles und zwar ganzheitliche Architektur. Was bedeutet es, dass wir als Architekt/Architektin wirklich alles im Blick haben? Welche Rolle spielen wir heute in dem komplexen Bauprozess und wie können wir auch sichtbarer werden? Deswegen, Robert und ich, wir tauschen uns über Verantwortung, Kommunikation, Planungstiefe aus und über die Frage, warum ein guter Architekt/Architektin oft wie ein Dirigent oder eine Zirkusdirektorin ist und auch irgendwie Krisenmanagement, das betreiben wir auch noch gleichzeitig. Deswegen, diese Folge ist für dich geeignet, wenn du wie wir in der Branche auch arbeitest oder auch wenn du aus der Bauherrschaft kommst und ein Bauprojekt planst. Denn wir bringen tiefe Einblicke, Denkanstöße und auch einige praktische Tipps. So, jetzt habe ich aber erstmal genug geredet. Herzlich willkommen, Robert, in meinem Podcast bzw. jetzt in unserer gemeinsamen Friends-Folge. Ja, danke für die Einladung, Janine. Ja, wir haben uns zusammengesetzt und wir fanden auch da gut, dass wir uns da austauschen und wir den Austausch eigentlich auch nutzen von Kollege zu Kollege. Das finde ich total spannend, finde ich super, dass wir das zusammengefunden haben, dass du da eine Initiative ergriffen hast und ja, wir werden das nicht nur bei Kittybop, sondern auch bei uns auf dem RTI-Architekturstammtisch hosten, sodass wir da die Bandbreite an Leuten wirklich kriegen und wirklich auch informieren können und unserem netten Austausch hoffentlich beiwohnen können. Genau, dem ist nichts hinzuzufügen. Deswegen starten wir mal direkt in unser Thema rein. Wenn du so den Begriff "ganzheitliche Architektur" hörst, was macht das in deinem Kopf? Ja, wir haben das in unserem Architektur-Podcast ja auch schon ganz tief beleuchtet. Ganzheitliche Architektur, wo beginnt das, wo fängt das an? Und wir haben auch für uns ganz früh festgestellt, also einmal von mir unterbewusst, aber durch mein Tun und durch mein Sein in der Architektur auch ganz schnell manifestiert, dass wir eigentlich gefühlt die größte, also der Berufssinn mit der größten Schnittstelle zu allen erreichen. Also wenn ich überlege, auch in unseren Podcast-Folgen bisher oder auch mit Leuten, mit denen ich so spreche, wie oft da die Schnittstelle Architektur wirklich im Vordergrund steht, ohne zu wissen, dass es die Architektur betrifft, finde ich total faszinierend. Und natürlich, aus meiner Architekturbrille beleuchte ich das natürlich auch immer mit Architektur. Aber es fängt an, ich hatte tatsächlich mit einer Studentin gesprochen, es fängt bei der Bushaltestelle an, wo ich morgens aussteige. Da geht es schon um Aussteighöhen, um Bordsteinhöhen, Infrastruktur ist die Bushaltestelle am richtigen Ort. Und das kann man dann transferieren vom Großen ins Kleine, steht das Haus am richtigen Ort, ist der richtige Bauherd für das richtige Haus da. Also bei mir beginnt ganz viel. Und ich glaube, meine Ausbildung zum Nachhaltigkeits-Experten hat ganz viel dazu beigetragen, weil eben die Nachhaltigkeit eben nicht nur der Baustoff ist, sondern tatsächlich eben auch der Standort, die soziokulturelle Geschichte. Also ganz, ganz, ganz, ganz viel hat einfach mit der Architektur zu tun. Und aus meiner Sicht, wenn man wirklich darüber spricht und das auf den Punkt zu bringen, ganzheitliche Architektur ist eben nicht nur das Gebäude, sondern wirklich alles drum herum. Und ich sage jetzt wie so ein Malen nach Zahlen, wenn ich eine Zahl auszumalen, dann ist das Bild nicht fertig. Also das ist wirklich, es muss alles stimmen und alles stimmig sein. Und du hast das ja in deiner Anmoderation auch schon gesagt. Und ich würde auch sagen, wenn man vielleicht in der Elbphilharmonie hier mit norddeutschem Flair sitzt und einem Konzert beiwohnt, hört man durchaus falsche Töne. Und die hört man relativ schnell, auch wenn man von Musik nicht viel Ahnung hat. Ich glaube, das ist auch unser Kunstwerk dann in der Architektur. Genau diesen Einklang zu machen, das ist wirklich irgendwie, dass man am Ende sagt, es ist stimmig. Das ist irgendwie, passt alles. Und man kann aber gar nicht beziffern, warum. Ja. Das ist unser Job. Und ich denke ja auch immer und spreche gerne in Bildern, es ist halt wie so ein Riesenpuzzle, ne? Also wir wissen schon so grob, wie es aussehen soll. Also wir haben eigentlich die Lösung oder das Vorschaubild. Aber letztendlich puzzeln wir das alles zusammen, ne? Zwischen Bauherrschaft, den Vorstellungen, dann wie sieht der städtebauliche Kontext aus, die Handwerkerschaft. Also das muss halt schon alles gut geleitet, geplant, vorausgedacht werden. Also für mich bedeutet das zum Beispiel auch, dass ich immer in verschiedenen Szenarien oder Perspektiven denke, ne? Weil man relativ schnell, das Leben kommt immer mal so ein bisschen dazwischen. Weil selbst wenn du alles perfekt vorplanst, du hast immer irgendwie 10 Prozent Risiko, wo dir das Leben oder die Baugötter mal irgendeine Challenge stellen. Und das sind schon so diese Punkte, wo wir schon so eine neutrale Instanz sind und halt viel vermitteln müssen zwischen allen. Also nicht nur diesen entwerferischen Part, den wir übernehmen. Klar, heißt jetzt nicht, dass alle Architekten automatisch dann auch die Bauleitung übernehmen. Aber in Summe musst du dich halt schon ganz gut in allem auskennen, weil du einfach Gestaltung, Technik, die Energieeffizienz, die Kosten, die Termine, Befindlichkeitenpflege, ne? Du hast alles irgendwie in einem Topf, um das du dich so kümmern musst, ne? Und das Schöne ist, weil du das Bild grad nimmst, das finde ich auch total cool, weil ich finde, das Bild beschreibt es auch ganz gut und ich finde, das kann man auch weiter transformieren. Jeder, der Puzzle-Liebhaber ist weiß, also man kann mit einem 50-Teile-Puzzle, ist man relativ schnell fertig, es geht aber auch bis zu, weiß ich nicht, 30.000 Teile. Da unterscheiden sich dann auch Fachkollegen untereinander, wie gut bist du in diesem Puzzle und bist du mit dem 50-Teile-Puzzle eigentlich schon nahtlos überfordert, dann machst du aus meiner Sicht vielleicht, ich will nicht sagen was verkehrt, aber dann hast du das irgendwie noch nicht so ganz verstanden. Wenn du aber tatsächlich sagst, pass auf, mir ist ein 30.000 Teile-Puzzle nicht zu viel und ich fange sogar schon an, das ohne Bild zu puzzeln, weil ich die Rückseite bepuzzle, ja, also monochrom, kann man ja auch mal machen, Puzzle andersrum drehen, dann glaube ich, hat man den Beruf ganz gut verstanden und dann ist es wirklich so, und weil du es eben nutzt, Puzzle, es sind dann am Ende auch ganz viele immer wiederkehrende Puzzle-Teile, das heißt, es sind ganz viele Parallelen aus meiner Sicht, also es ist nicht immer wieder Überraschung, was für ein tolles Puzzle und ich weiß ja gar nicht, was am Ende rauskommt, sondern das Puzzle grundsätzlich, die 30.000 Teile und ich würde 50% davon sind immer gleich, also die Puzzle-Teile sind immer wieder gleich anzuordnen und es macht es am Ende einfach, aber ich glaube nur, wenn man es verstanden hat, dass es so funktioniert und nicht, wenn man jedes Mal denkt, ach, die Aufgabe und ich weiß nicht, und ich weiß gar nicht, was dazugehört und sich dann auch wieder zurücklegen, dass was du gerade sagst, ach, ich wollte ja nur ein bisschen was entwerfen, aber mir ist eigentlich egal, wie die Energie effizient ist und das Puzzle-Teil, dann eckt man, glaube ich, relativ schnell an, deswegen finde ich die Einstellung ganz gut, dass du sagst, ja, es ist wie ein Puzzle zu verstehen und am Ende auch wir, es kennen vielleicht jetzt ältere Architekten, die dann auch immer jetzt vielleicht auch mithören, zum Beispiel so dieser Klassiker aus der Hawaii, wir schulden das Gesamtwerk. So und das wieder, wir schulden am Ende, dass das Puzzle-Teil fehlerfrei dort liegt, ja, ohne fehlendes Teil, ohne abgerundete Ecken, sondern so, wie das Puzzle bestellt war, fertig gepuzzelt, das ist unsere Leistung und ich glaube, je mehr, und das auch in der heutigen Zeit, je mehr von diesen Puzzle-Teilen wir selber steuern, desto erfolgreicher sind wir als Architekt. Das würde ich ganz klar so behaupten, wenn ich am Ende sage, ja, ich mache gern mit bei eurer Puzzle-Geschichte, aber ich mache hier nur dies Puzzle-Teil und das, ich glaube, dann sind wir als Architekten schnell weg im Job, weil dann ist einfach, ich glaube, es wird gerade sehr viel nachgefragt und ich erkenne das in unserem Büro, weil wir sehr viel anbieten und sehr viel ganzheitliche Architektur, also von Energieberatung über Bestandsaufnahmen, über Nachhaltigkeit, Projektmanagement, inklusive sogar Bauherrenberatung und auch andere Architekten beraten. Ist es eben genau das, ich glaube, man braucht, man muss so viele Noten dirigieren, Puzzle-Teile selber bespielen, um am Ende wirklich Herr auch seines Gesamtwerkes zu sein und am Ende auch dann wieder das einzufahren, also das gute Feedback einzufahren. Ja, weil man hat ja auch gerade immer so einen Qualitätsverlust oder, ja, mir fällt gerade kein anderes Wort dafür ein, aber wenn du jetzt zum Beispiel die Bauleitung extern hast, wenn das jetzt wieder wer anders übernimmt, weil die oft gar nicht diesen Prozess mitgekriegt haben, ich meine, das ist schon im Büro schwierig, wenn es auch verschiedene Personen sind, die es dann machen, weil meistens kapazitätsmäßig kannst du alles gar nicht direkt leiten, aber da merkst du das halt dann auch schon, dass auf einmal gar nicht der Person, die jetzt die Bauleitung oder Objektüberwachung übernimmt, dass die halt gar nicht die Geschichte, diesen Prozess so richtig mitgekriegt hat und gar nicht jetzt weiß, ok, wieso haben die jetzt die Fassadenaufteilung so gemacht oder dies oder das und klar, letztendlich die Umsetzung, die Kunst, liegt dann halt auch immer daran, dass du das an die Handwerker gut vermittelt bekommst, dass du es umgesetzt bekommst und dass man da auch wieder so Verständnis füreinander hat. Weil ich kenne das halt viel immer außer Bauleitung, dass dann gesagt wurde, ja, was die sich wieder am Schreibtisch überlegt haben, wie sollen wir das umsetzen? Und dann war schon immer so ein Bashing irgendwie innerhalb der Person schon in dem gleichen Unternehmen. Also das finde ich auch total wichtig, wenn es halt nicht die eine Person ist, die es durchzieht, weil klar, ich bin jetzt selbstständig, habe aber natürlich entsprechend auch die Projekte, die zu mir passen, die von der Kapazität passen, weil ich schon gerne auch dann mit Bauleiter, aber dementsprechend muss ich halt auch immer bewusst gucken, was nehme ich an, wo kann ich das leisten? Weil da ziehe ich dann meinen Schuh durch, meinen Puzzle, weil ich von A bis Z dann dabei bin. Genau, bei mir ist es ja mittlerweile so, ich stehe ja jetzt, dein Podcast kennt mich ja jetzt ja keiner, also in meinem Podcast müsste ich jetzt nicht so viel ausruhen. Ich stehe ja mittlerweile an so einem Punkt, wo ich immer mehr mich aus dem operativen Geschäft rausziehe und wirklich am Unternehmen arbeite und eben dieses Puzzle noch mal größer mache. Also man muss sich jetzt, wenn wir wirklich mal bei diesem Bild bleiben, ich finde das ganz toll, das Bild, sagen, okay, ich habe jetzt, ich weiß jetzt, ich fange das 30.000 Teile Puzzle an, rückwärts zu puzzeln. Ja, also wirklich gar nicht mit Bild, sondern mit Rückseite, weil ich die Strukturen soweit verstanden habe und soweit umgesetzt habe bei mir im Büro mit meinen Angestellten, dass wir dieses Puzzle rückwärts puzzeln können. So, und jetzt ein weiter bin ich halt immer mehr an dem Punkt, wo ich sage, okay, und ich puzzle jetzt diese 30.000 Puzzle, diese 30.000er Puzzle habe ich jetzt verstanden, ich bin den Schritt weiter gegangen. Das ist für mich eigentlich ein Puzzle Teil. Ich fange jetzt an, diese ganzen großen Puzzle als Einzelpuzzle Teile auch zusammen zu puzzeln. Das heißt, das Puzzle ist eigentlich viel, viel größer als nur diese 30.000 Teile, sondern es geht los mit Akquise, es geht los mit Strukturen, es geht los mit Automatismen, es geht los mit KI gesteuerten Geschichten. Und um bei dem Praktisbeispiel zu bleiben, auch ich habe schon Projekte abgewickelt, wo ich extern das vergeben musste, weil ich einfach sage, das ist für mich und für den Bauherren am Ende nicht wirtschaftlich. Wenn ich persönlich als Geschäftsführer jetzt die Bauleitung mache, das macht bitte jemand externes, aber ich habe ganz klar immer genau das Thema auch gesehen, Qualitätsverlust und eben auch wir reden ja viel von Emotionen in der Architektur. Ich finde, viel größer ist gar nicht der Qualitätsverlust, weil den kann ich relativ klar schreiben, wenn ich bis zur Sieben, also bis zur Ausschreibung mitgewirkt habe, dann kann ich relativ klar sagen, welche Qualität am Ende gefordert ist und dann kann es es noch steuern. Aber trotzdem gehen viele Emotionen verloren. Emotionen, um eben auf der Baustelle richtig zu reagieren, die dann jemand externes gar nicht mitleiten kann und ich habe dann tatsächlich etabliert, dass ich bei solchen Bauvorhaben mindestens alle zwei Wochen, wenn nicht sogar wöchentlich zur Baubesprechung einen von meinen Ausführungsplanern mit schicke, ich sage jetzt immer so als künstlerische Oberbauleitung, um ihn als wahrer des eigentlichen Entwurfes, der eigentlichen Grundidee und wenn ich den Bauherren das genauso erkläre, wie ich es dir jetzt erkläre, ist das Ding geritzt. Das sind am Ende im Monat vier Stunden, die er bei mir bezahlt, aber er weiß, weil er mit mir diesen Emotionsprozess durchgegangen ist und das alles emotional aufgeladen wird, brauche ich da gar nicht viel Erklärung. Ich brauche eigentlich nur erzählen, wenn du jetzt den nimmst, ist es für dich wirtschaftlicher, dein Geldbeutel wird geschont, aber investiere bitte die 200, 300 Euro im Monat, damit diese emotionale Reise hier nicht aufhört, sondern damit diese Emotionen weitergetragen werden und eben auch kontrolliert werden. Also wie so eine Art Emotionswächter, das mache ich tatsächlich schon, weil ich damit den geringsten Qualitäts/Emotionsverlust mache und da haben wir jetzt schon ein, zwei, drei Projekte, da haben wir so quasi auch abgeschlossen und ich kann wirklich danach mit Foucault und Ruthuch sagen, das wäre wie als hätte ich Bauleitung gemacht. Und das finde ich sehr gut, weil sonst hast du ja das Problem, dass es irgendwann so eine eigene Dynamik annimmt und dann hast du halt keinen mehr, der irgendwie mal so dazwischen sagen kann, okay, wir haben bewusst das und das so gelöst, weil sonst hätte es die Probleme gegeben, weil die Bauherren oder auch die Handwerker oder die Bauleitung in dem Sinne, die sehen ja immer nur das fertige Ergebnis. Die wissen ja gar nicht, welche Prozesse, welches Abwägen wir vorher gemacht haben, was wir verworfen haben und das ist ja nicht so, dass wir zack auf die Lösung kommen. Also das sind ja wirklich ganz lange kreative Prozesse, die dahinter stehen und deswegen, das sieht dann immer so, das ist ja eine tolle Lösung, aber dass dieser Weg so lange ist und dass deswegen auch die Hawaii gerechtfertigt ist, was wir halt dann auch für unsere Honoraren nehmen, das fällt halt, ja meistens haben die das gar nicht so auf dem Schirm. Ich habe tatsächlich noch ganz, also das ist das eine und das andere ist tatsächlich auch noch ganz groß, wo ich einfach sehe, ist eben wieder das Thema, du hast jetzt wieder viel von Qualitäten gesprochen, das ist ja auch Qualitäten in der Planung, ich sehe aber auch ganz viel, wir haben uns, ich sag mal, wenn wir jetzt tatsächlich bis zur Leistungsphase sieben, also bis zur Ausschreibung mit den Bauherren zusammen den Weg gegangen sind, sehr viel Vertrauen angeeignet und am Ende ist es doch so, wenn ich quasi gezwungen werde, die Bauleitung abzugeben, weil das wirtschaftlich einfach nicht drin ist, weil es zu weit weg ist, weil es vielleicht auch kapazitätstechnisch nicht, warum auch immer, es kann ja immer ein guter Grund sein, das kennen viele Büros, die das auch so machen, es ist doch am Ende auch wieder, um bei einem Beispiel zu bleiben, ich kann den tollsten, wenn wir jetzt beim Bäckerhandwerk sind, ich kann den tollsten Teig machen, ich kann die besten Gewürze abschmecken, wenn am Ende jemand vergisst, im Ofen das Brot rauszunehmen, dann ist das Ergebnis einfach schlecht. Stimmt, ja. Und das ist, und das sehe ich so, also und dann heißt es am Ende, das ist mein größtes Problem eigentlich, ich kann am Ende nicht sagen, ja, weil du die Bauleitung falsch vergeben hast, lieber Bauherr, ist das Ergebnis so schlecht, sondern es wird doch immer auf mich zurückgeführt, denn die emotionale Reise haben wir zusammenbegangen, ich habe alles gesteuert, ich habe ihm quasi ein fast fertiges, zumindest in der Theorie, Haus gegeben und am Ende war die Umsetzung, also das Brot aus dem Ofen holen nicht gut, schlampig und dementsprechend ist das Endergebnis ungenießbar. Und das will ich eigentlich ungern aus der Hand geben. Und wenn dann eben nur so übersteuert, dass ich sage, ich habe zumindest jemand da, der mir berichten kann, der unseren Entwerfern berichten kann. Und das Gute ist, jetzt komme ich noch mal zu dem Mehrwert wieder aus der großen Glocke geguckt. Es tut den Ausführungsplanern auch gut, alle zwei Wochen mal auf die Baustelle zu gehen und wirklich mal zu gucken, was habe ich da geplant? Ist das so umsetzbar? Also ich finde tatsächlich, ich lasse mir eigentlich dadurch durch den Bauherrn eine externe Schulung bezahlen. Weil besser kann ich meine Ausführungsplaner gar nicht schulen, als wirklich mal alle zwei Wochen ihre Planung auf der Baustelle zu überprüfen. Ja, das stimmt. Jetzt kommt ja schon so durch die Gespräche, den Austausch, den wir hatten, wie notwendig, wie erforderlich einfach dieser ganzheitliche Planungsansatz ist. Oder ja, nicht nur Planung, sondern auch hinterher Realisierungsansatz, Realisierungsphase. Hast du mal konkreten Beispiel, entweder was dir selber passiert ist oder was du von Kollegen/Kolleginnen mitbekommen hast? Was passiert, wenn Frühentscheidungen getroffen werden, ohne den Blick aufs Ganze zu haben, wo sich das so widerspiegeln kann? Also mir fallen gerade auch Sachen ein, aber ich schieße den Ball jetzt erst mal zu dir rüber. Also ständig. Ständig. Ja, weil das Problem ist, das ist ja auch wieder aus der ganzheitlichen Architektur gesehen, die viele Bauherrn draußen meinen es zu gut mit sich selbst und haben ganz viel im TV gesehen. Also das sind die Klassiker und kommen relativ spät zu uns. Meistens, wenn die Not am größten ist. Ich nehme jetzt ein klassisches Beispiel. Ein Bauherr kommt zu mir und sagt, ich habe Ärger. Ich sage, wie Ärger? Also wir haben noch keinen Ärger. Nein, das Bauamt wäre bei ihm auf der Baustelle gewesen, er hätte die Baustelle lahmgelegt. Ich sage, dann zeig mir mal deine Schreiben. Ich sage, ja, ist ja auch klar, du hättest das Ding anmelden müssen. Du baust gerade schwarz. Wusstest du das? Er sagte, nein, weiß ich nicht. Ich sage, ja, dann, wenn ich eh hier bin, kannst du das nicht regeln. Ich sage, das Ding ist im Brunnen gefallen. Also ich meine, ganz viele Sachen davon sind nicht genehmigungsfähig. Wir müssen Befreiungsanträge stellen. Wir müssen das und das umändern. Also ich fange wieder von vorne an, was er aber dann am Ende gar nicht will, weil er hat ja schon so viel investiert da drin in sich selbst und in seinen Plan. Und am Ende rettest du da ganz viel. Und jetzt kommt eben der große Punkt. Jetzt rettest du ganz viel im Sinne von, okay, er möchte nicht so viel. Er möchte nicht wieder von vorne anfangen, was ich natürlich verstehen kann. Rette ihn so über das Bauamt hinweg, sodass wir irgendwie eine genehmigungsfähige Planung hinbekommen, die irgendwie genehmigungsfähig ist. Aber jetzt haben wir angefangen. Da sind keine Emotionen drin. Da sind keine vollen Details drin. Da ist nichts drin, was irgendwie ganzheitlich gedacht ist, sondern es ist irgendwie fürs Bauamt hingeschmut worden, sodass es irgendwie funktioniert. Ich nehme jetzt mal so Klassiker Details. Fliesenhöhe und Parketthöhe passen nicht übereinander. Das sind so Sachen, die sind bei uns gang und gäbe, wenn wir die von Anfang an planen, bei denen nicht. Mit den Estrichhöhen. Und dann sagt er, ach, du bist ja eh schon da, kannst du nicht nochmal mit dem Bodenleger sprechen. Der muss doch dies, du weißt doch jetzt. Und dann fängt das an, wo ich wirklich an einem Punkt komme, wo ich mittlerweile, ich würde auch sagen, vor fünf, sechs Jahren konnte ich es mir wahrscheinlich noch nicht erlauben oder konnte ich nicht erlauben. Da habe ich es dann wirklich durchgezogen. Es war echt anstrengend auch für mich. Mittlerweile sage ich dann tatsächlich, ich habe dir jetzt geholfen. Viel Spaß. Wenn du das nächste Mal baust, kommst du bitte früher. Aber ich brauche, ich sage, ich kann dir hier nicht weiterhelfen, weil ich kann nicht das retten, was wir vorher, was du vorher eingerissen hast. Das funktioniert nicht. Auch da wieder bei einem Fall, du auch mit Bildern denkst. Er kann nicht zum Friseur gehen, sagen, ich habe mir die Haare abgeschnitten und ich hätte jetzt gerne lange Haare. Es geht nicht. Es ist einfach hinüber. Ich kann retten, was ich retten kann. Aber es ist eben in dem ganzheitlichen Thema, haben wir so viel Schnittstellen, er hat noch nie mit einem Energieberater gesprochen. Er hat noch nie irgendwie eine Außendämmung, passt dann nicht zur Dachgeschichte. Und ich habe Dachüberstände nicht verlängert, sondern einfach WDVS vorgeklatscht. In diesen Fällen jetzt in den letzten zwei Jahren nur ein Bauherr, der gesagt hat, Herr Tischer, stimmt, sie haben recht. Lass uns nochmal anfangen. Nimm dir die Zeit, mach die HUI, rechne das ab. Ich will das gar nicht. Ich habe das überhaupt nicht überblickt, dass das so aufwändig ist. Aber die meisten Bauherr 90% sagen, ja, dann mache ich das irgendwie fertig. Ja, es ist halt auch so, weil viele halt darauf reinfallen, dass es immer im Internet schnell aussieht. YouTube Videos, irgendwelche Entertainment-Formate im TV, wo du halt auch ganz genau weißt, das ist gescriptet. Da wird immer nur das, was fertig ist, schön produziert, sodass das dann immer total einfach aussieht. Also ich habe auch über die Jahre jetzt wirklich so einen Blick entwickelt, wo ich sofort weiß, wenn ich irgendwie eine Sanierung oder sowas sehe, wo ich weiß, ob ein Architekt involviert ist oder nicht oder eine Bauleitung, weil du dann irgendwie Gauben Details hast, wo unterschiedliche Materialien sind, wo dann irgendwie diese Eckpunkte nicht richtig abgestimmt sind. Also ich verliere mich jetzt im Feinfein, aber da gibt es so Punkte, das weiß ich, wo dann die Gauben wangen ganz komisch vorne in der Front enden durch Materialwechsel. Also da gibt es so viele Feinheiten. Okay, kann auch ein Architekt sein mit wenig Bauhaltungserfahrung. Ich wollte jetzt nicht ins Wort fallen, aber ich würde jetzt nicht unterschreiben, dass bei keinem Architekten das so aussieht und bei allen Architektenhäusern das so aussieht. Also ich habe schon ohne die Fachkollegen schlecht zu machen, auch schon ganz viel Schlechtes bei Fachkollegen gesehen. Ja, genau, das gibt es auch. Dann hat der Architekt was geplant, das müssen wir jetzt nur ein bisschen umplanen. Und dann gucke ich mir das an und denke, also entweder war hier nie ein Architekt oder der wurde entweder, auch das will ich gar nicht urteilen. Aber hinterher habe ich auch festgestellt, naja, gut, die hat den auch nur, ich sage mal, das nötigste bezahlt. Dann darf man nicht erwarten, dass man dann übermäßig viele Details bekommt. Das ist schon klar, aber das würde ich so nicht unterschreiben, aber du hast schon recht. Man sieht sofort, ist da was, ist da was nicht, hat sich da jemand Gedanken gemacht oder nicht. Und das ist genau das, was ich meine. Und auch am Anfang, was du sagtest, das sind genau diese Details, die sich so als Emotionen durchziehen, wo ich wirklich eine Wertigkeit über ganz einfache Details. Und das sind manchmal schon Dinge wie keine Höhenversprünge in den Boden belegen, keine, ich nehme mal so per Exzellenz Häuser ohne Fußleisten. Da spielt sich quasi, da spielt sich die Perfektion in der Ausführungsplanung wirklich komplett wieder. Wenn ich das schaffe, dann habe ich wirklich alle Details und alles irgendwie zusammengepackt. Ich sage, Fußleisten sind am Ende natürlich in vielen Miethäusern und auch in vielen anderen Häusern. Ich selber habe auch Fußleisten, gar keine Frage. Aber trotzdem ist es so das Thema Fußleisten sind am Ende Kaschierungselemente. So habe ich eben den Boden nicht eins zu eins handwerklich sauber an die Wand kriege. Aber ich habe auch schon Häuser entworfen und gebaut ohne Fußleiste und die sehen heute aus wie geleckt. Das sind wirklich ganzheitliche Themen, die sich dann so als Emotionen durchziehen. Und diese Ausführung, die will ich dann, jetzt um bei dem Beispiel von vorhin zu bleiben, dann abgeben an jemanden, der diese Emotionen nicht weitertragen kann, weil er sagt, ja, es ist zwar hier Ausführungsplanung, aber wenn es jetzt nicht ganz so gerade ist, ach komm, da mache ich nachher Fußleiste dran, sieht man auch nicht. Und das will ich ja eben nicht und das ist genau das Thema. Aber man sieht eben, war ein Fachkollege dran oder nicht, weil genau diese Punkte dann relativ schnell rauszulesen sind aus dem Haupt. Also man kann schon sagen, dass wir irgendwie helfen, was heißt irgendwie, also wir helfen, Fehler zu vermeiden, also teure Fehler, weil gerade bauen ist ja, da geht es ja gleich um, wer weiß was für Summen, aber ohne gesehen zu werden. Aber das ist halt unsere Arbeit, unsere Erfahrung, die halt Bauherren ja dann auch zahlen, weil wir ja dann durch die Berufserfahrung, durch den Austausch, ich telefoniere auch ganz viel mit meinen Stammhandwerkern, gerade jetzt hier für so einen großen Dachbodenausbau, wo eine riesige Wohneinheit reinkommt, wo ich sofort mit dem Energie, mit der Energieberaterin, also Bauphysikerin spreche, meine Details hinschicke. Klar, ich bin inzwischen auch selber Energieeffizienz-Expertin, aber damals hatten wir sie noch mit ins Boot geholt, weil ich die Zusatzqualität noch nicht fertig hatte. Aber auch da, ich telefoniere viel mit dem Dachdecker, mit dem Zimmerer, so wie bauen wir es jetzt auf, weil ich möchte zum Beispiel dann in der Bauantragsplanung schon meine richtigen Wandstärken für den Giebel haben, für die Gauben haben, weil es gibt auch, wie bei uns, wir haben so eine ganz krasse Gestaltungs- und Ortssatzung, weil wir hier in so einem denkmalgeschützten Bereich drin sind und da müssen die Gauben, die müssen dann auf die Fachwerkfassaden halt auch Bezug nehmen, da müssen Linien passen. So, und da rotze ich nicht einfach irgendeine Dachgaube rein, sondern durchdenke jetzt schon, weil ich weiß, irgendwann kommt die Frage und im schlimmsten Fall kommt eine Abnahme und dann heißt es, ja, das ist aber einen halben Meter zu breit, ne, so. Ja, genau. Und dann kannst du rückbauen, also das ist jetzt gerade auch so ein ganz konkretes Beispiel, wo ich dann auch viel erstmal, ja, so, auch mich viel so reindenke und halt weiß so, ich bin da so ein Terrier, ich weiß aber auch wen ich halt anrufen kann, der mir dann hilft, diese Details umzusetzen, ne. Das kannst du am Ende, ja, jetzt sind wir sehr fachspezifisch für unsere Fachkollegen, aber das kannst du ja nur durch Prozesse und Automatismen finanziell stemmen, weil am Ende die AUAI das gar nicht vorsieht. Ne, das stimmt, also das ist... Aber das ist ja erst in der LP5 gefragt. Eigentlich dann, ja. Wir haben ja genau so was etabliert und das meine ich eben wieder als Beispiel für unsere Fachkollegen, weil ich hatte das vorhin ja kurz erwähnt, wir machen ja auch aufwendige Bestandsaufnahmen, das ist eigentlich nur ein Abfallprodukt, weil ich ganz klar gesagt habe, wenn ich ein Haus kriege und gerade mit dieser schweren Auftragslage, die wir ja gerade haben, wo Bauherrn sagen, oh, machen wir mal ein kleines Konzept und wenn das Konzept gut ist, dann machen wir mal einen Entwurf und wenn das Entwurf gut ist, gehen wir zum Bauamt und wenn das Bauamt gut war, dann gehen wir die Ausflugsbank. Es kann aber genauso passieren, dass es eben nach dem Entwurf durch ist. Ich möchte aber genau diese Detailstufe und diese Emotionen schon so früh haben. Gerade bei Sanierung, wo wir ja jetzt ja nun auch viel, viel machen, brauche ich einfach theoretisch alle Details irgendwann mal und auch manche ganz früh, wie du jetzt beschrieben hast, mit den Gauben und wir haben uns eben dann einen relativ teuren Laser gekauft, um Häuser effizient aufnehmen zu können, um Pumpwolken zu generieren. Zusätzlich haben wir eine Drohne für die Außenaufnahmen, also wir können tatsächlich mit unseren Daten, die wir, ich sage jetzt mal, bei einem normalen Einfamilienhaus in zweieinhalb Stunden erzeugen, bis einschließlich die gesamte LP5 abdecken, was unsere Aufmaße angeht. Das heißt, ich habe selbst Scheunen aufgenommen, wo der Statiker mich ganz spät nachher, als es hieß, ach Mensch, ich muss da noch was ertüchtigen, kannst du mir mal die Balkendurchbiegung geben? Da hätte ich rausfahren müssen früher. Ich bin reingegangen in meine Pumpwolke, habe ihm quasi einmal eine Linie gezogen und habe ihm gesagt, pass auf, du hast hier eine Durchbiegung von so und so viel. Ich musste aber nicht rausfahren. Da kann ich wieder effizient arbeiten, weil ich eben nicht noch mal aufmessen muss. Und das sind eben so Prozesse, die wir umsetzen, die wir anders denken als dann vielleicht ein anderer Architekt. Der sagt genau das, wo ich wieder sage, der das Puzzle nicht ganzheitlich sieht, sondern das Puzzle am Ende sagt, ja, das ist aber nicht mein Puzzleteil, das muss ein anderer Puzzle. Das gibt mir die Daten und dann kann ich es machen oder ich lasse es. Ja, und ich hatte jetzt halt auch bei so, wenn ich jetzt bestehende Objekte, also ich habe ja viel Bauen im Bestand, ein bisschen Neubau, aber ich sage mal so 80 Prozent Bauen im Bestand. Da habe ich mich auch schon wieder aufgeregt, wenn irgendwann schon mal ein Kollege da was gemacht hatte vor zig Jahren, wo ich dann sehe, wie schlecht einfach so Planung und Bauanträge sind. So und dann musste ich natürlich, was heißt kämpfen? Also es sind jetzt alles sehr, sehr nette Bauherren, die ich zum Glück habe, wo ich dann halt auch sage, nee, diese Aufmaßpläne von dem Kollegen nehme ich nicht, weil die stimmen mir nicht vorne und hinten nicht. Darauf baue ich nicht auf. Also ich mache das jetzt einmal noch mal richtig. Und das sind ja auch wieder, finde ich, so Ressourcenthemen, wo man sich dann fragt. Ja, wieso macht dann der Kollege vor 15 Jahren so eine schlechte Vorarbeit? Weil es hätte für den Bauherrn ja jetzt auch günstiger sein können, wenn das schon gescheit gewesen wäre. Ich mache ein paar Kontrollaufmaße und weiß, es passt so. Ich habe Aufmaß Kontrollen gemacht und es passte halt nicht. Na ja, man rächt sich wieder auf. Das stimmt, da hast du recht. Ja, kommen wir mal so ein bisschen zu dem Themenfeld Image und Kommunikation. Kannst du dir erklären, warum unser Berufsbild irgendwie so ein bisschen unsichtbar wurde? Also dass man uns irgendwie nur noch so für nice to have oder wenn ich es mir leisten kann, nehme ich einen Architekten dazu, wie das passiert ist. Kann ich dir relativ einfach beantworten. Haben wir auch, glaube ich, über drei, vier, fünf Folgen bei uns im Podcast behandelt. Ich habe da eine relativ klare Meinung zu, um das jetzt nicht so weit auszuschweifen, dass es drei Folgen füllt. Ich würde sagen, unsere Vorgänger sind dafür relativ klar verantwortlich, aber auch ungewollt. Ich will denen gar keine Schuld geben, sondern ich will auch gar nicht zu weit zurück. Ich denke, wir hatten, glaube ich, in der Vergangenheit gute Architekten, die gute Arbeit gemacht haben. Und dann gab es eben, ich sage jetzt immer so, die Baumeister, die Architekten, die dann so auch das profane Architektur gemacht haben. Das gab es schon und ich glaube, so in den letzten 20, 25 Jahren hat sich das Blatt so ein bisschen gewendet. Genau die Zeit, wo ich auch sage, da ist der Architekt irgendwie so ein bisschen von der Bildfläche verschwunden. Und nicht, weil er keine gute Arbeit gemacht hat, sondern grundsätzlich, weil seine Haltung sich geändert hat. Und die Haltung war sehr abgehoben, muss ich sagen. Das ist Erfahrung aus meinen alten Büros, es ist Erfahrung, die ich selber überall gemacht habe. Der Grund, glaube ich, dafür ist, die Auftragslage war relativ gut. Also man muss sich einfach vorstellen, vor 20 Jahren, 25 Jahren, 30 Jahren haben sich Architekten eigentlich aus der Garage heraus gegründet. Die haben sich zu zweit nach dem Studium gefunden, haben in der Garage was gemacht. Dann ist es, wie es so immer ist, noch ein Auftrag, noch ein Auftrag, kommt ein großer Auftrag rein. Ach Mensch, jetzt brauchen wir jemand dazu. Und die haben das Architekturbusiness, so wie ich es vorhin ja auch gesagt habe, nie als Unternehmen verstanden. Das heißt, Mitarbeiter waren eigentlich immer nur Zuarbeiter. Das heißt, es waren eigentlich immer nur, die brauchen wir, damit wir die Aufträge abarbeiten können. Und man selbst hat sich immer so zu diesem Star-Architekten herabgelassen. Ich habe jetzt 20 Mitarbeiter, die arbeiten mir alle zu. Da haben sich dann die einen, die waren dann, ich sag mal, ein bisschen Dreister, ohne Namen zu nennen, die sich dann quasi einfach nur noch eine Herrscher von Architekten unter sich gebaut haben, die dann für die, die Entwürfe gemacht haben, dann haben sie sich die angeguckt, haben ihren Namen drunter geschrieben und abgegeben. Die gab es ganz viele. Und dann hat man sich sehr viel verglichen mit, ah, ich habe hier so eher, geh so eher in die Tadit-Richtung, ich geh das. Wo man immer denkt, wo ist denn dein eigenes Standing? Also Architektur ist so vielseitig und ich glaube, ich und du ja wahrscheinlich auch in unserer Zeit jetzt, wir, also ich versuche einfach nochmal genau das anders zu setzen, zu sagen, ich will auch die Zeit davor noch brechen. Für mich ist das Thema Stararchitekt, ich hatte hier eine relativ lange Auseinandersetzung mit meiner Werkstudentin zum Thema "Zum Tor". Können wir vielleicht auch noch mal irgendwann einen Podcast machen. Aber Grundweg, ich glaube, ich finde, wir sind am Ende, wie du schon sagst, Künstler, Puzzler, ja. Künstler haben aus meiner Sicht, wenn sie lebendig sind, keinen herausragenden Status, sondern ich kann Postumen quasi nachträglich sagen, Mensch, das war echt für die Zeit eine tolle Arbeit. In der schweren Zeit, ich denke jetzt so, wenn wir jetzt sagen, wir haben den Neubau und den Neubau, in eigentlich einer Zeit, die keine Neubauten zulassen haben, was gebaut, das ist dann eine Leistung, die ich mir nachträglich oder ich sag mal frühestens als Ende meiner Karriere zur Lebenszeit dann irgendwann mal sagen kann, Mensch, das war wirklich herausragende Architektur, ganz toll, beispielhaft für seinen Beruf, ähnlich wie es bei Künstlern auch ist. Also wenn ich jetzt ein Bild mal als Künstler, dann muss ich mich auch an, dann muss ich die Bilder für 50 Euro verkaufen, dann kann ich nicht sagen, kostet 5000 Euro, vielleicht so ähnlich mal wie Rembrandt, das funktioniert nicht. Und das haben aber in den letzten 30 Jahren viele versucht, viele sind dann abgehoben, viele sind dann eben Rollkragen, schwarzer Pulli und dann so durch die Gegend geschwabert, sodass bei den Bauherren auch immer ankam. Und jetzt kommt eben genau der Knackpunkt, der mich dann auch zu diesem Denken gebracht hat, war eine andere Influencerin, die auch so ein bisschen in die Architektur Richtung geht, die hat den Bauherren mal empfohlen, geh doch auf die Architekten Seite und guck, ob dir der Stil gefällt, war bei mir so ein rotes Tuch oder ist bei mir so der Groschen gefallen, der war bei mir schon drin, aber da hast du der gedankliche Groschen gefallen, wo ich sagte, aber das ist genau der falsche Ansatz. Du musst jemanden finden, der dich versteht, du hast es vorhin gesagt, wir sind Krisenmanager, wir sind Psychologen, Psychologen suchst du dir auch nicht aus, welche Fälle der alle schon geschafft hat, sondern ob du ein Draht zu dem hast, ob du mit dem gut klarkommst. Und das ist das Thema, wo ich sage, da sind wir Architekten auch und da waren wir auch mal. Wir müssen Vertrauen schaffen, wir müssen, wir sind nicht die, die unseren Stil durchsetzen, sondern wir sind die, die den Bauherren versuchen zu verstehen, seine Emotionen irgendwie in Bautechnik um Münzen können, um das dann den ganzen Bauprozess durchzuziehen, um ihm am Ende diese Emotionen als fertiges Werk wieder zu übergeben. Und deswegen sage ich mir, es ist völlig egal, wie das Haus aussieht, wenn das er am Ende so wollte und er mir am Ende des Tages sagt, es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe, dann habe ich meinen Job richtig gemacht. Ich würde niemals irgendwie sagen, das ist mein Stil und da würde ich gerne durchziehen, das würde ich gerne so machen, niemals. Und deswegen ist das so, das, glaube ich, hat sich gewandelt und da müssen wir auch wieder hin. Und ich glaube, damit bekommen wir auch wieder die Akzeptanz der Leute draußen. Und das ist in den letzten 30 Jahren, glaube ich, nicht glaube ich, sondern weiß ich, echt schief gelaufen. Ja, das ist nämlich auch dieses, was mein Ansatz ist, wo ich gesagt habe, ich bin eine sehr empathische Architekte. Also, dass man halt dieses Ganze drum herum auch viel besser versteht und einbindet. Ich will es noch um, also ich unterschreibe das alles so. Ich will nur eine kleine Sache noch ergänzen, bevor wir ins nächste Thema reingehen. Jetzt habe ich gerade den Fokus auf Wohngebäude, so einfamilien-, zweifamilienhäuser. Aber das ist mir jetzt oft begegnet, dass die oft immer diese alte Glauben, diese alten Glaubenssätze noch haben. Ja, früher hat man alles selbst gebaut und unser Opa hat es hochgezogen und dies und das. Und die verstehen halt noch gar nicht so, dass wir durch unsere ganze GEG, auch dann je nachdem, wie viele Wohneinheiten du hast, dass du qualifizierte Tragwerksplaner brauchst, Schallschutz, Brandschutz, diese ganzen Thematiken. Das ist vielen gar nicht so klar, dass das halt alles nicht mal eben gemacht ist. Also es ist halt nicht einfach nur eine Mauer hochziehen und eine Steckdose da reinbohren. Wenn du bei dem Beispiel bist, würde ich es noch weiter konkretisieren. Ich würde das auch so unterschreiben, dass früher wurde viel so hochgezogen. Ich muss aber auch dazu sagen, und das ist vielleicht der Vorteil, den wir nutzen können, ich finde, das ästhetische Bewusstsein ist viel, viel ausgeprägter heute als noch vor 30 Jahren. Ja, das stimmt. Deswegen ist es kein deutsches Problem, wo wir sagen, wir haben GEG, wir haben dies. Also ich sehe das, wir sind ja international unterwegs. Wir bauen jetzt auch gerade einen Ferienpark auf Boa Vista in Cap Verde. Und da ist einfach, also da habe ich ja kaum Vorschriften. Also da sind weder ans GEG noch machen wir da Wärmedämmung, da können wir ganz frei entwerfen. Aber das ästhetische Empfinden ist dort einfach auch so. Also ich glaube, dieses ästhetische Empfinden von Qualität zu Smart Home, zu aber auch wirtschaftlichen Preisen, das ist auch wieder ein Puzzleteil, die so ineinandergreifen. Ich kann nicht sagen, und das ist auch so ein Thema, Ästhetik muss kein Geld kosten, sondern Ästhetik fängt eben genau bei uns an, das zu übersetzen, das gut zu übersetzen. Und ich glaube, das ästhetische Verständnis ist heute anders, als wie es damals eben, wie du sagtest, mit Opa war. Opa hat gesagt, wir haben fünf Kinder, da müssen jetzt fünf Kinderzimmer hin, es ist egal, wie die aussehen. Und wenn ich tatsächlich auch bei meinen Großeltern gucke, da waren die Kinderzimmer fünf Quadratmeter groß. Ja, und da waren zwei drin. Da waren teilweise zwei drin mit einem Doppelbett. Das ist heute nicht mehr. Heute gibt es ein ästhetisches Empfinden. Da gibt es dann irgendwie das Loftzimmer und Dieszimmer, weil der Junge das gerne möchte. Die Medienwelt ist viel größer, viel mehr Eindrücke. Und damit ist das, deswegen will ich das gar nicht verteufeln, aber deswegen ist auch durch das Handy und durch diese ganze Smart-Geschichte, ist das ästhetische Empfinden einfach ein anderes geworden. Und das ist unsere Chance, da eben auch wieder einzusteigen und zu sagen, ja, du kannst das als Funktionsbau hochziehen, aber dann wird es eben nicht unbedingt ästhetisch ansprechen, weil du nicht auf die Qualitäten achten kannst. Kommen wir mal zu unserem Berufseinstieg. Als wir uns kennengelernt haben, war das ja sehr spannend, dass das bei uns sehr ähnlich war, dass wir beide mit Leistungsphase 8 mit Objektüberwachung Bauleitung gestartet sind, was natürlich auch sehr hart war, aber auch wirklich ein absoluter unbezahlbarer Lerneffekt für alle Leistungsphasen. Also bei mir war es auch so, dass mein damaliger Chef sagte, so, du gehst jetzt zwei Jahre, machst du überwiegend Bauleitung, bevor du überhaupt einen Entwurf kriegst. Und klar, man muss natürlich dann auch entsprechend die Kollegen und Kolleginnen haben, die einen da als Mentoren quasi unter ihre Fitte genommen, also das Glück hatte ich dann auch. Aber das war dieses, wo wir uns ausgetauscht haben, wo wir auch gesagt haben, das packen wir unbedingt nochmal als kurzen, wichtigen Tipp in die Folge rein, dass wirklich für unsere jungen Kollegen und Kolleginnen, die jetzt in dieses wunderschöne Berufsfeld einsteigen, dass wirklich es sich lohnt, auch wenn es absolut hart ist. Also ich habe da so eine Hassliebe zu. Deswegen sage ich immer hart, dass die Leistungsphase 8 wirklich ein absoluter Glücksbringer nach hinten raus ist. Kann ich eins zu eins so unterschreiben? Also bei dir war es jetzt, du sagtest ja, dein Chef hat dich dazu gedrängt, das war glaube ich der richtige Zwang. Bei mir war es relativ schnell klar, ich habe es im Studium für mich schon entdeckt und habe gesagt, pass mal auf, ich will einfach so schnell wie möglich hier durch, ich will irgendwie das Studium schnell schaffen. Ich will so schnell wie möglich arbeiten, wo lerne ich am meisten? Das heißt, ich bin in ein riesengroßes Büro gegangen, ich glaube, da waren 90 Angestellte, also echt ein richtig großes Büro. Dann habe ich gesagt, was ist so das Komplizierteste, was du da draußen machen kannst? Das ist quasi Laborbau und Krankenhausbau. Das heißt, ich habe mir ein großes Büro gesucht, was diese Dinge abdeckt und bin dann, habe mich dann tatsächlich vorgestellt, ich habe gesagt, ich möchte Werkstudenten in Leistungsphase 8. Da haben die mich natürlich mit Kusshand genommen, weil keiner hat Bock auf die 8, die wollen alle normalerweise, wenn sie von der Uni kommen, hier ein bisschen entworfen, ein bisschen bunte Bilder mitmalen. Ich würde behaupten, in der Uni machst du das schon genug, aber wie du schon sagst, in der 8, also was ich alles gesehen habe in einer kurzen Kürze der Zeit, also wenn ich mir überlege, das was ich in einem Jahr oder nehmen wir ein Semester, ein halbes Jahr auf der Baustelle gesehen habe, das kann mir keine Uni in sechs Semestern beibringen. Das ist wirklich von Ausbau, von Standards, von auch Ärger auf der Baustelle klar, aber ich finde auch immer durch Ärger lernt man, lernt man wieder Krisenmanagement zu machen, zu überlegen, wo muss ich darauf achten nächstes Mal, wo war meine Ausschreibung nicht gut. Also die 8, deswegen sage ich wieder, wir kommen wieder quasi an den Anfang zurück, die 8 aus der Hand zu geben, ist sehr, sehr schwierig, weil das wirklich, das bildet alles ab. Ich lerne dadurch mich selbst, das ist mein eigenes Feedback, habe ich in der Planung an alles gedacht, habe ich in der Ausschreibung an alles gedacht, habe ich bei der Gewerkesuche das richtige Gewerk rausgesucht, das kommt da alles bis hin zu, wie schließe ich Trockenbauwände im Rohbau an, eine Rohbauwand an, ja, dann muss ich in der Zeichnung, wenn ich da einfach nur eine Linie ziehe, dann ist die Wand so, wenn der Trockenbauer dann aber in Achsen denkt, also auch da muss man gucken, wer denkt wie, der Rohbauer denkt anders als der Trockenbauer und dann ist es am Ende so, dass genau eine Plattenstärke, der Trockenbau rausguckt, obwohl ich ja eigentlich alles gerechnet habe und was war das Ende vom Lied, man hat quasi Ausbau und Rohbaupläne nicht übereinander gelegt und hat festgestellt, mir fehlt eigentlich die Putzfläche, hat darauf alles abgestimmt und das, das sind dann so Details, die habe ich einmal gesehen und weiß in der Ausführungsplanung später, genau darauf achte ich, achte ich darauf in meinem System, ich baue Rohbaupläne, dann baue ich erst Ausbaupläne, in den Ausbauplänen ist die Putzstärke mit drin, all solche Themen, alles was ich jetzt erzählt habe ist ein halbes Jahr auf der Baustelle, so wenn ich das mal zwei Jahre mache oder drei, dann habe ich eigentlich alles gesehen, jetzt kann man natürlich Glück haben und Pech haben, es gibt Baustellen, da passiert sehr viel, es gibt auch Baustellen, da passiert nicht so viel, aber auch da, gerade auch heute, die Zeit ist noch viel besser, wenn man sich irgendwo, also wenn jetzt hier ein Werkstudent zu mir kommen würde und sich genauso vorstellen würde, wie ich mich damals vorgestellt habe, wie würde ich mit Kusshand nehmen, sofort, weil im Moment hat da keiner Lust zu, aber man lernt da so. Ja, aber ich finde, da müssen sich auch die Büros, gerade wenn, ja es hat ja jetzt nichts damit zu tun, ob du größer oder kleiner bist, ich finde, das ist total wichtig, dass man auch innerhalb der Büros so eine Art kleines Mentorenprogramm hat, weil es ist halt total traurig, wie viele einfach dann auch verheizt werden, weil kaum einer Bock auf Bauleitung hat und dann irgendwie junges Gemüse dahinschickt und da musst du ja wirklich auch schon zäh sein und dich da durchboxen. Also ich finde, ja, da muss man einfach als Büro auch entsprechende Strukturen schaffen, auch dass die sich dann auch trauen, Fehler zuzugeben oder Fragen zu stellen, weil wir kennen gewisse Persönlichkeitstypen, wenn du da noch relativ frisch von der Uni bist, kann ich schon verstehen, wie so einige dann da irgendwie Bammel haben, Sachen mal so zuzugeben oder Fragen zu stellen. Das, was ich auch am Anfang sagte, das sind dann die inneren Strukturen, wo man dann eben durch Schaffen von Vertrauen und auch am Ende für einen einstehen, also das ist für mich auch ganz großes Credo, das steht bei mir sogar bei mir im Büro ganz groß an der Wand, ich stelle mich immer und das ist nicht nur ein Glaubenssatz oder eine Phrase, eine Hohle, sondern das tue ich wirklich, ich stelle mich immer vor meine Leute und nicht ich als Person, sondern wie ich habe gesagt, wir sind alle hier RT-Architektur und wenn hier einer einen Fehler macht, dann sitzen wir alle und löffeln das aus, ich genauso wie ihr anderen Leute. auch, ja, das macht der nicht alleine und wir zeigen nicht mit dem Finger auf irgendjemanden, sondern dann hat das Büro einen Fehler gemacht. Und das schafft so viel Vertrauen, dass ich das Gefühl habe, auch bei gerade bei Werkstunden, wenn sie dann ein, zwei Monate hier waren, die trauen sich dann auch wirklich, weil sie das Büro im Nacken haben, ja, und wirklich sagen, ey, dann mach ich halt was falsch, das ist ja das Büro. Das machen sie dann einmal und merken, ach, das ist ja wirklich so, wie der sagt. Und dann merkt man sofort den Entwicklungssprung des jeweiligen Mitarbeiters, dass der wirklich sich dann auch Sachen zutraut. Und das ist, wie gesagt, ein Tipp gerne auch in die anderen großen Büros, wirklich traut den Leuten was zu und an die Geschäftsführer draußen macht wirklich das so. Es ist am Ende auch was Anonymes. Es ist das Büro. Ihr müsst ja nicht als Chef da gerade stehen. Natürlich steht ihr für euer Unternehmen gerade am Ende des Tages, klar, aber am Ende schiebt doch euer Büro vor. Es ist euer Büro, was diesen Fehler macht. Und damit seid ihr ein großes Team. Und ein großes Team löst ein Problem viel schneller und einfacher als einer, auf den nachher alle mit dem Finger zeigen. Das macht man als Chef nicht und das will man als Angestellter genauso machen. So, dann fassen wir mal so ein bisschen unsere Punkte zusammen. Also genau das letzte war, wer versteht, wie ein Bau entsteht, der kann auch besser planen. Das hat man ja schon mal rausgehört. Dann, dass diese ganzen Bedarfe, Bedürfnisse, Wünsche, das alles zusammenzubringen, das braucht eine Regie, ja, das darf nicht nur eine Vision sein. Also dann, man hat so viele Akteure dabei, wo man einfach wirklich einen Regisseur braucht oder halt das Puzzle, was wir jetzt als Bild haben, was uns durch diese Folge getragen ist. Ja, wir Architekten, Architektinnen sind nicht teuer. Man muss sich einfach überlegen, die fehlende Planung ist teuer, wenn es nicht ganzheitlich durchdacht wird. Und wenn man uns halt mit im Boot hat durch alle Leistungsphasen, dann ist das schon ein Garant für Qualität, was jetzt die Technik angeht, das Wirtschaftliche, dass es möglichst mengefrei ist und dass es halt auch wirklich zu den Leuten passt, sich städtebaulich einordnet. Ja, und wenn man das halt einfach ganzheitlich vom ersten Augenblick ansieht, wo du schon halt sagtest, wir haben die Grundstruktur, die kennen wir immer, die Faktoren, die halt dann wieder eher ein bisschen anders sind, ist, welche Handwerker sind dabei, welchen Bauherntypen hat man, wo ist jetzt das Grundstück oder was ist das für ein Bestandsgebäude. Das sind dann eher die Parameter, die sich immer mal so ein bisschen, ja oder auch Fachplaner, wo das mal immer so ein bisschen durchgeruckelt wird. Aber im Grunde hat man wirklich immer seine Hauptstruktur und nur so schafft man halt wirklich ganzheitliche Architektur. Das ist ja auch mit dem Grund, Architektur spiegelt ja auch mal die Gesellschaft, Politik, die ganzen, die Epoche irgendwie so wieder, wieso wir dann auch gewisse Bauten aus der Vergangenheit so toll finden. Das sind ja auch dann ganzheitliche Ansätze zusammen auch noch mit Außenanlage und sowas. Nö, das hast du gut zusammengefasst, würde ich jetzt auch so unterschreiben. Ich glaube, was ganz noch wichtig ist als Abschluss für die Bauherren draußen, die jetzt nicht die Architekten, die zuhören, sondern die Bauherren, die sich informieren wollen, sucht euch den Architekten wirklich bitte nicht nach Portfolio aus, was er kann oder was er nicht kann, sondern wirklich, also das 80 Prozent des weiteren, der weiteren Zusammenarbeit ist Vertrauen. So, ihr müsst ein gutes Gefühl haben. Ich meine, wenn ihr eine Tagesmutter für eure Kinder sucht, sucht ihr die auch nicht aus, wie viele Kinder die hat, sondern wie gut sich das Kind dort einordnet und wie toll ihr die findet. Und genau so muss es beim Architekten sein. Am Ende ist er, wie du schon sagtest, Krisenmanager. Er vertritt euch gegenüber dem Bauamt. Er ist irgendwie eure rechte Hand, euer Fachberater, euer Psychologe. Also da muss einfach die Chemie muss stimmen und das kriegt man relativ schnell raus in ein, zwei Gesprächen und dann lieber frühzeitig die Reißleine ziehen und sagen, pass auf, das wird irgendwie nichts miteinander. Wir sind nicht auf der gleichen Wellenlänge. Ich suche mir jemand anderes, als einfach nur nach Portfolio zu gehen und zu sagen, ja Mensch, der kann noch dies und der kann noch das. Und man findet für jedes Budget findet man auch am Ende das, was man braucht. Das ist einfach so. Natürlich kann man sich keine goldenen Kronleuchter für drei Euro leisten. Das ist klar. Aber dafür sind wir auch lange genug am Markt, am Ende für den Bauherrn ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, was auf sein Budget passt. Ja, vielen Dank, Robert, dass du zu Gast warst und ich auch irgendwie bei dir zu Gast war. Danke dir. Genau, es passt ja wirklich dann mit Architektur Stammtisch. Deswegen, das ist auch dein Podcast RT Architektur Stammtisch. Wenn ihr noch Kontaktinfos haben wollt, schaut einfach in die Show Notes zu unseren Podcast Folgen, weil diese Folge halt einmal bei Kitty Bob Bauinfotainment läuft und bei RT Architektur Stammtisch von Robert. Von daher möchte ich auch noch darauf hinweisen, dass wir auch noch eine gemeinsame Folge haben. Da geht es dann um Bauen im Bestand, nachhaltiges Bauen. Also das ist jetzt nicht die erste und letzte Folge. Die wird aber mit ein bisschen Abstand dann veröffentlicht. Also da würden wir uns auch sehr freuen, wenn ihr da auch wieder alle rein hört. Und wie immer, wir freuen uns, wenn ihr unsere Podcasts abonniert, weil nur dadurch werden wir noch sichtbarer. Wir freuen uns auch immer über eine sehr schöne Bewertung von unserem Podcast. Ja, und empfehlt uns gerne weiter. Und wie ist immer mein Schluss Credo, mit ganzheitlicher Architektur wird auch am Ende alles gut. Eure Kitty Bob. Tschüss. Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck. [Musik]