Willkommen zurück im Architekturstammtisch. Heute wird's persönlich und inspirierend. Caro ist zurück im RT Architektur Podcast und erzählt, warum sie alles losgelassen hat. Wohnung, Job, Atelier und mit Kind und Zwergdackel im Bus auf Architekturreise durch Europa ging. Was sie unterwegs erlebt, gelernt und für ihre heutige Arbeit als Architektin mitgenommen hat und warum sie heute nur noch mit Bauherrinnen arbeitet, die nicht nach dem Fernseher fragen, sondern nach dem Gefühl im Raum. All das hört ihr in dieser Folge. Viel Spaß beim Zuhören. Ja, herzlich willkommen bei RT Architektur Podcast. Heute nicht in unseren Räumen, sondern wieder in der Schweiz. Caro ist wieder da. Vielen, vielen Dank, dass du da bist. Wir hatten so gute Resonanz von unserem letzten Podcast und so viele Fragen. Wer bist du eigentlich? Wieso machst du das, was du machst? Die wollen viel mehr von dir wissen. Und da haben wir Caro gefragt, ob wir uns noch mal treffen können zu noch einem Podcast, wo es eigentlich hauptsächlich um dich geht. Und es hat geklappt. Vielen Dank, dass du da bist. Aber stell dich doch für die Hörer zumindest noch mal kurz vor, die vielleicht die erste Folge noch nicht gehört haben. Ja, Robert, danke noch mal für die Einladung. Ich komme sehr gerne zu dir. Und ich bin Caro, ich bin Architektin und innen Architektin, habe ursprünglich in Deutschland studiert und lebe jetzt in der Schweiz. Der Weg, der mich hierher gebracht hat, war, dass ich in Süddeutschland als Architektin zuletzt ein bisschen unglücklich war über verschiedene Situationen. Und dann habe ich, ich war auch alleinerziehend. Und dann habe ich meine damals fünfjährige Tochter und unseren Zwergdackel. Das hört sich immer so lustig an. Meine Tochter, mein Zwergdackel und ich. Ach so, der Zwergdackel ist ein Zwergdackel. Die Tochter ist nicht der Zwergdackel. Nee, die Tochter ist nicht der Zwergdackel. Also ich habe meine zwei Liebsten dann eingepackt und habe gesagt, wisst ihr was, jetzt brechen wir einfach noch mal aus, bevor die Schule losgeht, und wir das jetzt noch können. Und wir machen jetzt eine Architektur, also eine Europa-Architektur. Ach deswegen auch bei Instagram. Dein Name? Architekt Tour. Architekt on Tour, genau. Ja, also dann war wirklich so eine ganz schnelle, spontane Entscheidung aus dem Bauch raus. Und das sind bei mir zumindest bekanntlich die besten Entscheidungen. Und dann haben wir uns einen Bus gekauft in Berlin, also einen Sprinter, einen Mercedes Sprinter, und sind dann wirklich so an einem Tag mit einem Zug nach Berlin hochgefahren, haben uns den Bus angeguckt und dann am nächsten Tag mit dem Bus wieder nach Süddeutschland gefahren. Und dann habe ich versucht oder ich habe den dann noch ein bisschen umgebaut, der war schon teilausgebaut, habe den dann noch ein bisschen gepimpt, so nach unseren Vorstellungen. Und dann sind wir, also im April Bus gekauft, 23, und dann sind wir im Juli losgefahren. Genau, auf Architektur. Also von allem abgemeldet, die Wohnung untervermietet. Ich habe mein damaliges Atelier aufgelöst. Ach du warst damals schon selbstständig Architektin? Genau. Also ich habe, ich hatte ein Label für Kindermöbel und war zum Schluss auch noch angestellt als Architektin, genau 50 Prozent. Okay, das heißt du hast quasi ein bisschen angestellte Architektin gewesen und hast aber an der Selbstständigkeit mehr auf Innenarchitektur. Genau, ja, also Möbel waren es, hochwertige Kindermöbel, genau. Und dann habe ich wirklich alles gehabt, ich habe alles aufgelöst, bin zum Notar, habe meine Firma aufgelöst. Ja, Atelier gekündigt, Wohnung untervermietet. Ein Riesenschritt. Also ich finde, also wirklich alles aufzugeben, also selbst, also das Kind ist natürlich das eigene Baby, jetzt hat man noch ein Hund, ist auch irgendwie natürlich was. Aber ich finde, eine eigene Firma ist ja auch sowas wie eine Art Baby. Die Firma kann man grundsätzlich ja nicht mitnehmen, die Ideen wahrscheinlich schon, aber die Firma ja nicht. Das heißt wirklich das, was einem dann am allerliebsten war, das was man mitnimmt, dann wirklich mitgenommen und alles andere wirklich einfach mal fallen lassen. Genau, also es war persönlich ein sehr großer Loslassprozess und ich habe das sehr viel für mich mitnehmen dürfen, genau, wie loslassen überhaupt geht. Also einfach diese Entscheidung zu fällen und da ist es unbeschreiblich, was für Prozesse da innerlich abgeht. Also man hat so ein weinendes und ein lachendes Auge. Man weiß nicht, was kommt, also auch so in dieses Ungewiss zu gehen, da gehört, glaube ich, eine sehr große Portion Urvertrauen dazu, nenne ich es jetzt. In sich selbst? Ja, genau, dass alles gut wird. Also ich habe so die Grundeinstellung, das Universum ist für mich, also alles, was ich tue, ist für mich und das ist wahrscheinlich auch für mich, diesen Schritt zu gehen und was Neues zu wagen. Ist denn der Schritt, den du gemacht hast, der jetzt rein unemotional, sondern rational betrachtet, ja ein richtig großer ist, stelle ich mir so vor, wenn ich rational denke, ist die Not denn groß gewesen? Der Auslöser? Der Auslöser, das Unwohlsein in dem, was man gerade tut, so groß gewesen, dass man eben, wie du schon sagst, weinendes und lachendes Auge, aber das lachende Auge ist ja eigentlich, dass man das Alte von sich wirft. Das ist ja weinen und lachen, weil man weint über die guten Dinge, die man loslässt, aber ich denke mal, irgendwann trifft man ja seine Entscheidung und wenn das lachende Auge überwiegt, weil man sagt, die Not ist so groß und ich bin froh, dass ich den ganzen Mist hier einfach mal loslassen kann, dass man dann sicher für diese Entscheidung ja dann auch bewusst entscheidet. Also magst du über die Gründe reden, was die Not war, weil das ist ja das, was uns ja auch viele umtreibt, also auch Architekten generell. Ja genau, also das war einfach so, dass ich, ich war völlig im Hamsterrad gefangen, also ich war wie gesagt alleinerziehend, hatte dann eben die Wohnung zu finanzieren, das Atelier zu finanzieren, also zwei Immobilien einfach mal, die Miete, war ein großer Batzen und ich hab, meine Tochter war fremdbetreut von morgens 8 bis abends 17 Uhr, vier Tage die Woche waren das damals glaube ich und irgendwann habe ich gesagt, also das ist nicht mein Leben, ja, also ich bin sehr gerne Architektin, aber ich bin sehr gerne auch Mama und bin da schon immer so ein bisschen in einem Zwiespalt gestanden, aber ich habe dann auch gesehen, ich verbringe gar nicht mehr die wertvollen Jahre mit meiner Tochter zusammen, die mir eigentlich sehr wichtig sind, das Wort eigentlich streichen wir, die sind mir sehr wichtig und habe wirklich nur gefühlt bin ich einfach hin und her gehetzt und dann kindkrank und es war Corona auch noch, das frisch Corona verarbeitet, also da waren sehr viele, viele Wunden auch da, wo ich gesagt habe, das ist wirklich, ich lebe eigentlich gerade in meinem Worst Case Szenario und dann habe ich so gedacht, schlimmer kann es ja nicht werden, also es ist ja schon mein Worst Case Szenario, also dann kannst du das jetzt auch alles mal und neu starten. Also genau, das was du beschreibst ist ja super emotional und wir haben in unseren vorherigen Folgen auch viel darüber gesprochen, dass hier die Architektur, dass die sich gerade bei jüngeren Generationen anders entwickelt, als wie sie jetzt bei älteren Generationen, also das grundsätzliche, technische in der Architektur, ich hatte wie gesagt aus meiner Folge berichtet, warum ich mich überhaupt selbstständig gemacht habe, war ja, weil ich mit dem, wie mir Architektur vorgelebt wurde, aus Angestelltenbüros, nicht mehr das war, wie ich Architektur empfunden habe und das war bei mir der große Schritt, warum ich gesagt habe, ich gehe aus dem sicheren Angestelltenverhältnis, aber ich mache es selbst. War das auch ein Beweggrund für dich, dass du sagst, naja, das klassisch nicht, ich meine in der Selbstständigkeit warst du ja für dich und hast wahrscheinlich die Möbel auch entworfen, die du gefühlt und gespürt und wie du das empfunden hast, aber im Angestelltenverhältnis ist man ja durchaus auch gefangen, weil man einfach sagt, ich bin da ja an einen gewissen Duktus gebunden, ich muss da Architektur machen, die vielleicht gar nicht meine ist. Das war nicht so, also das war ein ganz tolles Angestelltenverhältnis, ich bin mit der Büroinhaberin immer noch befreundet und in Austausch. Das war ein ganz, ganz tolles Büro, kann ich auch voll weiterempfehlen, vielleicht können wir es in die Show Notes packen, keine Ahnung und das war da wirklich super, sie hat mir sehr vertraut, ich hatte da freie Hand, es war nicht das Büro an sich, es war einfach so auch die Situation in Deutschland, was für Energiegesetze kamen, was für Herausforderungen uns vor die Füße geworfen wurden. Die Bauherren waren verwirrt, ganz viele Kredite wurden zurückgezogen, also es war einfach auch so diese Grundstimmung im Land und die bis heute anhält, ist ja eigentlich nicht besser geworden und es waren aber auch ein bisschen die Bauherren, muss ich sagen, also ich muss sagen, ich bin manchmal am Tisch gesessen und war es leid, diese Diskussionen im privaten Bauen, wenn die Bauherren da sitzen und am Grundriss überlegen, wo kommt der Fernseher im Wohnzimmer hin, das ist das Wichtigste und ich saß nur da und habe einfach die Welt nicht verstanden, weil ich selber habe seit Jahren kein Fernseher mehr zum Beispiel und für mich ist das absolut unvorstellbar, wie Menschen sich ihren Grundriss einrichten nur dahingehend, wo wird der Fernseher platziert und wo dementsprechend dann die Couch, wo ist der beste Abstand zum Bildschirm mit der Diagonale xy, also das war ich einfach leid, auch dieses Bauen. Genau, das ist ja auch ein Aspekt, wie wir Architektur in unserem Büro ja auch verstehen, wir machen das ja genauso, also wir fangen gar nicht an über Materialitäten zu gehen, also über dieses Materialitäten, wie wo steht dein Fernseher, wo steht deine Kaffeemaschine, sondern wir versuchen da ja auch den Bauherren in dem Gefühl abzuholen, was ist denn, also was stört dich jetzt an deinem, was du jetzt hast in deiner Metswohnung, was gehört zu deinem Tagesablauf, was, also eher in diese emotionale Schiene auch zu gehen und zu sagen, okay wir versuchen mal die Emotionen, die du verbindest mit deinen Räumen, versuchen wir mal technisch umzusetzen, versuchen wir, dass wir mit dem Interieur, also wir denken ja auch Interieur ganz ganz früh mit, Interieur spiegelt aus meiner Sicht ja auch viel Emotionen dann wieder, fühle ich mich da wohl, fühle ich mich da nicht wohl, ist das gemütlich, ist das nicht, also wir haben auch gerade einen Bauherrenpaar gehabt, die genau das Thema hatten und gesagt, ich fragte sie dann irgendwann, weil irgendwann kommt, ich kenne das ja genau wie du auch so, aber bitte nicht die Steckdosen vergessen für unseren Fernseher, da müssen acht Steckdosen hin, fünf Lahnkabel und das muss an die Wand und ich will nichts sehen und ich habe immer gewartet bis die Bauherren damit um die Ecke kommen, weil man so gewohnt ist und irgendwann ist es dann aus mir rausgebrochen und ich habe wirklich gefragt, jetzt nur eine Frage, nur damit wir es nicht vergessen, wo soll denn euer Fernseher hin, und das Bauherrenpaar kam und sagte, wir brauchen keinen, ich dachte, oh danke, also wir kriegen auch Fernseher gut hin, also ich habe auch Bauherren gehabt, da konnte man den wegschwenken und das hat das, also wir versuchen auch das zu denken, dass es eben nicht so präsent ist, wie du sagst, aber deswegen, klar, okay, das finde ich gut, aber die Grundstimmung Architektur hat dich natürlich auch dann dahin getragen zur Reise, aber erzähl mal, was hat die Reise grundsätzlich, jetzt hast du ja gesagt, das ist eine Architekt on Tour, ja du hast quasi einen Architekturtour gemacht, oder was, was ist das, was ist das, was ist das? Genau. Ohne jetzt einen Mundbrecher zu bekommen, was hat die mit dir gemacht, also bist du wirklich durch Europa gefahren und hast dir unterschiedlichste Architektur angeguckt? Ja, es war auch so eine Sehnsucht, wir alle haben ja Architektur mal studiert und da hat man ja sehr viele Exkursionen gemacht und sehr viel Architektur angeschaut und es war so ein bisschen so eine Sehnsucht, auch an diese unbeschwerte Zeit einfach mal rumfahren, was anschauen, wieder zu lernen, zu studieren, ja und also das Studium war da zehn Jahre her, dann dachte ich so, das möchte ich jetzt einfach wieder mal ein Stück weit genießen, so diese Unbeschwertheit und heute stehe ich da, morgen bin ich da, morgen fahre ich da hin und schaue mir die Bibliothek in Oslo an und das war so die Grundstimmung für die Reise und daraus hat sich dann auch meine Finanzierung ergeben, das heißt ich habe Fotografien gemacht, die ich verkauft habe während der Reise und so war ein Baustein der Finanzierung von der Reise, genau. Schön, das heißt du hast quasi dann so ein bisschen für dich Architekturfotografie gemacht. Genau. Wie, einfach jetzt auch damit die Hörer quasi auch verstehen, also wir haben ja der unterschiedlichsten Couleur auch an Hörern, aber jetzt gehe ich mal so in die Architektenhörer hinein, die ja, also ich kenne da ja auch ganz viele, die sagen, oh Mensch, ich war in Aarhus und habe mir ein Haus angeguckt und dann lass ich mir mal erzählen, was war denn dir wichtig und dann holen sie dann ihr Handy raus und zeigen mir dann ganz viele tolle Fotos von irgendwelchen tollen Details, die sie gesehen haben. Ja. Okay, ja finde ich auch schick, gut gemacht, aber hast du das Gebäude mal auf dich wirken lassen? Nee. Wie meinst du das? Genau. Naja wirken, also hast du dich mal hingestellt und mal für dich in dich reingerührt und überlegt, was macht der Raum mit dir? Hat er dich demütig gemacht oder hat er dich größer gemacht oder also was macht der Raum mit dir? Bist du reingegangen, hast Gänsehaut gehabt oder oder oder und ich habe das Gefühl gehabt, das ist so ein bisschen, weiß nicht, so als Bild die chinesische Reisegruppe. Klick, klick, klick und dann gehst du zu Hause und sagst, guck mal ich war in Oslo, ich war hier, guck mal da hab ich das Detail, da hab ich das Haus. Aber wo ist das Gefühl, außer da gewesen zu sein, also das hast du sicherlich gemacht. Ja, auf jeden Fall. Weil ich hab's also wie gesagt, ich nehme davor, ich hab natürlich auch bei dir im Instagram geguckt und ich seh dich da auch in ganz vielen Bildern, wo du einfach auf dem Boden bist, den Boden, auch wenn du das überspitzt darstellst, aber es ist genau das. Das ist nicht überspitzt. Okay, gut. Das hat meine Tochter gefilmt. Mit damals war sie ja noch fünf. Also die hat wirklich immer Mama, was machst du da? Ich seh ja, ich muss kurz, ich schmiss von Boden. Und die hat mich da ganz oft gefilmt und das ist Content Material für Reels geworden, weil das dann halt auch wirklich so diese echten Sachen wurden. Also wie gesagt, das ist, ich finde, das macht viel mehr und das ist das, was wir in unserem Büro auch leben, genau dieses Gefühl zu vermitteln. Also mir ist grundsätzlich, ein klassisches Beispiel, wir hatten das auch mal in einer Folge. Na ja, man sagt ja ja immer so auch in der Architektur, das macht man nicht. Ich frage mal bei uns, ich weiß nicht, ob es in Süddeutschland auch so ist, aber in Schleswig-Holstein war es immer ganz viel. So eine rote Haustür in einem normalen Haus, das macht man nicht. Ach so. Das geht nicht. Das wäre eigentlich der Mann. Das macht man nicht. Das geht nicht. Man kann nicht einfach eine rote Haustür. Wo ich mir denke, wir sind so divers geworden und wir sind so, also warum geht das nicht? Wenn das sein Wunsch ist, dann ist es auch meine Aufgabe, der ja Gefühle und irgendwas ist ihm ja da besonders wichtig dran. Vielleicht ist es am Ende. Also ich sehe mich immer mehr auch dann als Psychologe, der dann einfach versucht. Das sind wir. Genau. Also was ist dir an dieser roten Tür? Also warum sagst du mir etwas Technisches? Ich möchte eine rote Tür haben. Was steckt dahinter? Was ist das? Ist das, ist das, weil Rot dir ganz viel Glück bringt? Ja, ist das, weil du das Gefühl hast, wenn ich jeden Tag durch eine rote Haustür raus und wieder reingehe, ist mein Leben erfüllt. Dann ist es das Gefühl. Und das ist es doch meine Aufgabe als Architekt heute, das zu unterstreichen und zu sagen, okay, und das gebe ich dir jetzt in deinem ganzen Haus. Ich streiche jetzt nicht deine Wände rot, aber du, das Gefühl brauchst du von Sicherheit, von Geborgenheit. Das ist das, was dein Haus am Ende und dein Raum, den wir erzeugen, leisten muss. Und wenn ich jetzt, auch ich, wie gesagt, ich bin vor 15 Jahren auch rumgefahren, war der Foto-Mann. Und damals für Studium, oh cool, guck mal, das ist ein tolles Detail. Wenn ich entwerf, mache ich immer das Detail. Klassisches Beispiel, kennst du bestimmt auch, Klinkerfassade, Kastenrinne im Klinker. Das ist so ein Detail, würde ich immer wieder machen, finde ich toll, finde ich schick. Das ist so ein Detail, ist in meiner Fotobank drin. Passt auch zu Schleswig-Holstein, oder? Passt zu Schleswig-Holstein, Klinker, genau. Aber ich sag mal, so die letzten sieben, acht Jahre, wenn ich dann in Architektur, und dann ist es auch egal, ob ich in irgendeiner Kathedrale stehe, oder egal in welchem Raum ich bin, wenn ich auf Reisen bin, in Hotels oder irgendwo anders, ich versuche immer erstmal den Raum auf mich zu wirken. Was macht der was mit mir? Und was macht der mit mir? Und gibt es hier Sachen, die ich anders machen würde, um das Gefühl, was ich jetzt in dem Raum habe, zu unterstützen oder zu unterstreichen, oder vielleicht stört mich was, sonst würde das Gefühl ja da sein. Also ich sag jetzt mal, bestes Beispiel, wir waren jetzt gerade im Urlaub in Mexiko, die können halt kein Licht. Da gibt es nur kaltweißes Licht, und der Raum war schön, aber das Licht war es nicht, und damit war der Raum tot. Und das sind so Sachen, das gehört doch alles in unsere Aufgabe. Auch ja, also ich kann das sehr nachvollziehen, was du meinst, dass viele Menschen einfach nur schnell, bevor sie eigentlich mit ihren Augen was aufnehmen, dass sie das Smartphone zücken und einfach schnell zack, zack, zack. Also die Architekten unter uns. Also wenn Bauherr zu mir kommt und sagt, ich war da und da, und ich fand es schön, dann ist das für mich Emotionen erstmal genug, weil er kann es technisch nicht verstehen, was der Raum mit ihm macht. Genau, und man hat ja auch selber immer diesen Impuls, sofort aufzunehmen, wie du auch schon gesagt hast, bevor man das auf sich wirken lässt. Bei uns war es halt wirklich so, wir hatten ja unser Zuhause dabei, diesen Bus. Wir sind in dem Bus umeinander gereist, und ich kann mich dran erinnern, da sind wir von Dortemantrup vor dem Museum gestanden in Dänemark, und das war ein ganz schöner Parkplatz, und da haben wir auch übernachtet. Und wenn wir das gemacht haben, also dass wir direkt bei den Objekten auch gestanden sind, dann war es auch nochmal was ganz anderes mit dem Bus dorthin zu fahren, sich reinzuspüren, ist das ein sicherer Platz, wo wir übernachten können, wo platziere ich den Bus auf einem großen Parkplatz, liebe da bei den Bäumen, ein bisschen so an der Ecke, ein bisschen geschützt. Und dann geht man auch nochmal ganz anders an diesen Ort heran, wenn man eben das Zuhause dabei hat, und vielleicht auch als Frau alleine ist mit einem Kind. Aber das ist toll, wie du das beschreibst, weil bei uns in Schleswig-Holstein ist die Nachhaltigkeit ja nicht wie in Süddeutschland schon gut angekommen. Genau das, was du gerade sagst, so dieses, es ist eben der Raum, ist sag ich mal der Kern des Ganzen. Aber wir reden auch über das Fruchtfleisch draußen rum, wir reden über die Schale, und wir reden darüber, über die gesamte Obstschale, wo liegt diese Frucht, wo ist dieser Kern. Das heißt, wir reden über, genau wie du das schon sagst, den Ort selbst. Ist der Raum vielleicht toll, aber das Gebäude steht am völlig falschen Ort, oder auch der Raum drumrum ist einfach schlecht. Ich kann in dem besten Raum stehen, aber wenn ich rausguck und ich übertreibe jetzt und ich sehe draußen nur Industrie und bin irgendwie nur im Gewerbegebiet, dann ist das für mich jetzt nicht unbedingt der richtige Platz für diesen Raum. Also ich finde, der Platz, der Wahl, wie du das jetzt gerade auch mit deinem eigentlichen kleinen süßen Zuhause beschrieben hast, ist genau das. Und ihr seid ja jeden Tag weitergereist und du musstest dir jeden Tag Gedanken machen, wo du dich für heute Nacht quasi niederlässt. Und ich meine, das ist ja auch, weil du vorhin von Urvertrauen gesprochen hast, das ist ja in uns drin. Wann haben wir angefangen, Häuser zu bauen? Also wir sind ganz früher in Zelten rumgereist und haben überall uns niedergelassen und sind gesiedelt. Also da brauchte man ja dasselbe Urvertrauen zu sagen, das ist für mich heute der richtige Platz. Also man aktiviert da wieder ganz andere Sinne, die man verloren hat, glaube ich, wenn man auch in so einem festen Homebase lebt. Du achtest auf ganz andere Dinge, wenn du auf einen Platz fährst und überlegst und du spürst einfach eben nicht rein, ist das jetzt gut hier heute Nacht. Also das kann manchmal visuell, kann man das gar nicht erklären. Es sieht vielleicht alles toll aus und es ist auf dieser App, die ich hatte für gute Stellplätze, ist das toll beschrieben oder so. Aber du fährst dann dorthin und bist vielleicht echt wirklich acht Stunden gefahren, fährst dann dahin und dann denkst du, boah nee, da bleiben wir nicht, also wir fahren jetzt weiter, obwohl ich müde bin und ich suche was Neues. Und das kann man ja manchmal nicht erklären, aber das ist dann einfach so dieses innere Gefühl, diese Intuition, die man dann auch für einen Ort und für einen Raum entwickelt, wenn man sich mal wieder auf das Wesentliche konzentriert. Wie gesagt, du bist ja mit deiner Tour, bist ja wahrscheinlich auch der Auslöser, deinen Instagram-Account quasi damit zu füllen, bist du ja auch nicht unerfolgreich. Also das hat ja schon einen Anklang gefunden, dich zu begleiten auf dieser Tour. Denn einerseits ist es ja ganz oft gern viel Architektur, aber auch wie du das am Ende zeigst, hat mich super beeindruckt. Ich hatte es ja vorhin gesagt, gerade mit auf den Boden fassen und einfach das wieder, eben nicht einfach sagen, ich bin auf Architektur-Tour und mache ganz viele Bilder, fülle da mit Instagram und dann ist es aber emotionslos. Und das machst du eben nicht, finde ich. Also das ist so, um da einfach nochmal zu sehen, wie du das dann auch machst und damit umsetzt. Aber jetzt wollen wir ja auch nochmal kurz darüber sprechen. Das heißt, du bist ja, wie lange ist das gewesen? Wie lange ist deine Tour da? Es war geplant ein Jahr, aber wir sind dann ein Dreivierteljahr fast gereist, genau. Also es war dann auch so, dass ziemlich verschiedene Komplikationen während dieser Reise waren. Man muss auch dazu sagen, also spirituell, astrologisch gesehen, habe ich meinen Schicksalspunkt in der Reise, das wusste ich schon immer. Und es passieren mir immer Sachen auf Reisen, aber ich bin trotzdem losgefahren. Davon lasse ich mich nicht aufhalten. Und angefangen hat es eigentlich damit, dass ich schon kurz vor Abreise, hatte ich echt einen bösen Zahn. Mit Wurzbehandlung, mit allem Gedöns und mein Zahnarzt hat mir dann auch noch jede Tablette mitgegeben, falls was ist und was dann zu tun ist und so. Und wir hatten dann auch nochmal einen Zwischenstopp in Deutschland wieder nach ein paar Monaten und da wurde dann auch der Zahn nochmal behandelt. Das war für mich schon so auch ein Zeichen. Also ich achte halt dieses Urvertrauen, wovon ich vorhin gesprochen habe, das ist für mich ein Achten auf Wegweise auch von außen. Hast du das schon immer? Ja, würde ich sagen. Es ist ja Urvertrauen, das ist das eine Wort, aber Urvertrauen finde ich, hat immer ganz viel auch mit Selbstbewusstsein zu tun. Also Selbstbewusstsein in seiner eigenen Entscheidung ist aus meiner Sicht ein Fundament eines Urvertrauens. Ja, ich kann das gar nicht erklären, woher das kommt. Ich glaube, ich habe das wirklich schon immer. Das sagen auch ganz viele Leute zu mir immer, also dass du dich das traust, das zu machen mit dieser Reise, würde ich nie machen. Aber für mich stellt sich gar nicht die Frage, was soll schon groß passieren? Also ich sage immer, zu Hause auf der Couch passiert nichts, da sterben die Leute auch, die meisten Unfälle passieren im Haushalt, was soll schon groß passieren? Die bist du schon mal entflohen. Ja, genau, was soll schon groß passieren? Genau, es war dieses eine Thema mit diesem bösen Zahn, da habe ich schon immer so gedacht, was will mir denn diese Wurzel sagen? Also ich weiß halt, dass alle Wurzelkanäle sind natürlich mit bestimmten Regionen im Körper verbunden. Hab dann auch geschaut, welche Zahn ist es und da ein bisschen in mich hineingehorcht. Das war dann so das erste Zeichen, das zweite Zeichen war, dass jemand versucht hat, in unserem Bus einzubrechen. Genau, ich habe ja einen äußerst aggressiven Zwergnackel namens Sissi und die hat dann natürlich sofort angeschlagen. Ich hatte auch bestimmte Sicherheitsmechanismen im Bus, die ich mir selber so angeeignet habe und es war halt so, es hat sich jemand nachts an unserer Tür zu schaffen gemacht. Und dann dachte ich schon so, hm, okay, das fand ich jetzt nicht so ein Eis, obwohl das eigentlich ein sicherer Platz für mich war. Und dann war es auch noch so, dass wir während der Reise gerade eben diese äußerst aggressive Zwergnackel Sissi einen Tumor bekommen im Bauchraum. Den habe ich dann getastet und da waren wir gerade hier in der Schweiz, nicht weit von hier und habe dann Videotelefonie mit meinem Tierarzt in Deutschland gemacht. Und er hat gesagt, zu 99 Prozent über Video kann er sagen, das ist ein Tumor. Und da wir dann nicht so weit weg waren und wir wollten eigentlich weiter nach Italien fahren, habe ich dann gesagt, gut, fahren wir nochmal kurz drei Stunden nach Stuttgart, dass unser Home-Tierarzt die Sissi operieren kann, weil sie hat einen Herzfehler und es ist nicht ganz so easy. Wollte ich schon jemand machen lassen, der den Hund kennt. Genau, dann wurde sie schlussendlich operiert an diesem Tumor. Sie hatte diesen Tumor, ist dann alles super gut gelaufen. Okay, dann fahren wir jetzt weiter nach Italien und dann sind wir nach Italien weitergefahren. Das Ziel war eigentlich ganz runter nach Sizilien und in Florenz ist mir dann das Batteriemanagement kaputt gegangen. Wenn du das alles so nahtlos, ich bin immer so bei Sprichwörtern und das Witzige ist ja, du bist ja sehr in dich und du hörst auf das, was quasi im Umfeld passiert. Viele Menschen machen das aber nicht. Genau. Ich höre dann immer, kommt immer alles auf einmal, die Waschmaschine geht kaputt, der Ofen ist kaputt, mein Auto ist kaputt, mein Hund ist krank, das ist kaputt. Aber das ist, glaube ich, genau das, was du sagst, das sind, wenn man dann mal drauf hört und genau diese Frage stellt, warum passiert das eigentlich gerade alles, weil auch ich bin der Meinung, nicht passiert ohne Grund, irgendwas hat das immer einen Grund und wenn das dann so gehäuft aufkommt, dann kann ich dir super folgen, dass man, wenn man dann in sich hört und sagt, das sind Zeichen und irgendwann muss ich mal sagen, okay, irgendwas passiert jetzt oder muss passieren. Genau, also ich glaube auch, dass wenn man mal aus dieser, unserer Hektomatikwelt entflieht, viel Barfuß läuft, sich erdet, wirklich, das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber Bäume anfasst, in den Wald geht, wenn man sich mit solchen Dingen beschäftigt und auch mal diesen ganzen Stress rausnimmt und einfach nur reißt, so wie wir das gemacht haben, dann ist man auch ein bisschen mehr grounded und dann kann man auch diese Zeichen viel besser wahrnehmen als in einem hektischen Alltag zwischen Architekturbüro und Autobahn, Stau, Kind abholen, schnell nach Hause, dann kann man auch viel besser diese Zeichen wahrnehmen und deuten und auf sich wieder hören, also man hört seine innere Stimme einfach wieder viel besser. Schlussendlich waren wir in Florenz und da ging die Batterie kaputt, dann habe ich da, wir waren zwei, drei Tage in diesem Agritourismo in Florenz, es war super schön, also hier war ja schon Winter und wir hatten hier 20 Grad und saßen wirklich im T-Shirt inzwischen den Weinbergen, also in schönster Kulisse und haben gefrühstückt und es war windstill, jetzt komme ich zu einem, in den nächsten Zeichen, es war windstill und da habe ich zu meiner Tochter gesagt, ich hole jetzt mal noch kurz was aus dem Bus, bin ins Fahrerhaus eingestiegen, die Tür stand offen, wie gesagt windstill und ich saß im Fahrerhaus, habe das, was ich gebraucht habe geholt und habe dann wirklich so laut ausgesprochen, sollen wir eigentlich nach Hause fahren und das abbrechen und auf einmal macht es zack und die Fahrertür wurde zugehauen, also es war niemand dort, wir waren die Einzigen in diesem Agritourismo, die ganzen Touris waren ja alle weg, die Leute vom Agritourismo waren auch so, ja ihr könnt schon kommen, hier ist halt jetzt nichts, genau, wir waren da ganz alleine und die Tür wurde richtig mit einem lauten Knall so bähm zugehauen und ich so, okay, alles klar, dann fahren wir jetzt nach Hause, dann drehen wir jetzt wieder um. Und dann ging es zurück nach Stuttgart? Nee, dann ging es nicht zurück nach Stuttgart, ich habe in der Schweiz meinen jetzigen Partner kennengelernt. Okay, während der Reise? Während der Reise, während der Reise. Das sind aber gute Zeichen. Das sind gute Zeichen, ja, also das war auch ganz witzig, eine Freundin von mir aus Lichtenstein hat mir ihn empfohlen, ich habe während der Reise auch sehr viel Handwerk besucht, besichtigt, ich habe auf vielen Baustellen mitgearbeitet auch und das war meine weitere Bildung auch auf der Reise, also ich wollte mal wieder so Handwerkstechniken, neue Eindrücke, alles mitnehmen, aufsaugen, wie machen die das in Schweden, wie machen die das da, das war für mich sehr wichtig. Okay, als du sagtest, wir fahren nach Hause, dann war das die Anlaufstelle deines Partners? Die Schweiz, genau, weil wir da ja auch nicht weit weg waren, also wir hatten da dann glaube ich nur sechs Stunden zu fahren. Und genau, die Freundin in Lichtenstein hat mir damals dann diesen Kontakt gegeben vom Schindelmacher, weil ich habe gesagt, ich möchte gern so einen richtigen traditionellen Schindelmacher interviewen und dann haben sie und ihr Mann haben mir dann diesen Kontakt gegeben, nicht weit weg von uns, der ist da und da. War dann auch so, dass ich dann zuerst eigentlich nach Zürich gefahren bin und ich wollte über Genf so Richtung Italien fahren und gar nicht hier runter, die Route durch Graubünden. Und dann haben sich aber auch wieder so viele verschiedene Dinge ergeben, das kann ich jetzt gar nicht so kurz zusammenfassen, dass wir dann doch zu dem Schindelmacher gefahren sind und ihn dort kennengelernt haben. Und dann sind wir natürlich weiter auf unsere Reise gefahren, aber für uns war klar, wir kommen zu dir zurück und dann sind wir da wieder in der Schweiz gelandet, genau. Gut, jetzt sind wir relativ weit schon, was ich unbedingt noch wissen will, ist, denn du stehst ja, das ist ja jetzt deine Reise, ich finde ja auch nicht nur Reise der Architektur und Reise durch Europa, sondern auch ja, wenn man so dir zuhört, Reise durch dich selbst. Also du hast ja sehr viele Eindrücke in dich aufgenommen, für dich andere Entschlüsse, Beschlüsse geführt und also wie gesagt, Reize aufgenommen, die dich jetzt zu dem machen, was du jetzt bist, wie du jetzt handelst. Erzähl doch mal kurz, was ist eigentlich jetzt gerade, was treibt dich jetzt gerade um und was ist so in der nächsten Zeit bei dir so, was ja aus der Reise eventuell auch entstanden ist? Du meinst jetzt gerade so meine architektonische Richtung auch, oder? Genau, genau. Genau, also gerade durch die Reise habe ich halt gemerkt, ich möchte Architektur nicht mehr so machen, wie ich sie bisher gemacht habe, sondern das sind einfach für mich mittlerweile so leere Hüllen geworden. Ich möchte nicht mehr, dass die Menschen in Boxen packen und die Boxen haben eigentlich mit den Menschen selber gar nichts zu tun oder mit dem Ort. Und habe dadurch gemerkt, es gibt natürlich viel mehr Dinge, die uns Menschen beeinflussen, in unserer Art zu leben, zu wohnen und die uns positiv unterstützen können. Also das geht dann jetzt in den Bereich Radesthi, Geomantie, dass ich halt wirklich mich sehr intensiv mit dem Ort zuerst befasse, entweder bevor gebaut wird oder aber auch wenn jetzt jemand mit einem Bestandsgebäude kommt, dass halt wirklich erstmal geschaut wird, was ist hier vor Ort, was herrschen hier für Gegebenheiten, was für Wesen sind vielleicht auch vor Ort, darf irgendwas geklärt werden, darf etwas positiv aufgeladen werden oder das Negative vielleicht noch durch Räuchern zum Beispiel auch ausgeladen werden. Genau und mittlerweile bin ich in dieser Richtung, dass ich sage, ich baue nur noch mit Bauherren, die das verstanden haben, die darauf Wert legen und eben nicht, wo steht der Fernseher, die wichtigste Frage von einem Termin ist, genau. Und das machst du heute schon und ich sage jetzt immer so, wo soll die Reise noch hingehen? Also hast du irgendwie auch, sag ich mal, Vision, wo du, also es ist ja jetzt sicherlich, wenn ich dich so mitbekomme, was du tust, wie du es machst, ja nicht deine Endstation, sondern hast du Vision, hast du Ziele, wo du sagst, das ist irgendwie, das möchte ich gerne. Also da ist, das ist, ich bin immer noch auf dem Weg zu etwas. Ja, also mein Wunsch für mich wäre, dass wir wirklich viel mehr Architekten in diese Richtung gehen und das auch in unserer Fachwelt und in unserer Branche sich etabliert als vielleicht ganz neue Leistungsphase zum Beispiel. Und gerade mein Partner und ich, wir sind jetzt gerade dran und schreiben ein Buch über das Thema, was dann auch wirklich für unsere Branche richtungsweisend ist, genau. Und das kommt dann hoffentlich auch in Deutschland oder nur in der Schweiz? Nein, das wird auf jeden Fall klar. Ja, das ist, wie gesagt, super spannend. Ich glaube, ich könnte noch zwei Stunden mit dir genau über diese Themen reden, was das mit dir macht, was auch die unterschiedlichsten Herangehensweisen, wie man Sachen deutet, wie man Sachen macht. Also auch Beispiel Bauherrn, die ich auch hatte, wo ich am Anfang gelacht habe, wo ich heute überhaupt nicht mehr drüber lachen würde, weil ich sage, das ist wirklich ernst und das ist wirklich gut, dass das so ist und dass es auch immer noch welche da draußen gibt. Bauherrn, die das auch verstanden haben, die da Wert drauflegen. Und ich finde, das hat dann auch eine gewisse Wertigkeit, das eben auch zu transportieren. Und ich finde, das macht, wir hatten ja in der ersten Folge schon dich mal gefragt, was du, oder besser gesagt, habe ich dir ein Zitat in den Mund gelegt, was du mal bei Instagram gemacht hast, was für dich Architektur ist. Das würden wir hier jetzt nicht machen, weil ich glaube, besser kann man Architektur aus deiner Sicht nicht beschreiben. Denn wir machen das ja in jedem Podcast so, dass wir den, weil wir unterschiedlichster Couleur ja haben, das habe ich ja schon auch in unseren anderen Folgen, Finanzberater, Studenten und für jeden ist Architektur anders. Und genau diese Vielseitigkeit wollen wir auf unserem Kanal ja auch groß machen, dass einfach Architektur nicht das ist, wie du sagst. Box, Mensch, bitte, ja, also Häuslebauer, sondern eben, ich glaube, dass wir durch unsere Art, wie wir, wie du, wie ich, wie andere Architektur machen, eben das ist das, wo alle sagen, Architekten sind Künstler, das ist die Kunst. Genau das in seiner Wertigkeit und in seiner Art, da etwas umzusetzen, nimmt dich und auch mich und auch viele andere, sind nicht weit weg von jemandem, der ein Bild malt und genau das mit seiner Handwerkstechnik, mit seinen Farben, mit seinem Gefühl alles in dieses Bild reinpackt. Ich würde jetzt behaupten, Maler macht es sehr für sich und unsere große Aufgabe ist es eben nicht für uns, das zu machen, sondern uns nicht zu vergessen, aber es dann auch noch für andere so zu machen. Und das ist, glaube ich, unsere große Schwierigkeit oder nicht Schwierigkeit, aber unsere Aufgabe, die finde ich viel mehr beigetragen werden. Absolut, also da kann ich dir jetzt noch so abschließend dazu sagen, mein Anspruch ist, dass die Menschen gesund leben. Und ich glaube, dass sehr viele Gebäude Menschen krank machen können, unabhängig von den baubiologischen Faktoren, sage ich jetzt mal, das ist ein ganz anderes Feld. Ich bin keine Baubiologin, da kenne ich mich ein bisschen aus, genau, aber längst nicht wie eine Baubiologin, ganz klar. Aber ich glaube, dass andere Dinge, die in einem Gebäude herrschen wie verschiedene Energien, die können auf lange Frist Menschen krank machen. Und es bestätigt auch uns in der Arbeit, wenn selbst jemand zu uns kommt und sagt, er kann nicht gut schlafen dort und wir können das aus der Ferne, können uns da reinspüren, warum, mit verschiedenen Techniken, warum schläft er dort nicht gut und wir finden für ihn einen neuen Schlafplatz. Und die Menschen sagen dann, ja Wahnsinn, das konntet ihr ja gar nicht wissen, aber ich schlafe jetzt an diesem anderen Platz so viel besser. Und darum geht es ja. Also wir wollen nicht nur ein schönes Zuhause, sondern ein gesundes Zuhause und das weit über die baubiologischen Faktoren hinaus. Ich glaube, besser hätte man die Folge nicht abschließen können. Vielen, vielen Dank, dass du uns da zumindest in einer halben Stunde in dieses doch sehr weite Feld mitgenommen hast, weil ich finde, es ist super. Können wir noch eine eigene Folge machen. Nochmal. Genau. Und wie gesagt, auch da gerne. Wir haben ja den Kontakt. Also wenn da irgendjemand sagt, Mensch, das will er nochmal viel tiefer, weil das vielleicht hier in der Schweiz angekommen ist, aber da, wo gehört wird, überhaupt noch gar nicht und auch keine Anlaufstellen sind. Also wie gesagt, du bist, denke ich, für jeden, der sich weiterbilden will, ja da. Und ich glaube, wenn da nochmal drüber gesprochen werden möchte, dann sag Bescheid, dann kriegen wir das auch nochmal hin, weil ich finde das Thema super spannend. Stimmt. Vielleicht mache ich da einen Gegenbesuch bei euch mal. Das wäre schön. Du bei uns im hohen Norden. Ja. Vielen Dank. Danke dir. Robert. Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck.