Architektur Stammtisch · Folge 11

Folge 11 - Pin up your Business (mit Carolin Hacker)

Datum: 2025-03-14 · Dauer: 00:49:48 · alle Folgen
Folge 11 - Pin up your Business (mit Carolin Hacker) - Cover

Show-Notes

🎙 Architektur-Stammtisch – Social Media, KI & Sichtbarkeit für Architekturbüros

Wie sichtbar ist dein Architekturbüro? Social Media und KI können dabei helfen, effizienter zu arbeiten, Bauherren zu erreichen und sogar Bewerber anzuziehen. Doch viele nutzen die digitalen Möglichkeiten kaum.

In dieser Folge spricht Robert mit Carolin Hacker, Architektin und Innenarchitektin, die sich auf digitale Strategien für die Architekturbranche spezialisiert hat. Wir diskutieren:

✅ Warum Instagram & Pinterest für Architekturbüros unterschätzt werden

✅ Wie KI in der Büroorganisation helfen kann

✅ Wieso Social Media mehr als nur Hochglanz-Bilder sein sollte

✅ Die neue Community für selbstständige Architekten – jetzt beitreten!

🔗 Links zur Folge:

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Volltranskript · 9.078 Wörter · automatisch via Whisper.cpp transkribiert

Wie können Architekten Social Media und KI nutzen, um sichtbarer zu werden? Und warum ist das überhaupt wichtig? Wir sprechen heute mit Carolin Hacker, Architektin und Innenarchitektin aus der Schweiz, die sich intensiv mit der digitalen Zukunft der Architekturbranche auseinandersetzt. Pinterest, Instagram, KI-Gestütze Workflows und eine Community für selbstständige Architekten.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich effizienter aufzustellen. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Ein spannendes Gespräch über Reichweite, effiziente Büroorganisation und die Zukunft unserer Branche. Willkommen zum Architektur-Stammtisch.

Herzlich willkommen beim Podcast von RT Architektur. Heute nicht in unseren Räumen, heute in der verschneiten Schweiz, in St. Gallen. Wir haben das ja schon angeteasert, super interessanter Podcast-Gast heute.

Carolin, stell dich kurz vor. Hallo Robert, vielen Dank für die Einladung. Ja, ich bin Carolin, ich bin 40 Jahre alt und ich bin Architektin und Innenarchitektin. Komme eigentlich aus Süddeutschland, was man vielleicht auch hört und hören darf und wohne jetzt in Graubünden in der Schweiz.

Sehr schön. Wir sind heute, weil ich ja gesagt habe, mal nicht in unseren Räumen. Wir sind hier im Gasthaus zur Traube in Bux. Ganz, ganz tolles Hotel hier, wo wir sind.

Wir sind total herzlich und gastfreundlich empfangen worden. Und das zieht sich hier eigentlich durch alle Räumlichkeiten. Alles ist total liebevoll, schöne Architektur und kann man nur empfehlen. Also, wenn man in der Schweiz unterwegs ist, in Bux oder Umgebung, ist das alles nicht ganz so weit weg, gerne mal zur Traube kommen.

Aber das ist gar nicht der Grund, sondern ich bin auf dich aufmerksam geworden, weil du bei Instagram und generell in deinem Außenauftritt sehr stark auf Social Media und KI-basierte Architektur, also gar nicht KI-basiert, sondern grundsätzlich du Architekten fortbildest, lehrst, unterrichtest in der Nutzung von KI. Ob es unternehmerisch ist, ob es architektonisch ist, aber immer mit dem Hintergrundarchitektur. Und das Feld finde ich super spannend. Wir haben vor ein paar Folgen schon mit unserer Studentin mal darüber geredet, was so KI im Moment in der Uni alles macht.

Und das wird uns einfach in Zukunft begleiten. Das begleitet uns heute. Und dann haben wir uns gedacht, wer kann da besser berichten als du? Aber vielleicht fängst du kurz an, was du grundsätzlich unterrichtest.

Denn es ist ja nicht so, dass du das einfach nur für dich machst, sondern mittlerweile hattest du uns zumindest im Vorgespräch gesagt, machst du das ja sogar mittlerweile schon an der Architektenkammer für Architekten. Vielleicht steigst du da mal kurz ein. Was machst du da? Genau.

Also im Prinzip ist es mir ein Anliegen, dass wirklich jeder den Zugang zur KI oder eben auch zu Instagram sich besser erarbeiten kann und damit sehr viel Zeit spart, schneller vorankommt und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Also wir wollen ja alle Architektur machen und uns nicht mit zu viel Bürokratie, Schreibkram und so weiter befassen. Und es gibt ja einfach so viele Themen. Und die Bürokratie wird ja nicht abgebaut, sondern eher aufgebaut.

In Deutschland zumindest. Und da finde ich das KI ein ganz tolles Tool, damit man einfach gewisse Abläufe und Prozesse im Büro wieder optimieren kann. Und auch mit Instagram einfach, dass Architekturbüros wieder mehr Sichtbarkeit bekommen. Und zu mir hat mein Professor im Studium gesagt, es ist nicht nur wichtig, dass du gute Sachen tust, sondern tue Gutes und rede über Gutes.

Und heutzutage ist es halt, dass wir das Gute zeigen und dass wir sichtbar werden dürfen in sozialen Medien und auch weg vom Print. Print ist ja total eine ganz andere Sparte. Und deswegen glaube ich, dass Architekten auch viel mehr machen können oder Architekturbüros, um sichtbar zu werden in sozialen Medien. Wir haben ja auch, ich glaube, da ist auch so ein bisschen das Urempfinden eines Architekten.

Also wenn ich jetzt eine Generation über uns schaue, alte Büros, die jetzt so ein bisschen auch vor dem Generationswechsel stehen. Es gab ja tatsächlich in Deutschland mal Werbeverbot für Architekten. Ich glaube, das ist so tief verankert noch, dass man in dieser Hawaii steckt und Werbeverbot hat. Und ich habe eigentlich ein super Beispiel mal von einem Unterneumer Coach bekommen.

Der hat gesagt, er hat sich ein Auto gekauft und ist ins Autohaus gefahren und hat gesagt, Mensch, also das ist ein namenhafter deutscher Hersteller, ich würde gerne das Auto kaufen, kostet 70.000 Euro. Steht auf dem Preisschild Sonderangebot, nur heute. Sagt er, was geht denn da noch, nee, also mehr kann ich dir nicht anbieten an Rabatt. Also 70.000, alles gesagt, hm, das ist ja schon viel Geld.

Ich weiß, das ist ein Sonderrabatt, aber ich gucke, typisch deutsch, ich gucke nochmal weiter. Ich hole mir nochmal ein zweites Angebot, ist ja auch alles in Ordnung. Geht zum anderen Autohaus, steht dasselbe Schild. Ist ja auch, Autohäuser sind ja am Ende Ketten.

Selbe Sonderangebot, steht 70.000, fragt er den Verkäufer, was geht denn da noch? Ja, also ich kann dir die Winterreifen noch anbieten, die packe ich dir im Kofferraum und du bekommst die ersten drei Jahre den Winterreifen, Sommerreifenservice von uns aufs Haus. So ist das ja viel besser als beim anderen. Und auch wieder deutsche Mentalität, er war so fair und ging zum anderen Autohaus und hat dem nochmal gesagt, er wird sich nicht, hat sich für ein anderes Angebot entschieden, er sagte, wie geht das denn, wir haben alle dieselben.

Ich sagte, nee, der hat mir was anderes angeboten. Der hat mir noch die Wind, ja, das kriegst du bei uns auch. Ja, aber er hat es nicht kommuniziert. Aber er hat es nicht kommuniziert, er hat es nicht verkauft, er hat es nicht präsentiert und dementsprechend hinten runtergefallen.

Und das ist immer so mein Paradebeispiel, spreche über die Leistung, die du anbietest, spreche über die Leistung, die du kannst, spreche über das, was du machst. Und ich glaube, da können wir direkt einsteigen. Instagram ist ja heute ein Medium, besser kann man es ja nicht. Also früher war es eine Zeitung, früher musste man Bilder printen, Bücher, heute Instagram ist ja echt einfach.

Also wenn man es beherrscht. Ja, beziehungsweise wenn man es einfach so auch vergleicht, wie du sagst, mit Printmedien oder Einwurfsendungen. Man hat ja viel mehr Zugang zu mehr Menschen innerhalb von kurzer Zeit oder von seinem Büro aus. Und dafür ist Social Media allgemein, also nicht nur Instagram, sondern auch Pinterest, vergessen wir zum Beispiel auch sehr viele Architekturbüros.

Pinterest könnte für uns auch ein sehr interessantes Feld sein. Also ein Werbemedium? Genau, für die Bauherren, um Bauherren anzuziehen. Ist da bei Pinterest, das wäre jetzt für mich tatsächlich was Neues, also Instagram ist mir klar und Pinterest, ist da die Struktur so dahinter, dass dann am Ende auch wirklich, also ich kenne das jetzt am besten Beispiel von Bauherren, also die gucken quasi sich die Bilder, machen Screenshots, finden sie schick, aber gehen die potenziellen Bauherren auch wirklich in die Tiefe und schauen, von wem ist das Bild.

Werbung geschaltet, gehe ich auf den Link, aber das ist ja das, wo wir hinwollen. Dass das Bild gespeichert ist, damit ist ja erstmal noch nichts gemacht. Genau, verstehe ich dein Einwand. Also es ist so, nicht für alle Architekturbüros ist Pinterest geeignet, aber ich würde sagen für Architekturbüros, die jetzt zum Beispiel im privaten Bauen sind, auf jeden Fall.

Also ich meine, wenn du im öffentlichen Bauen bist, wirst du über Pinterest keine Bauherren anziehen, das ist logisch. Und wenn du dir jetzt aber vorstellst, wenn Menschen jetzt privat bauen möchten, dann gehen sie damit ja schon Jahre vorher mit diesen Gedanken damit um und beschäftigen sich damit. Und pinnen auf Pinterest Pins, ja, um sich schon mal Jahre später, ah sie sehen was, das möchte ich dann später mal so haben und legen das in Ordner ab, katalogisieren das zum Beispiel. Und du kannst auf Pinterest eben eine lokale, mit KI gesteuerte Kampagne machen.

Das ist übrigens ein sehr tolles Tool, an dieser Stelle mache ich Werbung für Pinterest, genau. Du bist unbezahlt. Unbezahlt, ja, es gibt eine ganz tolle Pinterest Kampagne, wo du wirklich lokal einstellen kannst in dem Bereich, wo du tätig bist. Dass du geschaltet wirst.

Dass du geschaltet wirst und dann könnte ich als Architekturbüro zum Beispiel sagen, ja wir möchten Bauherren anziehen, die exklusiven Villenbau machen möchten, also das funktioniert auf Pinterest zum Beispiel sehr gut. Und dann fotografierst du oder stellst Pins rein von früheren Projekten mit Details, mit z.B. bündigen Sockelleisten oder so, ne. Also gerade spezielle Details, wo du weißt, es gibt Bauherren, die möchten das genauso in ihrem Gebäude setzen. Würdest du jetzt sagen, die, also jetzt rein aus Unternehmersicht, also wenn ich Architekturbüro leite, dass die Masse an Bildern dann das ausmacht, weil ich stell mir das jetzt vor, ich bin jetzt junger Unternehmer, hab vielleicht sechs, sieben Projekte mal für Bauherren gemacht, inklusive Interieurdesign.

Und es waren jetzt aber alles welche, die, ich nehm jetzt einfach mal als Beispiel, alle sechs wollten einen Scandi-Stil haben. Das ist ja schon so ein Stil, wo ich sage, wenn jetzt jemand auf der Suche nach einem guten Architekten ist, will aber gerne eher modern und Loft bauen, der bleibt nicht bei den Scandi-Bildern hängen. Und ich hab das nicht als Referenz, weißt du, also ich hab nicht das Loft als Referenz, d.h. dieser Bauherr geht mir dann verloren, über Pinterest. In der KI-Performance-Kampagne, so nennt sich die, da stellst du verschiedene Bilder ein.

Und du hast da auch einen Assistenten an der Hand und die KI sammelt erst mal Daten und dann ist das natürlich so ein Try and Error-Feld von ein, zwei Wochen erst mal. Und dann kannst du die Kampagne mit Hilfe von KI natürlich neu einsetzen. Und es ist ja auch empfohlen, dass du dann verschiedene Bilder machst. Das sind so zwischen drei und fünf Pins und da kannst du dann sagen, ich mach einen Scandi, einen Minimalismus.

Und halt immer mit deiner CI von deinem Büro, also man sieht dann auch deine CI von deinem Büro natürlich. Das ist dann auf dem Bild unten drunter und so. Genau, dass das Geschick eingebunden ist, so ein ID-Pin ist, dass das Geschick eingebunden ist. Und dann kannst du das natürlich austesten und hast verschiedene Stile.

Ja, weil das merk ich, weil du es gerade sagst Pinterest, es ist tatsächlich zwar sehr weiblich belastet. Also wenn ich Bauherren hab, kommen meistens die Männer nicht mit Pinterest, sondern das sind die Frauen. Aber dann, ich würde behaupten, jede zweite ist untertrieben. Also ich würde fast behaupten, von zehn Bauherrenpaaren kommen neun Frauen mit dem Handy und sagen, guck mal, ich hab hier schon mal drei, vier Pinterest-Bilder.

Also das wird wirklich, deswegen will ich nur sagen, das ist wirklich eine Macht, dieses Pinterest alleine. Und wenn jetzt die Möglichkeit, so wie du es gerade beschreibst, eben über KI dort auch Werbung zu machen, dann ist es aus meiner Sicht sogar mindestens gleichberechtigt zu Instagram. Auf jeden Fall und das ist noch total unterschätzt. Also ich hab jetzt die genauen Zahlen, hab ich nicht im Kopf, aber du kannst circa von deiner Region mit einer KI-Performance-Kampagne, kannst du mit relativ geringem Budget zwischen fünf und siebenhundert Euro, kannst du eine ganze Kampagne schalten.

Und klar, man darf das ein bisschen länger betrachten und das ist ja nicht organisch. Also du musst da nicht wahnsinnig viel Arbeit reinstecken, um irgendwas aufzubauen, wie auf Instagram zum Beispiel. Und du kannst wirklich diese Kampagne laufen lassen und die Bilder, die ja dann gepinnt werden. Also es wird vielleicht nicht gleich nach drei Monaten von irgendeiner Kampagne, wird vielleicht nicht gleich der Bau herkommen.

Aber das ist eine langfristige Geschichte und die Pins auf Pinterest leben ja viel länger und nachhaltiger. Das heißt, wenn sich das heute jemand pinnt und dann gibt es ja einfach diese Faktoren, die wir ja auch nicht in der Hand haben. Okay, es gibt noch kein Grundstück, da darf man nur nicht drauf bauen oder wie auch immer. Oder es gibt was mit einem Erbe oder es muss was geteilt werden.

Es gehen so ein paar bauvorschriftliche Dinge noch voran. Und dann, aber irgendwann kommt ja der Zeitpunkt, wo du sagst, okay, jetzt können wir uns ein Architekturbüro suchen und jetzt können wir bauen. Und es kann ja auch sein, es vergeht dann noch mal drei Jahre und dann kriegst du da erst den Return of Invest als Architekturbüro. Und du sagst jetzt, dieses Tool nutzen noch nicht, das kennen viele nicht.

Also ich bin selber ehrlich, ich habe das auch gar nicht gewusst. Ich dachte Pinterest ist tatsächlich einfach nur eine, schlecht will ich nicht sagen, aber eine für mich noch nicht durchsichtige Bildersammlung, die natürlich gut genutzt wird und eine gute Suchfunktion hat und da natürlich auch die Bilder grundsätzlich analysiert werden und auch gut gefiltert werden, wenn ich etwas suche, aber rein als Anwender. Aber ich habe sie noch gar nicht als Werbeplattform gesehen, null. Ja, also das geht meistens so, ich mache ja auch Beratungen für Architekturbüros, wie sie sichtbar werden.

Und die meisten kennen das noch nicht, es muss natürlich zum Architekturbüro passen. Also sag mal ein reines Rohbau, Architekturbüro, das ist nicht die Zielgruppe bei Pinterest. Also ich muss mindestens fertigstellen, dass ich zumindest von außen etwas habe, bis hin tatsächlich, wir machen es ja auch, Interieurdesign, dass man eben genau auf diese Detailgeschichten eingeht. Wie verschmilzt eigentlich, wenn man jetzt hier in den Raum herum guckt, Holzpanel mit Putz.

Das sind so Details, da erkennt man die Wertigkeit der Arbeit und ich finde die Detailverliebtheit, das schwingt ja mit, das will ich damit sagen. Also das Bild macht ja viel mit einem, also vermittelt ja nicht nur einfach, oh das ist aber ein tolles Material, sondern grundsätzlich zeigt es ja ein Handwerk, nämlich das Handwerkarchitektur, wie intensiv geht der mit meinen Wünschen um, wie detailverliebt ist er, wie genau ist er, mein Deutscher sind ja immer dann zumindest, aber ich glaube Schweizer noch viel schlimmer, sehr genau, was das angeht. Und das Gefühl muss mitschwingen, also es muss dann einfach. Die Ästhetik, also es steht einfach, Pinterest ist einfach eine ästhetische Plattform, genau.

Und ich finde es aber wirklich sehr angenehm für Architekturbüros, die jetzt auch sagen, wir wollen uns nicht so sehr zeigen oder so, wir wollen auch nicht ständig organisch online sein oder so, denen empfehle ich wirklich und die sehr viel Wert auf ästhetisches Bauen legen oder auch diese Bauherren haben. Und im Innenarchitekturbereich auf jeden Fall, also da würde ich auf jeden Fall reingehen. Das heißt der große Unterschied, um da jetzt quasi die Brücke zu schließen zu Instagram, ist halt, Printerist siehst du sehr statisch, also ich kann was einladen, ich kann auch mal eine Kampagne schalten, aber ich habe erst mal eine Plattform, wo ich meine Ästhetik sammeln kann. Und jetzt der Unterschied zu Instagram, ist das ja grundsätzlich auch sehr profilbezogen natürlich.

Genau und Instagram ist ja auch viel schnelllebiger. Viel schnelllebiger, also eher organisch gesehen und lebt ja auch wahrscheinlich... Du kannst ja Aufwerbung schalten auf Instagram, also das kannst du ja auch in eine andere Richtung machen, aber ein Reel ist ja, wird gepusht und dann ist es weg. Und auf Pinterest sehe ich an meinen eigenen Pins, die ich vor sieben Jahren schon gepinnt habe, also ich war gleich zu Beginn auf dieser Plattform drauf und bin immer noch nach wie vor begeistert, sehe ich, dass das ein Pin von vor sieben Jahren noch performt.

Und das passiert ja auf Instagram nicht. Also den du quasi, den du gepinnt hast oder den, also den du eingestellt hast? Ja, den ich gepinnt habe und eingestellt habe. Ja, und wie gesagt, Instagram ist ja, also das ist ja zumindest bei vielen jetzt so, ja macht man mal mit und ja, münd, das ist ja...

Aber das habe ich, also aus meiner Erfahrung in alten Büros war es dann immer so, ja gut, kommen wir nicht drum rum, machen wir mal. Aber man merkt eben, wie das ganze Profil, wenn ich es eben nicht richtig mache, überhaupt nicht performt. Also da sind dann die 300 Follower, die man dann hat, die man sich irgendwie mühsam erarbeitet hat, da drin. Ist okay, aber das war es dann auch und das sind meistens dann Leute aus dem näheren Umkreis und so und man sucht ja auch nicht.

Dann fängt es schon an, wahrscheinlich mit der Namensgebung so kompliziert und Punkt hier und da und dies und man findet es gar nicht. Also da gibt es ja wahrscheinlich auch Tricks und Kniffe. Also ich glaube, Instagram ist schon nicht ganz einfach, das richtig zu machen. Ja, also wenn man bisher nur Privatberührungspunkte damit hatte oder gar nicht, ist das natürlich für ein Büro was ganz anderes.

Das ist natürlich auch ganz anders wie mein Account. Also es gibt viele Büros, die immer sagen, ja, aber du machst das doch auch so auf deinem Account, dann sage ich immer, ja, aber ich bin ja auch jetzt auf, mit diesem Account, ich habe auch noch einen Büro-Account, mit diesem Account bin ich ja nicht als Büro, trete ich ja nicht auf, sondern als Architekt on Tour. Ich wollte gerade sagen, jetzt haben wir so viel über Pünters geredet, dein Instagram-Account, mit dem du ja, wo ich auch darauf aufmerksam geworden ist ja. Architekt on Tour, genau.

Und das ist ja eher eine Personal Brand, würde ich das jetzt beschreiben. Genau, ich bin ja mit meinem Büro-Account, bin ich auch ganz anders unterwegs. Also da präsentiere ich ja Projekte, unsere Philosophie und das ist was ganz anderes, da mache ich auch keine lustigen Memes oder so. Also das kommt ja auch darauf an, was für Bauern möchtest du anziehen oder für wen.

Aber hast du, da hätte ich mal, weil wir ja Instagram im Moment ja auch bedienen und wir glaube ich auch noch nicht, die, ich sage jetzt mal, die die Schublade gefunden haben, das ist es. Und wie immer merken, wenn wir das machen und auch ganz oft so, wo ich denke, ich hätte es eigentlich nicht gemacht, aber wir haben es mal ausprobiert. Und es ging auf einmal, wo ich denke, hä? Warum?

Würde ich nicht, ja zum Beispiel, weil du gerade sagst, hast du, merkst du Unterschiede von dem einen Account zum anderen Account, dass du natürlich, ich denke jetzt an, polarisierst, dass du, wenn du lustige Memes machst, eben durch den Humor polarisierst, dass das viel viraler geht, als wenn ich jetzt sage, ich mache mir jetzt so ein richtig schönes Hochglanz-Profil. Das ist dann auch echt eingestaubt, das geht nicht so. Nee, das geht nicht so. Also da steckt eine ganze Philosophie dahinter und in meinen Beratungen versuche ich ja auch für die Architekturbüros da eine Strategie auszuarbeiten.

Je nachdem, was für ein Ziel sie haben. Ganz wichtig finde ich auch, dass man diese Ziele misst und nicht einfach ins Blaue rein, einfach, ja, wir posten jetzt halt mal und wir leben den Account, sondern es steckt wirklich eine Strategie dahinter und wir haben ein Ist-Zustand und ein Soll-Zustand, ja. Und dass wir diese Kennzahlen, die KPIs auch wirklich festhalten und definieren. Was wollen wir denn?

Wollen wir, dass mehr Leute auf unsere Website kommen oder auf unser Instagram-Profil? Also da gibt es ja unterschiedliche Herangehensweisen und Wünscheziele von den Büros. In meiner letzten Gruppenberatung hatten wir einen Teilnehmer dabei, der hat gesagt, die Leute finden unser Instagram-Profil immer, aber die finden nicht unsere Website. Ja gut, dann versuchen wir die Menschen über ihr Instagram-Profil auf die Website zu kriegen.

Klar, und dann tracken wir mal den Traffic, also was für Maßnahmen auf Instagram dürfen wir umsetzen, damit wir mehr Links, Klicks auf die Website bekommen. Genau. Und das Ziel, sage ich auch ganz viel immer, das für Architekturbüros ist ja nicht, dass wir jetzt viral gehen und wahnsinnig viele Follower haben. Also Followerzahlen, wenn wir uns mal von diesem lösen, das ist schon ein wichtiges Tool mittlerweile.

Also man sagt vielleicht, ok, wenn wir mal 1000 haben, dann sind wir wer oder so, uhu. Aber da spielt ja auch ganz viel Ego mit, ja. Es geht ja gar nicht so sehr um diese Zahl. Du kannst auch wahnsinnig viele Follower haben, aber gar keine Interaktion mit deiner Community.

Genau. Und es geht ja einfach darum, dass du Impulse setzt, dass du vielleicht weiterempfohlen wirst, dass das deine Visitenkarte ist. Ich sage auch wirklich heute, 2025, ist Instagram deine Visitenkarte im Internet, was früher, früher in Anführungsstrichen, also sagen wir jetzt mal, 2020, vielleicht vor fünf Jahren war das deine Website. Und da darf wirklich ein Umdenkprozess in Gang gesetzt werden.

Also die jetzigen Büros, die ich betreue, die sagen auch immer, ja, aber so viel für Instagram zu investieren, also das machen wir nicht. Und dann frage ich immer, wie viel investierst du denn für deine Website? Also wer hat dir deine Website programmiert? Wie viele 10.000 Euro plus hast du in deine Website investiert?

Und heute gucken die meisten Bauherren, wir dürfen wir uns fragen, wie alt sind, wenn wir jetzt im Bereich privaten Bauen bleiben, wie alt sind die Bauherren? Die sind zwischen 25 und 40. Und wo ist diese Generation unterwegs? Na, auf Social Media.

Und die gucken zuerst, haben die eine Social Media Seite? Also ich hinterfrage ja auch selber immer mein Verhalten. Egal, mit welcher Firma ich in Kontakt drehte, sei es jetzt privat oder beruflich, checke ich automatisch, haben die eine Social Media? Entweder gehe ich über die Website und suche das dann irgendwo in den Fußnoten und finde es vielleicht nicht, dann gebe ich es dort ein.

Okay, wie sieht das da aus, wie Kraut und Rüben? Und dann habe ich halt schon so ein Bild im Kopf, wie arbeiten die? Und deswegen, das ist der rote Faden zur Website und ganz wichtig, die Visitenkarte. Ja, jetzt ist es so, ich kenne auch mal Anekdoten von, wie gesagt, aus meinem alten Büro, wo ich noch angestellt war, auch großes Büro, wo ich ja genau gerade besprochen habe, wo ich gesagt habe, ja, wir machen Instagram mal so mit.

Und Internet ist sowieso nicht so ein Ding. Also da waren auch solche genau so, aber warum Website? Da ist eh kein Traffic drauf, wo ich sage, ja, aber. Da hat ja einen Grund, warum kein Traffic drauf ist.

Richtig. Also und das ist das. Und bei mir ist für mich ist Instagram, weil du gerade sagtest, das muss man wissen, ob das jetzt 1000 Follower sind oder nicht. Aber am Ende ist es doch, so ist mein Verständnis zumindest, Reichweite.

So und mit Reichweite kommt ja eben auch der ein oder andere Bau her. Es kommen aber auch eventuell schöne, ich will das Wort eigentlich gar nicht nehmen, weil es so negativ behaftet, Kooperationen. Aber Kooperationen nicht im Sinne von, dass man damit Geld verdienen will, sondern eben Kooperationen als Chancen, Netzwerk, wo man einfach sagt Mensch, Synergieeffekte. Das ist ja toll, dass man jetzt hier so einen tollen Handwerker an der Hand hat und sowas.

Und das kommt ja nur mit Reichweite. Denn Internet funktioniert ja leider so. Wenn jemand Reichweite hat, dann hat er ja irgendwas geschaffen, was sind also was was von Interesse ist und sichtbar ist. Und deswegen bin ich wieder bei dem Vergleich.

Bin ich hier lustig viral? Ha ha ha. Ja, oder bin ich Hochglanz und kann eben nur also mache es als als Hochglanz Visiten Karte, wo ich aber immer merke, dann habe ich es echt schwer an Reichweite zu kommen. Ich würde es auch nicht.

Ich empfehle es meinen Klienten wirklich auch nicht als Hochglanz Visiten Karte zu betreiben. Aus verschiedenen Gründen, denn wir sind immer noch Social, also sozial, und es geht um den Mensch. Und das sind die Dinge, die auch in Anführungsstrichen verkaufen, beziehungsweise so wird man sichtbar. Also ich kann es als Beispiel machen von meinem eigenen Account.

Ich zeige ja sehr viel Architektur, Tools, Tipps, Tricks, Architektur selber. Also was kann man für eine Route machen zum Beispiel? Und zwischendurch ist meine Strategie, dass ich auch immer mal wieder was Persönliches bringe. Also manche Menschen verstehen es nicht und die fragen dann immer, das wäre mir jetzt aber zu persönlich, dass du es jetzt da reinbringst.

Aber es ist Social. Also die folgen mir ja jetzt nicht wegen irgendwelchen nur Architektur Tipps, sondern das sind teilweise Menschen, die verfolgen mich in meinen Höhen und aber auch in meinen persönlichen Tiefen. Und wenn ich dann jetzt ein Pärchen Reel schalte, da gibt es wahnsinnig viele Aufrufe, wahnsinnig viele Kommentare. Sie freuen sich mit mir, dass es mir wieder gut geht in meinem Leben zum Beispiel, weil sie mich ja auch verfolgen.

Und das kann man natürlich ja auch auf ein Architekturbüro übertragen. Was sind das eigentlich für Menschen, die dort arbeiten? Ja, wer ist das? Mit wem habe ich da zu tun?

Ich habe immer Frau XY am Telefon, aber da sehe ich die vielleicht mal auf einer Baustelle oder ein Bild von ihr oder ein kleines Reel, wo sie am Rechner sitzt. Ja, also oder wie ist überhaupt eine Stimmung im Büro? Gestern habe ich zum Beispiel von einem Architekturbüro einen ganz tollen Ausschnitt gesehen. Die haben geteilt, wie ist ihre Winterstimmung im Büro?

Also wie sie sich einen Kaffee aufbrühen? Ja, wie die Kollegen zusammen und Kolleginnen am Tisch sitzen und Modell bauen und eingemummelt und mit Kopfhörer und mit einem dicken Schal und draußen fällt der Schnee. Und das sind doch Emotionen. Also wir wollen Emotionen transportieren.

Und es geht ja auch beim Bauen um Emotionen. Und so kann auch ein Architekturbüro nahbar werden für Menschen, die sich entscheiden möchten, mit wem möchte ich denn bauen? Ich glaube auch, das ist das. Und an dem strugglen wir ja auch, weil wir sind am Ende keine Social Media Experten.

Am Ende sind wir auch nur ein Architekturbüro. Ich würde behaupten, das können wir ganz gut. Wenn wir jetzt sagen, wir sind Social Media Experten, würde ich sagen, kann man überall Experte sein. Von daher bin ich mir froh, wenn jemand sowas auch sagt.

Ich glaube, wir fahren im Moment relativ gut damit und auch wenn es am Ende so ist, dann ist es die Reichweite, die es ist. Aber ich bin ehrlich. Es ist nichts aufgesetzt. Es ist vielleicht etwas in seiner Emotion überspitzt, um einfach darauf aufmerksam zu machen, ob negativ oder positiv.

Aber es ist im Grunde super ehrlich. Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum wir einfach den Podcast machen. Weil wir einfach sagen, ich finde Architektur in allen seinen Facetten, ob Social Media, ob KI, ob der Handwerker und wenn es am Ende ein Student ist oder wer auch immer, Finanzberater, alle Podcasts, die wir am Ende auch noch machen, am Stammtisch, es hat einfach alles seine Richtigkeit und alles seine Ehrlichkeit. Und ich glaube, wenn man die Ehrlichkeit behält, dann kann man am Ende auch mit wenig Reichweite glücklich sein, weil man sagt, aber das ist man eben.

Und wenn man selbst nicht eben dieses Ego-Problem hat, ich brauche jetzt aber zwei Millionen Follower, nur damit ich glücklich bin, sondern es ist dann so, dann hat man eben 1000 Follower. Weil sich 1000 Leute dafür interessieren, das, was man ehrlich tut. Ja, also ich würde mich wirklich auch immer von dieser Zahl lösen oder das auch nie als Ziel nehmen. Ich möchte jetzt so und so viele Follower haben.

Sondern das Ziel soll sein, dass wir authentisch auf dieser Plattform nicht nur unsere Arbeit zeigen, das ist nämlich, dass die Posten nur Projektbilder. Ja, da unterscheidest du dich nicht zu deinem Architekturbüro XY aus Hinterdopfingen nebenan. Soll ich dir sagen, wie ich das mittlerweile mache, wenn ich Architekturbüros mal auf Social Media mir angucke? Ich gucke gar nicht.

Also man geht ja bei Social Media auf das Profil, dann kommt immer die erste Seite, glaube ich, die Bilder, die man gepostet hat. Und ich gehe immer sofort schon auf die Reels, weil da eventuell eben nicht das Hochglanz ist, sondern da eventuell dann genau dieser persönliche, weil es ist schon Automatismus bei mir geworden. Ich will das Hochglanz gar nicht sehen, weil das kann am Ende eigentlich jeder. Also wenn ich das schon nicht kann, dann brauche ich nicht weiterklicken.

Oder dass du irgendwelche Visualisierungen zeigst oder so. Also ich würde es einfach immer eine gute Mischung machen zwischen Projekten, was können wir, worin sind wir Experten und Expertinnen, dass man auch sofort weiß, okay, hey, die machen Baubiologie, die machen das, die machen das. Und aber auch, und auch, dass man den Stil von einem Büro, also die Arbeitsweise an sich und auch, was für Menschen arbeiten da. Und das nicht nur jetzt im Hinblick, ja, ich möchte Bauherren und Bauherinnen gewinnen, weil viele, die ich kenne, sagen dann auch immer, ich brauche das ja nicht, ich mache ja nur öffentliches Bauen oder meine Auftragsbücher sind voll.

Dann sage ich immer, ja, gut, deine Auftragsbücher sind voll. Aber hast du auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, mit denen du diese Projekte alle stemmen kannst? Ja, da suchen wir eigentlich. Und genau das ist dann der Punkt für die anderen Büros.

Also das ist ein differenziertes Ziel, dass du sagst, okay, wir möchten neue Mitarbeitende gewinnen und das geht auch über das Instagram-Profil. Das sind auch wieder die vom Studium fertig, Anfang, Mitte 20 bis, und mittlerweile hat sich auch die Altersgrenze ein bisschen verschoben. Also es sind ja auch ziemlich viele 50-, 60-Jährige aus dieser Generation von Facebook nach Instagram rübergekommen. Und die schauen mittlerweile auch auf Instagram die Profile an von den Büros.

Also das Feedback kenne ich ja so, also gar nicht, weil du hast da ja mit viel mehr zu tun. Also sind da wirklich auch, ich sage mal, 50+ mittlerweile, die verstanden haben, dass Instagram funktionieren muss, dass Instagram bedient werden muss und wie es am Ende bedient. Also ich denke jetzt an meine Schwiegermutter zum Beispiel, die Grüße gehen raus. Also wenn ich der Instagram beibringen würde, die würden sagen, nee, Handy, WhatsApp, das reicht.

Ja, also ich kenne wirklich einige, die auch, vor einem Jahr habe ich eine 73-, 74-jährige ihr Instagram-Account eingerichtet. Genau, die hat dann gleich ein paar Minuten später ihr erst das Reel hochgeladen. Ich glaube schon, verstehen tun sie es noch nicht so ganz, diese Generation, aber sie sind auf jeden Fall auf dieser Plattform präsent. Also sie verbringen dort ihre Zeit, sie sind von Facebook nach Instagram rübergewandert.

TikTok nicht, Instagram. Und ich habe ein Beispiel dazu, ein Büro hatte ich im Coaching, die haben gesagt, ja, wir haben bezahlte Werbung, also Ads auf Instagram geschalten, weil wir wollten einen Bauleiter oder eine Bauleiterin finden. Okay, und dann habe ich gesagt, okay, und was war das Thema? Ja, wir haben da zigtausende Euro reingeballert und es kam nicht eine einzige Bewerbung.

Und ich so, okay, krass, ja gut, dann analysieren wir das mal. Dann habe ich gesagt, jetzt schauen wir mal auf euer Profil, dann habe ich das Profil angeguckt. Dann habe ich gesagt, okay, also sie haben das mit einer Agentur zusammen gemacht, die eben die Ads schaltet. Und dann habe ich gesagt, ihr hättet vorher euer Profil wirklich eben mit diesen sozialen, feinen Emotionen füllen dürfen, also mit Mitarbeitern.

Ich habe gesagt, wenn ich jetzt als Bewerberin auf dieses Profil schaue, ich würde gar nicht sehen, ja, bei wem arbeite ich denn da? Man sieht keine Menschen. Ich weiß, was ich immer versuche, auch in der öffentlichen Darstellung, ob über Webseite und auch über Instagram oder wo man dann am Ende sonst noch unterwegs ist, für mich immer so, ich weiß nicht, ob ich das aufgeschnappt habe, aber irgendwo hatte ich das mal, ich glaube ein Psychologe sagte das in der Wahrnehmung, es ist so eine Dreiklick-Generation. Genau.

Also es ist, in drei Klicks muss es drin sein, also das ist der erste Klick, ist aber, und das wissen viele nicht, der Klick auf das Profil. Das heißt, ich habe dann, wenn er auf meinem Profil ist, das ist der wichtigste Klick. Weil das ist da, wo ich auch Werbung schalten muss, dass ich quasi überhaupt den Klick auf mein Profil bekomme und erst dann habe ich es ja in meiner Macht und dann habe ich nur noch zwei Klicks übrig, um das Interesse zu wecken, um eventuell Klick 4, Klick 5 zu generieren, aber der Mensch ist nach drei Klicks fertig in seiner Entscheidungsfindung. Richtig, oder auch nach drei Sekunden, also ich schaue auf ein Profil und sehe drei Sekunden, ist das mein, sondern nicht weg.

Dann kann es sein, du hast ein mega virales Reel gemacht, aber dein Profil ist halt, das entdecke ich oft, manchmal stolper ich ja selber über Reels und denke mir so, hey cooles Reel. Und dann gehe ich auf die Seite und dann denke ich mir so, langweilig und dann bin ich weg. Also dann folge ich ja nicht, nur weil jetzt einmal ein Reel viral gegangen ist und das ist auch nicht das Ziel, was ich jetzt den Klienten und Klientinnen empfehlen würde. Aber im Fall von dieser Bewerbung zum Beispiel, hast du auch als Büro drei Sekunden, also ich würde immer behaupten, wir befinden uns in einer Situation, wo sich nicht nur die Bewerber bei uns bewerben und die Bewerberinnen.

Wir bewerben uns für die Bewerber. Genau, sondern wir müssen uns ja auch bewerben, was sind wir für ein Büro, also es zählt ja nicht mehr, wir haben frischen Obstkorb und gratis Wasser oder so, also damit kannst du noch keinen mehr in dein Ofen vor, das kannst du halt nicht mehr bringen. Und deswegen darfst du halt auch wirklich in drei Sekunden entscheidet der Bewerber oder die Bewerberinnen, okay, hier, das klingt interessant für mich, da gehe ich mal weiter. Und dann kann man da auch ganz geschickt in so eine Ad diese Barriere von der Bewerbung wieder abbauen, also heutzutage weiß ich nicht, schickt ja keiner mehr irgendwie ein aufwändiges Portfolio irgendwohin, dass du dann auch wirklich sagst, wir machen ein kleines Quiz draus und da zählen wieder deine drei Klicks, die du angesprochen hast, dass man sich wirklich nur einträgt Name, E-Mail Adresse, Klick absenden und dann meldet sich das Büro bei den Bewerbern.

Und das wäre eine abgeschlossene Instagram Ad mit gutem Profil aufgebaut. Genau haben wir tatsächlich auf der Webseite bei Bewerbern, dass Bewerber sich einfach formlos bei uns bewerben können über eine Kontaktseite, kann man ja auch nennen Calendly als Beispiel und dort ist einfach, da wird einfach alles eingetragen, selbst die Gehaltsvorstellung. Denn ich brauche am Ende, möchte ich eigentlich persönlich jeden sehen, weil für mich die reine Bewerbung nicht aussagekräftig genug ist, sondern mir ist entscheidend, passt er in mein Gehaltsgefüge des Unternehmens. Ja, das ist mein einziges Credum erstmal, um eingeladen oder nicht, genau, Hardfacts und dann bekommt er eigentlich bei Calendly eine sofortige Zusage und kann sich den Termin selbst aussuchen und dann ist er bei mir auf der Schwelle und an dem Tag entscheide ich, ist es passt er persönlich, weil mir das viel wichtiger ist als Noten etc.

Deswegen, das haben wir auch schon implementiert, das ist eben auch diese 3-Click-Regel, Kontakt, Bewerbung und Weg. Aber dann bist du auch weiter, also bist du jetzt vielleicht kein Beispiel dafür. Aber lass uns doch nochmal kurz, jetzt haben wir sehr viel über Printers und Instagram, nochmal kurz über KI sprechen. Ja, hast du auch schon angesprochen mit Calendly gerade?

Ist auch schon Teil von KI? Ja. Okay, ja gut, ist jetzt aber sehr viel eigene Intelligenz, die da rein ist. Also bei mir ist KI nochmal so künstliche Intelligenz.

Ich finde jetzt bei mir Calendly ist ja sehr viel, ich sag jetzt mal rein programmiert, also ich habe jetzt keine künstliche Intelligenz, die Bewerber von vornherein aussortiert, sondern es sind Hardfacts, die abgefragt werden und dann kriegt er eine Zusage oder keine und kann sich einen Termin buchen. Künstliche Intelligenz ist ja eher, aus meiner Sicht eher etwas, was mich im Alltag unterstützt, wo ich kein, mein bestes Beispiel ist zum Beispiel, wenn ich mich auf Sachen vorbereite, ist mein erster Weg immer schon, ich frag schon gar nicht mehr Google, sondern ich lass JetJPT laufen, um einfach mir sauber Informationen rausziehen zu lassen. Es ist so ein bisschen wie Nachrichten, weil natürlich muss ich sie selber werten und muss überlegen, ist es richtig, passt das, aber es geht um dieses Grundverständnis. Es geht nicht darum, dass ich damit meine nächste Doktorarbeit schreibe, sondern dass ich Zeit spare.

Ich glaube, JetJPT ist für mich, das ist ein Tool jetzt, für mich eigentlich Zeitersparnis. Ich nutze es tatsächlich sogar schon für Vorbescheide, um einfach mir alle Randbedingungen des jeweiligen Ortes zu nehmen, in denen ich mir in meinem Vorbescheid, den ich an das Bauamt schicke, mich schon checklistenartig durchzureiten. Da brauche ich normalerweise einen Tag für, wenn ich es in JetJPT mache, habe ich mir schon einen Tag gespart, weil ich dann checklistenartig einfach dann die Informationen, die ich ja eigentlich grundsätzlich vorliegen habe, aber in jedem Bundesland immer, das ein bisschen anders ist, mir schon Arbeit abgenommen, also ich nutze es ganz vieler Zeitersparnis. Auf jeden Fall also KI setze ich auch, ich glaube der größte Faktor ist einfach die Zeitersparnis, dass wir Bürokratie, die aufgebaut wird, immer mehr aufgebaut wird, dass wir da versuchen, unsere Zeit zu kompensieren, um diese Bürokratie erstmal zu managen und dass wir eigentlich wieder zum eigentlichen Tätigkeit als in einem Architekturbüro kommen, zum Entwerfen, zum Konstruieren.

Also da gibt es auch schon ganz tolle KI-Tools dazu, die uns da unterstützen, aber du hast auch gerade Calendly angesprochen, da steckt auch eine KI dahinter, die dir sehr viel Zeit sparen kann als Architekturbüro, du hast es jetzt eingesetzt zum Beispiel als Bewerber-Tool, du kannst es aber auch mit Bauherrn machen. Hab ich auch, ist bei mir genauso, ein Bauherr kann bei mir einen Beratungstermin buchen, ähnlich wie jemand, das dann nicht zwei Stunden Bewerbungsgespräch ist, sondern eine Stunde Bauherrn-Beratung bei uns direkt mit allen Infos, die ich brauche. Es gibt, das weiß ich auch aus der Branche und von Kollegen und von den Kolleginnen, es gibt einfach immer viel mehr Bauherrn, potenzielle Bauherrn und Bauherrinnen, die sich das ein bisschen so zu Mode machen, dass sie sagen, ich tu mir mal da einen Termin buchen bei dem Architekturbüro zur Beratung und da und mal da oder die sollen mal vor Ort kommen und sich mal die Immobilie anschauen, die ich vielleicht kaufen will, was kann man daraus machen. Und ich denke da auch immer in unserer Branche, wenn ich das jetzt vergleiche mit Juristen, da kostet jeder Beratungstermin 230 Euro.

Das ist super lustig, ich weiß genau worauf du hinaus willst und wir haben uns das nicht vorbesprochen. Nicht? Nein, haben wir nicht. Ich mache es, ich und unser Büro genauso, weil wir, ich mir und das war damals schon ein Grund meiner Gründung, weil mich genau dieses Thema super genervt hat und ich nicht wirtschaftlich arbeiten kann, weil andere Bauherrn dann die Zeche für die anderen zahlen müssen, weil irgendwo muss das Geld ja herkommen meiner Zeit und ich ganz klar gesagt habe, es wird von mir keine Beratungsleistung geben, die kein Geld kostet, denn meine Beratungsleistung ist etwas wert und die muss bezahlt werden und mein Bauherrn-Beratungsgespräch, was jemand bei mir bucht, ist ein reines Kennenlern-Gespräch, das heißt, ich lerne den Bauherrn kennen, es dauert auch immer nur eine Stunde, da ist 20 Minuten Bauherrn-Kennenlern, was ist so dein, was möchtest du, wie ist das und dann geht es 20 Minuten darum, wie wir arbeiten und ob er sich mit uns identifizieren kann und dann ist 10 Minuten für Rückfragen, so ist es antragolliert.

Aber nicht inhaltlich. Kein Inhalt, sondern dann geht es darum, kannst du mit uns arbeiten oder kannst du nicht, dann bekommt er, aus meiner Sicht, das haben wir auch schon automatisiert, geht um Sanierung, da kommen wir schon auf Quadratmeter so ein bisschen runtergerechnet, wenn es so um Sanierungsfahrpläne geht, also alles, was wir automatisieren können, machen wir auch, er bekommt dann auch ein individuelles Angebot, quasi auf einen Quadratmeter runtergebrochen, schon mit und sagt, wir arbeiten so, kostet das, wenn es nicht zu individuell ist, also einen Neubau kann ich so jetzt noch nicht planen, es sei denn, er sagt mir, wie teuer es wird, dann kann ich es ja über die HUI rechnen, aber Grundweg ist es ein reines Kennenlern bei uns, sodass wir keine Leistung verkaufen. Genau und wenn du halt dieses Beratungsgespräch machst, weil ich das sehr oft hatte und auch viele Kollegen und Kolleginnen, dass man sagt, man muss irgendwo hinfahren, da ist eine Immobilie, die man mal anschaut und mal über Grundgrüsse guckt und so, dass du dann sagst, ich mach das mit Calendly, die buchen das, den Vororttermin zum Beispiel, aber das ist an Paypal angekoppelt und das kostet auch 230 Euro vielleicht wie beim Rechtsanwalt oder bei der Rechtsanwältin und der Termin kommt nur zustande, wenn vorher diese Zahlung mit Paypal stattgefunden hat, das ist ja auch schon ein gewisser KI-Prozess, du musst keine Rechnung schreiben, du musst nicht gucken, ist der Geldeingang da und der Termin ist ausgemacht und du kannst ja noch ganz viele Erinnerungen, Follow-up-Mails in diesem ganzen Prozess mit KI einbinden. Also mit SMS-Erinnerungen nochmal, weil ich einfach da auch, dann lebe ich den Service, dann kommt dann nochmal auch eine Verbindlichkeit.

Ja. Genau, also das ist KI, ich glaube, da geht noch ganz viel und ich glaube, da gibt es auch genug Fallstricke, bis wohin etwas gehen darf und bis wohin nicht, da haben wir auch in anderen Sachen, also ich finde ja erstmal gut, dass du positiv darüber sprichst, wir werden sicherlich auch mal Gäste haben, die das verteufeln, weil das ist ja das böse Neue, will man nicht, ich sage mal so. Ich bin ein absoluter KI-Fan, ja. Ja, ich auch grundsätzlich, solange es mir einen Mehrwert bietet, definitiv, denn ich gucke immer auf die Zeit, E-Mail war genau das gleiche Thema, bloß nicht und hier und jetzt geht nichts mehr ohne.

Ich habe eine ganz tolle KI-Automatisierung in der E-Mail, darf man hier Werbung nennen? Wir haben jetzt schon so oft Firmen genannt, ist ja alles unbezahlt. Ja, obwohl ich habe einen Code sogar von Mailbutler, weil ich einfach so Fan bin, können wir mit reinnehmen vielleicht in die Captions. Genau, also das Unternehmen hat mich angeschrieben, ob ich das mal testen will und ich dachte so, ich brauche doch keinen Mail-Dingsbums-KI, ich mache doch alles in Chat-GPT.

In Chat-GPT ist mein bester Buddy und dann habe ich mir Mailbutler installiert und es ist wirklich so, ich schreibe fast keine Mail mehr ohne den Mailbutler. Also der ist direkt in meinem Outlook mit drin und du kannst auf die Mail klicken und sagen, ich möchte jetzt hier antworten mit Details, entweder schlägt er dir schon was vor, weil er den Text selber gelesen hat, das ist auch super, wenn du E-Mails kriegst und du liest die und müsstest eigentlich intensiver drauf reagieren, hast aber keine Zeit, willst aber diesem anderen Menschen, der diese E-Mail geschrieben hat, signalisieren, hey okay, ich habe deine E-Mail bekommen, ich schaue es mir in Ruhe an und ich antworte dann zu gegebener Zeit, das haben wir ja ganz oft und wir wollen einfach signalisieren, ich habe es gesehen, es ist bei mir angekommen und nicht jetzt eine Woche lang irgendwie so eine E-Mail einfach unbeantwortet lassen, dafür ist Mailbutler super, dann kann es Sprachen übersetzen, also ich kann wirklich sagen, wenn ich im Urlaub war, ich kann sagen, machen wir eine Zusammenfassung, was haben die Kollegen jetzt in diesem ganzen Verlauf gesprochen, um was geht es, macht Mailbutler eine Zusammenfassung, um was es geht und ich muss keine 20 E-Mails durchlesen, was ist jetzt eigentlich Stand der Dinge auf Baustelle xy, dann, wie gesagt, kann es Sprachen übersetzen, du kannst auch sagen, antworte mir in Englisch, Spanisch, also da gibt es so eine ganze Reihe, die man dann anklicken kann und du hast halt nicht mehr dieses Copy-Paste von ChatGPT in den Mailbutlereien. Also wie gesagt, ich werde es auf jeden Fall auch testen, weil wir haben tatsächlich das letzte halbe Jahr Office Copilot 365 getestet, das ist auch sehr gut, tatsächlich gerade wenn man im Office, also bei Microsoft in dem ganzen Kosmos unterwegs ist, das ist sehr gut, weil die untereinander sehr gut funktionieren, aber wie sagt Mailbutler, ich finde gerade E-Mail, das ist ja nur mal sein Briefkasten, der digitale Briefkasten, der ist eh viel zu unterbewertet im Moment draußen, was so alles gehen könnte eigentlich, wenn man sich überlegt, das geht noch nicht, warum nicht. Du kannst auch Trello mit einbinden, dass du dann zum Beispiel mit Mitarbeitern auch verschiedene Aufgaben hin und her schiebst, das ist eigentlich ein ganzes Organisationstool dahinter.

Ja mega, also ich glaube, da ist der Markt echt noch ganz am Anfang und ich finde toll, dass du das schon nutzt, dass wir da noch gar nicht so weit weg sind, also dass wir nicht in den Anfang stecken, aber ich glaube draußen, die das hören, sind viele und ich glaube, was man denen mitgeben kann, ist mutig sein, ausprobieren und den Mehrwert erkennen, was es vielleicht gibt, aber eben auch kritisch betrachten, vielleicht gibt es auch keinen Mehrwert, dann würde ich lieber wieder lassen. Also das Ding ist wirklich, wie du auch sagst, mit dem Ausprobieren, das waren ja jetzt nur gerade zwei Mini-Tools, also ich bin ja auch im Entwurfsbereich und im Geoportalbereich mit der KI zugange und da ist es halt wirklich so, vielleicht ist es auch mal eine Generation, ich weiß es nicht, die jungen Leute, darf ich das schon sagen, die setzen sich ja manchmal an den Computer und können auf einmal 3D zeichnen und du denkst dir, what, wie haben die das so schnell gelernt, da ist es wirklich auch super viel mit Ausprobieren, also gerade die Text-zu-Bild-Generation, ja nutze ich auch sehr viel und habe ich mittlerweile lieben gelernt, aber ich sage es euch ehrlich, ich habe ein paar Abende mit Rotwein gebraucht, bis ich mich da durchgefuchst habe, wie ist der richtige Prompt, den ich eingeben darf, damit ich dann auch wirklich das Bild habe, was ich bekomme. Ich glaube, das ist auch der größte Fallstrick in der Bedienung, ist einfach so ein altes Sprichwort, es ist am Ende nur so schlau wie der zwischen den Schultern, also mein Prompt ist am Ende dafür verantwortlich, was hinten rauskommt, wenn ich nur hinschreibe, ich hätte gerne ein schickes Bild, dann kriegt man das, aber ob es dann für einen schick ist, also ich glaube, das ist einfach... Auf jeden Fall, und es steckt auch ganz viel rechtliches Datenschutz, Bildrechte und so, stecken ja auch noch viele falsche Träge dahinter.

Da darf man sich schon informieren und üben, dranbleiben, mutig sein und dann wirklich auch für sich den Mehrwert erkennen. Man darf erstmal ein Zeitinvest reingeben, um dann wirklich das Positive herauszuziehen. Und auch die JGBT auch erstmal vorher füttern. Da gibt es verschiedene Einstellungen, die viele Menschen gar nicht kennen.

Ach so, da kann ich noch was reinschreiben, wie der reagieren soll, was der mir für, ich nenne ihn jetzt eher, was er für Angaben machen darf. Also ja, es braucht ein bisschen Mut und Zeit für den Anfang, aber dann zahlt sich es nach hinten aus. Jetzt sind wir jetzt schon ein bisschen drüber über unsere eigentliche Zeit, aber du hattest mir noch von einem Herzensprojekt erzählt, was du grundsätzlich jetzt was dich so begleitet. Du hattest von der Community gesprochen, erzähl doch mal.

Ja, das ist ein Projekt, was ich letztes Jahr im Herbst ins Leben gerufen habe und mit sechs oder sieben Gründungsmitgliedern jetzt erstmal ausgetestet habe. Wir haben geschaut, gibt es einen Mehrwert für uns, was können wir da alles besprechen, lohnt sich das und wie kommt es an. Also wir haben uns auf einer Plattform zusammengetan, das sind alles selbstständige Architekten und Architektinnen, die wir da zusammen sind und tauschen uns auf diese Plattform. Über Probleme, Herausforderungen, Fallstricke, Tipps, Tricks, wir teilen Ausschreibungen, wir teilen digitale Tools.

Wenn jemand nicht weiterkommt, mit was arbeitet ihr gerade, was macht ihr für die Zeiterfassung, ich kann das Programm empfehlen, ich kann das Programm empfehlen. Also es ist einfach ein sehr kollegialer Austausch, so ein bisschen als Bewegung gegen diese Ellenbogen-Gesellschaft und nicht jeder soll still in seinem Kämmerchen sitzen und jeder hat die gleichen Herausforderungen. Wir hatten zum Beispiel auch einen Baurechtsexperten dabei, also wir machen jetzt regelmäßige Experten-Calls, das heißt, es kommt jemand von Baurecht. Wir hatten jetzt letzte Woche den Fabian Greiser da, der hat uns in Bezug auf barrierefreie Websites aufgeklärt, auf was dürfen wir da achten, also es ist ein Designbüro, ein Grafikdesignbüro.

Dann jetzt haben wir als nächstes Thema E-Rechnung, das ist ja gerade ganz groß, auch der digitale Bauantrag zum Beispiel. Also wir behandeln halt alles Themen in dieser Community, die uns interessieren, mit denen wir umgehen dürfen. Und das eben in der großen Gruppe holen wir uns dann die Themen rein. Genau, das heißt, weil du sagst große Gruppe, wird noch groß, das heißt, was ist quasi deine Message nach draußen?

Sollen sich Leute bewerben, sollen Leute sich das mal angucken, wie so eine Community ist, also wie möchtest du, dass das organisch wächst? Genau, also im Moment sind wir eben diese Gründungsmitglieder, weil wir gesagt haben, das ist so ein bisschen unsere Probephase. Was brauchen wir, was ist Mist, was können wir weglassen, was brauchen wir nicht? Und uns da so im kleinen Kern beraten haben, also dass wir nicht zu viele Köche haben, sondern erst mal ein kleiner Kern.

Und jetzt öffnen wir die Gruppe quasi öffentlich und dann können Interessierte einfach reinkommen, wie sie wollen, können sich das anschauen. Es gibt eine 7-Tage-Probephase zum Beispiel, dass sie sich mal umschauen können. Ja, und dann kann das gerne organisch wachsen. Das heißt quasi eine richtige Netzwerkgruppe, um einfach da sich auszutauschen.

Einfach, wie du schon sagst, gegen die Ellenbogen-Gesellschaft einfach mal wieder ein bisschen mehr miteinander als füreinander. Und vielleicht auch Auftragsspitzen abzudecken, das hatten wir jetzt auch schon als Thema. Ein junger Kollege, der hat gesagt, er hat jetzt im Januar, Februar ein bisschen wenig zu tun, er könnte sich vorstellen, als freier Mitarbeiter jemandem zuzuarbeiten. Wir hatten auch schon eine, die hat gesagt, ich möchte meine Lizenz von Programm XY gerne verkaufen.

Ich habe festgestellt, ich arbeite damit nicht, ich brauche das nicht. Möchte jemand die Lizenz übernehmen. Ja, finde ich ganz toll. Also genau dieses wieder ein bisschen mehr miteinander.

Es ist ja eigentlich die professionelle WhatsApp-Gruppe, so kann man das so ein bisschen nennen. Aber mit Dateien, es gibt Classrooms, also es ist alles sehr gegliedert, es gibt verschiedene Chat-Bereiche. Es ist sehr professionell. Genau, also man findet sich dann auch viel besser zurecht, man kann Dateien runterladen.

Ja, finde ich, also wie gesagt, mich habt ihr, ich glaube, sobald ihr aufmacht, bin ich dabei. Denn ich finde sowas genau richtig, also sich einfach auszutauschen über Grenzen hinaus, einfach zu sagen, Mensch, wie macht ihr das? Genau das, was wir jetzt hier auch machen. Ich glaube, das muss draußen viel mehr gehört werden, was andere tun, was andere machen.

Das sehe ich als Chance dieser ganzen Diversität, dass man einfach immer wieder, genau, gemeinsam schafft man mehr und es gibt einfach noch so viel da draußen, wo man sich überhaupt nicht vorstellt, dass das funktioniert. Aber es hat jemand gemacht, aber solange der das für sich behält und klein ist, kriegt es keiner mit. Und dann ist es für mich kein Reiz und ich kann nicht darauf reagieren und für mich den Mehrwert ziehen und sagen, oh, das mache ich auch. Genau, und dass man halt von der Gruppe gegenseitig profitiert.

Also wir hatten jetzt auch einen Expertencall, CEO, Websites, ja, Sichtbarkeit, Thema Sichtbarkeit ist auch sehr groß. Hatten wir jemand, der uns beraten hat. Und dann sind wir in diesem Expertencall auf die Idee gekommen, hey, wir könnten uns doch gegenseitig gute Backlinks geben. Ja, und dann haben wir mehrere, haben gesagt, wir wollen eigentlich mal mit einem Blog starten und so.

Und dann haben wir das aufgeteilt, also in den Terminplan, dass wir sagen, okay, du schreibst jetzt da einen Blog und verlinkst uns hier. Und dann schreiben wir einen Blog und verlinken euch wieder. Und jetzt haben wir so einen Terminplan, wo jeder einen Blog schreibt und uns als Kollegen verlinkt, genau. Also richtig toll.

Und ich glaube, ich glaube, das ist auch der richtige Schritt, um Architektur auch wieder nahbar zu machen. Weil ich glaube, das ist ja auch, wir könnten uns hier wahrscheinlich noch drei Stunden unterhalten, um einfach zu verstehen, dass Architektur eben viel mehr ist als einfach nur schick Rollkragenpullover. Jeder baut. Jeder baut und irgendwie, naja, einer kann sich es leisten, der andere nicht.

Also ich glaube, da steckt viel, viel mehr dahinter und ich glaube, ich weiß es und ich finde, das gehört nach draußen. Und solche Communitys, solche Bewegungen, ich finde das richtig, richtig gut. Oder auch, dass man halt auch wirklich jüngere Kollegen, Kolleginnen oder Berufsanfängerinnen, dass man die wirklich auch ein bisschen an die Hand nimmt. Also es gibt keine falschen blöden Fragen oder so, dass jemand sagt, ich habe jetzt diese Situation gerade, wie kann ich das lösen?

Und jemand sagt, ja, alles easy, machst du mit diesem Vertrag, blablabla. Also wir haben auch schon Vertragsentwürfe. Also natürlich immer unter Vorbehalt, jeder ist für sich selber verantwortlich und darf das prüfen. Wir haben auch schon Vertragsentwürfe dort reingestellt, wie man was abwickeln kann.

Ja, also mich habt ihr, wenn das jetzt offen ist, ist es offen? Das ist jetzt offen, genau, ihr könnt jetzt beitreten. Also ich mache, wenn wir hier gleich fertig sind, geh sofort los und mach das, weil ich finde, das ist eine ganz tolle Idee. Ich schicke dir den Link.

Danke. Und den Link würden wir dann direkt auch nochmal in die Show Notes packen, super. Ich danke dir, unsere Zeit ist leider um, ich hätte noch ewig hier mit dir sitzen können, ganz, ganz toll. Aber vielleicht sehen wir uns ja bald wieder.

Genau. Aber vielen, vielen Dank, dass du da warst. Danke dir Robert für die Einladung. Und euch da draußen eine schöne Woche.

Dieser Podcast wird produziert von RT Architektur aus Lübeck. [Musik]

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